Comedian
„Jan Böhmermann wäre ein super Nazi“ – Oliver Pocher rechnet mit den Öffentlich-Rechtlichen ab
In einem Podcast zieht Comedian Oliver Pocher in saloppem Ernst über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk her. ARD und ZDF könnten eingestampft werden, meint er. Auch das Framing der Sender gegenüber der AfD gehe ihm schon lange auf die Nerven.
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„ARD und ZDF kannst du einstampfen“ – mit diesen Worten kommentiert Comedian Oliver Pocher in einem aktuellen Gespräch im TOMorrow Business Podcast ungewohnt ernst die Frage nach der Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien. Es gebe viel zu viele Sender, erläutert er gegenüber dem Gastgeber Tom Junkersdorf. Außerdem werde nur eine politische Richtung vertreten.
„Ich sehe nichts Unabhängiges“, kritisiert Pocher weiter. Konkret fände er es beispielsweise sehr problematisch, dass ausgerechnet Louis Klamroth hart aber fair moderiere, obwohl doch bekannt sei, dass er mit dem Grünen-Mitglied Luisa Neubauer liiert ist. Wäre er wiederum mit Alice Weidel zusammen, erläutert Pocher, hätte er sicherlich keine Sendung.
Auch das omnipräsente Framing im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sei ihm ein Dorn im Auge. „Ich muss mir in jeder Talkshow anhören: ‚gesichert rechtsextreme AfD‘“, moniert Pocher. Diese politische Schlagseite sei ein Grund, warum Deutschland nach rechts rücke. Den Leuten werde nur noch gesagt, was sie zu tun hätten, kritisiert Pocher. Sie sollen gendern, nicht sagen, dass ihnen die Zuwanderer am Bahnhof auffallen. Denn dann werde man sogleich als Nazi verschrien, so Pocher.
Statt dieser Geißelung müsste man die Sorgen der Leute ernst nehmen, plädiert Pocher. Sonst würden nur die Populisten der AfD mit dem Versprechen einfacher Lösungen weiter dazugewinnen, bis sie eines Tages in Regierungsverantwortung gelangten und dort beweisen müssten, ob sie auch Lösungen finden könnten.
Zuletzt wurde Pocher auch zu Jan Böhmermann und dem Aus seiner Sendung befragt. Dieses sieht der Comedian als erwartetes Ende einer Sendung, die schon seit Jahren in die Bedeutungslosigkeit ausgestrahlt worden sei. Außerdem sei Böhmermann inhaltlich zunehmend zu weit gegangen und habe Personen zu Unrecht beschuldigt. „Ich glaube, Jan Böhmermann wäre ein super Nazi“, erklärt Pocher schließlich.
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Ich mag den Pocher nicht, aber Recht hat er mit all seinen Aussagen.
Ich mag ihn auch nicht und hätte nie gedacht, dass ich ihm mal zustimmen und ernst nehmen würde.
Wahre Worte über Böhmermann, klare Aussage die ich von Pocher gar nicht erwartet hätte.
Unerwartet vernünftige Ansichten von Pocher – bis zu der Einschränkung mit den Populisten von der AfD und den einfachen Lösungen.
Die AfD ist tatsächlich populistisch. Aber das ist doch nichts Schlimmes: Endlich eine Partei, die das als Ziel propagiert, was zumindest ein erheblicher Teil der Bevölkerung möchte. Populismus wird nur von Linken als böse bezeichnet, denn diese kommen niemals in den Verdacht etwas für das Volk bewirken zu wollen.
Meine Fresse, ihr schwurbelt sogar das Wort „Populismus“ einfach so um, dass es euch in den Kram passt. Populismus bedeutet nicht, dass Politiker das tun, was das Volk will, sondern dass Politiker das Volk mit leeren Versprechungen verarschen. Worte haben Bedeutungen. Lernt diese oder haltet euch aus politischen Diskussionen raus. Es ist einfach nur noch peinlich!
Genau das werden wir natürlich nicht mehr tun. Wörter wie Mann, Fau, Rassist, Flüchtling hatten einst eine Bedeutung, bevor sie von euch einfach undefiniert wurden. Wir befinden uns in einem Kulturkampf, der auch mit den Mitteln der Semantik geführt wird und den wir nicht begonnen haben. Schönen Gruß von rechts
Wie, wir schaffen das!
Schau mal in den Spiegel Jüngelchen, dann weißt du, was peinlich ist
Bertrand, du bist einfach nur unreif und peinlich.
Atlas, endlich… Bist heute aber früh auf. Kein Antifanten-Stammtisch gestern Abend?
Ein Populist ist jemand der für das Volk spricht, also so wie sich die AfD auch ganz richtig definiert!
Also darf man sie auch so bezeichnen.
Ich sehe das nicht als Beleidigung!
FÜR das Volk sprechen ist inzwischen in Deutschland ziemlich unpopulär geworden was „das Volk“ daher mit der Zuwendung zur AfD beantwortet.
Durch die idiotische Brandmauer hatte und hat die AfD bisher aber keine Chance zu beweisen ob sie das was sie anstrebt überhaupt umsetzen kann ( wenn man sie lässt)
Es wird auf jeden Fall schwer werden, doch die Einsicht DAS eine Änderung der Politik bitter nötig ist und diese Änderung soweit wie MÖGLICH versuchen umzusetzen ist ein Grund der AfD eine Chance zu geben,
Ansonsten kann man sich bei Pocher nur bedanken das er sich traut gegen den medialen Strom zu schwimmen und seine Meinung zu sagen!
„FÜR das Volk sprechen“ ist eine totalitäre Anmaßung, weil damit suggeriert wird, das ‚Volk‘ habe eine homogene politische Auffassung, und das ist nicht wahr und auch noch nie wahr gewesen.
Allerdings wird es tatsächlich Zeit, dass sich die AfD beweisen muss. Da man anscheinend aber Leute wie den Siegmund zum Jagen tragen muss, weil sie im Kern keinen Bock auf das Bohren dicker Bretter in der Politik haben, habe ich große Zweifel, ob die AfD überhaupt ernsthaft will.
@johannisbeere, das drei Wochen nach einer Wahl noch keine Regierung steht ist ja wohl recht normal. Und wenn sich (fast) alle Parteien verweigern, sollte man erst einmal diese fragen, wieso sie keine Verantwortung übernehmen.
@RitterRunkel
Lassen Sie sich doch nicht auslachen.
Allein das Schweigen von AN spricht Bände. Aber wenn es um die AfD geht, nehmen die Kommentatoren hier den Ton des Politbüros an, und schuld sind natürlich die anderen Parteien, weil sie keine Verantwortung übernehmen wollen. Hätten Sie und Konsorten wie der Siegmund mal den Mund nicht so voll genommen, von wegen „absoluter Mehrheit“…
Gekränkte Eitelkeit?
Trotzdem: Respekt Herr Pocher!
In diesem Fall scheint mir der Konjunktiv unangebracht.
„Wäre er wiederum mit Alice Weidel zusammen, erläutert Pocher, hätte er sicherlich keine Sendung.“
Vorallem aber wäre dann der Vorwurf der „Homophobie“ der AfD gegenüber nicht so lächerlich. 😉
Mein Gott …
Gott hat mit dem Rotfunk nun wirklich gar nichts gemein…
@Atlas: Ist Gott zu schwer für dich geworden? Drückts auf den Bizeps? Atlas, lesen hilft. Für alles, was mit Nazis zu tun hat, ließ Haffner, Klemperer, Broszat usw.
Jetzt fangen die auch noch damit an, sich auf Haffner, Klemperer, Broszat zu berufen …
Ich mag Herrn Pocher eigentlich auch nicht, aber sein Interview ist Balsam auf meine Seele.
Pocher mal wieder beim Seitenwechsel…
……so langsam traut sich der Eine oder Andere aus der Deckung.
Hat schon jemand ein Schmähgedicht über Böhmermann geschrieben???
Da Nazis Linksextremisten sind und der Böhmermann auch, ist die Aussage völlig korrekt.
Super analysiert. Auf den Punkt. Bravo!
SEHR GUT !!!!!
Jeder *ismus ist letztlich dasselbe, nur in farblichen Akzenten leicht abgewandelt.
Am Ende fließt immer Blut, viel Blut.
Dass 89 am Ende der DDR kein Blut geflossen ist, haben wir dem „BÖSEN“ Russen zu verdanken. Vergisst man ja gerade heute gern mal wieder.
Exakt!!!
Erörtere, was unter dem Begriff Extremismus zu verstehen ist, worin die wesentlichen Unterschiede zwischen Links- und Rechtsextremismus liegen, und ordne abschließend die Nationalsozialisten begründet dem Links- oder Rechtsextremismus zu.
Lies Sebastian Haffner.
Haffner lesen und verstehen ist offensichtlich nicht dasselbe. Sozialpopulistische Politik und strukturelle Ähnlichkeiten zum Stalinismus machen aus dem Nationalsozialismus keine „linksextreme“ Bewegung, auch nicht die Tatsache, dass Hitler kurzzeitig mit dem Kommunismus geflirtet hat. Das haben viele zu dieser Zeit getan.
Der Nationalsozialismus kommt eindeutig aus dem nationalkonservativen Revisionismus der frühen 20er-Jahre und hat entsprechende Unterstützung genossen; auf die Frage, warum z.B. gegen die kommunistischen Umstürze 1923 in Mitteldeutschland Reichsexekution vollzogen wurde, aber nicht gegen Bayern, wenn denn der Hitler ein „Kommunist“ o.ä. war, habe ich hier noch nie eine Antwort bekommen.
Übrigens fallen die meisten, die die Nazis als „Linke“ und „Kommunisten“ bezeichnen, auf die Propaganda der Nazis selbst herein, ohne es verstehen zu wollen.
Die meisten hier sollten k*ck*n gehen, nicht nur der @Atlas.
Komm, geh K*cken!
Wie oft soll man dir das denn nun noch erklären?
Es bringt doch absolut nichts, weil du es nicht verstehst.
Du scheiterst ja bereits am Begriff Faschismus den du mit Nationalismus verwechselst.
Sorry bei dir ist Hopfen und Malz verloren. Bleib bei deinem Hühneraccount. Da kommt genauso viel Substanz für eine Diskussion heraus wie hier.
Definition von wirklichem Faschismus:
– Die jeweilige Gruppe hat immer Recht.
– Die Unterstützung der Gruppe ist wichtiger als die Wahrung individueller oder universeller Rechte. Dies rechtfertigt dann jegliches Verhalten gegen die Feinde der Gruppe.
– Die Gruppe ist der Meinung, dass Individualismus und Liberalismus eine gefährliche Dekadenz ermöglichen und sich negativ auf die Gruppe auswirkt.
– Die Gruppe gibt ein starkes Gefühl von Gemeinschaft. Die Einheit der Gruppe wird durch eine gemeinsame Überzeugung geschmiedet.
– Das individuelle Selbstwertgefühl hängt von der Größe der Gruppe ab.
– Die Gruppe unterstützt bis ins Extremste eine Führungsfigur. #NeidiReichenschreck (nur als Beispiel)
– Hinzu kommt, dass die Gruppe immer ein Feindbild braucht. Meistens eine Minderheit. Und diese Minderheit muss nicht zwingend eine andere Hautfarbe oder Herkunft haben – es reicht bereits eine andere Meinung.
Oh, bist du kuhl.
Wenn ich sage, dass jeder Faschismus bisher auch ein nationalistisches Element in sich trug, verwechsle ich damit nicht Faschismus mit Nationalismus, sondern sage, dass der Oberbegriff „Faschismus“ wesentliche Merkmale abdecken muss, damit er auch als solcher gekennzeichnet werden kann. Worte haben Bedeutungen und Definitionen, an die man sich zu halten hat.
Das allgemeine Verständnis von den Leuten hier lautet (bitte in Schneckentempo durchlesen, damit kommt es besser rüber):
„Ööähähh, also Linksextremisten sind ja voll autoritär und wollen mir vorschreiben, wie ich zu leben habe, ööähähh, und die Nazis waren ja auch voll die Faschos und Faschos sagen mir, wie ich zu leben habe, also waren die Nazis also, ööähähh, linksextremistisch, also voll links, ööähähh.“
Wenn sich alle Dorftrottel des Landes vereinen und gegenseitig auf die Schulter klopfen, wird es echt kritisch.
Good Cop Bad Cop.
Und übrigens erwarte ich nicht, daß meine Sorgen ernst genommen werden sollen, sondern daß ich gefälligst in Ruhe gelassen werde.
In der Tat. Sicherlich haben Bürger auch einmal Sorgen, für die sich Politiker interessieren sollten. Mir geht aber die Rede von „Sorgen“ und „Ängsten“ und überhaupt Ansprache des Bürgers als anscheinend vorwiegend ein Gefühlswesen ohne Vernunft schon lange auf die Nerven. Letztlich kann man eine solche Ansprache menschenverachtend nennen.
Politiker sollen sich die Forderungen der Bürger anhören, sich mit ihren Meinungen und Ansichten auseinandersetzen. Und wenn schon „Sorgen“ mit ins Spiel gebracht werden, dann sollen die nicht dauernd „ernst genommen“ werden, sondern Politiker sollen sich mit diesen Sorgen auseinandersetzen und Antworten geben. „Ernst nehmen“ klingt mir (inzwischen) allzu sehr nach Schultertätscheln und in den Arm nehmen und trösten.
Nur ein Ignorant verkennt die deutliche Linkslastigkeit und Unausgewogenheit des ÖRR, liebes Bundesverfassungsgericht. Ein kleiner Geburtstagsgruß aus der verlorenen Mitte.
Wenn Pocher eine Sendung beim GEZ-Funk hätte, wäre er wie Böhmermann. Nur etwas vulgärer. Diese TV-Kasper sind einer wie der andere.
Nun, Nazis und Linksextremisten zeichnen sich halt nicht nur durch Meinungen zu bestimmten konkreten Themen wie Migration oder Konzerne aus, sondern auch durch eher allgemeine oder formale Merkmale. Und die Unerbittlichkeit, Selbstgewißheit, Unfähigkeit zu Selbstkritik, die Freude daran, Menschen, die er nicht mag, an den Pranger zu stellen und/oder lächerlich zu machen – ohne daß man das noch Satire nennen könnte, denn zu guter Satire gehört immer auch die Fähigkeit zu Selbskritik einerseits und andererseits grundsätzlichem Respekt vor dem anderen –, solche Merkmale machen nun wahrscheinlich in der Tat einen Nazi zu einem besonders „vorbildlichen“ Nazi; es sind jedenfalls keine Merkmale, die völlig neutral wären und die man sich für seine Kinder wünschen würde.
Pocher hat das politische Verständnis eines Kleinkindes.
Vor 10–15 Jahren wäre man noch geplatzt vor Lachen, wenn dieser Clown sich zu einem politischen Thema geäußert hätte. Und heute nimmt man einen Komiker als Bestätigung für seine eigenen Hirngespinste.
Dass Pocher nicht zwischen links- und rechtsextremistisch unterscheiden kann und den Begriff „Nazi“ einfach als Synonym für autoritär oder totalitär benutzt, wundert mich nicht. Und das sehe ich auch nicht als Problem an. Mich schockiert nur, dass die Mitte der Gesellschaft scheinbar auf das geistige Niveau solcher Komiker herabgesunken ist.
Oder irre ich mich und schließe von frustrierten und ahnungslosen Rentnern aus dem Internet auf die Mitte der Gesellschaft?
Ich bin überzeugt, dass Menschen mit einem autoriären Weltbild von den unterschiedlichen Seiten des politischen Spektrums mehr Gemeinsamkeiten miteinander haben als mit jemanden, der ein freiheitliches Weltbild hat. Daher halte den Vergleich durchaus für berechtigt. Trotz der unterschiedlichen politischen Positionen haben sowohl Links- als auch Rechtsextremisten eine ähnliche Einstellung zu Andersdenkenden und sind bereit, ihre Ideologien auch mit unlauteren Mitteln zu implementieren. Genau auf diese Einstellung geht Pocher auch ein, nicht auf konkrete politische Positionen.
Nun, lesen Sie einmal meinen Kommentar. Ich verstehe Pocher nicht so, daß er links und rechts verwechselt. Böhmermann hat „formale Qualitäten“, die ihm, wäre der Zeitgeist ein anderer, vielleicht dabei geholfen hätten, ein „super Nazi“ zu werden.
Und wenn Pocher den Begriff „Nazi“ allzu pauschal verwendet, so mag man das kritisieren. Allerdings wird dieser Begriff schon seit Jahren derart verwendet, daß damit eigentlich nur noch persönliche Abneigung zum Ausdruck gebracht wird, mehr aber auch nicht.
Aber all das wird Ihnen bekannt und bewußt sein.