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Strom-Anschlag in Berlin

Telefon ausgeschaltet: Wegner war für Innensenatorin während des Blackouts zunächst nicht erreichbar

Nach dem Blackout durch einen linksextremen Brandanschlag hatte sich Bürgermeister Kai Wegner über die Berliner Innensenatoren beschwert, weil er so spät informiert worden sei. Doch nun stellt Spranger klar: Wegners Telefon war ausgeschaltet.

Ein schwieriges Verhältnis: Bürgermeister Kai Wegner und Innensenatorin Iris Spranger (IMAGO/Stefan Zeitz)

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Nach dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz im Südwesten der Hauptstadt tagte am Montag der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Darin beschrieb die Innensenatorin Iris Spranger minutiös die Vorgänge des Samstags, an dem der Anschlag stattfand. Besonders das Detail zur Erreichbarkeit des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner sorgt für Aufsehen.

Spranger beschrieb die Ereignisse vom 3. Januar wie folgt: Um 7:15 Uhr erhielt die Innensenatorin die Nachricht, dass um 6:12 Uhr ein Brand an der Kabeltrasse ausgebrochen war. Die Anzahl der Betroffenen, die betroffenen Bereiche, die Ursache und die Dauer der Reparatur standen noch nicht fest.

Feuerwehr und Polizei waren zu dem Zeitpunkt bereits im Einsatz. Auf unterschiedlichsten Wegen soll Spranger Informationen gesammelt haben, um die Lage besser einschätzen zu können. Um 7:45 Uhr fand eine erste koordinierende Schalte mit ihrem Staatssekretär und einem Abteilungsleiter statt, um bereits erste Strukturen zur Krisenbeseitigung zu ermitteln.

Um 8:05 Uhr habe Spranger den Bürgermeister angerufen. Doch am Telefon Wegners tat sich nichts, denn das Telefon des Bürgermeisters war ausgeschaltet. „Das war noch ausgeschaltet, samstags nicht unüblich“, beschreibt Spranger diesen Vorgang. Die Innensenatorin soll daraufhin dem Bürgermeister schriftlich das Lagebild geschickt haben. Um 8:07 Uhr soll sie die Nachricht an Wegner verschickt haben.

Pikant an dem Detail: Wegner soll sich in einer CDU-Sondersitzung anlässlich der Tennis-Affäre des Bürgermeisters über Spranger beschwert haben. Sie habe ihn erst sehr spät, um 8:07 Uhr, informiert. Andere Senatoren seien offenkundig eher informiert worden. So wird es aus der Sitzung in der B.Z. berichtet. Wie das mit einem ausgeschalteten Telefon zusammenpassen soll, ist verwunderlich.

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Dass das Verhältnis zwischen Innensenatorin und Bürgermeister als angespannt gilt, ist bekannt. So meldet der Tagesspiegel aus vertraulichen Runden mit dem Regierenden Bürgermeister, dass Wegner hörbar entrüstet über die Innensenatorin gewesen sei. Ein unvollendet gebliebener, aber unmissverständlicher Satz wird hier zitiert: „Manchmal würde ich sie gerne raus…“

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98 Kommentare

  • Sie fallen übereinander her. Gut so.

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    • Der Regierungchef eines BUNDESLANDES hat sein Handy nicht aus zu schalten. Er hat IMMER erreichbar zu sein! Wem das zu viel ist, der hat in diesem Amt NICHTS verloren.

      Jeder Sparkassen-Direktor aus Hintersusenheim hat erreichbar zu sein aber der Wegner nicht.

      Und die Leute nehmen das hin.

      Also das müsst ihr mal ’nem Gesunden erklären…

      • Ganz genau! Ich war mal im Customer Support eines bekannten Unternehmens tätig und mein Handy war gerade am WE ständig eingeschaltet. Übrigens ohne extra Bezahlung.

      • Nun von mir aus kann er sein normales Handy ausschalten. Allerdings sollte er dann entweder einen traditionellen Anschluss besitzen oder ein Notfallhandy, das immer an ist.

        • Man sollte ihm vielleicht ein „Alarm-Diensthandy“ anbieten; in rot?

          3
      • @Klaus Clausen
        So ein Quatsch, unter der Hundemaske konnte er das sowieso nicht hören /IO

      • „Und die Leute nehmen das hin.“
        DAS ist der entscheidende Satz!

        Zur Innensenatorin:
        Sie sagt ja BEWUSST nicht, WANN sie es zum ERSTEN MAL versucht hat, und das Handy dann aus war. Und wenn sie es eben nicht gleich um 7:15 Uhr versucht hat, stimmt ja auch etwas nicht. Dadurch kann er jetzt weiterhin lügen, nach dem Motto: „War nur 2 min. aus, Akku war leer und ich musste das Ladekabel suchen.“ oder so’n Quark …

    • In einem funktionierenden Rechtsstaat säßen Wegner und Sprager wegen Verdunklungsgefahr bereits in Untersuchungshaft.

      • Verdunklungsgefahr ist aber ein bisschen zynisch.

  • Hoffentlich war die Tennishalle beheizt…

  • Das ist unfair! Zu diesem Zeitpunkt meditierte er bereits, weil er wusste, was kommen würde. 🙂

    • Falsch. Er „koordinierte“ mithilfe der beiden Telefone im homeoffice. Deshalb auch das 3. Gerät (Handy) aus. Keine Rückhand mehr frei 😉 Oder haben Sie keine 2 FN-Telefone im homeoffice? Dass der Terrorsnschlag erfolgt war wusste er da schon nicht von Sprange sondern aus den Nachrichten 😉

  • New Balls please.

    • Ja, im „Doppel“ten Sinne.
      Wir brauchen wieder Politiker mit richtigen Eiern.

    • Ich würde eher sagen:
      „Neue Wahlbürger, bitte.“
      All das weiß man doch vor der Wahl, wenn man den nur einmal live zwei Sätze säuseln hört. Und die Alternativen gab’s damals schon!

  • Man könnte denken, der Wahlkampf hätte begonnen.

  • Hm … wenn das nicht unüblich ist, ist Wegner eigentlich nicht zu tadeln. Aber der Ministerpräsident eines Bundeslandes, sollte in dringenden Fällen erreichbar sein. Notfalls per „reitenden Boten“.

    • Um 06.15Uhr hätte vor seinem Haus sein Dienstfahrzeug abfahrbereit stehen sollen! Da hat das ein oder andere „Krisenorgan“ geschlampt.

      • Genau und Dienstfahrt in die nächte JVA mit Zahnbürste im Gepäck.

    • Zu der Zeit hat der doch selber noch seine Stute beritten …

      • Erst in der Manege, danach zum Tennis?

      • Aaaah, jetzt hab ich Bilder im Kopf.

      • DER reitet nicht!

  • Ich fände eine Recherche interessant, ob er wirklich Tennis spielen war.

    • Das könnte vielleicht sehr brisant werden…;-))

      • Über Daarkrooms macht man keine Späße . HiHiHi.

    • Er war mit seinem Einhorn unterwegs.

    • Er ist von anderen Hallennutzern gesehen worden. So kam diese Lüge raus.

    • War er offenbar schon, das wurde von Zeugen die ihn erkannt hatten bestätigt.

    • Das könnte die Bevölkerung beunruhigen.

      Die Chef-Pfeifen von CDU, SPD und Grüninnen sind allesamt Schönwetter-Piloten. Sobald es rauher wird, versagen sie auf ganzer Front.

      PS: die der Stasi-SED übrigens auch, siehe Gysi als Senator in Berlin.

  • Vielleicht musste sich Wegner in dieser Zeit auf das Tennisspielen vorbereiten. Ganz wichtig sind hier Dehnübungen und ein gutes Frühstück. Auch sollten Tennisschläger und die Bälle auf Funktionstüchtigkeit kontrolliert werden. Und das braucht Zeit.

  • Zwischen dem „Party-Löwen“ Klaus Wowereit und diesem Element, da liegen ganze Welten dazwischen !

    • Klären Sie mich bitte auf? Könnten eher Zwillinge sein.

  • Langsam kann man sich schon eine schöne Soap-Opera vorstellen mit 3 Protagonisten. 1 Mann (oder mehr), mindestens 2 Frauen. Liebe, Hass, Eifersucht, Neid, Karriere-Wahn, Geld, Intrigen….Da stehen die betroffenen Bürger halt nicht mehr so im Vordergrund..

    • Und warum soll Wegner in der Soap nicht mitspielen???

  • Wem soll man denn nur glauben? Wegner hatte genug damit zu tun seine Bildungssenatorin ans Netz zu bekommen

    • @“Wem soll man denn nur glauben? “

      Was die Spranger da behauptet, wird sie beweisen können. Ganz dünnes Eis für Wegner.

      • Wegner sollte zurücktreten, bevor es zu spät ist.

        Spranger sollte dasselbe bedenken!

        • Was soll denn „zu spät“ bedeuten?
          Dass er „später“ als unfähig, verlogen und lächerlich dasteht?

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  • Gut, die zwei Minuten – geschenkt. Aber er kann ja nicht wirklich wissen, wer ihn schon früher informieren wollte. Handy ausgeschaltet ist Handy ausgeschaltet. Wenn’s keinen anderen Benachrichtigungsweg gibt, ist das schon fragwürdig.

    • Es wäre erstaunlich, hätte er kein Festnetz.

    • Mal Faxgerät checken?

  • Aha. Das Sprichwort stimmt:
    „Lügen haben kurze Beine“

  • Wie kann es sein, dass Frau Giffey behauptet, von der Innensenatorin um 6.55 Uhr telefonisch benachrichtigt worden zu sein–wenn die Innensenatorin selbst erst angeblich um 7.15 Uhr informiert wurde?–( eine Stunde nach dem Brandanschlag)-

    Von wem wurde Frau Giffey benachrichtigt?–Hat sich Frau Giffey in der Zeit geirrt?
    Hat sich Frau Spranger geirrt?

    Quelle:
    Faz-Youtube
    Berlins Vize-Bürgermeisterin Giffey zum Black-out „War stärker als eine Kugelbombe“–ab Minute 15

  • Im Darkroom hatte er wohl keinen Empfang.

    • Im Darkroom gilt ein Handyverbot; weiß doch eigentlich jeder! ;-)))

    • Hat dort nach den nach den Telefon Tasten gesucht und ….Pfui Pfui ,
      es hat sich untere Rückenschmerzen und …….. eingefangen.

  • Wunder We…. war wohl im Berghain bei der Freizeit Koordination im Schalldichten Spaßraum 🙂

    • Berghain? Eher Kit Kat Club, da gehts ab.

  • Eigentlich wäre ein Rücktritt fällig.
    Das Problem es kommt nichts besseres nach.

  • „Doch nun stellt Spranger klar: Wegners Telefon war ausgeschaltet.“

    Vielleicht doch – rein versehentlich natürlich nur – das Telefon beim Tennismatch stumm-/ausgeschaltet?

  • Wie sieht eigentlich die „Anrufkaskade“ aus bei einem Anschlag? Der 1. Bürger Berlins gehört nicht dazu? Na dann, kann er doch Tennisspielen!

  • Kann ich mir beim Wegner nicht vorstellen…

  • Popcorn bitte. 😉 Dass Spranger sich in den letzten Jahren nicht mit Ruhm bekleckert hat, steht außer Frage, aber in dieser Causa ist Kai Wegner einfach nur ein Versager und Lügner. Erst war er die ganze Zeit im Büro, obwohl er zwischenzeitlich Training für Wimbledon absolviert hat. Jetzt wurde er ja viel zu spät informiert, hatte aber sein Handy gar nicht an. Kann sich jeder sein eigenes Bild machen. Wenn man noch ein bisschen gräbt, findet man bestimmt noch mehr eklatante Fehlleistungen.

  • Das Telefon des sog. „Bürgermeisters“ der Vier-Millionen-Stadt Berlin war ausgeschaltet, „samstags nicht unüblich“. Da biste platt.
    PS: „Ich lasse mir meinen Erfolg nicht kaputtmachen!“

  • Nun, nur das Telephon oder doch das Hirn …

  • Das Hauen und Stechen beginnt. Keiner will es gewesen sein. Die von „unsere Demokratie“ zeigt um was es wirklich geht. Vom eigenen Versagen und der Inkompetenz abzulenken.

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