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In rasender Wut

Daniel Günther findet ein großes Aber zum „Glück der Pressefreiheit“ – gegen Nius und „solche Portale“ müsse man etwas tun. Er offenbart: In der CDU liegen angesichts einer Machtverschiebung in der Öffentlichkeit die Nerven blank.

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Daniel Günther verliert bei Markus Lanz die Nerven. Man müsse aufwachen und in „Nius und solchen Portalen“ endlich die „Feinde der Demokratie“ erkennen, meint er. „Zum Glück“ hätten wir die Pressefreiheit, schiebt er ein, um dann gleich zu einem Aber zu kommen. Es sollten „Qualitätskriterien“ für Medien her, die womöglich noch der Staat durchsetzen soll. Diese „Portale“ würden jedenfalls auftreten und den Eindruck machen, „sozusagen im Sinne der Meinungsfreiheit aufzutreten, etwas, was man in unserem Land sagen darf“, so Günther. Und genau das sei „einfach falsch, wenn man das so hinnimmt“.

Günther will es nicht mehr hinnehmen, stellt Nius & Co. rhetorisch außerhalb der Meinungsfreiheit und möchte dann offenbar mittels staatlicher Kontrollen das Ganze mal in den Griff bekommen.

Was Daniel Günther erzählt, ist zunächst einmal sagenhaft dumm und sagenhaft entlarvend für einen Ministerpräsidenten – er hat das Prinzip der Pressefreiheit nicht einmal verstanden. Es sollte eigentlich nicht nötig sein, festzuhalten, dass es – wenn der Staat überhaupt erst einmal das Recht erhält, die Wahrheit zu regulieren und Medien in schützenswert und nicht schützenswert einzuteilen – sowieso keine Pressefreiheit mehr gibt.

Was verleitet einen so hochrangigen Politiker zu so einem Kontrollverlust? Günther macht den Fall Brosius-Gersdorf als Kern der Sache aus. Eine Wahl, bei der man im politischen Berlin davon ausging, es handele sich um einen bürokratischen Routinevorgang, der sowieso niemanden interessieren würde, wurde plötzlich zum Politikum. Schnell wurde die Achse des Bösen ausgemacht: Apollo News wird die Urheberschaft dieser finsteren „Kampagne“ vorgeworfen, Nius, Tichys Einblick & Co. hätten dann die sozialen Medien angezündet.

Man dürfe die Wahl einer Verfassungsrichterin nicht politisieren, heißt es. Was für eine absurde Aussage! Natürlich ist so eine Wahl hochpolitisch, sonst wäre es wohl kaum eine Sache des Bundestages. Und ist es nicht ein großer Fortschritt, wenn plötzlich breite Teile der Bevölkerung sich mit komplexeren Fragen der Politik beschäftigen, leidenschaftlich darüber diskutieren und zeigen, dass ihnen das Bundesverfassungsgericht eben nicht einfach egal ist?

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Gerade für die CDU ist es keine einfache Zeit. Die Partei kommt nicht damit klar, dass die sozialen Medien ihr das Leben schwerer machen als früher – wenn zum Beispiel die Selbstwidersprüche und teils auch blanken Lügen von Friedrich Merz in Sekundenschnelle in tausenden Clips offensichtlich werden. Nur weil es das Regieren erschwert, sind die Vorwürfe aber noch längst nicht falsch. Aber sie sind natürlich unglaublich nervig.

Aus der Merkel-Zeit war man ein anderes Gefälle zwischen Politik und Öffentlichkeit gewöhnt; mehr Verständnis, mehr Möglichkeiten der Einflussnahme über Sitzplätze im Regierungsflieger – und dass man vielleicht auch einfach mal reden kann. Aber die reine Macht und die Ansprachen des Kanzlers haben viel an Einfluss über die Öffentlichkeit, an der Macht Themen zu setzen und andere zu überspielen, eingebüßt. Es ist eine dynamischere Öffentlichkeit, die das Modell der gegenwärtigen CDU sehr schwierig macht: Konnte man vor ein paar Jahren eben sehr viele Themen ignorieren und vielleicht mit der Aura der Macht in großen Momenten und einem nicht näher politisch hinterfragten Grundvertrauen der Bevölkerung noch Wahlen gewinnen, so wird heute das ganze Treiben dieser Partei bis in die hintersten Reihen durchleuchtet.

Diese Verschiebung und auch bisweilen das Scheitern an dieser neuen Auseinandersetzung versetzt bei der CDU manch einen in rasende Wut. Klar, wer bei alteingeschliffenen Abläufen plötzlich permanent gestört wird, der ist grenzenlos genervt. Und ja, durch diese neue Dynamik der Öffentlichkeit werden auch Dinge hinterfragt, die vielleicht als absoluter Usus galten: Das Ausmaß der Fraktionsdisziplin in Deutschland gehört sicherlich dazu. Ist diese Debatte denn falsch?

Bei Daniel Günther führt das zu dieser skurrilen Szene – die natürlich sofort nach hinten losgeht. Selbst Melanie Amann widerspricht ihm und Markus Lanz findet, manches, was auf diesen Portalen stünde, könnte ja vielleicht sogar stimmen.

Was Daniel Günther so plump betreibt, wird aber auch andere leiten, die geschickter sind. Ihre Instrumente heißen DSA, TTPA und dann das neue Schlagwort der Einflussnahme. Diese Zensurversuche richten sich immer gegen die neuen und die sozialen Medien gleichermaßen, und gerade hier könnten sie treffen. Das Ringen um die großen Plattformen zwischen der EU und der US-Administration hat längst begonnen. Und man sollte sich im Angesicht der Aggression von Daniel Günther wenig Illusionen darüber machen, wie ernst sie es meinen.

Die sozialen Medien haben viele negative Eigenschaften und auch etwas Unheimliches, sie bringen das Schlechteste im Menschen hervor. Aber politisch sind sie die größte Befreiung der öffentlichen Meinungsbildung jemals. An der Social-Media-Fähigkeit von Politikern zeigt sich nicht nur, ob sie Humor haben, sondern vor allem, ob sie wirklich diskursfähig sind – in einem Spielfeld, das man nicht manipulieren kann. Politiker des Formats Daniel Günther hätten in diesen Arenen echter Debatte keine Chance, folgerichtig bleiben sie ihnen gleich fern. Es ist ein Typus Politiker aus einer entpolitisierten Gesellschaft der Nullerjahre, der sich einfach überlebt hat. Irgendwie wissen sie das auch – deswegen kämpfen sie gegen das freie Internet, als hätten sie Aktien von einem Faxgerätehersteller.

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166 Kommentare

  • Ich gehe davon aus, dass weder Herr Günther, noch Herr Wegener, noch Herr Weimer oder Herr Merz jemals freiwillig von ihren Posten zurücktreten werden. Die sitzen das einfach aus – und werden bei den kommenden Wahlen auch wieder gewählt werden. Die genießen scheinbar alle Narrenfreiheit. Manchmal könnte man die Hoffnung verlieren, dass hier in Deutschland noch was zu retten ist.

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    • Wenn ich den Günther sehe … Von ihm könnte der Satz stammen: „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand behalten.“

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      • Günther ist so ein Typ Politiker, der hätte in der DDR große Kariere gemacht, alles Verbieten und Zensieren was einem nicht in den Kram passt! JA, wird in der cdu zum Unwort und das Ende dieser Volkspartei! Merz zur Frage von Frau Storch, die Abtreibung bis zu Letzt zuzulassen von fast Richterin Brosius Gersdorf, JA!!, Günther kritische Medien Zensieren und Verbieten, JA!!

        • Wollen sie sich nicht lösen vom Ost-/Westdenken? Warum ich das frage, ist: Günther macht große Karriere und zwar nicht in der DDR sondern im gemeinsamen Deutschland, also der BRD. Aber in Teilen gebe ich ihnen Recht. In der DDR hätte er auch Karriere gemacht. Und genau dass ist ja das Gefährliche: Die Politikerkaste und die der DDR lassen wenig Raum für Unterschiede.

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      • Es ist doch alles so müßig. Das Problem liegt doch woanders: Nicht Günther hat Pressefreiheit nicht verstanden, die Mehrheit der deutschen hat sie nicht verstanden oder, wenn doch, WILL sie GAR NICHT.
        Warum ist das Publikum denn nicht einfach geschlossen rausgegangen in dem Moment? Das allein hätte weltweit Aufmerksamkeit erreicht. Garantiert! Aber … nix.
        Leute wie Günther sind nur der Schaum, der von solcher Denke hochgespült wird.

        • Weil das Publikum vielleicht, zumindest die meisten, „ausgewählte“ Leute sind?

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        • Das Publikum bei den öffentlich-unrechten Anstalten besteht zu 100% aus bezahlten Statisten. Im Hintergrund agiert ein „Dirigent“ der anzeigt, wann sie klatschen, lachen oder schweigen sollen…

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        • @ egon samu
          Das ist also alles eine Scheinwelt.
          Übersetzen Sie mal Frau Hayalis Namen aus dem Türkischen ins Deutsche beginnend mit dem Nachnamen. Dass passt zusammen wie 2 alte Latschen.

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    • Die sitzen das genau ein mal aus.
      Dann sind sie UND ihre Partei unwählbar geworden – eigentlich.

      • Dann sind sie unwählbar geworden.
        Die sind doch schon seit langem unwählbar. Seit der Lügenkanzler im Amt ist, müsste es jetzt aber auch mal das letzte Schlafschaf mitbekommen.
        Wenn Konsorten wie Günther hier noch länger ihr Unwesen treiben dürfen, haben wir Nordkorea überholt.

    • Sehe ich ich auch so. Das Problem sind doch nicht mehr diese Gestalten von Politikern. Die sind so, wie sie sind. Jeder kann das jeden Tag sehen ( selbst die, die partout nicht sehen wollen) Es sind die Biedermännerbuerger, die diesen Gestalten nach wie vor die Macht in die Hand geben so zu agieren, wie sie agieren – durch ihr Wahlverhalten. Ich habe wirklich nur noch wenig Hoffnung – aber die stirbt ja zuletzt.

    • Die Narrenfreiheit rührt von der Brandmauer. Dort sitzt die stärkste Oppositionspartei – allerdings leider ohne seriöse Anerkennung in der regierungstreuen Medienlandschaft. Genau so wird aus Demokratie „unsere Demokratie“.

    • Ein Mann wie Günther kann in einer liberal – konservativen Partei wie es die CDU einmal war, keinen Platz haben, Wenn die Union diese Wähler nicht mehr ansprechen will, dann soll sie sich ehrlich machen und mit Rot oder Grün fusionieren.
      Wir brauchen nicht 4 grünrote Parteien in diesem Land.

    • @Sven Korte Manchmal „könnte“man die Hoffnung verlieren, dass hier in Deutschland noch was zu retten ist. Diese Hoffnung habe ich schon verloren, denn der Karren steckt so im Dreck, den holt da keiner mehr raus.

    • Im Land der dummen machen die politischen Narren, was sie wollen

    • Sie haben völlig recht. Als ich heute auf YT die Sendung „Auf 1“ – Die Kalergi-Warburg-Verschwörung: Der 100 Jahre alte Plan für den Volksaustausch lebt!
      https://www.youtube.com/watch?v=Mhgg53TGXA4
      angeschaut habe, habe ich jegliche Hoffnung verloren, daß sich hier und in ganz Europa etwas ändert.. Schaut Euch diese Sendung an! Da sieht man ganz deutlich, wer die Strippen zieht. Gut für mich, daß ich schon so alt bin, schlecht für unsere Nachkommen.

    • Die sitzen das jetzt persönlich aus, weil sie keinerlei Ehre haben.

      Früher galt: zuerst das Land, dann die Partei, dann der Mann. Diese ehrlosen Karrieristen haben das umgekehrt

    • Es ist und bleibt eine System-Justiz, die das System durch Untätigkeit, Rechtsbeugung, etc. schon Jahre lang schont !
      Das soll Gewaltenteilung als unabdingbare Voraussetzung für Demokratie sein?

      Das soll Demokratie sein?

      Es das schmutzige Diktat, eine Parteiendiktatur ./. das eigene Volk, also kräftig was für den Ausspruch des „Götz von Berlichingen“ !

  • Sehr geehrter Herr Mannhart,

    Daniel Günther hat stellvertretend für die Linken demonstriert, dass die Linke den geistigen Bürgerkrieg verloren hat UND dass sie jetzt den Bürgerkrieg auf die Straße verlagert. Somit ist klar, Res publica ist passé!

    By the way zu dem Wort „Demokratie“ und dem vergesslichen Zeitgeist: Staatsorgane der DDR verwendeten den Begriff „Demokratie“ jeden Tag 100-mal häufiger als der Staat in der Bundesrepublik Deutschland.

    Mit freundlichen Grüßen
    Karl Heinz Maierl

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    • Wer kennt ihn nicht, den Spruch von Walter Ulbricht?
      „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen immer die Kontrolle behalten.“

      An der Basis, in den Brigaden der VEBs, LPGs und Vereinen wurde über jeden Quark eine Abstimmung abgehalten. Aber je weiter man nach oben kam, um so totalitärer wurde regiert, natürlich immer mit den 99,8% Wählerzustimmung für die „Kandidaten der Nationalen Front“ (Blockparteien) im Hintergrund.

      Fazit: Je öfter Politiker den Demokratiebegriff im Mund führen, um so undemokratischer sind sie im Kern.
      Wer freiheitlich-demokratisch denkt, handelt auch so und hat es nicht nötig, ständig zu betonen, dass er die Demokratie beschützen will.

      • @effi ost: Volle Zustimmung. Sehr gut beschrieben

      • Das ist eben unter UN(sere)DEMOKRATIE zu verstehen.

    • Bärbel Bohley hatte recht:
      „Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.
      Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen.
      Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir.
      Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“ Satire?

      • Dieses wunderbare Zitat kann man gar nicht oft genug verbreiten!
        DANKE!!!

    • Sehr geehrter Herr Maierl,

      Ihre Rede vom „geistigen Bürgerkrieg“ ist keine Analyse, sondern Alarmrhetorik. Politische Demonstrationen als Bürgerkrieg zu etikettieren, delegitimiert bewusst ein Grundrecht und ersetzt Argumente durch Dramatisierung. Aus dem Verhalten einzelner Akteure den Untergang der Res publica abzuleiten, ist logisch nicht haltbar.

      Der DDR-Vergleich trägt nicht: Ein autoritäres Regime ist weit und breit nicht zu erkennen. Auffällig ist vielmehr, dass heute sowohl linke wie auch rechte Akteure kaum noch argumentieren, sondern den Begriff „Demokratie“ inflationär verwenden, um sich gegenseitig als „demokratiefeindlich“ zu denunzieren. In diesem Konsum- und Meinungssystem legen sich die Menschen die Fesseln schon selbst an. Und die Mächtigen lehnen sich zurück und lachen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Atlas

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      • Sehr geehrter „Atlas“,
        massive Gesetzesänderungen sind keine „politischen Demonstrationen“. Diese Änderungen schaffen schon länger einen Staat der nicht mehr demokratisch ist. Dies ist bereits heute als orwellsche Diktatur greifbar. Das fürchterlichste seit Jahren sind all die Leisetreter, die Kleinstreichler, die Allesversteher et al.
        Gegängelte Menschenmassen eben, die noch im Schlimmsten das Gute erkennen wollen. Von mir aus, aber ohne meine Billigung!
        Mit freundlichen Grüßen
        Karl Heinz Maierl

        • Sehr geehrter Herr Maierl,

          ich möchte Ihrer Einschätzung ausdrücklich widersprechen. Massive Gesetzesänderungen gleichzusetzen mit dem Untergang der Demokratie oder einer orwellschen Diktatur ist eine Dramatisierung, die den politischen Diskurs eher lähmt, als ihn zu fördern. Gesetzesänderungen sind Teil des demokratischen Prozesses und unterliegen der öffentlichen Kontrolle, parlamentarischen Verfahren und – im Falle von Rechtswidrigkeiten – gerichtlicher Überprüfung.

          Die pauschale Charakterisierung von Menschen, die mit differenzierten Positionen agieren („Leisetreter, Kleinstreichler, Allesversteher“), ist zudem wenig hilfreich. Eine Demokratie lebt vom Dialog, von Kompromissen und vom kritischen, aber sachlichen Austausch, nicht von Unterstellungen oder Generalverdächtigungen. Dahingehend sehe ich bei Ihnen starke Defizite.

          Mit freundlichen Grüßen
          Atlas

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      • „Ein autoritäres Regime ist weit und breit nicht zu erkennen.“

        Geh mal zu einem Facharzt, deine Wahrnehmung ist offensichtlich extrem gestört.

        • Das Problem ist doch, dass das „Regime“ inzwischen keinerlei natürliche Autorität mehr ausstrahlt, sondern peinlich kleinklein auf reine Machterhaltung aus ist, während man ganz offen antideutsch, unvernünftig und gegen eigene Interessen entscheidet. Jeder kann es sehen. Aber weil alle mitgemacht haben, will es jetzt keiner zugeben und man nutzt die Erklärung alles sei sehr, sehr kompliziert gerne um den eigenen, inzwischen selbst klammheimlich in Frage gestellten, Standpunk zu verteidigen. Denn eines geht gar nicht, zugeben, dass die Rechten recht hatten. Dann lieber einem dysfunktionalen offensichtlich kontraproduktiven Heiopei-System unterordnen und den Niedergang betrachten.

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        • Starkes Argument.

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  • Die Äußerungen von Herrn Günther sind völlig inakzeptabel. Ein Demokratiefeind ist nicht, wer die aktuelle Politik in Frage stellt, sondern wer das verbieten will.

    • In der politischen Auseinandersetzung gibt es schon lange nicht mehr ein gemeinsames Ringen um die Erkenntnis der Probleme in der Gesellschaft und die besten Lösungswege.
      Die herrschenden Parteien wollen je mit aller Macht ihre Auffassungen durchsetzen; und der sachlichen Kritik daran wird in der Regel nicht mit sachlichen Argumenten begegnet, sondern mit persönlicher Diskreditierung, Diffamierung und Verleumdung der Andersdenkenden.
      Diese gelten nicht als gleichberechtigte Demokraten im Ringen um die Wahrheit, sondern als Feinde der eigenen Macht bzw. Macht-Ambitionen, die persönlich auszuschalten und zu vernichten sind.
      Die Herrschaft des Primitiven, Rüpelhaften hat zur absoluten Dekadenz der politischen Kultur geführt.
      https://fassadenkratzer.de/category/medien/

  • Diese Haarsträubende Aussagen über die Meingsfreiheit und Zensur Vorstellungen, ist die CDU für mich unwählbar. Danke Danke Herr Günther!

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    • Jetzt erst ? Lieber spät als nie !

    • Die CDU will seit Jahren die Totalüberwachung von uns, das wurde bis vor ein paar Jahren aber ausschließlich von den Linken wie netzpolitik thematisiert. Manuell Ostermann hat gerade dieser Tage wieder im Zusammenhang mit Terroranschlag in Berlin bei Welt TV darüber fabuliert, wie gern er doch Vorratsdatenspeicherung hätte, Onlinedurchsuchungen ohne Richterbeschluss (als wären die dazu fähig xD), Quellenkommunikationsüberwachung usw. Die Kennzeichenscanner und Videokamera an jeder Ecke hat er dabei noch vergessen zu erwähnen. Die CDU ist aus den Resten der NSDAP entstanden und sie hat ihren Geist niemals verloren.

      • Diesbezüglich muss man nur anschauen was Zensursula so alles treibt und auch in der Vergangenheit getrieben hat unter dem Vorwand des Meinungs-und Jugendschutzes. Und auch Schäubles Träume vom Deutschen GCHQ passen in das gleiche Bild.

    • Die CDU ist seit Mürkül schon unwähbar. Waren Sie in den letzten 20 Jahren auf einer fernen Insel ohne Kontakt zur Welt?

  • Vollste Zustimmung.

  • Wieder einmal ein super Kommentar von Max Mannhart!

  • Sehr geehrter Herr Mannhart, das ist eine sehr gute Analyse. Die rasende Wut der selbsternannten Demokraten ist infantil – und das in Kombination mit Macht ist leider sehr gefährlich. Wir haben ja schon bei Corona gesehen, wie schnell scheinbar selbstverständliche Freiheiten eingeschränkt oder ganz gestrichen werden können – und wie schwer man sich wehren kann. Ich danke Apollo News, Nius und all den andern daher jeden Tag für Ihren Kampf um die Freiheit. Ihre Leser sind zahlreich – alle mündige, erwachsene Bürger, die ein freies Leben in einem freien Land führen wollen. Für uns sprechen Sie, und wir unterstützen Sie. Ein gutes neues Jahr Ihnen Hochachtungsvoll Karl Krumhardt

    • Danke für Ihren Kommentar, Dr. Krumhardt! Und wenn manche von uns resigniert fragen, was können wir denn gegen die Übermacht UnsererDemokraten noch unternehmen, macht so ein Genosse Günther die Antwort ganz klar: AN, Nius, TE, Kontrafunk „und Co.“ unterstützen! Denn jeder Euro, der in deren Arbeit fließt, trifft die Herrschenden garantiert ins Mark – und ist somit die beste Investition in 2026!

  • Du weist, dass du dich als Linker um Kopf und Kragen geredet hast, wenn selbst Markus Lanz versucht dich zu stoppen und kritisch nachfragt…

    • Lanz hat es aber am Ende doch brav einfach geschluckt. Richtig wäre gewesen, diesem Kasper in Grund und Boden zu brüllen.

  • Es ist gut, dass es eine Gegenöffentlichkeit gibt, die auch andere Meinungen öffentlich und mit Reichweite abbildet.
    Die etablierten, allen voran der ÖRR haben die Deutungshoheit ein Stück weit verloren.
    Man war nicht Willens, über bestimmte Themen und Meinungen zu berichten.
    Heute machen das andere und dank Internet und seiner dezentralen Natur, kann man Meinungen heute nicht mehr so leicht ausblenden.
    Nun versuchen sie es mit Zensur, würden aber dadurch die Meinungs- und Pressefreiheit abschaffen.
    Etwas was in einer, ja für eine Demokratie elementar wichtig ist.
    Meinungsfreiheit und Pressefreiheit ist das, was Demokratie von Diktatur unterscheidet.

  • Lieber Max , vielen Dank für diese Einschätzung und die klaren Worte, geht es auch in diesem Zusammenhang um Apollo news und weitere kritische Portale-danke, das es euch gibt.

  • Faxgerätehersteller😊Der ist gut

  • Wer hat eigentlich NIUS aufgebaut und finanziert?

    Es ist der IT-Unternehmer und Milliardär Frank Gotthard, der bekanntermaßen eng mit der CDU verwoben ist, in der Vergangenheit Großspenden an CDU und FDP überwiesen hat.
    Noch 2023 war in der CDU geplant, mit G. ein gemeinsames Unternehmen zur Digitalkampagne der Partei zu gründen, was aber dann doch nicht umgesetzt wurde.

    Es muss ein sehr langer und spitzer Stachel im Fleisch der CDU sein, dass Gotthard ein Medienunternehmen aufgebaut hat, dass ständig die Politik der CDU auseinander nimmt, nicht mit Kritik spart genau das tut, was Journalismus eigentlich tun soll:
    nämlich das bringen, von den andere wollen, dass es nicht gebracht wird.

    • Wer der moralisch verkommenen CDU/CST heute noch Großspenden zukommen lässt, den halte ich für geistig verkommen.

      • Ja, so sehe ich das auch. Ich weiß allerdings nicht, ob Gotthardt der CDU noch weitere Spenden überreicht hat. Die letzte, von der ich gelesen habe, war im Januar 2025 VOR der BTW. Gotthardt ist offenbar auch auf die Versprechungen hereingefallen (so wie auch mehrere Journalisten von NIUS, die das hinterher sehr bedauert haben).

        Auffällig ist, dass sich nach der BTW, als die Wählertäuschung deutlich wurde, sich der Ton in der NIUS-Redaktion auffällig änderte. Man wurde kritischer gegen die CDU und offener ggü der AfD.
        Inzwischen hechelt NIUS ja jeden Morgen alles in seiner Morgensendung durch, und man spart nicht mit offener Kritik an der Merzregierung.

  • Machiavelli hätte an diesem Ministerpräsidenten sicherlich seine helle Freude.

    • Glaube ich nicht. Machiavelli war ein sehe kluger Denker! Und in seinem Buch „Der Fürst“ steht nix darüber, dass man sich und seine Absichten vor der Öffentlichkeit derart plump demaskiert.

    • Ich glaube eher er würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

  • Die Äußerungen belegen, dass G. entweder die Verfassung einschließlich der Freiheitsrechte aus Art. 5 GG, die für ein demokratisches System schlicht konstituierend sind, entweder nicht begriffen oder sich bewusst von ihnen abgewandt hat, jedenfalls achtet und respektiert er sie nicht. G. gebährdet sich verfassungsfern und autoritär. Er verträgt Meinungs- und Pressefreiheit und die ihr innewohnende Möglichkeit der Machtkritik – ebenfalls zentrales Element einer Demokratie – offensichtlich nicht. Wenn er von „unserer Demokratie“ spricht, meint er „meine Macht“. Erst dann ergeben seine Aussagen einen Sinn. Er ist in seiner Position untragbar. Es gibt im Übrigen eine interessante Definition des Begriffes „Zwangsdemokrat“ vom Ralph Giordano, mit Erkenntnisgewinn nachzulesen im Beschluss des Ersten Senats des BVerfG vom 26. Juni 1990 — 1 BvR 1165/89 — BVerfGE 82, 272…

  • Es ist doch ganz einfach.
    Die CDU muss Politik nach dem Willen des Volkes machen, dann klappt es auch mit den Wählern.
    Ein Grundproblem der Zeit: Die Parteien machen Politik nach ihrem Willen und der ist diametral zum Volkswillen.

    Ergo, man hat Angst vor der Wut des Souveräns.

    Da kann man nicht helfen.

    • „Die Parteien machen Politik nach ihrem Willen….“
      Ich denke da stecken noch größere Kräfte dahinter, die Altparteien handeln im Auftrag, aber wer steckt dahinter? WEF, die „Erleuchteten“, etc. ?

  • Bärbel Bohley hatte recht:
    „Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.
    Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen.
    Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir.
    Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“ Satire?

  • Meiner Meinung nach wäre es jetzt an der Zeit für diese Politiker, sich endlich ehrlich zu machen, wahrheitsgemäß und pragmatisch zu regieren und auf ihr Volk zu hören. Dann würden auch wieder bei Auftritten in der Öffentlichkeit die Blumensträuße geschmissen und geklatscht. Aber so wie sie diese Politiker seit Merkel benehmen, muß man sich nicht wundern, wenn das Volk wütend „raus“ geschrien wird.

    • Das widerspricht ihrem Grundverständnis.

  • Der Günther sollte sich zuvorderst mit dem ÖRR beschäftigen und dort für eine ausgewogene Berichterstattung sorgen. Aber auch das hat er nicht verstanden.

  • „Daniel Günther verliert bei Markus Lanz die Nerven.“

    Nein, es ist wahrscheinlich Kalkül! Man sagt etwas, es gibt einen Aufschrei und man rudert ein wenig zurück, in Wahrheit ist man großes Stück nach vorne gegangen. Und fast alle sind glücklich.

  • Politiker im Panikmodus anders ist dieses absurde Verhalten nicht zu erklären.

  • Ich möchte gerne mein Deutschland zurück als ein FDP Politiker wegen eines Einkaufswagen – Chip zurück getreten ist.
    M.f.G.

  • Nius wird vom Frank Gotthardt finanziert…Am Ende des Tages gehört Nius zur CDU. Bestes Beispiel ist die Berichterstattung über die Richterwahl. Da wurden sie zurückgegriffen.

  • Es gab in den 1980er-Jahren in Schleswig-Holstein einen Ministerpräsidenten mit engen Stasi-Verbindungen, der auf misteriöse Art und Weise in Genf tot aufgefunden wurde. Der Ungeist der Stasi wirkt in diesem Bundesland offenbar weiter. Die DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley warnte bereits 1992 vor einer Wiederkehr von Lügen, Bespitzelung und Unterdrückung, nur eben mit subtileren Methoden. Bei Lanz hat ein CDU-Politiker, der offen über Koalitionen mit der SED nachdachte, diesen Ungeist nun offen zum Ausdruck gebracht. Konsequenzen? – Leider keine.

    • Sie meinen Herrn Barschel? Da kam mal eine Reportage vor Jahren im Mainstream-TV, in der der Stasi vorgeworfen wurde, sie hätte den Mord begangen.
      Wer das nun wiklich war ist ja bis heute nicht geklärt.

  • Die Menschen in Schleswig-Holstein haben offenbar die Bodenhaftung verloren, die sie einst auszeichnete, sonst hätte es einem solchen Menschen nicht gelingen können, bis an die Spitze des Landes zu gelangen. Liegt es am Parteiapparat, daß allgemeine Menschenkenntnis solchen Figuren nicht zum unüberwindlichen Hindernis wird? Ist es wirklich so, daß nur noch intrigante Dünnbrettbohrer, mittels Absonderns wohlfeiler Sprüche, die Chance haben, innerhalb des Apparates aufzusteigen?

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    • daniel guenther ist ausgesprochen beliebt beim volk, nicht nur in S-H , sondern sogar bundesweit.
      er verkoerpert die denkweise vieler S-H-ler, strahlt ruhe und ausgeglichenheit aus.
      und die leute wollen ein genauso ruhiges, ungestoertes leben fuehren, von papa staat ueberwacht und geschuetzt.
      ihnen passt es, das guenther *feindliche* , ihre ruhe stoerende medien und aeusserungen fernhalten will.
      er rennt damit offene tueren ein.
      mal schauen, wieviele stimmen er bei der naechsten wahl tatsaechloich verliert.

      • Das klingt ja so, als werden nun die Seiten getauscht – die alte BRD wird zu DDR und die alte DDR wird zur freien BRD. Vielleicht müssen die alten Bundesländer 40 Jahre Sozialismus erst mal selbst durchmachen, um uns Ossis mal endlich verstehen zu können. Erst danach kann es wohl eine „echte“ Wiedervereinigung beider deutscher Völker geben.

      • Um so wichtiger wäre, ihm auch mal klare Kante zu zeigen. Wir haben ein Grundgesetz, und an das hat er sich als Politiker und Amtsinhaber zu halten. Was nur heißen kann, dass er sich entweder von seinen Äußerungen distanziert oder seinen Hut in der Politik nehmen kann. Und diese eine Chance ist schon mehr, als er seinen politischen Gegnern zugesteht.

        Aber – wer will ihn dazu bringen? Bei aller Freude über die zunehmende Macht der alternativen Medien – es reicht noch nicht.

    • Die Menschen sind zu träge um sich zu informieren.

    • War der :“ich gebe Ihnen mein Ehrenwort“ nicht auch ein CDU-Ministerpräsident in SH? Irgendwie scheint sich wenig geändert zu haben.

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