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Konferenz der Kreischefs

„Herablassend“ und „spöttisch“: CDU-Kreisvorsitzende rechnet mit Merz ab

Nach einer Konferenz mit rund 160 CDU-Kreisvorsitzenden rechnet die Brandenburger CDU-Politikerin Désirée Schrade mit Bundeskanzler Friedrich Merz ab. Der Kanzler habe Kritik aus der Parteibasis „spöttisch“ und „fast ein bisschen herablassend“ beantwortet.

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Die CDU-Kreisvorsitzende Désirée Schrade wirft Bundeskanzler Friedrich Merz einen spöttischen und herablassenden Umgang mit Kritik aus der eigenen Partei vor. (IMAGO/Chris Emil Janßen)

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Die CDU-Kreisvorsitzende Désirée Schrade wirft Bundeskanzler Friedrich Merz vor, Kritik aus der eigenen Parteibasis belächelt und herablassend beantwortet zu haben. Der Bundeskanzler habe die Sorgen der Kreisvorsitzenden bei der am Montag stattfindenden Bundeskonferenz im Konrad-Adenauer-Haus nicht ernst genommen. Im Podcast von Bild-Journalist Paul Ronzheimer erzählt die Brandenburger CDU-Politikerin gleich von zwei Auseinandersetzungen mit Merz.

Schrade hatte den Bundeskanzler bei der Konferenz im Berliner Konrad-Adenauer-Haus mit den schlechten Wahlchancen der CDU in ihrer Heimatstadt Frankfurt (Oder) konfrontiert. Bei Kommunalwahlen gelinge es kaum noch, allein mit dem Namen der Partei Wähler zu überzeugen. Kandidaten müssten sich deshalb zunehmend von der Bundes-CDU abgrenzen und überparteiliche Bündnisse bilden. Schrade selbst erreichte bei der Oberbürgermeisterwahl im September 2025 mit Unterstützung weiterer Parteien 28,8 Prozent und verpasste damit die Stichwahl.

Merz habe auf ihre Schilderungen „wirklich befremdlich“ und „fast so ein bisschen spöttisch“ reagiert. Der Kanzler habe erklärt, dass er von seinen Parteifreunden erwarte, sich vollständig für die CDU einzusetzen. Schrade habe ihm jedoch gerade verdeutlichen wollen, dass die Partei trotz persönlich angesehener Kandidaten immer weniger Wähler erreiche, schilderte sie nun bei Ronzheimer.

Auch einen weiteren Vorfall sprach sie bei der Konferenz an, wie sie nun berichtete. Merz hatte am 23. Oktober das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder) besucht, ohne den örtlichen CDU-Kreisverband darüber zu informieren. Als Schrade ihn darauf ansprach, habe der Kanzler „fast ein bisschen herablassend“ reagiert und erklärt, er könne nicht jede Kreisvorsitzende zu seinen Terminen mitnehmen. Das habe sie überhaupt nicht verlangt. Ihr sei es lediglich darum gegangen, dass die Parteimitglieder vor Ort über den Besuch informiert würden.

Bei der Konferenz mit rund 160 Kreisvorsitzenden hätten sich auch bisherige „glühende Merz-Anhänger“ enttäuscht gezeigt, so Schrade. Viele seien seinetwegen in die CDU eingetreten und hätten große Hoffnungen in seine Regierungsübernahme gesetzt.

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Bereits die Rede von Generalsekretärin Franziska Hoppermann sei laut Schrade auf Widerstand gestoßen. Die Kreisvorsitzenden wollten keine „Allgemeinplätze“ hören, sondern Antworten auf die Probleme ihrer Partei. Zahlreiche Vertreter hätten von Parteiaustritten berichtet. In ihrem Kreisverband würden diese nahezu ausschließlich mit der Bundespolitik begründet. Auch frühere Stammwähler, darunter Unternehmer, hätten sich inzwischen der AfD zugewandt.

Eine Strategie gegen den Aufstieg der AfD habe Merz bei der Konferenz nicht präsentiert. Auf Ronzheimers Frage, ob der Kanzler erklärt habe, wie die CDU die AfD wieder einholen wolle, antwortete Schrade mit „Nein“. Merz habe lediglich seine Absage an jede Zusammenarbeit mit der AfD bekräftigt. Diese Haltung sei von den Kreisvorsitzenden mit Applaus bedacht worden. Wie die Partei verlorene Wähler zurückgewinnen wolle, sei aber offen geblieben.

Schrade stellte infrage, ob Merz gleichzeitig Bundeskanzler und CDU-Vorsitzender bleiben sollte. Die beiden Ämter könnten angesichts der schwierigen Lage besser auf unterschiedliche Personen verteilt werden. Merz habe die Doppelbelastung zwar grundsätzlich anerkannt, sei auf den Vorschlag aber nicht näher eingegangen.

Bereits vor der Konferenz hatte Schrade gegenüber der dpa erklärt, Merz solle den Parteivorsitz abgeben, falls ihm die Kraft fehle, sich ausreichend um die Partei zu kümmern. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Bastian Ernst hatte eine Trennung beider Ämter ins Spiel gebracht (Apollo News berichtete).

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35 Kommentare

  • Er kann nur Geld im Ausland verteilen.
    Deutschland ist ihm egal.

  • Wäre Merz nur CDU-Vorsitzender, könnte man getrost Mitleid mit ihm aufbringen. Aber leider ist er auch Bundeskanzler, da gelten andere Maßstäbe.

    • So oder so, Mitleid ersetzt weder Strafe noch Therapie.

  • Merz ist der beste Wahlhelfer für die AfD. Wie soll die Basis auf den Marktplätzen die Wähler überzeugen, solange Leute wie Merz, Spahn und Amthor ihr Unwesen treiben.

  • er kann sich ja wohl nicht um hinz und kunz kümmern.
    von ihm hängt ab ob es krieg oder frieden gibt.
    denkt er jedenfalls.

  • So ist er halt.

  • Ich muss immer lachen, wenn ich Merz sehe. Das ist niemand, der irgendeinem recht schaffenden Bürger das Wasser reichen kann!

  • Wenn es auch sehr weh tut, in einem muss man Merkel leider recht geben, er ist für das Amt auf jeder Ebene komplett ungeeignet.
    Alleine sein Persönlichkeitsstruktur gibt es einfach nicht her.
    Gibt genügend Beispiele im der Geschichte, dass solche Leute, ihr Volk in den Untergang führen.

    • Schon F. Murksel war vollständig ungeeignet, was sie häufig bis in jüngste Zeit drastisch unter Beweis stellte.

  • Nun … wenn die Kreisverbände und ihre Spitzen sich so herablassend behandeln lassen gibt es gleich mehrere erfolgreich Lösungen: 1) Trotz Parteibeschluss Koalition und gemeinsame Arbeit mit der AFD, 2) Parteiaustritt und Wechsel zur AFD, 3) sich weiter herabwürdigen lassen und nicht rumheulen.

  • Nun, es wird ja immer intensiver – auch in Deutschland – über Sterbehilfe (zunächst nur „passiv“, aber dabei wird es der Erfahrung nach kaum bleiben) diskutiert.

    Vielleicht sollte man, bevor man über Sterbehilfe bei natürlichen Personen nachdenkt, die Sterbehilfe für juristische Personen (wie zB. Parteien) intensivieren …

  • Wer hat den nochmal gewählt? Wie bestellt so geliefert.

  • AN veröffentlicht herrliche Fotos von dem Typen am nervlichen Limit.

  • Hinter Herablassung und Spott verbirgt sich auch oft die eigene Unzulänglichkeit. Das wäre natürlich ein völlig ungeeigneter Charakterzug für das Amt des BK. Wenn es allerdings so wäre, daß der Jenige wirklich von sich und seiner Größe so überzeugt ist , dann wären es evtl. narzisstische Züge, die Jemanden für dieses Amt auch ungeeignet erscheinen lassen. Hilflos oder Gefühllos?

  • Sieht man ihm doch schon an!

  • Letztlich, liebe Kreisvorsitzenden, wird Fr. Dr. Weidel Recht behalten:
    „MIT MERZ WERDET IHR KEINE WAHLEN MEHR GEWINNEN!!!“
    Könnt oder wollt ihr das nicht verstehen?
    Euer Klatschen für diesen … hilft nicht in der Realität.

  • Mensch CDU tauscht den endlich aus, der treibt uns noch vollends in einen Krieg mit Russland.

  • „ Bei der Konferenz mit rund 160 Kreisvorsitzenden hätten sich auch bisherige „glühende Merz-Anhänger“ enttäuscht gezeigt“

    Ganz ehrlich, wer Ende 2026 immer noch „glühender Merz-Anhänger“ ist, der hat den Schuss nicht gehört (und ist somit eigentlich in der CDU recht gut aufgehoben). 😌

  • Die haben nichts besseres verdient.

  • Dieses Foto beschreibt das Niveau der Herrn sehr gut.😳

  • Wie können es diese Kreisvorsitzende wagen, sich dem Herrn Friedrich Merz gegenüber ablehnend zu zeigen, gar Kritik zu üben?
    Auf der einen Seite dieser Politik-Titan, auf der anderen Kreisvorsitzende, welche kaum jemand kennt.
    Ja was denn, erkennen diese „Vorsitzende“ nicht die geschichtliche Rolle des Herrn Friedrich Merz?
    Welcher Staatenlenker fordert an einem Tag etwas und am anderen das Gegenteil?
    Oder die Zerstörung der Kernkraftwerke als falsch bezeichnen aber nichts dagegen zu tun.
    Merz ergreift regelmäßig einen Zipfel am Rocksaum der Geschichte und läßt ihn sogleich wieder los.
    Ich bin mäßig gespannt, wieviel deutsches Steuerzahlergeld er dem Herrn Selensky aktuell wieder verspricht.
    Daß er so einem Versprechen am nächsten Tag widerspricht ist in dem Fall aber ausnahmsweise nicht zu erwarten.

  • Hätten Frau Schrade und eine Menge andere irgend so etwas wie Anstand und Gewissen, so hätten sie schon längst mit den Beinen – auf denen man rausgeht – bzw. den Hintern – auf denen man bei Parteilustbarkeiten sitzt – abgestimmt. Bzw. auch mit den Händen – mit denen man keinen Beifall klatscht.

  • Merz ist ein Narzist, der seine eigenen egoistischen Ziele verfolgt. Ihn interessiert das einfach nicht und das zeigt er auch deutlich.
    Charaktereigenschaften, welche er auch schon vor seiner Wahl als Parteivorsitzender gezeigt haben dürfte und welche keiner sehen wollte.

  • „Fast ein bisschen herablassend“ muß man wohl lesen als „unerträglich arrogant“. Da wünscht man sich fast Scholz‘ „schlumpfiges Grinsen“ zurück.

  • Mannomann.
    … „glühende Merz-Anhänger“ …
    … wegen dieses Extremstrahlers aus dem Sauerland?
    Wirklich, oder doch eher kognitiv dissonant Fehlgeleitete?
    .
    Also ich sehe momentan nur erbärmlich so vor sich hin- und herglimmende Glühwürmchen (Lampyridae).
    Ihr nur noch in homöopathischen Dosen vorhandenes politisches Luciferin und die marginalisierte gesellschaftliche Luciferase können gegen die energie- und sauerstoffzehrenden Brandmauer nicht bestehen.
    Resultat ist eine minimale Quanten- bzw. Wahlquotenausbeute.
    .
    Politische Thermodynamik eben …

  • Ein durch und durch unsympathischer und maximal egoistischer Typ. Ich kann ihn nicht ausstehen.

  • Ich muss immer Kanzler lesen. Dieser Nerd da ist nicht mein Kanzler! Ich habe ihn nicht gewählt! Diese lächerliche Person entspricht maximal dem Prototyp eines „Bundeskanzelnden“ Cosplayers! Der ähm… „Mann“ hat von Politik keine Ahnung!

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