Handwerk am Limit – Pleiten erreichen höchsten Stand seit 2014
2025 mussten so viele deutsche Handwerksbetriebe Insolvenz anmelden wie zuletzt im Jahr 2014. Vor allem steigende Betriebskosten sowie die schwache Konjunktur und Konsumstimmung setzten den Unternehmen zuletzt stark zu.
Die Insolvenzwelle in der deutschen Wirtschaft ebbte im vergangenen Jahr nicht ab. Besonders stark betroffen war das Handwerk. Wie aus Mitteilungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht, stieg die Zahl der Insolvenzen in der Branche im Jahr 2025 gegenüber 2024 um 13,3 Prozent auf insgesamt 4.950 Fälle. Damit wurde der höchste Stand seit 2014 erreicht.
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen mussten im vergangenen Jahr den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Gerade im Handwerk – ebenso wie in weiten Teilen der deutschen Wirtschaft – stellen sie den Großteil der Betriebe. Besonders stark betroffen waren das Kfz-Handwerk sowie das Bau- und Ausbaugewerbe.
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Für den Höchststand bei den Insolvenzen, der im vergangenen Jahr erreicht wurde, gibt es mehrere Ursachen. Als einer der zentralen Treiber gelten jedoch die stark gestiegenen Betriebskosten am Standort Deutschland. „Energie, Material, Löhne – die Kosten laufen davon. Ohne ausreichende Reserven geraten viele Betriebe schnell in existenzielle Schieflage“, erklärte der Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch, in einer Stellungnahme.
Vor allem die Energiekosten sind in Deutschland in den vergangenen Jahren massiv angestiegen. Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zufolge zahlen kleine bis mittlere Industriebetriebe bei Neuabschlüssen im Jahr 2026 einen durchschnittlichen Strompreis von 13,6 Cent pro Kilowattstunde (ohne Steuern und Abgaben).
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Im Vergleich zu den Jahren der Energiekrise 2022 und 2023, als die Kilowattstunde zeitweise mehr als doppelt so viel kostete wie jetzt, stellt dies zwar eine spürbare Entlastung dar. Ein Blick auf die langfristige Entwicklung zeigt jedoch, dass das Strompreisniveau weiterhin deutlich über dem früherer Jahre liegt. Laut Statista-Daten betrug der Industriestrompreis – ohne Steuern und Abgaben – im Jahr 2010 lediglich 9,21 ct/kWh, im Jahr 2000 sogar nur 6,75 ct/kWh.
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Heimische B2B-Kunden erteilen Handwerksbetrieben aufgrund der schlechten Wirtschaftslage sowie der hohen Kostenbelastung am deutschen Standort weniger Aufträge und verschieben Projekte häufiger. Auch private Haushalte reduzieren ihre Ausgaben für Renovierungen, Neubauten oder handwerkliche Dienstleistungen. Gründe dafür sind unter anderem die hartnäckige Inflation, aber auch die Sorge vor Stellenstreichungen und einem schwächeren Arbeitsmarkt. Zudem bewegen Herausforderungen in der Sozialpolitik – etwa die Unterfinanzierung der Renten-, Kranken- und Pflegekassen – viele Haushalte dazu, Ausgaben zu reduzieren und mehr Geld zurückzulegen.
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Ein weiterer Faktor, der den Auftragsmangel im deutschen Handwerk in den vergangenen Jahren befeuert hat, ist der Einbruch der Baukonjunktur. Die Zahl der Neubauten ist seit Jahren rückläufig. Während die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Deutschland im Jahr 2022 noch bei rund 300.000 lag, stagnierte sie bis 2025 bei etwa 235.000 – entsprechend einer IW-Prognose für das Gesamtjahr vom November.
Besonders schwer wiegt, dass sich der Einbruch weiter verstärken könnte: Das ifo-Institut erwartet für das Jahr 2026 nur noch die Fertigstellung von etwa 175.000 neuen Wohnungen. Das entspräche einem Rückgang von über 40 Prozent im Vergleich zu 2022.
Einer der Hauptgründe für die stagnierende Baukonjunktur ist neben steigenden Kosten für Energie und Baumaterialien die überbordende Bürokratie, die in der Bundesrepublik vorherrscht. Hinzu kommen staatliche Eingriffe wie die Mietpreisbremse. Erst kürzlich hatte sich der Präsident des ifo-Instituts, Clemens Fuest, eindeutig gegen die Anwendung von Mietpreisbremsen ausgesprochen. (Hyperlink/ Apollo News berichtete)
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Neben der schwachen konjunkturellen Entwicklung und der steigenden Kostenbelastung am deutschen Standort steht das heimische Handwerk derzeit noch vor einer weiteren Herausforderung: dem Nachwuchsmangel.
Die traditionelle Übergabe eines Betriebs innerhalb der Familie verliert zunehmend an Bedeutung. Alternativen – etwa die Übergabe an Führungskräfte oder ein Verkauf an externe Unternehmen – lassen sich jedoch häufig nur schwer realisieren. In der Folge drohen vermehrt Betriebsschließungen.
Laut Creditreform kommt für nur noch 50,5 Prozent der Betriebe eine familieninterne Nachfolge infrage (2018: 55,0 Prozent). Gleichzeitig dürfte etwa jeder sechste Betrieb (16,8 Prozent) nicht fortgeführt werden. Im Jahr 2018 lag dieser Anteil noch bei lediglich 12,0 Prozent.
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Während die Pleitewelle im vergangenen Jahr die Handwerksbranche erfasste, wurde auch in der deutschen Gesamtwirtschaft ein Zehnjahreshoch bei den Firmeninsolvenzen erreicht. Wie aus Daten von Creditreform hervorgeht, mussten im Jahresverlauf insgesamt 23.900 Unternehmen Insolvenz anmelden – ein Anstieg von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (22.070 Fälle). Der Zuwachs fiel damit zwar deutlich geringer aus als in den beiden Vorjahren, was jedoch nicht unbedingt eine positive Nachricht ist.
„Viele Betriebe sind hoch verschuldet, kommen schwer an neue Kredite und kämpfen mit strukturellen Belastungen wie Energiepreisen oder Regulierung. Das setzt vor allem den Mittelstand unter massiven Druck und bricht auch vielen Betrieben das Genick“, erklärte Hantzsch.
Auch bei den privaten Haushalten setzte sich die negative Entwicklung fort. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen erhöhte sich im Jahr 2025 um weitere 6,5 Prozent auf etwa 76.300 Fälle und erreichte damit den höchsten Stand seit 2016.
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Merz wirkt – aber das ist erst der Anfang.
Immerhin haben wir jetzt eine Mindestsicherung…
also weiter CDU wählen
Die deutschen Auto Narren, werden jetzt in BaWü weiterhin die Auto Hasser wählen. Selbst die hohen Benzinpreise werden sie davon nicht abhalten!
Gott schütze das ehrbare Handwerk.
Die Brandmauer wirkt. Merz wirkt. Habeck wirkt. Links-grüne Politik wirkt. Der Mainstream wirkt. Die AfD ist nirgends dafür verantwortlich. Es sind diese links-grünen Kollektive der Ideologie auf der einen Seite der Brandmauer. Dazu die Verbote und Bevormundungen von UvdL.
Manche würden folgendes feststellen:
„Freies Unternehmertum ist eben Feind für Politik(er).
Freie Bürger ist eben Feind für Politik(er).“
Die Vormundschaft von Geburt bis über den Tod hinaus durch regierende Parteizentralen.
Von Impfpflicht bei Säuglingen bis Erbschaftssteuer die Diktate und die Gesetze kommen NICHT vom Volk sondern Parteien.
Da viele Unternehmen aufhören, reduzieren.., ist auch weniger Handwerkerleistung erforderlich. Private Auftraggeber haben auch keine rechte Lust mehr, weil man gerade im Bereich Energie nicht weiß wie es weiter gehen wird. Wenn wir uns nicht endlich von dem Irrsinn CO² frei werden zu wollen verabschieden, wird das immer schneller gehen mit dem Abstieg.
dein Pessimismus ist völlig unangebracht.
Es entstehen viele gut bezahlte Stellen in der
Verwaltung, viele Nichtsnutze werden verbeamtet.
Immer mehr Menschen dürfen ausschlafen und die
Mindestsicherung genießen.
Falls da nicht reicht, hat Fritze noch den Krieg in der
Hinterhand, davon träumt er schon seit Jahren
Es sind durch die vielen Pleiten wieder Fachkräfte auf dem freien Markt zur Verfügung.
Also los,einstellen ist angesagt.
richard werner:
**Das offizielle Ziel der EU ist es, den Zusammenbruch der Wirtschaft zu vollenden und bis 2040 jegliche Spur des Nachkriegs-Wohlstands auszulöschen.**‘
damit ist fast alles gesagt.
jedes land tut es auf seine weise, wobei D sowie A ganz besonders mustergueltig hervorstechen.
selbst die schweiz ist nicht davor gefeit.
nachdem das volk nun fuer erhoehte ausgaben zugunsten der klimarettung gestimmt hat, gruesst am fernen horizont schon hamburg.
rette sich, wer kann.
es wird nicht mehr besser.
ob es besser wird ist relativ.
Mindestgesicherte mit psychischen Problemen
(100%), haben nichts zu befürchten.
Beamte und öffentlich Bedienstete sahnen weiter
ab.
Es kommt auf den Standpunkt an
also 2014 war es schonmal so ? dann ist doch eigentlich alles halb so wild.
Nur komisch, wenn das in 2014 auch schon so war, warum haben sie in 2015 nach Fachkräften gerufen?
Einst hatte Handwerk in Deutschland „goldenen Boden“. Einst.
Aber was regen wir uns auf… Die künstliche Dummheit wird’s schon richten, was sich die Dummköpfe ausdenken.
Hier mein Tip für die Handwerker. Keinen Auftrag für Politiker oder Beamte mehr annehmen! Lasst sie doch in ihrem eigenen Saft schmorren!
Immer Grün weiter wählen dann wird alles besser, ganz bestimmt!
Die Zukunft Deutschland ist gesichert im Eimer! Mit der CDU und der EU in den Klimawahn und mit den Restparteien in die Arbeitslosigkeit! Deutsche dürfen nicht mehr klagen, sondern auf das Stolz sein, was sie Wählen!
Nicht vergessen, begonnen hatte Das Dilemma schon unter Schröder, seine „Zeitarbeit“, „Arbeit, billig wie Dreck“ und „Geiz ist Geil….Gleichzeitig wurde schon Damals Das Handwerk mit Billiglöhnern aus Dem Ostblock geflutet….Mit Den KfZ Mechanikern habe ich aber kein Mitleid, für mich waren das schon immer Die größten Abzocker….
Ja Moment, wo arbeiten diese faulen Leute jetzt bis 75?
Deutscher Handwerker sind immer noch nicht in der Realität angekommen und ziehen treu glaubende Auftraggeber schamlos über den Tisch. Die Preise gehen ins Uferlose. Selbst kleinere Projekte wie eine Badsanierung beauftragt man nur einmal und kann über Positionen wie 117€ netto für eine einfache Klobürste mit Wandhalterung nur den Kopf schütteln und das bei einer Gesamtsumme von über 7800€.
Ein Eigenheimbau scheidet mit solchen Firmen völlig aus.
In den 90ern hatte ich einen kleinen chemischen Mischbetrieb, Tensid Chemie. Das war eine Zeit noch ohne die heutige EU Bevormundung und Nachweispflicht. Und trotzdem habe ich damals schon mehr Zeit im Büro verbracht als in der Produktion. Man ist Pflichtmitglied in allen möglichen Institutionen, auch gegen den eigenen Willen. Finanzamt verlangte Nachweise über den Verbrauch der Rohstoffe im Detail. Die Rezepturen sollten offen gelegt werden, damit ausgerechnet werden kann wieviele Fertigprodukte daraus hergestellt werden können. Nicht das noch eine Flasche Autopolitur „schwarz“ verkauft wird. Die Rezepturen waren aber Eigentum des jeweiligen Auftraggebers und nicht mein (geistiges) Eigentum. Es gab keine Einigung mit dem Finanzamt, die wollten volle Kontrollmöglichkeit über alles. Also habe ich mich entschlossen die Bude wieder abzumelden und zu schließen. Ein Wahnsinn damals schon die Kontrolle durch die Behörden. In diesem Land hier würde ich nie mehr ein Gewerbe eröffnen.
Teilweise vom Handwerk auch selbst verschuldet. Was nützen mir Wartungsverträge, wenn sie verpennt werden. Dann kommen Handwerker und das fachliche Wissen fehlt. Ich darf dann anleiten und teilweise mit Handwerkerwerkzeug arbeiten. Über Qualität will ich mich hier nicht auslassen. Heute nicht mehr, ich habe dann Feierabend. Dies ist zu weit zu fahren. Kaufe schon manchmal Ersatzteile online bei den Herstellern, da die Handwerksbetriebe mehr als das doppelte verlangen. Ach ja, man fragt einen Handwerker an und der meldet sich dann nicht mehr. Könnt mich jetzt abstrafen für meinen Kommentar aber vielleicht hat man sich schon an die Politik angepasst.
Die sind nicht Pleite die machen was anderes
Bzw. nichts
Da frage ich mich, wie kann man mit 60% dann solche Parteien wählen , wenn diese unsere Staatliche Infrastruktur zerstören ?? Denn es sind diese beiden Parteien , die das politisch z.Zt . umsetzen …das ist doch nur noch verrückt !!
USraels Kriege sind wohle wichtiger.
Deren kriege bezahlen wir die ganze Zeit.