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Frankreich

Hackerangriff: Kühlanlage für Blutplasma auf 110 Grad gestellt

Immer wieder werden Kühlanlagen in Europa zum Ziel von Hackerangriffen. Jetzt wurde eine Kühlanlage für Blutkonserven und Plasma in Frankreich auf 110 Grad gestellt. Wer hinter den europaweiten Attacken steckt, ist nach wie vor unklar. Auch das BMI tappt im Dunkeln.

Kühlanlagen für Blutplasma und Blutproben wurden Ziel von Hackerangriffen. (Symbolbild)

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Kühlanlagen des französischen Blutspendedienstes EFS sind zum Ziel von Hackerangriffen geworden. In der Nacht zum Montag wurden die Anlagen, die eigentlich eine Temperatur von minus 30 Grad Celsius haben sollen, auf 110 Grad Celsius eingestellt. Wie Le Canard enchaîné berichtete, wurde der Vorfall schnell entdeckt. Das Gesundheitsministerium befürchtet keine gravierenden Folgen. Es gebe „keinerlei Auswirkungen auf den Betrieb, da die Situation erkannt wurde“.

Laut dem Blutspendedienst EFS bemerkte ein Techniker den Temperaturanstieg. Betroffen waren Kühlanlagen der Firma Coolworld. Besonders die Region Bourgogne-Franche-Comté, die an der Grenze zur Schweiz liegt, war betroffen. Die Schränke enthielten Blutkonserven und Plasma für Transfusionen. Der starke Temperaturanstieg kann dazu führen, dass Antikörper zerstört werden und dass das Plasma nicht mehr für eine Transfusion verwendet werden kann.

In den vergangenen Wochen kam es in Europa immer wieder zu Cyberangriffen auf Kühlanlagen. Vor allem Supermärkte waren hiervon betroffen. Laut dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels handelte es sich jedoch nur um Einzelfälle. So war ein selbstständig geführter Rewe-Markt in Raesfeld in Nordrhein-Westfalen betroffen, wie die Zeit berichtete. Außerdem gab es Cyberangriffe auf einen Edeka-Markt in Lilienthal in Niedersachsen und einen in Reisbach in Bayern sowie auf zwei CAP-Märkte in Wuppertal und Wetter-Volmarstein in Nordrhein-Westfalen. Die Lebensmittel mussten entsorgt werden (mehr dazu hier).

Apollo News fragte beim Bundesinnenministerium an, ob es Erkenntnisse zu den Ursachen der Cyberangriffe gebe, insbesondere, ob es „Hinweise auf ausländische staatliche Akteure“ gebe. Ein Sprecher des Ministeriums antwortete: „Zum aktuellen Zeitpunkt liegen dem BMI keine Erkenntnisse vor, die eine eindeutige Zuordnung dieser Angriffe zu einem spezifischen Akteur oder einer staatlichen Stelle zulassen würden. Eine abschließende Bewertung ist komplex und erfordert detaillierte Analysen. Die zuständigen Behörden arbeiten hierzu eng zusammen.“

Bisher gibt es keine Bekennerschreiben zu einem der Angriffe, sodass unklar ist, ob es sich um staatliche Akteure oder unabhängige Hackergruppen handelt. Die Angriffe sind jedoch oft leicht durchzuführen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) forderte deshalb dazu auf, die „Steuerungssysteme angemessen abzusichern“ (mehr dazu hier).

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Zum ersten Mal hatte in der Nacht zum 12. Oktober ein groß angelegter Hackerangriff auf Kühlsysteme in französischen Supermärkten rund 700 Filialen getroffen. Betroffen waren Märkte der Ketten Intermarché, Carrefour und Coopérative U. Auch in Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Schweden, Irland, Finnland und Estland war es zu Cyberangriffen gekommen.

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43 Kommentare

  • Diese Attacken sind kein Bubenstreich.
    Man sollte sie als Terroranschlag bewerten und als solchen bestrafen.
    Bin gespannt, ob die Aufklärer demnächst zum Ziel, sprich Urheber, kommen.
    Als es einmal um die persönlichen Daten von Abgeordneten ging, waren die Ermittler erstaunlicherweise ganz schnell.

    • Leider wird es keine Aufklärung geben.
      Siehe Vulkangruppe und SAntifa.

  • Was haben solche Geräte im Internetz zu suchen?

    Zum Anderen: Welchen Sinn hat es, Kühlgeräte! auf solche Temperaturen einstellen zu können?
    Jedes dieser Geräte hat einen Temperturbereich, in dem es arbeiten soll. Aus welchem unerfindlichen Grund müssen solche Geräte online auf solch völlig unsinnigen Einstellungen konfigurierbar sein?

    • Oh ahnungsloser Schwätzer! Siehe unten!

      -19
      • Was bist du denn für ein Vogel!!

        Hint: Ich verdiene mir dieser Ahnunglosigkeit meine Kohle!

        • Und ich administriere unter anderem solche Fernwartungs-und Fernüberwachungs-Systeme.

          Dass Sie zu einer der „lost generations“ gehören, zeigt allein schon Ihre plumpe prollige Duzerei.

          -8
  • Mein Kühlschrank braucht kein Internet. Strom genügt.

    • hoffen wir, dass dein NÄCHSTER ohne inet und cloudanbindung sich überhaupt noch starten lässt!

    • Sie wollen doch wohl ihren „Kristall 140“ nicht mit komplexen Kühlanlagen für Blutkonserven, Hunderte Warengruppen oder Kühlhäusern gleichsetzen!

      Den Internetanschluss haben die Geräte und Anlagen auch nicht, um dumme Kommentare zu schreiben, zu daddeln oder Pornos zu schauen.

      Damit werden sie zentral aus der Ferne überwacht und gewartet.

      Es gibt nämlich keine Wartungstechniker mehr, weil sich die Generationen Y und Z zu fein sind, einen technischen Beruf zu erlernen.

      • das klingt sehr plausibel.

        warum wird das so negativ bewertet?

        weil mal wieder nicht sein kann, was nicht sein darf ?

        was glaubt ihr denn, wofuer tausende rechenzentren weltweit wie pilze aus dem boden schiessen?

        fuer fernwartung !

        naemlich die *fernwartung* von uns allen durch die maechtigen.

  • Wieso lässt sich eine Kühlbox auf 110° stellen?

    • Zwecks Sterilisation

      • Die ahnungslose Elli hat mal wieder keine Ahnung, aber davon ganz viel…

  • Es wird immer irrer.

  • warum hängt sowas auch am internet!? warum kann man bei (anderer ort gleiches thema) kühlungen im supermarkt nicht mehr vor ort die temperatur einstellen – sooft wird das ja nicht erforderlich sein und personal ist an 6 von 7 tagen vor ort?! über krankenhäuser brauchen wir gar nicht reden … vieles ist auch der dummheit und inet-gläubigkeit geschuldet.

    • „warum hängt sowas auch am internet!? “ – Genau das ist die relevante Frage.
      Solche Konfigurationen sind zumindest grobe Fahrlässigkeit!
      Wer auch immer das entschieden hat, ist dann auch zumindest dafür verantwortlich diese Geräte entsprechend abzusichern!!!

    • Quatsch mit Unwissen eines Schwätzers!

      Viele Hersteller hochspezialisierter Geräte warten und überwachen diese aus der Ferne.

      Ihr Gequatsche („inet-gläubigkeit“)
      zeigt komplette überhebliche Ahnungslosigkeit. Es wird auch nicht nur mal ein bisschen „Temperatur eingestellt“, sondern auch Füllstände überwacht, Abtau- und Wartungszyklen beachtet. Türalarme für ignorante und doofe Kunden müssen eingerichtet sein und melden, Kühlmittel-Füllstände beachtet werden.

      Soll für all das für jedes Kühlregal ständig der Außendienst umherfahren? Oder macht das der moslemische Regaleinräumer, der meist zu doof ist, Nudelpackungen gerade einzuräumen?

      -17
      • Fernüberwachung würde genügen, Fernwartung ist m. E. ein überflüssiges Sicherheitsrisiko.

      • Das ist – mit Verlaub – Unsinn.
        1. Es soll Zeiten gegeben haben, in denen Kühlanlagen funktioniert haben, ohne daß es sowas wie Internet gegeben hätte.
        2. In Supermärkten ist in mindestens 6 Tagen Personal anwesend.
        3. Es spricht nichts dagegen Fehlemeldungen oder Betriebszustände per Internet zu senden, jede Fersteuermöglichkeit halte ich für Fahrlässig. Denn man kann mit entsprechendem Aufand JEDE Sicherung umgehen.

        Entsprechendes gilt für alle Systeme, die am Internet hängen, egal ob es sich um die Stromversorgung, Kraftfahrzeuge oder „Samrt“Home handelt:

        Gefährlich, überflüssig, sinnlos.

      • Warten ist Überwachen, nicht einstellen. Schreibt ein IT Admin im Ruhestand.

      • Was für ein Bullshit!

        Wenn das Gerät außerhalb seiner Spezifikation läuft muss zwangsläufig ein Techniker vor Ort nachsehen!

      • 1. ihr tonfall (schwätzer, gequatsche) spricht nicht für sie und ihre argumente.
        2. die ansicht, dass sie für einen türalarm, also ein kunde hat die tür der kühltheke nicht geschlossen, einen alarm übers internet für nötig halten bekräftigt meine vorbehalte – eine hupe im markt würde genügen …

      • Yoss: genau solche Leute wie DU checken es nicht, weil ihr denkt, ihr seit der alleinige Fortschritt! Es muss nicht alles so am Netz hängen, dass kann man auch anders lösen. Hing dein Auto früher am Netz? Denk mal nach!!!!

  • ​Ein Gefrierschrank hat keine 110°C Heizung. Wenn man ihm sagt „mach 110°C“, macht er einfach die Kühlung aus und schaltet höchstens die kleine Abtau-Heizung an. Er würde also langsam auftauen, nicht kochen.
    Laut EFS und Gesundheitsministerium ist nichts passiert. Ein Bereitschaftstechniker hat nachts die absurd steigenden Werte auf dem Monitor gesehen, Alarm ausgelöst und das Plasma in sichere Räume gebracht. „Kein Verlust von Blutprodukten, keine gesundheitlichen Auswirkungen“.

  • Es wird höchste Zeit, Hersteller dazu zu verpflichten sicherheitsrelevante Softwareupdates mindestens gegen Entgelt anzubieten.
    Diese geplante Obsoleszenz, indem man einwandfreien Maschinen die weitere sichere Funktionalität verweigert, einfach, in dem die Softwarepflege eingestellt wird, das ist eine bodenlose Frechheit.

    • Auch das hilf nichts. Denn man kann nur Sicherheitslücken schließen, die man kennt. Die anderen bleiben trotzdem offen.
      Und im Prinzip ist jede Sicherheitsvorkehrung knackbar. Nur eine Frage des Aufwandes und der Möglichkeiten.

    • Philoktet in Bestform: Erkenntnisgewinn durch Wiederholung des immer gleichen Irrtums.

      Dass es absolute Sicherheit nicht gibt und jede zusätzliche technische Abhängigkeit auch neue Risiken schafft, scheint im grenzenlosen Technikwahn einfach nicht mehr vorstellbar zu sein. Die Lösung lautet immer häufiger: noch mehr Technik, noch mehr Updates, noch mehr Abhängigkeit.

      Finde den Fehler, du Philosoph.

  • Im Islam brauchen wir keine Konserven.
    Allah reicht.

  • Jetzt mal im Ernst. Warum sind solche Systeme über Netz erreichbar? Meinen Gefrierschrank stelle ich am Gerät ein, das funktioniert perfekt.
    Ich kann verstehen das man Geräte überwacht, Alarm auslöst wenn es zu Warm wird und so, aber ich kann mir keinen Grund vorstellen warum die Zieltemperatur aus der Zentrale eingestellt werden sollte, es kann ja auch niemand aus der Zentrale die Kühlschränke bestücken…

    Für mich bedeutet das, das die IT Probleme lösen muss die es ohne IT nicht gäbe…

    Und ich habe immer in der IT gearbeitet…

    • die sind fuer otto-normal nicht erreichbar.

      und mit gewieften hackern hat zur zeit der erstellung eben noch niemand gerechnet.

      das wird sich von nun an hoffentlich aendern.

      aber was von menschen gemacht wird , kann auch von menschen angegriffen werden.

      100% sicherheit gibt es im digitalbereich wahrscheinlich nicht.

      mit zunehmender digitalisierung eines jeden bereichs werden sich noch unzaehlige angriffspunkte eroeffnen.

  • Auch in D checken wir leider immer noch nicht, dass nicht jeder Kühlschrank online sein muss oder gar zuhören können muss! Jede Münze hat 2 Seiten auch die Digitale!

  • Wenn ich das so verfolge, da werden Kühlanlagen aus der Ferne via Internet manipuliert und dann soll man Vertrauen in digitales Geld aufbauen?
    Alle persönlichen Daten im Internet irgendwie irgendwo in irgendeiner Cloud ablegen, um sich auszuweisen usw?, Na schönen Dank auch…
    Aber vielleicht will man uns das über diesen Weg auch direkt sagen, wie sicher das digitale Leben ist.

  • Gibt es keine Bekennerschreiben auf Indimedia?

    • seit wann schreibt putin auf indimedia ? 🤭

  • Eine Anlage die auf +110°C einstellbar ist, wäre ein / Sterilisator, kein Kühlgerät. Kein Hersteller baut einen Blutkühlschrank, der so hoch heizen kann, weil die Zulassung das verbietet.

  • man liest eine solche nachricht.
    die erste ist ca. 3 wochen her.
    wenn man eine kühlanlage in seiner firma hat dann kümmert man sich darum.
    thema geklärt.
    na ja , vielleicht erwarte ich einfach zuviel von der menschheit.

    • Ganz genau mein Gedanke, gibt es heute kein Risk Management mehr in Firmen (damit meine ich keine KMUs)? Schrillen da keine Alarmglocken?

  • Diese Attacken sind mittlerweile hinlänglich bekannt.
    Die Firma, die jetzt noch ihre Kühlanlagen online lässt, hat es nicht anders verdient.

  • Ich glaube eher das man testen will für wie blöd man die Leute halten kann. Ein Kühlschrank ist kein Ofen, man kann keine Kühlruhe/Kühleinheit so umpolen dass sie heizt! zumindest nicht ohne änderung an der Geräteapparatur selbst. Für einen unerfahrenen Geist mögen diese „Meldungen“ faszinierend sein, man sollte sich da aber nicht hinters Licht führen lassen.

    Zudem bezweifel ich es dass Kühlregale im Supermarkt ans Internet angeschlossen sind. Höchstens die Temperatursensoren, sodass man von remote überprüfen kann wie die Temperatur greade ist. Eine aktive Steuerung ist jedoch nicht möglich!

    Und wer das nicht glaubt, glaubt dann wohl eher dass Putin war! 100%

  • Das sind Verbrecher!

    Es geistert während der Herbstferien offenbar wieder eine „Challenge“ wohlstandsverwahrloster – völlig irrer – Script kiddies durch die Landschaft. Die finden ihre lebensbedohlichen VERBRECHERISCHEN Aktionen ungeheuer witzig.

    Sowas gehört weggesperrt und zu vollem Schadenersatz verknackt.

  • Moderne Kriegsführung, anonym, aus grösster Enfernung machbar, schnell, viel billiger als Panzer und Bomber. Wenn der digitale Euro kommt, dann wirds richtig ernst, Zahlungsverkehr lahmlegen , Banken ruinieren, Nordkorea ,Russland, andere Gaunerstaaten warten nur darauf.Was tut BRDDR ?Wir haben KI =Keine Intelligenz.

  • Was haben eigentlich derart sensible, relevante Anlagen „im Internet“ verloren? Und was machen die „Entscheider“, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, beruflich?

    Oder sind das wieder alles nur so unnütze, bunthaarige Quotenweiber mit Nasenring, Daseinsberechtigungswahn und 48 Semestern in „quality is a myth“?

    • In München, in der Stadtverwaltung einer Großstadt, standen vor vier Jahren (2022) für die Leitung des IT-Referats 2 vorausgewählte Kandidaten zur Verfügung:
      ● ein Mann, der für weltweit >100 IBM-Filialen verantwortlich war.
      ● eine Frau, Mitglied der Grüninnen mit Schwerpunkt: digitale Teilhabe

      Wer wurde wohl durch den grün-roten Stadtrat auf die Position lanciert?

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