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Desaster für Trump

Größte Zwischenwahl-Niederlage seit 40 Jahren: So historisch ist der Einbruch der Republikaner

Das Wahl-Desaster für die Republikaner fällt noch viel größer aus, als man es bei Zwischenwahlen gewöhnt ist. Es ist für sie die größte Niederlage bei diesen seit 40 Jahren. Besonders dramatisch ist der Sieg der Demokraten in eigentlich republikanisch dominierten Bundesstaaten.

IMAGO/UPI Photo

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Die erdrutschartigen Verschiebungen zugunsten der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen sind historisch: In tiefroten, republikanisch geprägten Staaten konnten Kandidaten der Demokraten deutliche Siege und Überraschungstriumphe erringen: Texas, Kansas, South Carolina, Ohio und Iowa – in all diesen Staaten konnten die Demokraten gewinnen, obwohl das seit Jahren nicht mehr für möglich gehalten wurde.

Das Ausmaß der Niederlage ist dabei noch viel größer als bei den letzten beiden Niederlagen der Republikaner bei Zwischenwahlen 2006 und 2018: Zwar verlieren die Republikaner mit rund 40 Sitzen im Repräsentantenhaus etwa genauso viele wie 2018, jedoch hielten sie bereits vor dieser Wahl weniger Sitze als vor der Wahl 2018 und stehen damit also deutlich schlechter da als noch nach Trumps ersten Zwischenwahlen.

Im Senat ist der Einbruch dagegen wirklich historisch: Aktuell gehen Prognosen davon aus, dass die Republikaner sieben Senatssitze verlieren werden. Das letzte Mal, dass die Partei so viele Sitze in dieser Kongresskammer verloren hat, war 2008, als Barack Obama in einem Erdrutschsieg zum US-Präsidenten gewählt wurde. Das letzte Mal, dass ein solches Ausmaß bei einer Zwischenwahl erreicht wurde, war 1986, als die Republikaner acht Senatssitze verloren – also vor 40 Jahren.

Wie dramatisch der Einbruch ist, wird mit Blick auf die Bundesstaaten, in denen die Demokraten gewonnen haben, offensichtlich: Es waren keine demokratisch geprägten Staaten wie etwa New York, Massachusetts oder Kalifornien, in denen die Republikaner jetzt besonders stark verloren haben, sondern traditionell republikanisch wählende Staaten im Mittleren Westen und im Süden.

In Kansas konnte bis zu der historischen Wahl am Dienstag seit 1932 (!) kein Demokrat mehr eine Senatswahl gewinnen – 94 Jahre lang. Doch bei dieser historischen Zwischenwahl konnte plötzlich der Demokrat Adam Hamilton mit einem komfortablen Vorsprung von fünf Prozentpunkten gegen den republikanischen Amtsinhaber Roger Marshall gewinnen.

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Kansas gehört seit dem 19. Jahrhundert eigentlich zu den traditionell republikanisch kontrollierten Bundesstaaten. Die Wähler des Staates sind stets in einem Lager geblieben, anders als etwa die Südstaaten, die in den vergangenen Jahrzehnten eine massive Verschiebung von den Demokraten zu den Republikanern hin erlebt haben.

Umso bemerkenswerter sind die Siege der Demokraten in Texas, South Carolina und anderen Südstaaten: Vor dem Wahlabend hatten die Demokraten zuletzt 1988 eine Senatswahl in Texas gewonnen – dieses Mal hat dagegen James Talarico mit zehn Prozentpunkten Vorsprung dem republikanischen Kandidaten Ken Paxton eine Abreibung verpasst. In South Carolina konnte die Demokratin Annie Andrews den ersten Sieg der Demokraten bei einer Senatswahl dort seit 1998 erringen.

Noch ist unklar, ob mit Mississippi ein weiterer traditionell republikanischer Staat in die Hände der Demokraten fällt – damit hatte vor der Wahl kein Experte gerechnet. Bereits vor der Wahl war dagegen wahrscheinlich, dass die Demokraten auch in den Trump-Staaten Georgia und Texas gewinnen würden – mit welcher Deutlichkeit das jedoch geschehen würde, war unerwartet: In Georgia hat Amtsinhaber Jon Ossoff rund 18 Prozentpunkte Vorsprung vor seinem republikanischen Herausforderer, in North Carolina hat der Ex-Gouverneur Roy Cooper fast 20 Prozentpunkte Vorsprung vor dem republikanischen Kandidaten.

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35 Kommentare

  • Trump hat soviel Wirbel gemacht, dass die Menschen sich nach Ruhe sehnten. Der Reflex war logisch und wirklich jeder wusste das Trump verliert, sogar Trump. Das Problem ist natürlich, dass die Demokraten keinesfalls für eine gute Politik sorgen werden, im Gegenteil. Nur hat Trump nicht geliefert und die Ungeduld ist ein Problem aller Demokratien. Bleibt einzig Milei als wirklich erfolgreicher Politiker der Mitte. Es ist schade, dass so jemand so selten ist.

    • Reichlich unterkomplex.

      Und genau das ist das Problem der Menschen in den USA: Sie lassen sich in zwei vereinfachte Lager auseinanderdividieren und damit immer wieder gegeneinander ausspielen. Jedes Mal aufs Neue. Jedes gottverdammte Mal.

      Solange die ganzen Schäfchen (so wie du auch eines bist) nicht begreifen, dass sie letztlich nur sich selbst haben und sich gegenseitig unterstützen müssen, um als Kollektiv frei leben zu können, sondern stattdessen immer nur nach oben zu ihrem Hirten schauen und sich von ihm diktieren lassen, welche Schäfchen sie zu hassen haben und wer angeblich an allem schuld ist, wird sich rein gar nichts ändern.

      Gar nichts!

  • Dazu ein lesenswerter Artikel.
    Europas falsche Hoffnung auf die Midterms.

    https://www.derpragmaticus.com/r/midterms-2026-usa

  • Ein weiterer lesenswerter Artikel im Bezug auf Exekutivmaßnahmen und ein Urteil des Supreme Court Urteil und Veto Recht.
    Ich hoffe und glaube daher nicht, dass ein Präsident von einem grossartigen Kaliber wie Trump eine Lame Duck werden wird….

    https://www.newsflix.at/s/erdrutschsieg-der-demokraten-trump-droht-mit-dem-veto-recht-120276389

    • Wäre er so grossartig , hätten ihn seine Wähler nicht im Stich gelassen.
      Viel versprochen, was hat er gehalten? Keinen Krieg beendet , einen angefangen, der Spritpreis , Inflation,in den USA macht die Leute sauer, zumal die USA doch Selbstversorger wären.
      Er war das kleinere Übel, wenn die Reps nicht einen weniger grossmäuligen ,eher soliden Kandidaten finden, sehe ich schwarz für die USA. China hats dann noch leichter.

    • Du bist lustig 😂

  • Die Demokraten haben viele Rechnungen offen, werden sie eingefordert, wird es noch unangenehmer für Europa. Europa wird schmerzhaft lernen müssen, dass die Jagd auf Trump noch teurer wird. Bisher hat Europa noch nie von den amerikanischen Demokraten profitiert. Im Gegenteil. Auch nicht von Trump. So machen es Politiker wenn sie an ihr eigenes Land zuerst denken.

  • Die USA will sich anscheinend auch immer noch selber zerstören. Aber um fair zu sein… Trump hat nicht überall geliefert. Und die Aktion im Iran ist total daneben gegangen. Aber um auch hier fair zu sein… Hätte Trump nichts gemacht dann hätte der Iran in ein paar Jahren dann regelmäßig mit Atomwaffen gedroht… Im Gegensatz zu Nord Korea wäre der Iran sicher bereit gewesen diese auch wirklich einzusetzen. Wäre das wirklich die bessere Option gewesen? Aber soweit denken die meisten nicht. War wohl ne Loose-Loose Situation. Man konnte nur hoffen dass die Menschen im Iran den Terrorstaat stürzen… Ist aber nicht passiert. Noch nicht. Schlechtes Timing.

  • wo bleibt der Artikel zu den Foltergefägnissen in der Ukraine?

    • Gab’s schon… wozu zweimal über russische Fake News berichten?

  • Wie heisst es so schön? „Well deserved“.

  • Ohne einen Marsch durch die Institutionen, etwas was ein sklavisches Sendungsbewusstsein seiner Protagonisten – über Jahre hinweg – voraussetzt, lässt sich in den westlichen Demokratien gar nichts mehr ändern. Survival of the Verstrahltesten!

  • vielleicht rueckt dieses ereignis den vielen lesern, die das alles von anfang an nicht glauben wollten, weil in ihrer traumwelt alle menschen nur rechts waehlen wollen, den kopf wieder gerade.

    mit etwas mehr feingefuehl haette man sich dieses ergebnis durchaus schon vorstellen koennen.
    aber es kann halt nicht sein, was nicht sein darf.

    trump hat zwar noch 2 jahre zeit, ueberzeugungsarbeit zu leisten.
    aber nach seiner grandiosen verwandlung seit wahlantritt zum kriegs- und inflationspraesidenten, der fast alle versprechen gebrochen hat, ist das nicht sehr wahrscheinlich.

    zumindest waren die waehler in den USA reaktionstuechtiger als die deutschen.
    sie haben ihn fuer sein versagen abgestraft.
    in dland wuerde er wohl wiedergewaehlt werden, egal was er tut.

    • Ich glaube das hat nichts mit rechts zu tun, sondern mit ein wachsenden Verzweiflung in vielen Demokratien. Man glaubt eben noch reich und mächtig zu sein. Der Fehler schadet beiden Seiten. Die Demokraten sind längst zu Linksextremen geworden. Biden hat vier Jahre schaden angerichtet. Nur war das leise und man gab der Pandemie die Schuld. Trump hatte gute Idee, nur keine Geduld bei der Umsetzung. Das ist aber der Zeitgeist und der wird weiter schlechte Politiker und ein immer panischeres Volk erzeugen.

  • Allah hat ihre Herzen und ihr Gehör versiegelt, über ihrem Augenlicht befindet sich eine Hülle. Für sie wird es gewaltige Strafe geben. (2,7)

  • Trump hätte sich um Texas kümmern sollen, anstatt um das 3000 km entfernte Grönland. Nun kann er sich bei seinem Freund Bibi ausweinen.

    • Bibi hat keine Funktion mehr.
      Israel wird arabisch regiert werden.
      Die Zionisten verlieren.

  • Hat der Präsi der Vereinigten Staaten Israels eins drauf gekriegt! Ooooooch.
    Heult leise.

    • Danke Bruder. Israel wird auch noch fallen.

  • Trump ist am Ende seiner Reise.
    Er könnte noch konvertieren und sich von Israel befreien.
    Ansonsten wird der Islam ihn befreien.

  • In unserer Moschee wurde das vorausgesagt.
    Die Dominosteine der Ungläubigen und Zionisten fallen.
    Allah sei gepriesen.
    Wir beten für euch und euer Bekenntnis zum Islam.
    Die USA macht es vor! Ein Muslim als Senator!
    Unsere Stärke ist unser Glauben.

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