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Gold im Sinkflug: Versagt der „sichere Hafen“ ausgerechnet in der Krise?

Nach einem starken Jahresauftakt ist der Goldpreis nun eingestürzt. Ausschlaggebend sind vor allem die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) sowie ein erstarkender US-Dollar – nicht zuletzt infolge der Nahostkrise.

Der Goldpreis ist seit Beginn des Iran-Krieges stark gesunken (IMAGO/Sven Simon)

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Der Goldpreis hat in jüngster Vergangenheit immer wieder neue Rekordmarken erreicht. Ende Januar kletterte der Preis pro Feinunze Gold (31,1 Gramm) auf ein neues Allzeithoch von rund 5.550 US-Dollar – ein parabolischer Anstieg von knapp 30 Prozent binnen eines Monats.

Seitdem zeichnet sich jedoch eine deutliche Kurskorrektur ab. Aktuell liegt der Goldpreis pro Feinunze nur noch bei etwa 4.560 US-Dollar (Stand: 12 Uhr, 25. März 2026). Der Rückgang war vergangene Woche besonders ausgeprägt: Zwischen Mittwoch und Freitag fiel der Preis um mehr als acht Prozent, stabilisierte sich am Montag jedoch wieder.

Doch was steckt eigentlich hinter diesem Kurssturz? Einer der Hauptfaktoren sind eindeutig die enttäuschten Zinserwartungen. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ließ die Zinsen bei ihrer letzten Sitzung am 18. März zum zweiten Mal in Folge unverändert im Zielkorridor von 350 bis 375 Basispunkten, also bei 3,5 Prozent bis 3,75 Prozent.

Zudem kündigte die Fed an, im Gesamtjahr restriktiver vorzugehen als zuvor erwartet. Der Markt war bislang von zwei Zinssenkungen ausgegangen. Für 2026 stellte die Fed nun jedoch lediglich eine Senkung in Aussicht – voraussichtlich um 25 Basispunkte. 

Dass die US-Notenbank künftig eine straffere Geldpolitik verfolgt, hängt laut Fed-Chef Jerome Powell vor allem damit zusammen, dass sich in den USA bereits in naher Zukunft ein Inflationsschock abzeichnen könnte. Hintergrund sind die steigenden Energiepreise infolge des Nahostkonflikts.

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Dass der Goldpreis auf diese Nachrichten negativ reagiert, hängt damit zusammen, dass das Edelmetall im Vergleich zu Anlagen wie Staatsanleihen oder Sparprodukten, die Zinsen abwerfen, bei steigenden oder stabilen Zinsen an Attraktivität verliert. Wenn die Fed signalisiert, die Zinsen hochzuhalten – wie aktuell –, steigen die sogenannten Opportunitätskosten für Goldbesitzer. Darunter versteht man den entgangenen Ertrag aus alternativen Anlagen.

Hinzu kommt, dass hohe oder stabile Zinsen den US-Dollar stärken. Da Gold in Dollar notiert wird, verteuert ein stärkerer Dollar das Edelmetall für Käufer außerhalb der USA und dämpft so die Nachfrage. Der Dollar hat zuletzt auch im Zuge des Iran-Konflikts an Wert gewonnen. Anleger betrachten die US-Währung zunehmend als sicheren Hafen, da sie als liquide und global dominierende Leitwährung gilt.

Die Kapitalflucht in den US-Dollar infolge des Iran-Krieges verstärkt den Rückgang des Goldkurses zusätzlich. Denn traditionell gilt Gold als die klassische Krisenwährung. Auch Analysten weisen darauf hin, dass das Edelmetall derzeit Schwierigkeiten hat, seine gewohnte Rolle als Krisenschutz zu erfüllen. Der Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank erklärte in einer aktuellen Studie, dass es dem Goldpreis aktuell schwerfalle, seiner Funktion als „sicherer Hafen“  gerecht zu werden. Zwar näherte sich der Kurs unmittelbar nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Anfang März zeitweise seinem Rekordhoch aus dem Januar an, doch seither ging es deutlich abwärts.

Dass Gold in der aktuellen Krise nicht wie gewohnt liefert, macht das Edelmetall jedoch keineswegs zu einem schlechten langfristigen Investment. Im Gegenteil: Die nun einsetzende Korrektur war absehbar und in gewisser Weise sogar notwendig. Nach den massiven Preisanstiegen, die sich zuletzt abgezeichnet haben – Anfang 2025 lag der Goldpreis noch bei knapp der Hälfte des Niveaus des Rekordhochs im Januar –, war eine Abkühlung überfällig, um so eine Überhitzung des Marktes abzubauen.

Die gute Nachricht: Auf Korrekturen – gerade bei Anlagegütern mit Substanz, zu denen auch Gold zählt – folgen häufig neue Kursrallyes. Dass Gold in den kommenden Jahren weiter zulegen und neue Rekordstände erreichen wird, darin sind sich Experten und Institutionen einig. Die langfristigen Prognosen fallen durchweg positiv aus.

Die Investmentbank JP Morgan rechnet damit, dass der Goldpreis pro Feinunze bis zum Ende des Jahres auf bis zu 6.300 US-Dollar steigen könnte. Einige renommierte Experten zeigen sich sogar noch optimistischer. So erwartet etwa Julia Du von der ICBC Standard Bank für 2026 einen mittleren Goldpreis von rund 6.050 US-Dollar. Ihrer Einschätzung zufolge könnte aber ein Jahreshoch von etwa 7.150 US-Dollar erreicht werden. Auch Dr. Moritz Kraemer, Chefvolkswirt und Leiter Research bei der LBBW, geht von weiter steigenden Goldpreisen aus. Er rechnet damit, dass bis zum zweiten Quartal 2027 ein Preis von rund 6.000 US-Dollar pro Feinunze möglich ist. Für das zweite Quartal 2026 rechnet er mit etwa 5.400 US-Dollar.

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76 Kommentare

  • Die Analyse des Autors ist fundiert, die Prognosen, die er zitiert, Kaffeesatzleserei. Ich besitze seit zwei Jahrzehnten Gold und habe alles erlebt. Rauf, runter, ewig seitwärts … Vor allem aber habe ich erlebt, daß der Goldpreis sich nicht an Prognosen hält. Er macht was er will, und das hängt damit zusammen, daß es zuviele Einflußfaktoren gibt und kein Mensch voraussagen kann, was die amerikanische, die chinesische oder die russische Zentralbank (und einige mehr) in der nächsten Woche vorhaben. Neben den fundamentalen Daten wie Zinsen, Wechselkurse, Erzeugerkosten, politische Unsicherheit und vieles mehr. Wer Gold hat sollte die Hufe hoch legen und cool bleiben. Ich selbst habe für mich beschlossen: Wenn es noch einmal unter 4.000 Dollar gehen sollte, kaufe ich nach.

    • @Rolando
      Sie sind nicht der einzige der so denkt.
      Auch ich werde bei 3.800 USD nachkaufen.

    • Krise? Welche Krise?
      Läuft doch super. Das Imperium ist am Ende, die Eu Parasiten sind kurz davor vertrieben zu werden und am Roten Meer entsteht ein iranischer Golfplatz.

      -15
    • Ihr kapierts einfach nicht. Natürlich ist Gold mehr Geld wert, weil das Geld weniger wert ist. Aber mit Geld kann man sich (noch) was kaufen, Gold muss man voher gegen Geld tauschen. Tausch dein Gold gegen Geld und du wirst sehen dass inzwischen alles um so viel teurer geworden ist als wie der Goldkurs gestiegen ist. Ein Nullsummenspiel.

      -19
      • Gold muss man als Wertspeicher verstehen und verwenden. Es wird weltweit anerkannt und ist im Grunde vor dem Zugriff des unersättlichen Staat geschützt, so man es unter dem „Kopfkissen “ liegen hat.

      • Man muss sich mit Geld befassen. Wenn man Gold physisch kaufen will, dann bei einem seriösen und geprüften Händler, der aber aber keine Mondpreise verlangt und auch wieder ankauft.
        Wenn man es für das Depot kauft, dann nimmt man einen ETP der auf den eigenen plan zugeschnitten ist: will ich das Gold auf Dauer zur Sicherheit im Depot halten, empfiehlt sich z.B. EUWAXII von der Börse Stuttgart.

        Es gibt Null Probleme mit Gold, aber viel Schutz und Gewinne. Jeder kann sich den Chartverlauf selbst ansehen.

  • Seit 2008 bin ich drin. Und den Anstieg seit dieser Zeit hätte niemand erwartet. Was wir jetzt sehen, ist ein minimaler Rücksetzer, der bitter nötig ist. Im Gesamten wird Gold weiter zulegen, eine andere Entwicklung ist in dieser Welt gar nicht möglich.

  • Die Zocker, die ihre Margin Calls erfüllen müssen und die Staaten, denen der permanente Geldstrom aus den Öl- und Rohstoffgeschäften fehlt, müssen ihre Goldklötzchen abgeben. Auch die, deren Ersparnisse aufgebraucht sind oder deren Depots so bodenlos abgerauscht sind, dass sie nur mit großen Verlusten verkaufen könnten. Mal schauen, wie der Krieg so weitergeht.

    • „Analyse“ einer Schülerzeitung? Das ich nicht lache. Wie war das Mensaessen diese Woche?

  • Nein ! Da versagt gar nix. Edelmetalle bzw. Investoren reagieren auf einen starken Dollar und steigende Zinsen in den USA.

    Alles zu seiner Zeit ! Geduld ist eine Tugend !

    • Genau, beste Zeit um Gold wieder nach zu kaufen.

  • Der Goldpreis hat sich in 10 Jahren vervierfacht, nur wer zuletzt eingestiegen ist, hat noch nicht gewonnen. Gold ist keine Anlage für Schnellabzocker. Und wenn Währungen verrecken, das Gold bleibt, frag die Ü90.

    • Ihrer Aussage stimme ich in fast allen Punkten zu. In einem winzigen Punkt erlaube ich mir aber, Ihnen zu widersprechen. Auch für „Schnellabzocker“, wie beispielsweise beim Trading, kann Gold durchaus eine sehr lukrative Möglichkeit sein, größere Gewinne in sehr kurzer Zeit einzustreichen – und zwar nach beiden Seiten; bei steigenden, wie auch fallenden Kursen (Verluste aber auch, so viel Ehrlichkeit muss sein). Das gleiche gilt für Rohöl, Silber und allen anderen Werten auch. Nicht jeder regt sich daher über einen steigenden Öl-Kurs auf. Aber prinzipiell haben Sie recht. (Physisches) Gold ist und bleibt einfach das Stabilste, was es gibt!

  • Das Gold schläft im Tresor und richtet kein Unheil an.

  • HEUTE: Dubai zahlt $99 – COMEX nur $72 | Silber-Markt bricht auseinander

    • Comex hat zu viel Papier Silber und drückt deshalb den Silber Preis schon lange.

  • Man sollte sich erst einmal von der Vorstellung lösen, der Goldpreis würde steigen. Es ist der US-Dollar, der fällt. Den Grad des Verfalls kann man am Goldkurs ablesen.

    Ja, ja die FED..bli..bla..blub. Natürlich sind an die wirtschaftlichen Lage gebunden.

    Der Spielraum für Zinssenkungen mit gleichzeitig relativ wenig Inflation wurde in der letzten Zeit geringer, was bedeutet, dass der Kurs des US-Dollar verhältnismäßig stark reagierte.

    Es geht um den US-Dollar als Leitwährung, insbesondere als einzige Währung, in der Rohstoffe gehandelt werden können. Dies ist bereits durch die BRICS-Staaten, zu denen neuerdings auch der Iran gehört, unterminiert worden.

    Die Rohstoffe, die in aller Welt noch in der Erde liegen, dienen als Sicherheit für den US-Dollar. Aber nur, wenn die Zahlung in US-Dollar aufrecht erhalten werden kann.

    Mehr Sicherheit bedeutet weniger Inflation bei sinkenden Zinsen. Das wird dringend gebraucht, damit der Zinsvorteil nicht von der Inflation aufgefressen wird.

  • Der Artikel bringt die Situation sehr gut auf den Punkt.
    Aus charttechnischer Sicht entstand am 23,3,26 eine Hammer-Kerze so wie auch am 2,2,26 als der Kurs danach (von 4404I) wieder deutlich angestiegen ist.
    Das Tief am 23,3,26 lag bei 4099$. Entscheidend ist jetzt, daß Gold da nicht mehr druntergeht. Dort ist auch der 200Tagedurchschnitt der viel beachtet wird. Ich lege mir gerade ein Setup zurecht um meinen ausgestoppten ETP zurückzukaufen und
    meine relativ großen Goldpositionen weiter auszubauen.
    Ich warte auf ein höheres Tief. Im Stundenchart gab es das bereits bei 4306 aber ich hätte für mein Setup gern im Tageschart auch noch eins.

    • Aus meiner Sicht ist das alles noch völlig unausgegoren und es gibt überhaupt kein „Bild“, das man interpretieren könnte, weil der Chart noch nicht weit genug fortgeschritten ist.

      Abwarten. Ich erinnere mich an die „Diskussionen“ wegen der Beyer Aktie. Heute weiß man mehr und kann bei Beyer bei 31 kaufen.

      Ich favorisiere auch eher Goldminen. Ich habe 2018 Agnico Eagle gekauft, nachdem sie 2016 nach einem 3-fach Boden ausgebrochen waren. Ganz gemütlich Jahre gewartet und beim Rückfall auf 31 gekauft. Wäre sogar noch mal 2020 gegangen. Zugewinn nach einer „schlimmen“ Korrektur immer noch über 500%.

      Konservativer ist Barrick Mining. Gekauft bei 19 nach dem Ausbruch aus einem riesigen Dreieck, das sich von 2020 bis 2025 gebildet hatte. Da gibt es inzwischen sogar ordentlich Dividende. Könnte man sogar vertreten die jetzt noch zu kaufen. Aber doucement halt.

      • Glückwunsch-gut gemacht!
        Ich hab ja auch schon geschrieben, daß mir im Tageschart eigentlich noch ein höheres Tief fehlt-so ähnlich wie im Februar vielleicht? -mal sehn. Das Potential dürfte zunächst auch eher begrenzt sein nach den beiden heftigen Rücksetzern rechne ich auch erst mal nicht mit neuen Höchstkursen. Ein „Bild“ wie sie sagen fehlt halt noch und €/$ sollte dafür wohl über 1,14 bleiben. Gut wäre es auch wenn wir die Woche über oder um 4500 schließen und nächste Woche das Hoch dieser Woche knacken. Dann werd ich wohl mein Glück versuchen.
        Bei Minen handle ich manchmal den Arca Goldbugs ETF. Mit Minen kenne ich mich nicht so gut aus. Wobei mir zumindest die KGV insgesamt recht preiswert vorkommen.

  • Kommt jetzt wieder hoch. Next stop Gold Futures 6.500er area.

    • Das halte ich für zu optimistisch. Damit rechne ich dieses Jahr eher nicht mehr.
      Wenn die 200Tagelinie hält gibt es da erst mal eine Weile Rumgezappel unterhalb des Allzeithochs. Vermutlich schon im Bereich 5000-5120 wenn es dahin kommt.
      Die Dynamik wird wohl erst mal für ne Weile raus sein.
      Aber wer weiß-ich hab keine Glaskugel und würde mich da gerne irren.

  • Jedes gesunde Asset bewegt sich im Rahmen seiner Durchschnittskurse. Gold war „meilenweit“ von seinem langlaufenden Durchschnitt entfernt. Das lockt Hyänen die mit dem Erwerb von Verkaufsoptionen und der „markttechnischen“ Durchführung Millionen verdienen. Ein weitere Effekt ist, dass Gold ein liquides Asset ist, und wer in schwankenden Märkten Liquidität braucht löst eben solche Assets temporär auf.
    Die Staaten betreiben Inflation aka „Sondervermögen“ …… der Trend bleibt stabil!

  • Gold ist keine Geldanlage, sondern eine Versicherung: Eine Versicherung gegen schlechte Regierungen. So erkärte es mir in der Bankausbildung der Leiter Edelmetallhandel. In den 1970er Jahren hatte ich mir Krügerrand gekauft, für 395 DM (!) das Stück. Die Wertsteigerung zeigt, wie schlecht die Regierungen geworden sind. Die deutsche Staatsverschuldung (Stichwort „Sondervermögen“) wird alle belohnen, die den Krügerrand im Ernstfall nach Luxemburg bringen können. Ich sehe schon den deutschen Zoll, wie er penibel jedes Auto an der Grenze nach Gold durchsucht, um es zugunsten des Fiskus zu beschlagnahmen. Rauschgift war früher …

  • Ich empfehle die einschlägigen Artikel im Cicero, die den Goldpreis in Relation zur Kaufkraft setzen. Ich kaufe nach statt mich nervös machen zu lassen

  • Das die Öl-fördernen Länder in Nahost jetzt ihre Goldreserven abstossen müssen, um ihre Rechnungen zu bezahlen, da Sie kein Öl mehr ausliefern können, hat sicher gar nichts mit dem Kursabfall zu tun. /s

  • Soll das ein Witz sein ..“ nur noch bei 4500 Dollar „ .. ? Von ursprünglich 800 Dollar auf 4500 Dollar ist mehr als das 5 fache !! Ich finde der Goldpreis hat vielen Leuten in BV der Krise geholfen !!

    • Von 35 Dollar in 1971!

  • Wir lange ist Gold denn im Sinkflug?
    5 Tage, 5 Wochen, 5 Monat, 5 Jahre.
    Ja es gibt Schwankungen auch bei Gold.
    Man kann jetzt viel Reden und Fachsimpeln oder 2-6 Monat warten.
    Aber was weiß ich denn schon

    … Und jetzt alle Profis …

  • Das ist Mainstream. Ich empfehle sich fachlicher zu informieren. Auf Goldseiten.de erscheinen täglich lesenswerte Artikel von Insidern.

    Das Gold in solchen akuten Krisen fällt liegt daran, dass es verkauft wird, um Margin Calls zu bedienen. Allein die Amerikaner haben derzeit für 1,2 Billionen Aktien auf Pump gekauft. Wenn die fallen, muss Geld nachgeschossen werden oder die Aktien verkauft werden. Man verkauft dann Gold, um die Aktien behalten zu können. Ein fester Mechanismus seit 50 Jahren. Ich frage mich, warum darüber nie berichtet wird?

    Sobald der erste Schock vorbei ist, werden die Goldpositionen wieder aufgebaut und der Preis steigt. Gold spiegelt die Geldmenge wider. Da die Geldmengen sich über die Zeit ausweiten, steigt Gold. Seit Ende der Golddeckung 1971 ist Gold p.a.um 9% gestiegen.

    • Jein…, tatsächlich ist der Wert des Geldes gesunken, und nicht der des Goldes gestiegen. Eine Unze Gold ist und bleibt eine Unze Gold.

      Bis zur Serie 1928 stand noch die „Gold Clause“ auf den Dollar-Noten: „Redeemable in gold on demand at the United States Treasury, or in gold or lawful money at any Federal Reserve Bank.“ (Auf Verlangen in Gold beim US-Schatzamt oder in Gold oder gesetzlichem Zahlungsmittel bei jeder Federal Reserve Bank einlösbar).

      Heute steht darauf „In God we trust“… – Naja, lass sie mal glauben…

      • Gold ist um 9% p.a, gestiegen und hat damit alle anderen Klassen outperformed. Auch alle anderen Anlageklassen werden in Fiatgeld gewertet. Ein Haus wird auch nicht größer, nur weil der Preis gestiegen ist.

        Aber alle Anlageklassen schwanken gegen Fiatgeld, sind mal über- und mal unterbewertet.

    • FRAGE:
      Wird Gold nicht auch mittlerweile in allen möglichen Produkten verarbeitet? Sodass sich auch im Falle einer solchen Krise die Nachfrage reduziert?

      • Das spielt eher eine untergeordnete Rolle. Da ist die Hochzeitsaison in Indien bedeutender. Aber der Haupttreiber sind aktuell nach wie vor die Zentralbanken die ihre Dollars diversifizieren wollen. Vor allem Polen, China und Indien.
        Aber auch Tether hat zuletzt massiv gekauft und hat inzwischen immerhin ca 70Tonnen beisammen um seinen Kryptocoin abzusichern

      • doch ich glaub in Goldzähnen ist auch welches drin.

        -10
    • Es spielt doch im Grunde für den normalen Anleger gar keine Rolle.

      Gold dient der Absicherung und es ist völlig egal, wie da der Kurs ist. Wer heute mit einem Barren ein Haus bezahlen kann, der kann das in 20 Jahren auch noch. Selbst wenn Gold dann gefallen sen sollte, dann liegt das daran, dass der Wert des Geldes – aus vielerlei Gründen sehr gestiegen ist.

      Wenn ein Anleger also dieses gestiegene Geld oder auch andere Werte auch noch hat, dann hat er auf jeden Fall irgendwo einen „Gewinn“ gemacht, der auch dann ausreichend ist, wenn die Unwägbarkeiten der Geldwertentwicklung ausgeglichen wurden. Daneben sollte man natürlich auch noch in Unternehmen investieren, an deren Erfolg man beteiligt ist.

  • Gegenwärtig lässt sich ein bemerkenswertes Phänomen beobachten: In wachsender Zahl sehen sich Menschen dazu veranlasst, ihr Vertrauen in das Edelmetall Gold zu setzen, nicht selten getrieben von apokalyptischen Narrativen, die von populistischen Stimmen genährt werden. Aus einer diffusen Furcht vor dem vermeintlich bevorstehenden Zusammenbruch gewohnter Ordnungen erwächst ein reflexhafter Impuls, Besitz in vermeintlich krisenfeste Werte zu überführen.

    Dabei bleibt jedoch vielfach unreflektiert, dass diese kollektive Flucht in das Gold weniger eine tatsächliche Sicherheit begründet, als vielmehr eine sich selbst verstärkende Dynamik entfaltet: Die steigende Nachfrage treibt den Preis in die Höhe, entkoppelt ihn zunehmend von realwirtschaftlichen Fundamenten und erzeugt so eine fragile Blase. Am Ende steht nicht selten die ernüchternde Erkenntnis, dass auch dieses vermeintlich unerschütterliche Wertversprechen keineswegs immun gegenüber Wertverlusten ist.

    -22
    • @Atlas: Es gibt keine Gold-„Blase“. Gold hatte sich etwa ein Jahrzehnt lang schlechter als Aktien entwickelt und in den vergangenen drei Jahren dann aufgeholt. Die aktuelle Korrektur ist keine Katastrophe sondern im Gegenteil gesund. Eine Blase wäre es gewesen, wenn die n i c h t erfolgt wäre und Gold im Sommer bei sieben oder acht tausend Dollar je Unze gestanden hätte. Was deine „apokalyptischen Narrative“🤣betrifft, Atlas: Eine Apokalypse droht uns aller Voraussicht nach nicht, aber eine nächste handfeste Finanzkrise und der Zusammenbruch des Euro, möglicherweise die Implosion des ganzen von der Leyen-Vereins. Und das sagen nicht „Populisten“ und auch nicht gelernte Märchenerzähler und Antifanten sondern Leute, die sich in der Wirtschaft bewegen, täglich Dispositionen über Einkäufe von Öl, Strom, Gas, Devisen und mehr treffen müssen. Du, Atlas, kannst gern in „Klima“ investieren. Ich investiere nur noch außerhalb der EU. Und setze weiter auf Gold.

    • Solange das Zentralbanken anders sehen als sie wird es allerdings weiter steigen. Zumindest gegenüber Währungen die an Kaufkraft verlieren oder ganz verschwinden wie die Deutsche Mark, andere europäische Währungen oder die Reichsmark zB. „Realwirtschaftliche Fundamente'“ beruhen auf dem Finanzsystem auf Währungen und auf dem Vertrauen in diese.
      Letztendlich können auch sie ihre Brötchen nicht mit Philosophie bezahlen und kommen an „Wertspeichern“ nicht vorbei. Wobei auch Philosophen Wertschwankungen unterliegen wie alles in unserer Welt. Und wenn die Nachfrage zusammenbricht fällt halt der Wert des Angebots. Auch damit lässt sich Geld verdienen. Angebot und Nachfrage sind so alt wie der Handel und Tulpenzwiebeln braucht kein Mensch-aber so ist er halt.
      Gold ist begrenzt und schon sehr lange sehr begehrt. Früher sprach man von Gier und nicht von Flucht-warum nur hat sich das wohl geändert?

    • Netter Strohmann. Sie verwechseln Wert und Kurs — oder tun so, um wie gewohnt zu stören. Und zeigen Sie doch mal, wer genau wo genau irgend etwas versprochen hat.

      OK, jetzt hab ich’s gefüttert.

    • Sie sind völlig ahnungslos. Und sie werfen die Begriffe durcheinander. Gute Nacht!

    • Und so offenbart sich in diesem Verhalten weniger rationale Vorsorge als vielmehr ein von Angst getriebener Mechanismus, der die eigene Unsicherheit potenziert, anstatt sie zu überwinden.

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      • Nette Projektion. Sie beschreiben Ihr eigenes Verhalten in seltener Klarheit. Man muß nur „Vorsorge“ durch „Aufrichtigkeit“ ersetzen, schon hat man 1:1 Ihr Betragen hier.

        • Gott, ist das armselig.

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        • @Persona non gratinata: Gut, dass es dieses Thema heute hierher geschafft hat. Das gibt allen die Gelegenheit, die exorbitante Dummheit dieses Vogels auch jenseits seiner „politischen“ (Auftrags-?)Irrfahrten kennenzulernen.

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      • Atlas

        Sie sind ignorant. Gold und Silber sind seit Jahrtausenden Geld. Papiergeld wurde immer wieder probiert, weil man es als Regierung so schön drucken kann. Jede Währung ohne Edelmetalldeckung verliert Kaufkraft und geht schließlich unter. Das ist sicher. Gold bleibt.

      • Gold hat man, oder man bemüht sich, welches zu bekommen. Wer kein Gold hat, ist ein Idiot. Wer dagegen redet ist ein gemeingefährlicher Idiot, weil er seine Mitbürger verunsichert, das richtige zu tun..

  • Gold ist gefallen weil die Golfstaaten verkaufen massenhaft Gold und Silber, da sie dringend Liquidität benötigen, um den Krieg zu finanzieren und ihre Währungen zu stützen. Wenn Staatsfonds aus Überlebensgründen Gold und Silber abstoßen, hat das sofort massive Auswirkungen auf den Marktpreis.

    Genau das, so wird mir berichtet, geschieht gerade.
    https://halturnerradioshow.com/index.php/component/content/article/i-found-the-reason-gold-and-silver-are-plummeting?catid=17&Itemid=101

    • Hal Turner ist kein Finanzmann. Er ist ein Sensationsmann.

      Die asiatisch Welt verkauft derzeit US-Staatsanleihen, um Öl zu kaufen, nicht Gold. Dafür gibt es keinerlei Hinweise von den Zentralbanken.

  • Im Gegensatz zu Gold wirft Betongold wenigstens Mieteinnahmen ab und Unternehmensanteile werfen Dividenden ab.

    -23
    • Gold ist komplett steuerfrei und vollkommen resistent gegen Wasserrohrbrüche, „Lastenausgleich“, undichte Dächer, Schimmel und Mietnomaden. Im Gegensatz zu Ihren Mieteinnahmen und Dividenden unterliegt es auch nicht der Inflation, im Gegenteil. Sofern man es nicht gerade zu Hause oder (Gott bewahre) im Bankschließfach verwahrt, kann es einem auch nicht ohne weiteres weggenommen werden.

      Aber machen Sie mal, für den Stammtisch sind Ihre Kenntnisse offensichtlich ausreichend.

    • Aus diesem Grund (laufende Einnahmen) verwende ich zu meinen physischen Beständen (hauptsächlich Münzen bei ca 800$ gekauft) und Euwax Gold II (250% Buchgewinn) den ETP A4AH1M: Die Prämien werden monatlich ausgeschüttet und sind relativ hoch. Den Stopp ziehe ich allerdings bei dieser Position sukzessive nach um auch Kursgewinne zu realisieren. Da würde ich gern wieder rein. Hat sich das letzte Mal sehr gelohnt.

      • Welcher Volltrottel disliked so einen Beitrag?

  • Aus dem Bundesministerium der Finanzen ist mir heute vorab die – leider noch nicht offiziell bestätigte – Info zugespielt worden, dass sämtliche Papiergoldwerte zum 30. Juni 2026 glattgestellt werden. Ab dem 1. Juil 2026 darf Gold ausschließlich in physische Ware als Münzen oder Barrengold mit einem Reinheitsgrad von größer 99,9 % (24 Karat) gehandelt werden.

    Auf eine Unze physisches Gold sollen zw. 100 bis 150 Unzen Papiergoldwerte – genaues weiß man nicht – existieren. Wer also bis zum Stichtag seine Papiergoldwerte nicht in physisches Gold eingetauscht hat, wird die Ar…hkarte gezogen haben.

    Carpe diem.

    • das ist offensichtlich Satire, aber es ist etwas dran. Gold und noch mehr Silber existiert auch in Papierform. Das Problem: bei Silber gibt es im Moment etwa 350 Menschen die jeder Anspruch auf dieselbe Unze Silber zu haben glauben.
      Es ist klar, dass es ein Problem gibt, wenn mehr als einer zur gleichen Zeit seien Forderung realisieren will.

      Da Silber seit Jahren in Unterdeckung ist, habe ich Ende letzten Jahres begonnen, meine Silber – ETPs zu verkaufen und in dafür Silberminen zu kaufen. Das hat sich gelohnt, dient aber in erster Linie der Sicherheit.

      Physisches Silber sollte man auch haben, insbesondere Münzen eignen sich sehr gut als Notgeld und werden auf der ganzen Welt erkannt und angenommen (nur ein paar ahnungslose Deutschen kennen nicht einmal mehr ihre eigenen Silbermünzen).

    • Das glaub ich nicht.

      • Das müssen SIE auch gar nicht glauben; genauso wenig, dass mir vertrauliche Infos aus dem MdF von den beiden dort beschäftigten Maulwürfen mit den Decknamen „Klingelbeutel“ und „Beutelschneider“ zugespielt werden.

    • Sie haben Recht, aber das Bundesministerium der Finanzen hat dazu genau NICHTS zu sagen. Wer Gold als Versicherung kauft, kauft es physisch. Wer Gold als Depotversicherung kauft, kauft ein ETP. Ganz einfach.

  • Es ist wie bei Aktien und Fonds, erst hochgelobt und Hochgetrieben und anschließend ist man seine Ersparnisse los! Für etwas anderes sind die Börse und Co nicht gedacht.

    -17
    • Es ist schade, daß sie diese Erfahrung machen mussten. Aber jeder der mit der Börse anfängt muss das irgendwann. Jeder zahlt irgendwann dieses Lehrgeld und ihre Ersparnisse hat jetzt jemand dem es einst auch so ging wie ihnen oder dem es in Zukunft auch noch so ergehen wird wie ihnen.
      Wer mit Stopploss arbeitet und sich etwas Wissen vorher aneignet verliert nicht seine ganzen Ersparnisse sondern legt vorab fest wieviel er zu riskieren bereit ist.

      • Korrekt. Man muss sich damit befassen. Ein Totalverlust ist nahezu unmöglich. das geht nur, wenn man mit wertlosem Plunder zockt.

  • Es gibt nur ein wahres Gold… das digitale Gold 😉

    -21
    • Nein. Es gibt nur ein wahres Gold: Physisches Gold.

      • @McWinston
        Ich muss mich korrigieren, Sie meinten wahrscheinlich Bitcoin? Dann stimme ich Ihnen zu.
        Ich dachte erst, Sie meinten Papiergold. Mein Fehler! 🙂

    • ach was, schwarz-rotes Gold… oder arm sein und links wählen

      😂

  • Hmm, wie wäre es mal sich mit der US Verschuldung zu beschäftigen. Dann mal ein Blick in Richtung Naher Osten. Könnte es sein, die Staaten trennen sich von Gold, da man Geld zur Finanzierung braucht. Ohne Öl kommt nix rein. Mit den Tonnen von US Staatsanleihen kann man Zinsen bekommen aber nix kaufen. Upps, hat China deshalb diese Staatsanleihen vorgeraumer Zeit auf den Markt geschmissen? Dann werfen wir noch einen Blick auf die Embargoumgehungsstrategie. Da ist im Moment auch Ebbe, da ja Rußland wieder regulär auf dem Öl- und Gasmarkt ist. Die Finanzierung der Passage durch Hormus funktioniert über den Kryptomarkt. Gut, gibt noch paar andere hier schon Angesprochene Dinge aber eben mehr sekundär.

    • Nachvollziehbarer Gedanke, aber so ist es nicht. die Amis verkaufen Gold, um ihre Margin Calls zu bedienen, die Welt verkauft US-Staatsanleihen, um sich Öl zu kaufen.
      Erstes senkt den Goldpreis vorübergehend, Zweiteres erhöht die US-Zinsen am langen Ende vorübergehend.

  • „Nach einem starken Jahresauftakt ist der Goldpreis nun eingestürzt. “

    Nach einem Absturz sieht das nicht aus. Aber im Text wird die Überschrift ja auch relativiert. Mal wieder journalistischer Stil à la Bild-Zeitung.

    Eine kleine Korrektur, ein Dip, eine Nachkaufgelegenheit. Für Manche. Für mich immer noch zu teuer.

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