Türkei-Abkommen
Hendrik Wüst besucht Erdoğan – und wird als möglicher Merz-Nachfolger gehandelt
Als erster NRW-Ministerpräsident überhaupt stattet Hendrik Wüst der Türkei und Recep Tayyip Erdoğan einen dreitägigen Besuch ab. Nach seinem Polen-Trip im Mai könnte er erneut die Gelegenheit nutzen, sich als möglicher Kanzler zu inszenieren.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst befindet sich seit Montagmorgen auf einer dreitägigen Reise in die Türkei, auf der er Ankara und Istanbul besuchen wird. Er ist damit der erste Vertreter seines Amtes, der eine derartige Visite durchführt. Seit 2014 war kein deutscher Ministerpräsident mehr in der Türkei – das Land stand wegen Erdoğans Abkehr von der Rechtsstaatlichkeit in der Kritik.
Begründet wird der Besuch offiziell nicht mit Ambitionen Wüsts auf die Kanzlerschaft, sondern mit zwei Jubiläen. Zum einen wurde vor 65 Jahren – im Oktober 1961 – das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei unterzeichnet, das türkische Arbeitskräfte in die BRD vermitteln sollte. Zum anderen feierte das 1946 gegründete Land NRW im vergangenen August sein 80-jähriges Bestehen.
Wüst soll aus diesem Anlass persönlich mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan zusammentreffen. Gemeinsam mit einer Wirtschaftsdelegation will er ferner ein Werk des Düsseldorfer Chemiekonzerns Henkel und die deutsche Botschaft in Ankara besuchen. Auch soll dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan für sein ehrenamtliches Engagement in Istanbul die Mevlüde-Genç-Medaille verliehen werden.
Wüst betont in einem Statement in den sozialen Medien die enge Verbindung zwischen der Türkei und NRW. Keine andere Region sei „gesellschaftlich und wirtschaftlich so eng mit der Türkei verbunden“. Im Schnitt starte alle 23 Minuten ein Flug aus Nordrhein-Westfalen gen Türkei. „Diese enge Verbindung ist eine Stärke“, so Wüst weiter, die er zum Nutzen beider Länder „pflegen und weiter ausbauen“ wolle.
Der Besuch fällt in eine Zeit der Schwäche des Bundeskanzlers. Zwar sind Auslandsbesuche von Ministerpräsidenten nicht außergewöhnlich. Doch Wüsts Besuch in der Türkei – insbesondere verbunden mit seiner Aussage, die Türkei habe als Nato-Mitglied ein „hohes politisches und militärisches Gewicht“ – kann auch als Ausdruck mangelnden Vertrauens in die Außenpolitik der Bundesregierung verstanden werden.
Lesen Sie auch:
Direkte Demokratie
Volksabstimmungen: Schweizer lehnen „Vegan-Zwang“ und Neutralitätsinitiative ab
Bei Volksabstimmungen am Sonntag haben die Schweizer sowohl eine Distanzierung vom Westen durch die Neutralitätsinitiative als auch den „Vegan-Zwang“ der Ernährungsinitiative abgelehnt. In Luzern wurde derweil ein Mindestlohn in Höhe von 24 Euro bestätigt.New York
Erstmals seit Kriegsbeginn: Wadephul spricht direkt mit Lawrow
Erstmals seit mehr als viereinhalb Jahren spricht ein deutscher Außenminister wieder direkt mit Sergej Lawrow. Nachdem Donald Trump den Gesprächskanal zu Moskau wieder geöffnet hatte, zieht nun auch Berlin nach.Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu stellte Wüst denn auch als „möglichen Kandidaten als nächsten Bundeskanzler“ vor. Schon Wüsts Polen-Besuch im Mai war aufgrund seiner Inszenierung in diese Richtung gedeutet worden (mehr dazu hier und im Kommentar).
Freund werden
Freund von Apollo News werden
Sind auch genügend türkische Abschiebepflichtige dabei…ich will doch hoffen!…
Ein Diktator besucht den anderen.
Was will es dort?
Lernen wie man Politische Gegner ausschaltet???
Was bei uns noch „politische Schönheit“ ist(Opposition im Gefängnis), wird in der Türkei unter Erdogahn ausgiebig praktiziert.
„Als erster NRW-Ministerpräsident überhaupt stattet Hendrik Wüst der Türkei und Recep Tayyip Erdoğan einen dreitägigen Besuch ab.“
Oha, seit 1961 gab es ja diverse Ministerpräsidenten in NRW. Hat von denen keiner die „enge Verbindung“ ausreichend gewürdigt?
Beides lupenreine Demokraten!
„Gesellschaftlich und wirtschaftlich eng verbunden.“
Mit einem, der Journalisten ins Gefängnis steckt?
Ich schaue mir immer die Freunde eines Menschen an, um zu wissen, ob er ein Widerling ist oder nicht.
Wüst will Kanzler ?
Die Lernkurve bei der CDU ist negativ, Tendenz weiter fallend.
Er arbeitet daran das NRW wie die Türkei aussieht und holt sich Ratschläge.
In manchen Städten und Regionen ist das bereits gut gelungen.
Erdoğan und Wüst! Passt! Opposition ausschalten mit allen Mitteln!
Gleich und Gleich gesellt sich gerne!
Macht den Flieger voll!!!!
ja das passt. Das Merkelchen geht den kranken Mann vom Bosporus besuchen.
„Nach seinem Polen-Trip im Mai könnte er erneut die Gelegenheit nutzen, sich als möglicher Kanzler zu inszenieren.“
Holt er sich für das Amt des Kanzler des neuen Kalifates „BRD“, bei Erdogan schon mal Tipps?
In „NRW“ übt er doch dieses Kalifen-Amt schon recht kräftigt aus, aber man kann sich ja immer verbessern!
Ihr habt wirklich keinerlei Ahnung über die Außenpolitik Deutschlands.
Kommt davon wenn der BRD Patriotismus aus der russischen Botfarm kommt.
Wer glaubt Außenpolitik bestünde darin deutsches Steuergeld in aller Welt zu verschenken hat keine Ahnung von Außenpolitik.
Ich hoffe er hat auch nen Döner mitgebracht, dass war bei Steinmeier schon die weltbeste Außenpolitik!