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 Für „Geschlechtergerechtigkeit“: Bundesregierung verschweigt Konditionen für 100-Millionen-Euro-Kredit an peruanischen Staatshaushalt

Für einen 100-Millionen-Euro-Kredit an den peruanischen Staatshaushalt trägt Deutschland 80 Prozent des Ausfallrisikos. Die Bundesregierung verweigert jedoch Angaben zu Zinsen und Laufzeit.

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Die deutsche Botschaft in Lima verkündet feierlich das Darlehen an Peru in Höhe von 100 Millionen Euro. (Screenshot via Instagram/alemaniaenperu)

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Die Bundesregierung trägt 80 Prozent des Ausfallrisikos für einen Kredit über 100 Millionen Euro, den die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an Peru vergeben hat. Damit haftet der Bund im Falle eines vollständigen Kreditausfalls für rechnerisch bis zu 80 Millionen Euro. Angaben zu den vereinbarten Zinsen, der Laufzeit und der Rückzahlung verweigert die Bundesregierung jedoch.

Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Auf die Frage, ob Deutschland für die Rückzahlung des Kredits hafte, bestätigt die Bundesregierung „ein Ausfallrisiko in Höhe von 80 Prozent über den Gewährleistungsrahmen des Bundes“.

Welche Konditionen für den Kredit vereinbart wurden, will die Bundesregierung dagegen nicht offenlegen. „Konditionen einschließlich Laufzeiten sind Geschäftsgeheimnisse“, heißt es in der Antwort. Diese unterlägen dem Bankgeheimnis sowie vertraglichen Vertraulichkeitsanforderungen, an die die KfW rechtlich gebunden sei.

Teile der Kreditbedingungen in Peru sind öffentlich bekannt. Ein am 30. April veröffentlichtes Dekret der peruanischen Regierung sieht eine Rückzahlung in 14 halbjährlichen Raten vor. Die erste Tilgung soll im Mai 2029 erfolgen, die letzte im November 2035.

Die deutsche Botschaft in Lima hatte das Darlehen mit Reformen zur Geschlechtergerechtigkeit begründet. Tatsächlich flossen die 100 Millionen Euro direkt in den peruanischen Staatshaushalt. Nach dem peruanischen Dekret soll das Geld unter anderem zur Stützung der Zahlungsbilanz und zur Bedienung bestehender Staatsschulden dienen (Apollo News berichtete).

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Die Bundesregierung erklärt, dass Peru zuvor vereinbarte Reformen umsetzen musste, bevor der Kredit ausgezahlt werden konnte. Dazu gehörten Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen, die Förderung von Unternehmerinnen und Verbesserungen staatlicher Strukturen im Bereich der Gleichstellung. Die KfW bestätigte die Erfüllung der Voraussetzungen. Am 17. August wurde das Darlehen vollständig ausgezahlt. Nach Angaben der Bundesregierung gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass Peru seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werde.

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