Werbung:

Werbung:

Ökonom

Falsch „die Politik zu kritisieren“: Vertrauenskrise sei Schuld an wirtschaftlichen Problemen Deutschlands, so Fratzscher

Ökonom Marcel Fratzscher nennt mangelndes Vertrauen als Grund für die wirtschaftlich schlechte Situation in Deutschland. Um aus der schlechten wirtschaftlichen Lage herauszukommen, schlägt Fratzscher „die Rückkehr von Vertrauen“ vor.

Von

Ökonom Marcel Fratzscher nennt mangelndes Vertrauen als Grund für die schlechte wirtschaftliche Situation in Deutschland. (IMAGO/Horst Galuschka)

Werbung

Ökonom Marcel Fratzscher sieht im mangelnden Vertrauen „das zentrale wirtschaftliche Problem und die größte Hürde für Transformation, Erneuerung und künftigen Wohlstand“, wie er in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel schrieb. Um aus der schlechten wirtschaftlichen Lage herauszukommen, schlägt Fratzscher „die Rückkehr von Vertrauen“ vor.

Für Fratzscher ist das Problem, dass durch das mangelnde Vertrauen Unternehmen nicht investieren und auch der private Konsum leidet, da die Bürger lieber sparen, um sich abzusichern. Die Politik nimmt Fratzscher derweil in Schutz. „Dabei hilft es wenig und ist oft kontraproduktiv, pauschal ‚die Politik‘ zu kritisieren und verantwortlich zu machen“, so der Ökonom. Viele der Probleme in der deutschen Wirtschaft sind laut ihm hausgemacht, dabei nennt er exemplarisch die deutsche Automobilindustrie, bei der er viele Managementfehler sieht, die beispielsweise zu einem Verschlafen der Elektromobilität oder zu einer großen Abhängigkeit von China geführt haben.

Zudem kritisiert Fratzscher die Besteuerung in Deutschland und fordert, dass Unternehmen und Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen entlastet werden. Um dies zu finanzieren, schlägt Fratzscher vor, dass große Vermögen höher besteuert werden und dass „steuerliche Subventionen für Partikularinteressen“ abgebaut werden. Um die Kosten des Sozialstaats in den Griff zu kriegen, fordert Fratzscher eine „längere Lebensarbeitszeit, einen späteren Renteneintritt, bessere Beschäftigungschancen für Ältere sowie eine deutlich höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen und Migranten“.

Für die nächsten Jahre ist Fratzscher pessimistisch und warnt vor „womöglich fünf bis zehn“ mageren Jahren, die vor uns stehen. Den wirtschaftlichen Mini-Aufschwung von einem Prozent, den es 2026 geben soll, sieht Fratzscher als staatlich getrieben und verweist dabei auf die zusätzlichen staatlichen Investitionen sowie auf einen statistischen Effekt, dass das Jahr 2026 mehr Arbeitstage als das Jahr 2025 hat.

ww

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

238 Kommentare

  • Ich schlage die Rückkehr von Sachverstand vor.

    329
    • Richtig, aber ganz normaler Verstand würde schon reichen.

      160
    • Da kann der Typ nichts aufweisen.

      Die Idee ist natürlich charmant: keine Kritik an der Politik und mehr Vertrauen und zack sind die exorbitant hohen Strompreise, Steuern und Bürokratie vergessen und Daimler, Bosch, ZF, Stahlwerke kommen alle wieder zurück.

      Ist Unfähigkeit Bestandteil der Jobbeschreibung?

      163
      • Vielleicht bekommt er demnächst auch einen Orden? Kann man nie wissen.

    • Der gesunde Hausverstand würde schon reichen.

    • Dieser Mann wirft der Autoindustrie Verschlafen der Elektromobilität vor.
      Bei einem Produkt, das ohne Zwang und Subventionen auch nach fast 10 Jahren nicht marktfähig ist.

    • Qualitätsjournalismus hinter Abo-Paywalls fördert die Top-Down-Elitendemokratie!
      SocialMedia mit Personenprofilen fördern Narzismus und abgeleitete Verhaltensmuster – sowie abgehobene Parteistrukturen, die den Rahmen des §7 Parteiengesetz aushebeln und dabei unwillentlich die Bottom-Up-Demokratie verlassen!
      Es gibt dazu noch andere, analog-schriftsprachliche und sinnliche Nebenbedingungen und Voraussetzungen: Sichtbarkeit, offener Zugriff, Inklusion – die Ausgangsbasis für Fairness & Chancengleichheit sind.

      -36
      • @Michael Springer: Aua! Hoffe es schmerzt nicht allzu sehr!

    • ..jeder Hofnarr früher hatte mehr Verstand …

    • Kim Jong Fratzscher hat immer recht. 😂

    • Ein Mietmaul mehr, doch nicht mehr 🤮

  • Ein ganz ein Gescheiter
    seine Vorschläge wecken in mir aber kein Vertrauen
    eher das Gegenteil.

    181
    • Totales „Ja“. Gut auf den Punkt gebracht.

    • Der Mann ist kein Ökonom, sein Sachverstand reicht noch nicht einmal für ein Jodeldiplom.
      Er ist ein Mietmaul und für das Geld verkauft er jeden inhaltsleeren Müll. Der Mann ist so lost wie ein Lauterbach, Wanderwitz, Hofreiter, Lindh oder Kachelmann. Sein Spiel heißt bullshit-bingo.

      227
      • Fratzscher ist einfach ein Linker spdler! Mehr braucht man nicht zu wissen!!

        • Solche Leute sind aber heute gefragter denn je. Vielleicht bekommt er auch bald einen Orden umgehängt?

          3
      • Was ist Ihr Problem mit Kachelmann?
        Bei den anderen liegen Sie sicher richtig, aber beim Kachelmann?
        Dazu würd ich gern mehr wissen…

        -23
        • Lesen sie seine Beiträge auf X.
          Von den genannten Personen ist er der Klapse am nächsten…

          29
        • Das einzig Lobenswerte an Kachelmann sind (nur noch) seine Wetterprognosen.

          5
        • Seit Corona hat Kachelmann immer auf Staatslinie gegen jeden Impfgegner gehetzt und die AfD scheint sein persönlicher Feind zu sein. Er soll sein Wetter machen und dann lieber ruhig sein und vor seiner Tür kehren.

          4
    • der hat noch nichts Sinnvolles zustande gebracht.
      Hauptsache mal wieder in der Presse.
      Dass dem hier immer wieder eine Bühne geboten wird ist unbegreiflich.

      • Zu Ihrer Kritik, also „dem eine Bühne geben“, sach ich mal:
        Aus meiner Sicht muss über so Typen und deren Flatulenzen unbedingt berichtet werden. Schon deshalb damit die Leser wissen, was da dür Leute unterwegs sind -> der Typ ist immerhin DIW-Präsi.
        Und es gibt vermutlich auch Politiker, die dessen Geschwätz als Basis für ihre Entscheidungen ernst nehmen.
        Zusammenfassung: Ich seh hier eher nicht „Bühne geben“, sondern eher wichtige Nachrichten darüber, wie irre es in solchen z.T steuerfinazierten Instituten wie dem DIW zu und her geht…

        • Richtig! Für Normaldenkende ist es eher wichtig, solche Nullinger wie Fratzscher bloßzustellen.

          22
  • Vertrauen setzt irgendwie Vertrauenswürdigkeit voraus, finde ich.

  • Da sag ich nur: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“
    Ein zeitloses Sprichwort.

    • Nun, zeitlos vielleicht, aber von Lenin.

    • Das mögen unsere Vortänzer aber gar nicht. Kritik und Kontrolle sind extrem rechts.

  • Um Vertrauen auszustrahlen, müsste Politik verlässlich agieren und nicht alle 2 Jahre die Gesetze so ändern, dass Private und Unternehmen in Planungsunsicherheit geraten.

    • Aber dann müsste man Wirtschaft verstehen. Der o.g. Ökonom kommt mir eher wie ein Psychologe vor… na so kann man sich täuschen.

      • @Reni.
        Alleine in ihm einen Psychologen zu sehen, ist zuviel der Ehre. Das einzige, das mir im Zusammenhang mit diesem Herrn und dem Wort „Logos” einfällt, das ist Logorrhoe.

      • „Der o.g. Ökonom kommt mir eher wie ein Psychologe vor“
        Meinten Sie vielleicht „Psychopath“?
        Fragte grad meine Katze – und die ist wirklich klug!
        😉

      • Für mich ist er eher ein AgitProp-Schwätzer im Auftrag der unfähigen Regierung.

    • „Politiker sind die notorischsten Lügner: Vor den Wahlen lügen sie immer, und nach den Wahlen regieren sie permanent mit Unwahrheiten. Dagegen sind Wähler die notorischsten Idioten: Vor den Wahlen glauben sie den Lügnern, und nach den Wahlen vertrauen sie permanent der Regierung.“ – Willy Meurer (Aphoristiker und Publizist)

  • Vor Jahren war die Deutsche Bank mit dem Spruch „Vertrauen ist der Anfang von allem“.
    Aus meiner Sicht ist das absolut korrekt. Nur: Vertrauen kann man nicht einfordern, man muss es ERWERBEN.

  • ‼️Ommm‼️🪷🕉️☸️

  • Do you use hot wather in the shower?

    • Deeskalation. Ich lach mich tot

  • Wenn die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schlecht bis unzumutbar sind, dann hilft auch Vertrauen in die falsche Politik nichts. Nur gute Rahmenbedingungen sorgen für wirtschaftliche Stärke.

    • Damit ist anscheinend unsere Regierung total überfordert. Also geht die Deindustrialisierung Dlands ungehindert weiter.

  • Es ist wie beim Topfschlagen, man möchte ihm zurufen, dass er ganz nah dran ist. Es fehlt noch der letzte Schritt, der die Puzzle-Teile miteinander verbindet:

    Da, wo die Probleme offen nicht mehr benannt werden dürfen, entziehen die Bürger (heimlich) das Vertrauen in die Gesellschaft!

    Es gibt nichts, aber auch gar nichts, was ein Staat dagegen machen kann. Eine „Rückkehr von Vertrauen“ zu fordern, das ist ungefähr so, wie jemanden aufzufordern, einen Menschen attraktiv zu finden.

    • Unsere Regierungen können gar nichts mehr tun, das Vertrauen zurück zu gewinnen. Der Zug ist abgefahren.

    • „….das ist ungefähr so, wie jemanden aufzufordern, einen Menschen attraktiv zu finden.“
      Ja, per Knopfdruck.

  • Ist der neueste Trend, sehr effektiv, „Voodoo Ökonomie“!
    Wir schaffen das😎

  • Oh, gefühlte Wirtschaftsprobleme durch mangelhafte Kommunikation. Hahaha!

    • Man muss es dem Bürger einfach nur besser erklären. Weshalb kommt mir das so bekannt vor?

  • Im Jahr 2019 habe ich eine sozial-liberale Position formuliert:

    50 Jahre nach Willy Brandts Regierungserklärung ist die Welt komplexer geworden, aber die Inspiration trägt weiter:

    »Wir wollen mehr Freiheit, Vertrauen, mehr Dialog und Demokratie und soziale, finanzielle und technologische Synergien wagen!«

    Darunter steht eine Anmerkung:
    Informatiker & IT-Fachleute können sich oft nicht vorstellen, wie sehr humane Stadtgesellschaften auf analoge Sichtbarkeit, Regeln, Konventionen & unartikulierbaren Synergien aufgebaut sind – und wie sehr Citizens auf analog sichtbare Anzeigen angewiesen sind. Sie können sich oft auch nicht vorstellen: digitale Technologien funkitonieren auf Basis immaterieller & unsichtbarer sozialer Übereinkünfte, Konventionen & Vorwissen. Deshalb wurde »anzeigio« als Mittlersystem & Konvention zwischen digitaler & analoger Welt entwickelt, um SmartCities nutzen, bewirtschaften, regieren & verwalten & selbstverwalten zu können.

    -25
  • Erinnert mich an: Wir machen keine falsche Politik. Wir erklären sie dem Bürger nur nicht richtig.

  • Er kann ja sein Haus beleihen und das Geld investieren wenn er so optimistisch ist.

  • Da hat er recht unser unterschätzter vielleicht irgendwann Nobelpreisträger. Vertrauen ist der Anfang und das Ende. Als die Mehrheit in der DDR ihrer weisen Staatsführung nicht mehr vertraute, war es schnell vorbei.

  • Ist eigentlich irgend etwas bekannt über weitere Mietarbeiter seines Instituts und deren Leistungen? Und wie sich das finanziert?
    Das wäre mal eine Apollo-Recherche wert.

  • Wer soll da eigentlich wem vertrauen? – Fratzscher setzt als selbstverständlch voraus, dass es die Bürger sind, die der Regierung vertrauen sollen. Aber wäre es nicht eine charmante Idee, wenn die Regierung ihren Bürgern mehr vertrauen würde, anstelle sie mit Überwachung, Kontrolle, Wahlrechtsentzug und immer neuen Verboten und Zensurwünschen zu konfrontieren?

  • Die Regierungen seit mind. 20-Jahre fahren gegen die Einbahnstraße und gegen den Wind an. Zu viele Beamte. Beamte können gute Verwalter sein aber wenn Beamte Innovation und Wirtschaftsentfaltung abwürgen weil sie sich mehr als nötig ausbreiten dann lebt man vom Bestand welcher mehr und mehr schrumpft.

  • Wie soll man vertrauen, wenn es niemand gibt,dem man vertrauen könnte, schon gar nicht in der Politik und wenn es nichts gibt, auf das man Vertrauen setzen könnte. Vertrauen muss langsam wachsen und kann nicht einfach herbei fantasiert werden.

  • Der Mann ist ist viel zu teuer, bitte nach Grönland schicken 🇬🇱

  • Wir brauchen kein Vertrauen. Wir brauchen Hoffnung, denn das Jahr 2025 ist das Jahr der Hoffnung (Grüne). Und wir brauchen den Glauben an ein Wirtschaftswunder 2.0 (Merz).

    • Hoffen und Harren, tun nur die Narren, hat meine Oma gesagt.

    • Das grüne Wirtschaftswunder von Scholz und Robäääärt?

  • Wollen wir Wirtschaftsdefätismus unter schwere Strafe stellen?

  • Ich habe grenzenloses Vertrauen in Herrn Fratscher. Also los geht’s. Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt.

    • Mit Sicherheit nicht.

    • Bisher haben wir nur das Bruttoasozialprodukt steigern können…

      • … nettes Wortspiel …

  • Wenn es so einfach wäre, Hr. Fratscher!

Werbung