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Schleswig-Holstein

Fahrradhersteller Böttcher nach 175 Jahren insolvent – fast 100 Mitarbeiter betroffen

Der traditionsreiche Fahrradhersteller Böttcher hat Insolvenz beantragt. Das Unternehmen beschäftigt knapp 100 Mitarbeiter. Schon 2024 schrieb der Hersteller einen Verlust von fast 1,9 Millionen Euro und hatte mehr als zehn Millionen Euro Bankschulden.

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Der Fahrradhersteller Böttcher aus Schleswig-Holstein hat Insolvenz beantragt. (IMAGO/Jan Huebner)

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Der deutsche Fahrradhersteller Böttcher ist insolvent. Das Amtsgericht Meldorf hat am 7. Oktober die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Böttcher Fahrräder GmbH angeordnet. Das Unternehmen mit Sitz in Wesseln bei Heide in Schleswig-Holstein beschäftigt knapp 100 Mitarbeiter. Ihre Gehälter sollen zunächst durch Insolvenzgeld gesichert werden.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zeichneten sich bereits in den vergangenen Jahren ab. Laut veröffentlichten Jahresabschlussdaten erwirtschaftete Böttcher 2024 einen Verlust von rund 1,88 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte der Hersteller noch einen Gewinn von 305.000 Euro erzielt, 2022 waren es sogar 1,71 Millionen Euro gewesen.

Ende 2024 beliefen sich die Verbindlichkeiten auf insgesamt 11,24 Millionen Euro, davon entfielen 10,55 Millionen Euro auf Banken. Hinzu kamen Warenbestände im Wert von 13,26 Millionen Euro. Die Kassen- und Bankguthaben betrugen zum Bilanzstichtag lediglich rund 387.000 Euro. Wie sich die finanzielle Lage seitdem entwickelt hat, ist nicht bekannt.

Erst Anfang September hatte Böttcher einen neuen Markenauftritt vorgestellt. Die Fahrradproduktion, der Teilegroßhandel und das Geschäft mit E-Commerce-Dienstleistungen sollten künftig unter einer gemeinsamen Dachmarke vereint werden. Bereits im Februar hatte das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit dem Fahrradgroßhändler BBF Bike angekündigt.

Der Geschäftsbetrieb bei Böttcher soll trotz der Insolvenz vorerst weiterlaufen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Vanja Alexander Kovacev erklärte, dass die Geschäftsführung bereits vor dem Insolvenzantrag Sanierungsmaßnahmen eingeleitet und die Suche nach Investoren begonnen habe. Die Suche werde nun fortgesetzt.

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Die Geschichte des Unternehmens reicht bis ins Jahr 1851 zurück. Böttcher begann als Manufakturgeschäft in Heide und stieg 1903 in das Fahrradgeschäft ein. Ob der traditionsreiche Hersteller fortgeführt werden kann, ist noch offen.

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54 Kommentare

  • Wer links wählt bekommt Kuba!

    • Alles ist besser als eine AfD Regierung!

      • AFD sprengt aber die Ketten.

        • Für Kettenraucher?

          1
  • Ich glaube den Schleswig-Holsteinern geht es immer noch zu gut.
    Die wählen seit Jahrzehnten linke Regierungen, da habe ich wenig Mitleid, wenn es wirtschaftlich bergab geht.

    • Klar, wenn die AfD regiert, werden wieder DEUTSCHE Fahrräder gebaut! Wenn wir erst aus der EU ausgetreten sind und unsere Ostmark wieder haben, wird alles wie in guten alten Zeiten – versprochen!

      • Den ersten Teil deines Kommentars teile ich nicht, aber die Ostmark zurück, das wärs!

  • Sollen mal beim „Privatmann“ Günther nachfragen, der ist doch der beste Freund der Grünen und Linken, dort fahren sie doch so gerne Fahrrad!

  • Die haben alle sicher linksgrün gewählt.

    • Klar, Fahrrad fahren nur AfDler…

      • @Kunterbunt: Stimmt. Radfahrer wie Sie fahren kein Fahrrad.

        • Dieses Forum ist voll von Radfahrern.

          0
  • Schade, mein Bötcher-Rad habe ich schon fast 30 Jahre. Die Firma hat ihren Sitz in Heide, Dithmarschen/Schleswig-Holstein. Arbeitsplätze sind dort rar gesät.

    • Alte Leute fahren alte Fahrräder und wählen Parteien mit A…

      • Nee, das ist eine Qualitätsmarke mit Rädern, die sich für Radreisen eignen. Alte Leute können sich die gar nicht leisten.

        • Dann hätten sie rechtzeitig auf Rollatoren umstellen sollen, die zahlt die Kasse!

          2
      • Ohne diesen E – Beschiss.

      • @Flundergrund: Kommentarspaltenkasper wählen Parteien mit L…

    • Das ist der Grund warum die insolvenz anmelden! Ein Fahrrad in 30 Jahren??? Echt jetzt?

      • Deine Kommentare sind nicht lustig – was ist los mit dir?

  • Glückwünsche an SAntifaKlingbeil weiterleiten.

  • Der Markt ist einfach „zu“ – während der Coronazeit und danach haben alle Bikehersteller ihre Produktionsstätten massiv hochgeschraubt. Es gab nix zu kaufen, alles leer und lange Wartezeiten. Nun werden die Hersteller ihre zumeist sündteuren Produkte nicht mehr los. Zumindest gibt es deutlich weniger Käufer die mehrere tausende Euro auf den Tisch legen können oder wollen. Nun, es war absolut vorhersehbar. Damit bereinigt sich der Markt grade selber. Übrigens genauso wie in der Reise- und Wohnmobilsparte; dort ist es noch extremer.

    • Den Leuten sitzt das Geld nicht mehr so locker. Und Böttcher ist preislich eher hoch.

    • Gut, dass du die Welt hier aufklärst! Wenn wir Corona nicht hätten und deine Kommentare, was bliebe uns!

      • So falsch ist das doch nicht, was der Cellist da sagt.
        Ich möchte eher vermuten, dass der Warenbestand von 13,26 Mio. € in der Bilanz deutlich überbewertet ist und es in Wahrheit noch viel schlimmer um das Unternehmen steht.

        • Hätten sie doch in Rüstung investiert… oder in rentnerfreundliche Tastaturen für unsere Cellisten hier…

          4
  • Aber Reindustrialisierung beginnt doch wieder auf Rädern!

  • Wer E-Bikes zum Preis eines Gebrauchtwagen anbietet, hat’s natürlich schwer.

  • Alles Importrahmen die mit kräftigem Aufschlag verkauft werden. Billiges Equipment ran, und gut ist. Völlig am Markt vorbei, der schon lange gesättigt ist. Hatte natürlich auch keine Chance gegen die Großen. Es gibt sowieso keine deutschen Rahmenbauer mehr, ausser im klassischen Bereich. Und die Preise sind, warum auch immer, teilweise abartig. Hinzu kommt, dass ein Fahrrad locker mehrere Jahrzehnte hält. Carbon ist eine andere Sache …

  • Was haben den die 100 Mitarbeiter gewählt?? Kein Mitleid.

  • EILMELDUNG: Ansturm auf BMW-Abfindungsprogramm. Alle wollen weg.

    P.S.: Heute meinen ersten Nio gesehen. Gestern meinen achten BYD. Jetzt weiß ich auch warum. In meinem Wohnort wurde vor Kurzem eine BYD-Filiale eröffnet.

    • Nicht sehen, kaufen ist die Botschaft!

      • Deine Kommentare sind nicht lustig – was ist los mit dir?

  • Schon sehr verwunderlich das ein Fahrradhersteller in dem Land der RotGrünSchwarzen insolvent geht, da das doch eine der Zukunftsbranchen (der Altparteien) in Deutschland ist. Vorschlag: Sofort verstaatlichen und die Mitarbeiter verbeamten.

  • Wer braucht schon 175 Jahre alte Fahrräder? Haben die keine E-Bikes; die sind der Renner!

    • Deine Kommentare sind nicht lustig – was ist los mit dir?

  • Das kann nicht sein! Fahrradproduzenten dürfen nicht insolvent gehen. Das ist die Energiewende, nicht?

    • Denk dir mal was Neues aus!

  • Die Autokonzerne stehen unter Druck. Viele verschärfen ihre Sparprogramme und streichen Stellen, auch BMW.
    Der Hersteller will Kreisen zufolge bis zu 8.000 Jobs streichen – über ein Abfindungsprogramm, das offensichtlich sehr attraktiv ist
    Mitarbeiter: BMW legt Aufhebungsprogramm vorerst auf Eis
    Nach nur wenigen Tagen wurde das freiwillige Programm, um Arbeitsverträge vorzeitig aufzuheben, bei BMW schon wieder geschlossen – vorübergehend, wie Mitarbeiter dem BR schildern. Offenbar müssen die zahlreichen Anfragen erst einmal bearbeitet werden.
    Bereits kurz nach dem Start des Programms sei das Portal wegen Überlastung zeitweise nicht erreichbar gewesen, wie aus Unternehmenskreisen zuvor zu hören war.
    aus https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/abfindungen-bei-bmw-wohl-massives-interesse-in-der-belegschaft,VY1ymWi

    • Naja, Hauptsache BMW hat Haltung gezeigt und der AFD mal so richtig gezeigt was „Sache“ ist. Ich kann alle Beschäftigten bei BMW gut verstehen, alle wollen das Sinkende Schiff schnellstmöglich verlassen! Die Mitarbeiter dort haben Verstanden, mit einem Vorstand, der lieber Haltung zeigt als Autos zu verkaufen, mit dem kannst du keinen Krieg mehr Gewinnen!!

      • Ach Franz, du willst einen Krieg gewinnen… Welchen?

  • Mit einer langjährigen Ministerrriege der Genossen Günther, Habeck und Prien in SH sowie ihren treuen und besonders intelligenten Wählern ist die Firma gar nicht insolvent. Sie bekam nur zuwenig Steuergelder und hat momentan nicht so viel zu tun.

  • Wer braucht eine Vielzahl von Fahrradherstellern? Lieber in Rüstung investieren,
    Putin kommt schneller als ihr denkt!

    -15
    • Dazu hast du sicher genauere Infos oder wurde das im ÖRR erzählt?

      • Deine FcK Namen sind langweilig und immer unter der gleichen IP Adresse geschrieben!

        • Dann gib mal diese angebliche IP durch.

          2
        • Du hast keine Ahnung was IP überhaupt ist!

          -7
    • Der ist gut!

    • Im Weltkrieg davor wurden auch Fahradreifen bei den Privatradlern einkassiert.
      Warum wohl?

      • Das wird die AfD wieder so machen!

        -16
    • in frankreich waeren sie willkommen gewesen.-
      paris setzt ganz gross auf fahrradstadt.

      in allen anderen c40-staedten haette ein fahrradhersteller vielleicht ebenfalls chancen?

      https://www.weride.bike/news/paris-will-hauptstadt-des-fahrrads-werden/

      aber ja, ruestung ist natuerlich noch viel willkommener denn sie sorgt im gegensazt zu einem abgesandelten fahrradhersteller auch fuer gefuellte konten bei der politik.

      bis zu 3 mio. duerfen politiker ja ohne offenlegungspflicht anlegen.

      • du kannst dich auch fakkk nennen, bleibst aber der gleiche Nutzer.

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