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„Politik-Awards“

Einen Tag nach EU-Blamage: Ricarda Lang als „Aufsteigerin des Jahres“ ausgezeichnet

Trotz der krachenden Niederlage bei der EU-Wahl zeigte sich Ricarda Lang am Montag mit einem breiten Grinsen: Bei den „Politik-Awards“ wurde die Grünen-Vorsitzende zur „Aufsteigerin des Jahres“ gekürt. Auch Annalena Baerbock und Robert Habeck konnten bei diesen Awards bereits abräumen.

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„Aufsteigerin des Jahres“ darf sich Ricarda Lang ab sofort nennen. Diesen Preis erhielt die Bundesvorsitzende der Grünen am Montag bei den „Politik-Awards“ – einen Tag, nachdem ihre Partei bei den Europawahlen einen herben Rückschlag einstecken musste. 8,6 Prozent verlor die Partei im Vergleich zu 2019 und landete bei 11,9 Prozent.

Lange Gesichter herrschten nach der Auszählung bei den Grünen. Einen Tag später kann Ricarda Lang aber wieder lachen, als der 30-Jährigen sowie Verteidigungsminister Boris Pistorius die Titel „Aufsteiger des Jahres“ für ihre „außergewöhnlichen Leistungen“ übergeben wurden. Pistorius erhielt überdies die Auszeichnung als „Politiker des Jahres“.

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Vergeben wurden die „Politik-Awards“ von den Quadriga Hochschulen sowie dem Magazin Politik & Kommunikation im Tipi am Kanzleramt. Neben Lang und Pistorius wurde auch Edmund Stoiber, ehemaliger Bayerischer Ministerpräsident, für sein Lebenswerk und die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit dem Ehrenpreis der Jury ausgezeichnet.

Laut „Politik-Awards“ werden die Titel an Politiker vergeben, die „sich als gewählte Vertreter:innen unermüdlich für unser Wohl und unsere Gesellschaft einsetzen“ – vor allem in Zeiten, in denen unsere Gesellschaft durch „Krieg, Pandemie und Klimawandel“ beeinflusst wird.

Zu den Gewinnern des Awards gehörten in den vergangenen Jahren weitere prominente Politiker: So konnten beispielsweise Wirtschaftsminister Robert Habeck, die ehemalige Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und gleich zweimal die jetzige Außenministerin Annalena Baerbock bei den Awards abräumen.

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SPD und Grüne sind also gern gesehene Gäste bei den „Politik-Awards“. Auch am Montag waren mit Lang und Pistorius wieder zwei Vertreter der linksorientierten Parteien vertreten. Vergeben wurden die Preise ebenfalls von einem Sozialdemokraten: Der Chef des Bundeskanzleramts, Wolfgang Schmidt, verkündete die Gewinner.

Als Gewinner können sich beide Parteien nach der Europawahl am vergangenen Sonntag allerdings nicht sehen: während die Grünen mit den angesprochenen Verlusten brachial abstürzten und nur noch viertstärkste Kraft in Deutschland wurden, musste auch die Kanzler-Partei 1,9 Prozent der Stimmen im Vergleich zu 2019 abgeben und erreichte 13,9 Prozent, blieb damit ganze zwei Prozentpunkte hinter der AfD auf Platz drei zurück.

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