Reisebericht
Ein Städtetrip der anderen Art: Urlaub in der ukrainischen Hauptstadt Kyiv
Gesprochen wird viel über die Ukraine. Doch wer ein Land verstehen will, muss es besuchen. Anfang Mai bin ich deshalb in die ukrainische Hauptstadt Kyiv gefahren, um Studienfreunde wiederzusehen – und um eine Stadt zu erkunden, die im Zentrum des bislang größten Krieges des 21. Jahrhunderts steht.
Es ist Anfang Mai, und ich bin auf dem Weg, in der Ukraine Urlaub zu machen. Das Land ist in diesen Zeiten wohl nicht das konventionellste Reiseziel, doch meine Reise hat nicht nur touristische Motive. Ich möchte Freunde in Kyiv und Lemberg besuchen, die ich aus dem Studium kenne. Schon seit über einem Jahr habe ich sie nicht mehr gesehen. Zudem bin ich neugierig. Wie ist es, ein Land zu besuchen, das sich seit vier Jahren im Krieg befindet? Wie ist die Stimmung der Menschen in der Ukraine? Also buche ich meine Züge und sage meinen Freunden Bescheid. Sie freuen sich auf meinen Besuch, ich bin der erste Nicht-Ukrainer, den sie persönlich kennen, der das Land seit Kriegsbeginn besucht.
Meine Reise beginnt in Leipzig. Es ist Mittwochmorgen, und ich steige am Hauptbahnhof in einen Zug der polnischen Eisenbahnen, der mich bis an die ukrainische Grenze bringen wird. Seit letztem Dezember gibt es täglich einen Direktzug von Leipzig nach Przemyśl, einer polnischen Kleinstadt, die direkt an der Grenze zur Ukraine liegt. Ich bin in einem Abteil mit einer jungen Frau, Iryna, und ihrem fünfjährigen Sohn. Sie spricht kein Englisch, aber ein wenig Deutsch. Wir kommen ins Gespräch. Ihr Mann, der Vater des Kindes, dient in der ukrainischen Armee und hat derzeit Urlaub. Sie selbst habe das Land bei Kriegsbeginn mit dem damals erst wenige Monate alten Kind verlassen, komme aber regelmäßig zurück, um ihren Mann zu besuchen. Auch damit er Zeit mit seinem Sohn verbringen kann, den er sonst nur über Videoanrufe aufwachsen sieht. Gegen Ende der Zugfahrt wird Iryna zunehmend nervös. Der Zug hat mittlerweile fast eine Stunde Verspätung, und die Umsteigezeit auf den Zug der ukrainischen Eisenbahn, der von Przemyśl aus die Grenze überqueren wird, schmilzt zusammen.
Werbung
Sie macht sich Sorgen, den Zug zu verpassen und dann nachts mit ihrem kleinen Sohn in Przemyśl zu stranden. Zwar warten ukrainische Züge in der Regel auf die Züge der polnischen Eisenbahn, um gerade solche Situationen zu vermeiden. Doch mit Sicherheit kann das niemand sagen, insbesondere nicht in Kriegszeiten. Wer an der Grenze strandet, kann zudem nicht einfach den nächsten Zug nehmen. Denn es ist schwierig, Fahrkarten für einen Zug aus Polen in die Ukraine zu bekommen. Oft sind die Tickets schon wenige Minuten nach Verkaufsstart ausverkauft, denn der Zug ist momentan die einzige verlässliche Möglichkeit, in die Ukraine einzureisen oder aus ihr auszureisen. Der Luftraum über dem Land ist gesperrt, und wer mit dem eigenen Auto oder dem Fernbus einreist, muss oft bis zu zwölf Stunden lange Wartezeiten an der Grenze in Kauf nehmen.
Wenige Minuten vor unserer Ankunft in Przemyśl verabschiedet sich Iryna von mir und den anderen Reisenden im Abteil und eilt zusammen mit ihrem Sohn in den hinteren Teil des Zuges, um bei der Ankunft möglichst schnell zur Grenzkontrolle zu kommen. Ob sie es geschafft hat, ihren Zug noch zu erwischen? Ich weiß es nicht. Ich übernachte in Przemyśl. Am nächsten Morgen stehe ich früh auf, schon um halb sechs verlasse ich mein Hotel, zwei Stunden bevor der Zug abfährt. Meine Freunde haben mir geraten, möglichst früh zur polnischen Grenzkontrolle zu gehen, man müsse dort oft mehr als eine Stunde warten. Ihre Warnungen erweisen sich als übervorsichtig, die Grenzkontrolle dauert bei mir nicht einmal eine Minute. Ein müder polnischer Grenzbeamter schaut kurz in meinen Pass und gibt ihn mir kommentarlos zurück.
Werbung
Nach einer Stunde Wartezeit und einem überraschend tolerablen Kaffee aus dem Automaten im Wartebereich der Grenzkontrolle lässt man uns dann endlich zum Zug in Richtung Kyiv. Die ukrainischen Züge halten auf einem gesonderten Teil des Bahnhofs, denn das ukrainische Eisenbahnnetz hat als Erbe der sowjetischen Zeit eine andere Spurweite als das europäische. Auch die Grenzkontrolle durch die Ukrainer ist überraschend angenehm. Sie findet während der Fahrt im Zug statt. Die Grenzbeamtin schaut kurz in meinen Pass und stempelt dann das Einreisedatum. Ein anderer Grenzbeamter stellt mir die Frage, ob ich Waffen, Drogen oder Medikamente dabeihätte. Nachdem ich das verneine, kann ich meine Fahrt gen Kyiv ungestört fortsetzen. Im modernen und komfortablen Zug könnte man fast vergessen, dass man durch ein Land fährt, das sich im Krieg befindet. Doch beim Blick in die Merkblätter, die sich in den Stautaschen hinter den Sitzen befinden, ändert sich das schnell.
Lesen Sie auch:
Brüssel
16 Milliarden für Ungarn: Von der Leyen kündigt Freigabe von eingefrorenen Finanzmitteln an
Ursula von der Leyen verkündete bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar die Freigabe von mehr als 16 Milliarden Euro an Finanzmitteln für das Land. Die Stimmung zwischen den beiden war bis zuletzt angespannt.Europäischer Gerichtshof
Péter Magyar geht auf Konfrontationskurs mit Brüssel – von der Leyens Kommission klagt erneut gegen Ungarn
Péter Magyar regiert Ungarn erst seit Kurzem, doch schon gibt es Streit mit der EU. Die EU-Kommission klagt nun, weil Magyar ein Handelsgesetz seines Vorgängers Viktor Orbán weiter gelten lässt.Sie enthalten detaillierte Anweisungen, was bei einem russischen Luftangriff auf den Zug zu tun ist. Nicht ohne Grund, denn allein 2025 hat die russische Armee mehr als 1200-mal ukrainische Züge und Zuginfrastruktur angegriffen. Viele dieser Angriffe richten sich gegen statische Ziele wie Bahnhöfe und Stellwerke, doch immer wieder werden auch Passagierzüge Ziel russischer Langstreckendrohnen. Auch wer beim Blick aus dem Fenster aufmerksam ist, bemerkt schnell die Zeichen des Krieges. Beispielsweise an den Eisenbahnbrücken, an denen stets Soldaten positioniert sind, die offenbar Sabotageakte an dieser wichtigen Infrastruktur verhindern sollen. Oder in der vorbeiziehenden ukrainischen Landschaft, in Dörfern und Städten, in denen auf jedem Friedhof Flaggen über den Gräbern gefallener Soldaten wehen. Eine traurige Erinnerung an den hohen Blutzoll, den das Land für seinen Kampf für die Freiheit zahlen muss.
Es ist inzwischen früher Abend geworden. Der Zug rollt in Kyiv ein. Zum Abschied gibt es eine patriotische Ansage des Zugpersonals, dann steige ich aus. Der Check-in in mein Hotel läuft ohne Probleme, generell wirkt die Stadt sehr ruhig. Kurz vor meiner Ankunft hatte es noch einen Luftangriff mit mehreren Langstreckendrohnen auf die Stadt gegeben, doch davon ist schon wenige Stunden später nichts mehr zu spüren. Am nächsten Tag mache ich mich auf den Weg zur bekannten „Mutter-Ukraine“-Statue im Süden der Stadt. Die mehr als 100 Meter hohe Statue, die mit der einen Hand ein riesiges Schild, mit der anderen ein riesiges Schwert in den Himmel reckt, stammt noch aus sowjetischer Zeit. Erst im Sommer 2023 wurde nach einer Volksbefragung das sowjetische Wappen auf dem Schild durch das Wappen der Ukraine, den Dreizack, ersetzt.
Werbung

Am Fuße der Statue befindet sich ein weitläufiges Kriegsmuseum. Lange Zeit wurde hier im typisch sowjetischen Stil der Heldenmythos des „Großen Vaterländischen Krieges“, wie die Kommunisten den Zweiten Weltkrieg nennen, erzählt. Der Molotow-Ribbentrop-Pakt und der sowjetische Überfall auf Finnland wurden in der sowjetischen Geschichtsschreibung nicht erwähnt, genauso wenig wie die brutalen Verbrechen der Roten Armee und des NKWD an der Zivilbevölkerung in den „befreiten“ Gebieten. Heutzutage ist der größte Teil des Museums dem Krieg gegen Russland seit 2014 gewidmet, behandelt beispielsweise die Schicksale ausländischer Freiwilliger, die für die Ukraine gekämpft haben oder immer noch kämpfen.
Im Museum ist auch eine Gruppe älterer Schüler, ich schätze sie auf etwa 16 oder 17 Jahre. Offenbar befinden sie sich auf einer Art Schulausflug. Ich spreche sie an, frage, ob sie aus Kyiv kommen. Ein Mädchen verneint, sagt, sie kämen aus einer anderen Stadt, deren Namen ich allerdings nicht verstehe. Ich frage sie, wie es ist, in dem Museum über den Zweiten Weltkrieg zu lernen, während sie selbst in einem Land leben, das sich im Krieg befindet. Sie zucken mit den Schultern, scheinen die Frage nicht wirklich zu verstehen. Für sie ist der Krieg Alltag, nichts Besonderes mehr. Ein Junge fasst es zusammen: „For us it’s normal. Russians have always tried to rule us. But Russians have the biggest country in the world already. What do they need our country for? Fuck them.”
In der Tat waren die Beziehungen zwischen Russen und Ukrainern nie wirklich harmonisch, das größere Russland versuchte stets, seinen kleineren Nachbarn im Westen zu dominieren und zu russifizieren. In den letzten Jahren haben die Beziehungen der beiden Länder jedoch wohl ihren vorläufigen historischen Tiefpunkt erreicht. Ein wichtiger Streitpunkt ist dabei die Sprache, ein zentrales Identitätsmerkmal der Ukrainer, das die Fremdherrschaft überlebt hat. Im russischen Zarenreich war der Druck von Büchern in ukrainischer Sprache verboten, in der Sowjetunion stark eingeschränkt. Wer studieren oder Karriere machen wollte, musste Russisch sprechen. Noch heute bestreitet die russische Regierung, dass es eine eigenständige ukrainische Sprache gibt. Das ist recht absurd, denn selbst mir als Außenstehendem fällt auf, dass Ukrainisch in Wortschatz und Aussprache stärker dem Polnischen als dem Russischen ähnelt.
Werbung
Ein paar Tage später frage ich eine Freundin aus dem Studium beim Mittagessen, wie sich das Verhältnis der Ukrainer zur russischen Sprache seit Kriegsbeginn entwickelt hat. Sie wuchs in einer russischsprachigen Familie im Osten der Ukraine auf. Russisch ist ihre Muttersprache, Ukrainisch lernte sie erst in der Schule. Doch seit der russischen Invasion weigert sie sich, die russische Sprache zu benutzen. „Every day these people are killing our people. I refuse to speak their language. It’s my first language but now I hate it. I just don’t want to speak it.” Auch der Rest ihrer Familie spricht nun hauptsächlich Ukrainisch. Nicht weil sie jemand dazu zwingt, sondern weil sie nicht die Sprache der Menschen sprechen wollen, die ihre Heimatstadt Charkiw täglich mit Dutzenden Raketen und Drohnen angreifen.
Für die russische Erzählung, die Ukraine hätte russisch sprechende Menschen vor dem Krieg diskriminiert oder gar systematisch ermordet, hat sie nur Spott übrig. „When I was growing up in Charkiw, everyone was speaking Russian. It was normal. Nobody minded. Even after Maidan (Anmerkung: Der Protest gegen die russlandfreundliche Regierung von Viktor Yanukovych im Jahr 2014, der in seinem Sturz und wenig später in der Besetzung des Donbass und der Krim durch russische Soldaten mündete) nobody minded. Hearing Ukrainian became more common, but still most people continued speaking Russian like before. It’s such a stupid lie that people were killed for speaking Russian in Ukraine. You really have to be fucked in the head to believe it.”
Szenenwechsel, einige Tage später. Ich bin zufällig auf Mitarbeiter einer Organisation getroffen, die mit Spenden Ausrüstung für die ukrainische Armee kauft. Darunter beispielsweise Generatoren und Autos, aber auch Drohnen und andere Waffensysteme. Es gibt in der Ukraine zahlreiche solche Organisationen, jede mit einem etwas anderen Fokus. Die Mitarbeiter, die ich getroffen habe, machen Fotos von verschiedenen Ausrüstungsgegenständen, um in den sozialen Medien ihre Arbeit zu zeigen, so dass die Spender sehen, wofür ihr Geld eingesetzt wird. Unter den fotografierten Gegenständen sind auch einige Dutzend Abfangdrohnen vom Typ P1-SUN und Sting, die eingesetzt werden, um russische Langstreckendrohnen abzuschießen. Drohnen dieses Typs haben im letzten Jahr enorm an Relevanz gewonnen, denn die Russen produzieren monatlich tausende Langstreckendrohnen, um damit Ziele weit hinter der Front anzugreifen.
Werbung
Es ist daher nicht sinnvoll, teure und nur in geringen Stückzahlen verfügbare Boden-Luft-Raketen einzusetzen, um die vergleichsweise günstigen Langstreckendrohnen abzuschießen. Stattdessen werden die preiswerten Abfangdrohnen genutzt, die sich als sehr erfolgreich erwiesen haben. Mittlerweile schaffen es die Ukrainer laut eigenen Angaben, mehr als 85 Prozent der von Russland abgefeuerten Langstreckendrohnen so zu vernichten. Die starken Luftverteidigungsfähigkeiten der Ukrainer zwingen die russische Armee dazu, zunehmend in großen Wellen anzugreifen oder teure ballistische Raketen zu nutzen, um die Luftverteidigungssysteme zu überfordern. Ihr Ziel, mit permanenten Angriffen einzelner Drohnen eine ständige Bedrohung zu schaffen und das öffentliche Leben in der Ukraine zum Erliegen zu bringen, erreichen sie somit nur noch bedingt.

Ich frage, ob ich mir die Drohnen mal aus der Nähe anschauen kann. Bisher habe ich die sogenannten „Shahed-Killer“ nur in den sozialen Medien und auf YouTube gesehen. „Yeah, you can touch them, they aren’t live yet”, sagt ein tarnflecktragender Mann mit Vollbart und zündet sich eine Zigarette an. Also nehme ich eine der Drohnen in die Hand, schaue sie mir von allen Seiten an. Die Drohne ist leicht, fühlt sich fast an wie ein Spielzeug. Grund dafür ist, dass sowohl die Batterie als auch der Sprengkopf noch nicht eingebaut sind. Sie werden aus Sicherheitsgründen wohl erst unmittelbar vor dem Einsatz angebracht und davor separat gelagert. Es ist etwas surreal, eine solche Waffe in den Händen zu halten.
Am Samstagabend: Luftalarm. Ich komme gerade vom Abendessen, als die Sirenen zu heulen beginnen. Auf dem Weg zurück zum Hotel sehe ich, wie die bewaffneten Sicherheitsleute eines in der Nähe gelegenen Regierungsgebäudes ihre Schutzwesten und Helme anziehen. Wird es nun ernst? Die ukrainische Luftwaffe meldet über Telegram, dass sich mehrere Schwärme russischer Langstreckendrohnen der Hauptstadt nähern sowie, dass Russland möglicherweise ballistische Raketen abgefeuert hat. Die letzte Meldung erweist sich schnell als Fehlalarm, doch einige der Langstreckendrohnen treffen im Laufe der Nacht tatsächlich in Kyiv ein. Ich lege mich ins Bett, lasse aber das Fenster offen und höre in den folgenden Stunden ein paar Mal den dumpfen Hall von Explosionen in der Distanz. Sie stammen wohl von russischen Drohnen vom Typ Geran-2 (besser bekannt als Shahed 136), die über Vororten von Kyiv abgeschossen werden.
Werbung
Die Einheimischen sind an die fast täglichen Luftalarme so gewöhnt, dass sie diese meist ignorieren. Nur wenn die ukrainische Luftwaffe russische Angriffe mit Marschflugkörpern oder ballistischen Raketen vorhersagt, suchen die Menschen Schutzräume auf. Das ist verständlich, niemand kann dauerhaft im Ausnahmezustand leben. Doch es kann trotzdem gefährlich werden, denn die Gefahr durch russische Luftangriffe ist trotz der guten Luftverteidigungssysteme Kyivs stets real. Knapp eine Woche nachdem ich die Stadt verlassen habe, trifft ein russischer Marschflugkörper ein neunstöckiges Wohngebäude im Kyiver Bezirk Darnyzja. Der 400 kg schwere Sprengkopf bringt das Gebäude zum Einsturz. 24 der Bewohner, die keinen Schutzraum aufgesucht hatten, darunter drei Kinder, sterben.
Immer wieder versuche ich, mit den Menschen in Kyiv das Gespräch zu suchen. Mich interessiert, wie die Stimmung der Menschen in Kyiv ist, jetzt, wo der Krieg schon mehr als vier Jahre dauert. Es ist nicht leicht, denn die Ukraine ist kein Land, in dem die Menschen Smalltalk mit Fremden halten. Trotzdem probiere ich es. Eines hört man immer wieder, wenn man dann doch ins Gespräch kommt: Der letzte Winter sei der härteste seit Kriegsbeginn gewesen. Nicht direkt wegen der Angriffe an sich, sondern weil durch sie teils tagelang Strom und Wasser ausgefallen waren. Auch die Heizungen haben durch der Schäden der Angriffe teils nicht funktioniert, wohlgemerkt bei Außentemperaturen von bis zu -20 Grad Celsius. Jetzt im Frühling sei die Situation deutlich besser, auch die Stromversorgung ist schon seit Wochen wieder stabil.
Eine Kellnerin erzählt mir, dass die hohe Inflationsrate der ukrainischen Währung Hrywnja ein großes Problem für sie sei. Zwar würden die Löhne immer wieder an die Inflation angepasst, doch es sei unmöglich, Geld für größere Anschaffungen zu sparen. Ein anderes Problem, von dem mir auch meine Freunde erzählen, ist der Schlafmangel durch nächtliche Angriffe. Irgendwann gewöhnt man sich an das Geräusch der Explosionen, doch man würde trotzdem von ihnen aufgeweckt. Und nach vier Jahren Krieg muss das tägliche Leben einfach funktionieren, man müsse pünktlich zur Arbeit erscheinen, auch wenn man die Nacht im Schutzraum oder in der Metro verbracht hat.
Jeder müsse trotzdem seine Arbeit machen, das Wirtschaftsleben müsse weitergehen. „Die Jungs an der Front verlassen sich auf uns“, hört man in verschiedenen Variationen immer wieder, wenn man mit den Ukrainern spricht. Sie sind unglaublich stolz auf ihre Armee, das merkt man. Auch hier in Kyiv, weit weg von Schützengräben und FPV-Drohnen, weit weg von den Schlachtfeldern der Ostukraine. Jeder hat Freunde, Verwandte oder Kollegen, die in der Armee sind und der russischen Invasion die Stirn bieten. Viele haben auch Freunde und Verwandte, die ins Ausland gegangen sind. Doch die meisten haben sich entschlossen zu bleiben, und so leben rund 85 Prozent der Ukrainer nach wie vor in ihrem Land. So wie meine Freunde, die ich aus dem Masterstudium kenne und die nach ihrem Abschluss wieder in die Ukraine zurückgekehrt sind, um zu arbeiten.
Insgesamt scheint ein vorsichtiger Optimismus in der Stadt zu herrschen, was mir auch meine Freunde bestätigen. Die Lage an der Front sei besser als im letzten Jahr, die Luftverteidigung routinierter. Zudem sind die Menschen froh, dass der kalte Winter vorbei ist und das Wetter endlich wärmer wird. Nicht nur das Wetter, sondern auch die Stimmung in der Stadt ist angenehm. Die oft latent aggressive Atmosphäre, die man aus deutschen Großstädten kennt, findet sich hier nicht. Die Horrorgeschichten russischer Propagandisten, die seit Jahren beschwören, dass riesige Mengen von Drittweltmigranten in die Ukraine einwandern würden, stellen sich erwartungsgemäß als Lüge heraus. Während meiner gesamten Zeit in Kyiv sind mir kaum mehr als ein oder zwei Menschen nicht-europäischer Ethnie aufgefallen. Überraschen sollte das eigentlich niemanden, denn ein vergleichsweise einkommensschwaches osteuropäisches Land mitten im Krieg dürfte wohl selbst für die anspruchslosesten Migranten kein Traumziel sein.
Auch abends ist die Stimmung zwar gedämpft, aber nicht gedrückt. Das ausschweifende Nachtleben anderer europäischer Hauptstädte wird man in Kyiv zwar nicht finden. Dafür sorgt schon die strikte Ausgangssperre, die in Kyiv von Mitternacht bis fünf Uhr morgens gilt. Doch insbesondere am Wochenende sehe ich im Zentrum Kyivs viele Gruppen junger Menschen vor Bars und Restaurants stehen, die miteinander reden und lachen. Auch der McDonald‘s in der Nähe meines Hotels ist abends brechend voll mit jungen Ukrainern. Gegen elf Uhr wird es im Zentrum hingegen merklich leerer, jeder will noch vor der Ausgangssperre nach Hause kommen. Doch an diesen warmen Maiabenden macht Kyiv wirklich den Eindruck, eine ganz normale Stadt in einem ganz normalen Land zu sein. Zumindest bis wieder einmal Luftalarm ausgerufen wird und die Luftschutzsirenen anfangen zu heulen.
Ein Ort, an dem sich Kyiv definitiv nicht wie eine normale Stadt anfühlt, ist das Denkmal für die gefallenen Soldaten auf dem Maidan, dem zentralen Platz der Hauptstadt. Hier trifft einen die Realität des Krieges mit voller Wucht. Ein Meer aus Flaggen, Kerzen und Bildern erinnert an die gefallenen Soldaten des Krieges. Zehntausende müssen es sein, Männer aller Altersgruppen, die jüngsten Anfang zwanzig, die ältesten fast sechzig Jahre alt. Auch einige Frauen sind darunter, die ebenfalls im Dienste der Streitkräfte ihr Leben gelassen haben. Wer das Denkmal besucht, dem fallen neben vielen Passanten, die innehalten und den Blick über die Bilder der Gefallenen schweifen lassen, besonders zwei Gruppen von Menschen auf, die das Denkmal besuchen: Junge Frauen und ältere Männer. Wer sie beobachtet, merkt schnell, dass es sich bei den einen um die Ehefrauen oder Freundinnen der gefallenen Soldaten handelt, während die anderen ihre gefallenen Söhne besuchen. Auch junge Männer in militärischer Kleidung sieht man, die dort ihrer gefallenen Kameraden gedenken.

Überhaupt ist die Erinnerung an die gefallenen Soldaten überall in der Stadt präsent. Häufig sieht man Plakate oder Aufkleber im Stadtbild, die an verstorbene Soldaten erinnern. Zudem gibt es jeden Tag um neun Uhr morgens eine öffentliche Schweigeminute, die der Opfer des Krieges gedenkt. Während dieser Minute steht im ganzen Land das Leben still. Doch auch Soldaten, die nicht gefallen sind, werden an vielen Orten öffentlich geehrt. Als ich am Dienstag den botanischen Garten von Kyiv besuche, wird dort gerade eine Ausstellung mit dem Titel „Gesichter der Infanterie“ aufgebaut, die den aktuell an der Front eingesetzten Infanteristen gewidmet ist. Sie zeigt Porträts der Soldaten in voller Montur sowie kurze Texte, die ihr Leben vor dem Krieg beschreiben. Die Botschaft ist klar: Die Soldaten sind echte Menschen, normale Ukrainer, die aus ihrem alten Leben gerissen wurden, um ihre Heimat und ihr Volk zu verteidigen.

Auf dem Weg zurück von Kyiv mache ich einen Stopp in Lemberg, um weitere Freunde zu besuchen. Hier, im äußersten Westen der Ukraine, ist der Einfluss des Österreichisch-Ungarischen Kaiserreichs deutlich spürbar, zu welchem die Stadt von 1772 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörte. Die Häuser und prachtvollen Kirchen könnten genauso gut in Wien, Böhmen oder Budapest stehen. Nach dem Ersten Weltkrieg folgte eine kurze Periode unter polnischer Herrschaft, bevor sich die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg diesen Teil der Ukraine einverleibte. Der Westen war stets der konservativere Teil der Ukraine, denn die ukrainische Identität konnte in der Habsburgermonarchie besser bewahrt werden als im östlichen Teil der Ukraine, der bereits seit dem 17. Jahrhundert immer stärker unter russischem Einfluss stand.

Hier, nur eine Stunde von der polnischen Grenze entfernt, sind Luftangriffe selten, die Stadt liegt fast 800 Kilometer Luftlinie von der Front entfernt. Die meisten Marschflugkörper und Drohnen, die Russland auf Lemberg abfeuert, werden irgendwo auf dem Weg abgeschossen. Der Krieg ist trotzdem an jeder Ecke zu spüren, schon allein durch die große Zahl an Soldaten, die man im Stadtbild sieht. Als ich auf dem Marktplatz im Zentrum der Stadt einen Kaffee trinke, stoppt ein Trauerzug für einen gefallenen Soldaten vor dem Rathaus, die ukrainische Hymne wird abgespielt. Die Menschen in der Umgebung bleiben stehen, legen die Hand auf die Brust und wenden sich dem Bestattungswagen zu. Es ist eine Szene, die ergreifender und gleichzeitig trauriger kaum sein könnte. Wenige Stunden später überquere ich im Zug nach Przemyśl die polnische Grenze. Meine Reise in die Ukraine ist zu Ende.
Ich verlasse das Land voller Eindrücke von Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen. Ein Volk, das sich trotz teils jahrhundertelangem Druck von außen seine eigene Kultur und Identität erhalten hat. Glücklich sind die Menschen in der Ukraine mit der Situation nicht, zu groß sind die Opfer, die man in den letzten vier Jahren erbracht hat. Doch die Stimmung ist besser, als ich erwartet hatte. Man ist zurecht stolz darauf, dem viel größeren Russland die Stirn bieten zu können und erfolgreich seine junge Unabhängigkeit zu verteidigen. Die ständigen Luftangriffe Russlands auf zivile Ziele verfehlen ihren Zweck: Anstatt die Ukrainer zu zermürben, bestärken sie viele darin, auf keinen Fall unter russischer Herrschaft leben zu wollen. Wie der Krieg ausgehen wird, weiß niemand, doch eines steht fest: In der Ukraine geht das Leben weiter.
Freund werden
Freund von Apollo News werden
Ja der Krieg und all das, aber sehen wir mal das Positive: In der Ukraine fahren noch Züge nach Fahrplan. Und das im Krieg. Das kriegen wir D leider schon zu Friedenszeiten nicht hin.
Stimmt. Ich habe Freitagnachmittag für die 86 Eisenbahnkilometer von Hengelo nach Osnabrück 7 Stunden gebraucht, wegen eines bisschen Regen, es war das blanke Chaos.
wow … immerhin 12 Kilometer pro Stunde … das ginge mit dem Lastenrad schneller 🙁 sofern es nicht zu Geschwindigkeitsbeschränkungen durch SchwarzLinksRotGrün kommen sollte 🙁 einfach nur noch grotesk, was in Doofland läuft …
Hoppla, haben die Nato Trolle gerade Kaffepause? Apollo kommt ja gar nicht hinterher mit der Zensur. Das sehen Eure Herren in Tel Aviv und Langley nicht gerne wenn sich hier Vox Populi Bahn bricht.
Vox Populi, vox Rindvieh.
Heul draußen. Und mach die Tür zu
heul leise Chantall
„Seit letztem Dezember gibt es täglich einen Direktzug von Leipzig nach Przemyśl, einer polnischen Kleinstadt, die direkt an der Grenze zur Ukraine liegt. “
Das wird Flixbus aber ärgern 😉
Die russische Regierung hat alle Journalisten mit Intreresse nach Starobelsk eingeladen.
3 Wellen von Drohnen haben dort ein Wohnheim von Jugendlichen bombadiert.
Es gab nur einen (!!!) deutsche Journalisten vor Ort.
Ja, Röper. Und bei Lanz haben sie behauptet Russland lassen da ja keine Journalisten rein. Am Ende warens eben doch gute zwei Dutzend.
Er meinte hauptsächlich Deutsche Journalisten , aber da gabs nichts schlecht zu lügen ,es lagen halt die verkehrten dort .
Es steht Ihrem geliebten Massenmörder doch jederzeit frei, eine unbegrenzte Waffenruhe zu verkünden – dann müßten Sie hier keine Krokodilstränen verspritzen.
ich hab die Telefonnr. von Selenskyj verloren.
Kiew ist absolut sicher und das normale Leben geht dort weiter wie schon immer. Meine Firma hat einen Geschäftspartner in Kiew und als ich letzte Woche nach den Drohnenangriffen auf Kiew fragte, war er erstaunt. Er hat mir dann gesagt, dass Kiew in keinster Weise angegriffen worden ist und die Geschichten von den russischen Drohnen ein Märchen sind. Er hält es auch für unnötig, dass Ukrainer das Land verlassen und sich z.B. in der BRD wie Schmarotzer benehmen.
Angegriffen wird Kiew schon, aber das sind irgendwelche militärischen Einrichtungen.
Bewusst werden keine privaten Ziele angegriffen, es sei denn die Drohnensignale werden per Fernsteuerung von den Ukrainern abgeschaltet oder umprogrammiert. Dann geht auch schon mal was in Wohngebieten nieder.
Seit Beginn des Krieges fahren die Ukrainer immer wieder nach Hause. Der regelmäßige Flixbus Verkehr deutet sogar darauf hin, dass viele vorwiegend in der Ukraine leben, aber deutsche Sozialleistungen beziehen. Das erklärt auch warum so viele nicht arbeiten, obwohl sie arbeitsfähig wären.
Der Krieg findet im Osten statt und da leben auch die Bedürftigen. Diese Menschen erhalten aber kaum Hilfe in ihrer Not. Ein absolut absurdes Schauspiel was da stattfindet.
Was gibt es schöneres am Sonntagabend als den Kopf mit ein paar Promille gefüllt zu haben und dann bei AN seinen Frust ins Forum zu pusten? Worum es im Artikel geht weiß ich nicht, ich drücke nur auf die Überschrift und lasse meinen Senf hier ab. Und ich kriege oft viele Daumen nach oben. Dann bin ich glücklich.
und jetzt das mit dem Rotkäppchen, ja?
Es geht ums Geld! Unseres am Meisten
hat mal wer ein Tempo? Ich bin so erschüttert. Das alles ist so emotional.
Ich bin zu Tränen gerührt. 😂😂😂
@Shice Zensur hier!
Eine Vase für meine Tränen!
(Zitat von Kaiser NERO!)
Kerry lacht sich schlapp.
Danke für den, trotz des Krieges, schönen Bericht. Ich glaube wir haben im selben Hotel gewohnt, den McDonalds kenne ich auch.
Obwohl ich nur Russisch kann hatte ich nie Probleme in der Ukraine, auch nicht im Westen. Habe noch Kontakt zu Freunden die ich dort kennenlernen durfte.
„…bestärken sie viele darin, auf keinen Fall unter russischer Herrschaft leben zu wollen.“ Dies ist ein sehr gesunder und für freiheitsliebende Menschen ein essentieller Wunsch. Ich schliesse mich dem voll an.
@Marc Greiner :
Dies ist ein sehr gesunder und für freiheitsliebende Menschen ein essentieller Wunsch
—————————————————————————————
….unsere korrupten Ärsche hier in Schland ausruhen zu lassen,
und den doofen Kartoffeln das letzte Geld abzuknöpfen!!!
Dann geh doch in die Ukraine, wenn da alles so toll ist.
Nehme bitte auch die 1 Million Fahnenflüchtigen mit .
Ich habe keine Angst vor Putin,
ich habe Angst vor :“Meiner Regierung!!“ ;-(((
Es ist des Menschen egozentrierte Dummheit, unter Außerachtlassung aller ihm zugänglichen Informationen (nee, nicht aus ÖRR/MSM) sich selbst als den Bedauernswertesten anzusehen.
Ja ist zur Zeit als wurde ein Tornado durch Die Simuleirkugeln pfeifen und Mancher steht mitten im Auge des Sturms.
Wie meinen ?, nun hört hört — der fritze und das „Verjessen“.
ob dem eigentlich klar ist das der Kontinent Europa zu 42% auch russisch ist ? 😉
https://www.youtube.com/watch?v=1rdINfqsTOQ
Belästige und hier nicht mit Deinem Müll!
Vielleicht hätte man noch etwas darüber schreiben können, daß in der Ukraine gerade neue Regimenter aufgestellt und daß diese nach Vorbildern aus der NS-Zeit benannt werden. Solche Einheiten haben damals Tausende Polen, meist Frauen und Kinder, ermordet. Und das ist keine russische Propaganda, darüber regen sich gerade sehr zurecht polnische Regierungsstellen und der polnische Präsident auf.
Vielleicht hätten Sie vor dem Verblasen polnischer Propaganda mal gegengecheckt, wie die 2. Polnische Republik im annektierten ukrainischen Landesteil konsequent (d.h. mit Entrechtung, Vertreibung, Brutalität und Mord in ähnlicher Zahl, ca. 100.000) polonisiert hat und daß die deutschfreundlichen Ukrainer eine Erneuerung dieses Martyriums, ja, so brutal wie sie es zuvor an sich erfahren hatten, zu verhindern trachteten. Bei unsern polnischen Freunden fängt diese, ihre, Geschichte vorzugsweise erst 1943/44 an – den Vorlauf „vergessen“ sie lieber.
Ich ‚verblase‘ keine polnische Propaganda. Ich habe die Information einer renommierten deutschen Quelle entnommen, nämlich Tichys Einblick.
Das Gute an dem viel zu langen Propaganda-Artikel könnte sein, dass er so langatmig ist, dass die Wenigsten ihn lesen werden.
Genau so ist es. Ich verlasse mich auf Aussagen meiner Arbeitskollegin aus der Ukraine, die 1 mal im Jahr dort hinfährt, um ihre Familie zu besuchen.
@Mister Spock: „Wenn Einer eine Reise tut, ….“
Ich hab den komplett gelesen. Und weis nicht, was uns der Autor eigentlich mitteilen will.
Propaganda? Wohl eher nicht.
Relotiade? Eventuell.
Mindestens einseitig würd ich sagen, da der Autor ja offensichtlich nur an ausgewählten Stellen mit ausgewählten Leuten geredet hatte.
Und offensichtlich nicht einen Einzigen davon zu seiner Meinung zur Regierung/Seliensky befragt hat…
Typisch ÖRR würde ich sagen, wenn es nicht in der AN stünde …
@Ein alter tumber Ossi
Und offensichtlich nicht einen Einzigen davon zu seiner Meinung zur Regierung/Seliensky befragt hat…
——————————————————————————
Da hatte bestimmt Politkommisar:
„Joseph Ronzeimer“was dagegen gehabt!!! 🙂
Eine Hymne auf die korrupte Ukraine.
Langweilig …….was soll dieser Artikel AN?
Ganz genau, wer zum Teufel liest solch eine (langweilige) Litanei ?
Geschwafel, nichts als Geschwafel.
Irre ich mich, oder fühlen sich die Ukrainer in einigen Ostgebieten als Russen und möchten an Russland angeschlossen werden? Dieser Aspekt wird nicht erwähnt, wenn der Autor von Ukrainern spricht.
Die Menschen in der Ostukrsine wünschen sich nichts sehnlicher als einen sofortigen Anschluss an Russland. Sie möchten der ukrainischen Terrorherrschaft am liebsten noch heute entkommen. Ich habe viele Freunde in dieser Gegend und sie alle sagen das.
Kann ich bestätigen.
Russland hat die Unabhängigkeit und die Grenzen der Ukraine am 2. Dezember 1991 formal anerkannt, mit Krim.
Wer sich als Russe fühlt, sollte das wissen.
Damals gab es in der Ukraine keine Links terroristische Diktatur wie heute. Selenski ist nicht gewählt, der ist illegal im Amt, während Herr Xpräsident Putin mit überwältigender Mehrheit vom russischen Volk im Amt bestätigt wurde.
„Am 19. Mai 1992 wurde die Proklamation der Selbstverwaltung der Krim vom ukrainischen Parlament (Werchowna Rada) annulliert….
Am 17. März 1995 annullierte das ukrainische Parlament die Verfassung der Krim von 1992, enthob den Präsidenten der Krim, Jurij Meschkow, seines Amtes und schaffte sein Amt ab. “
Usw.
Also die Ukraine hat bzgl Krim sich definitiv an keine Abmachung gehalten.
Das gehört auch zur Wahrheit dazu, die gerne geleugnet wird
Ja und? Das verbietet Russland aber nicht, seinen Landslruten in der Ukraine zu Hilfe zu eilen und sie vom dort herrschenden Terrorregime zu befreien. Und genau das macht Russland ja derzeit, es verteidigt seine Landsleute vor dem schrecklichen ukrainischen Naziregime.
Nicht ganz. Der Status der Krim war immer umstritten und die Ukraine hat zugesagte Volksabstimmungen immer blockiert bzw nicht akzeptiert. Und das sage nicht ich, sondern Wikipedia, das mit Sicherheit nicht im Verdacht von russischer Propaganda steht:
„Am 20. Januar 1991 sprachen sich 93 Prozent der Krimbewohner in einem Referendum für die „Wiederbegründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Krim (ASSK) als Subjekt der UdSSR und Teilnehmer des Unionsvertrages“, also für den Verbleib in der Sowjetunion aus…
Der Oberste Sowjet der Ukraine bestätigte in einer Entscheidung am 12. Februar 1991 die Gründung einer ASSK, verkündete dabei aber die „Wiederbegründung der ASSK im Bestand der Ukrainischen SSR“. Ein Konstrukt ASSK hatte jedoch zuvor nie innerhalb einer Ukrainischen SSR existiert, so dass die Entscheidung juristisch fehlerhaft war.“
Am 17. März 1991 stimmten 70,2 % aller abstimmenden Ukrainer bei einem Referendum für den Verbleib in der UdSSR.
Gab es nicht gerade auf der hauptsächlich von Russen bewohnten Krim ein Referendum über die Zugehörigkeit ,nach den ganzen Drangsalierungen der Ukros gegen die Russen , die der Reiseberichtersteller aber genau andersherum erzählt ??
die Ukraine hat bzgl Krim sich definitiv an keine Abmachung gehalten.
…und die Nato Osterweiterung…
… und nicht zu vergessen ist der 2. Mai 2014 in Odessa … dort wurden prorussische Demonstranten von Ukrainern im Gewerkschaftsgebäude gemeuchelt … sie wurden erschlagen, bei lebendigem Leibe verbrannt, aus den Fenstern geworfen oder brennend aus den Fenstern geworfen …
Sie irren sich. UKRAINER und Russen in bi-ethnischen Familien fühlen in der Regel so wie im Artikel beschrieben. Etwas anderes ist das bei Nur-Russen, die oder deren Vorfahren irgendwann zwischen Mitte des 19. Jh.s und dem Ende der SU in der Ost-Ukraine/“Neu-Rußland“ als russ. Kolonisten oder Arbeiter angesiedelt wurden und sich trotz ukr. Staatsbürgerschaft als Russen fühlen. Die Begriffsverwirrung in D rührt daher, daß wir nicht zwischen „Stabü.schaft“ und „Nationalität“ unterscheiden WOLLEN, uns also absichtlich blöd stellen (s. dt. Kriminalstatistik) und daß wir uns scheuen, den Russen in der Ukraine, sollte es ihnen im Staat der Ukrainer nicht passen, Ruski go home = Remigration nahezulegen. Diesen „Aspekt“ sollten Sie einmal verarbeiten anstatt scheinheilige Agitprop-„Fragen“ zu stellen. FG
Das spielt keine Rolle. NRW gehört auch nicht zur Türkei, weil sich dort viele als Türken fühlen.
Die „Türkei“ ist auch nicht unmittelbarer Grenz-Nachbar zu Deutschland.
Ist schon sehr sehr eigenartig:
Die durch Abstimmung erklärte Sezession der Bevölkerung im Donbass wurde gewaltsam unterdrückt und viele der Menschen von den Bandera-Asow-Faschisten einfach abgeschlachtet.
Auch die Progrome in Polen u. Litauen an der Bevölkerung inklusive der jüdischen 1943-45 , an der die Banderas erheblich beteiligt waren, wird unter den Tisch gekehrt bzw dem noch Denkmäler geweiht.
Bei der Abspaltung des Kosovo (Balkan) wurde es dagegen unter Berufung auf das Völkerrecht gut geheissen und sofort diplomatisch gefestigt.
Puh, schlechter Vergleich. Und es spielt insofern eine Rolle, als es sich dabei um einen Kriegsauslöser handelt.
In NRW tobt doch schon in einigen Regionen der Bürgerkrieg und die Türken haben angefangen. Ich habe bis vor drei Monaten noch in Duisburg gewohnt, das ist ein Hauptkriegsschauplatz. Jetzt bin ich in die Sächsische Schweiz geflüchtet und endlich lebe ich in friedlicher Umgebung und ausschließlich echter deutscher Bevölkerung.
Das sehen die Türken in NRW anders
Du hast keine Ahnung und davon sehr viel!!!
natürlich spielt das eine Rolle. Russland hat im Sinne des Völkerrechts gehandelt um die permanenten Angriffe des Bandera Regimes auf die Bevölkerung im Osten zu beenden (die eben ethnische Russen sind und mit dem illeglen Putsch der Ultranationalisten nicht einverstanden waren) Steinmeier gehört auch vor Gericht, hat er die Putschisten gleich anerkannt.
Der Krieg Russlands ist nicht im Sinne des Völkerrechts. Das denken Sie sich nur aus. Belegen Sie mal Ihre Behauptung.
Kiew und Lemberg stehen NICHT „im Zentrum des Krieges“. Der Krieg findet NUR in der Ostukraine statt. Die SUVs, deren Fahrer/innen sich hier die Zähne schön machen lassen, kommen idR aus den westlichen Zonen. Alles so lächerlich! Und teuer …
Nicht nur Ihre Lesekompetenz scheint erheblich eingeschränkt zu sein. Vor Drohnen(mit Sprengstoff beladen)- und gelegentlichen Raketenangriffen ist man nirgends in der Ukraine sicher, auch nicht in Vorstädten oder in der Nähe irgendetwas Infrastrukturellem. Klar, je westlicher und v.a. dörflicher umso weniger. Woher ICH das weiß: weil ich es aus 1. bis 2. Hand erfahre. Angehörige unseres Volkes, das bereits gegen „Mikroaggressionen“ nach seinem „Safe Space“ wimmert, sollten sich bei ihrem bösartigem Spott über die, die „im Kriegsgebiet Urlaub machen“ besser ein großes Pflaster auf Schandmaul und Tastatur kleben, wenn sie schon nicht die Heimatliebe und zwischenmenschliche Solidarität von Patrioten zu schätzen wissen, die Trotz persönlicher Gefahr in die Heimat fahren. Daß man Ukrainer in D wie andere mit Geld zuschüttet anstatt sie für sich selbst durch Arbeit sorgen zu lassen, wie es in Polen bspw. normal ist, und sie damit erst zu Schmarotzern erzieht, ist ALLEIN unser Fehler.
Was für eine dämliche NATO-Propaganda
Heinrich, da müssen wir uns Mal auf einen echt Deutschen Kaffee zusammensetzen, dann wird das alles richtig gut. Und den Joseph nehmen wir auch dazu.
Moin Herr Dr. G.,
Sie können ja mal mit mir eine kleine Frontstaat-Tour machen, einmal Zentral-UA (Winniza&umzu) und zurück & dann ihren nächsten Leitartikel schreiben.
Geplanter Termin: 2 Wochen im Juli.
Gell, Joseph, sowas kannst Du besser.
Von dem was Sie hier verbreiten stimmt wahrscheinlich nur die Hälfte ,
2024 Ukros-Finanzamt gibt bekannt 40 % mehr Millionäre,
2025 Höchster Abverkauf von Nobelkarossen (zb Bugatti) im Ukrosland
Flixbusse Richtung Ukros ständig voll nachdem man hier die Marie abgeholt hat
Ukrainer mit hochpreisigen Autos vor unseren Jobcentern um Marie abzufassen .
Sie werden hier nicht zu Schma…n erzogen ,sondern sie sind es .
Das dummdeutsche Sozialsystem bringt es nur ans Licht
„Eigentlich“ war doch mal von Ukraine-Wahlen im Frühling die Rede oder habe ich das falsch in Erinnerung? Man hört da so gar nichts mehr davon. Gibt es überhaupt eine Opposition? Auch da erfährt man nichts. Alles um Selensky ist wie ein Heldenmythos gestaltet. Wir zahlen und bewundern.
Ich wüsste gerne wie sich seine Vermögensverhältnisse entwickelt haben. Seine Immobilien scheinen doch interessant zu sein. Bei Janukowitsch hat man darüber doch auch berichtet.
Ukraine Nein danke!!
FU, Teddywerfer
Danke für diesen ergreifenden Bericht, der seinesgleichen sucht. Die jüngeren wehrfähigen ukrainischen Männer die sich ins Bürgergeld wegducken sollten sich schämen.
Das sind Deserteure. Warum wir die hier versorgen, aber die Ukraine im Kampf unterstützen ist schizophren.
Und es kommen noch mehr, da die Polen jetzt Ernst machen (noch mehr Ernst) mit Leistungseinschränkungen. Unsere Polit-„Elite“ ist dagegen trotz vollmundiger Ankündigungen nicht einen Schritt weiter. Nur dass es noch nicht mal einen Bafög-Inflationsausgleich gibt, das ist schon ausgemacht. Danke Merzel, danke Olaf, danke Angie, danke danke danke!
Daraus schließe ich einmal, daß sie für eine Abschaffung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung in D sind – und zwar so umgehend, daß auch Sie und Ihre Söhne und Enkel es nicht mehr ausüben können. Ganz so wie es heute in der UA ist. -:)
Daß wir jedem Legalen und Illegalen solange mit Wohltaten zuschütten, bis er verinnerlicht hat, daß man sich in UNSEREM Irrenhaus besser steht, wenn man nicht arbeitet, können wir schwerlich irgendeinem normal intelligenten Zugereisten zum Vorwurf machen. Wir züchten uns unsere Parasiten höchstselbst.
Richtig wählen!
Hilft.
In Deutschland bleiben Kriegsdienstverweigerer im eigenen Land und gehen nicht ins Ausland um zu schmarotzen.
Lasse mal die Kirche im Dorf und höre auf UKRAINE-Propaganda zu verbreiten.
dich nehmen sicher auch gerne als Freiwilliger, aber die Seniorenwindeln musst Du selber mitbringen.
Erschreckend einseitig. Jahrhunderte? Ich wusste gar nich, dass es die Ukraine so lange gibt
Ihr Nicht-Wissen soll uns jetzt was sagen?
@Mister Spock: „Wenn Einer eine Reise tut, ….“
Gut, dass du Alles weißt, Schlaumeier….
Wie jetzt, kein Foto vom 30 Meter hohen Stepan Bandera Denkmal in Lviv.
Fand gerade auch kein Fakelumzug der Faschisten in Kiew statt.
Hätte doch gerade dies die Reise abgerundet.😉
@Lars vom Mars:
Aber,aber werter Forist,Die:“ASSOW-BRIGADE“,das sind doch die:“Guten Nazi´s!“
Über DIE redet man doch nicht!! (Irionie off!)
Wird vom Autor nicht etwähnt.
Gut, dass uns wieder mal einer erklärt, warum eine dreiviertel Million wehrfähiger Männer ihre Vaterlandsliebe in den Cafés der EU ausleben.
Schöner Reisebericht … ABER … ohne die EU wäre die Ukraine schon längst zusammengebrochen. Jetzt dreht es sich darum, wer finanziell am längsten den Krieg durchsteht … Putin oder die EU?
„Ich verlasse das Land voller Eindrücke von Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen. Ein Volk, das sich trotz teils jahrhundertelangem Druck von außen seine eigene Kultur und Identität erhalten hat.“ Wenn für solche schönen Worte Deutschland in den Ruin getrieben wird, weil beide Seiten kein Interesse am Frieden haben und sich tausende ukrainische Männer auf deutschem Gebiet sich dem Wehrdienst entziehen …. dann habe ich für diesen Krieg auf beiden Seiten kein Verständnis.
Bravo….
Richtichhhhhhh!!!!
Eine Mädchenschule bombardieren,und sich dann über die
Hyperschallrakete wundern und jammern….Genau Mein Humor!!!
Bietet Sulutschki und sein Boxer jetzt Abenteuer Urlaube an. Keine Kohle mehr aus Dummland??????
Hä? Erklärung bitte.
selber DENKEN macht schlau!!!!!!!!!!!!
@UI UI UI AN ZENSUR AUF DEM HÖCHSTWERT :
selber DENKEN macht schlau!!!!!!!!!!!!
——————————————————————————-
…Hat bei Ihnen leider nicht gefunzt!!!“
Aphabetisier‘ Dich erstmal, „Fakelträger“-Tröllchen.
Vor 82 Jahren hat mich eine junge Ukrainerin auf ihrer Hand gestemmt. Sie konnte es sich bei uns -in Nazideutschland – leisten, zu sagen >Hitler und Stalin egal Hund.
Der Holodomor, ein weiterer Grund, zur UA zu stehen.
ABER
Der Maidan-Putsch 2014, echte NAZI, Direktbeschuß aus einem Hotel, Beschuß rein ziviler Ortschaften mit bis 2022 mit 14 000 Toten, allein in Donezk 92 Kinder.
Ich habe es satt, ein Bericht, der ausgezeichnet zur Propaganda hierzulande paßt.
Der Krieg findet im Donbass statt. Beim ersten Schuß waren schon Massen Ukrainer auf der „Flucht“. Wie viele Zivilisten sind denn durch die ach so böse russische Kriegführung tatsächlich ums Leben gekommen, wenn diese ausschließlich militärische Objekte angreift.
Eine ganz dumme Frage, wie würde Kiew heute aussehen, wenn die USA diesen Krieg führen würde.
Geschichten aus dem YPaulanergarten…
Nimm Deine Pillen Oppah. Dann hast Du auch nichtt so wilde Visionen.
Gerdolfo hat Visionen 🤣
Dämlicher Dummschwätzer
Schade das Selensky sich in London versteckt, hätte sonst vielleicht eine oder zwei Nasen ausgegeben😉
Frage:Wenn die“Ukro´s“,die Russen so sehr hassen,
warum sprechen Sie dann russisch??? 🙁
An den Reiseberichtsersteller , einiges liest sich vollkommen anders wie selbst im Schundfunk um 2014 berichtet wurde , also nur ein Reisebericht mit einem sehr engen persöhnlichen Eindruck.
das ist einfach nur zynisch, Dich möchte ich sehen wenn sie dich auf der Strasse einfangen, in einen Bus zerren und gleich an die Front karren.
Würde DIR ganz gut tun……frische Frontluft.