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Podcast-Auftritt

„Ein Hetzkanal? Ich glaube nicht“: DM-Chef Werner verteidigt neue Medien gegen Campact-Boykottkampagne

DM-Chef Christoph Werner hat im Podcast Ronzheimer Neue Medien gegen die Boykottkampagne von Campact verteidigt. Dabei bekräftigte er, sich nicht unter Druck setzen zu lassen, und plädierte für eine offenere Debattenkultur.

IMAGO/sepp spiegl

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Im Podcast des stellvertretenden Bild-Chefredakteurs Paul Ronzheimer äußerte sich Christoph Werner, Leiter der Drogeriekette DM, kürzlich zur Boykottkampagne gegen angeblich rechte YouTube-Kanäle, die die linke NGO Campact Ende August gestartet hatte. Dabei zeigte er sich besorgt über die politische Stimmung und die fehlende Debattenkultur in Deutschland und wiederholte, dass er sich und sein Unternehmen nicht unter Druck setzen lasse.

Demnach habe das zuständige Team alle genannten Kanäle geprüft und nach „eigenen Kriterien“ entschieden, bei welchen man keine Anzeigen mehr schalten wolle. Laut Werner seien tatsächlich einige „abgründige“ Kanäle auf der Liste gewesen. Auf die Frage, wo Werner die Grenze ziehe, beschrieb dieser Kanäle, „die extrem ins Lächerliche ziehen, ins Zynische, Destruktive“, oder solche, die eine „moderne Ausprägung des Gonzo-Journalismus“ betreiben und Menschen bedrängen würden.

Einige Kanäle – wie zum Beispiel Apollo News, Nius oder Tichys Einblick – habe DM dagegen nicht in die interne Sperrliste aufgenommen. Es sei aber Sache der Unternehmen, wie man mit derartigen Aufrufen umgehe. Schwierig werde es, „wenn eine Kampagne daraus gemacht wird“.

Bei Tichys Einblick sei der von Campact an die Hand gereichte Beleg ein Interview mit dem AfD-Spitzenkandidaten aus Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, gewesen, führt Werner an: „Ist das jetzt etwas, was ein Hetzkanal ist? Ich glaube nicht“. DM sei jedoch auch „nicht ganz in die Tiefe gegangen“, sondern habe sich lediglich die sogenannten Belege von Campact angesehen. Man wolle sich nicht von einer NGO verhören lassen, „die für irgendwelche Dinge eintritt“.

Werner berichtet von vielen Zuschriften, die er und sein Unternehmen erhalten haben, nachdem Campact bekannt gegeben hatte, dass sich DM neben anderen Anbietern an der Kampagne beteiligt und betreffende Kanäle auf die Sperrliste gesetzt habe. Diese hätten sich unter anderem darauf berufen, dass sich Werner einst bei Markus Lanz für Debattenkultur eingesetzt habe.

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Viele Menschen, so Werner, hätten ehrliche Sorgen um den Meinungspluralismus in Deutschland ausgedrückt. Polemische Nachrichten habe er kaum erhalten. Dass DM nur bei wenigen Medien keine Werbung mehr schalten wolle, sei aus der Stellungnahme von Campact nicht ersichtlich gewesen. Werner hingegen steht weiterhin dazu, dass Debatten wichtig für den „gesellschaftlichen Erkenntnisprozess“ seien.

Angesprochen auf das Verhältnis von Unternehmen zu Parteien stellte er klar, dass Unternehmen mangels Wahlrechts „nicht parteipolitisch“ seien und es auch keinen Grund gebe, sich parteipolitisch zu äußern. Aufrufe von Firmen, bestimmte Parteien zu wählen, hätten kaum Einfluss. Als Beispiel verwies Werner auf die US-Präsidentschaftswahl 2024, vor der sich mehrere große Unternehmen positioniert hatten.

Auch von der Idee, als Unternehmen eine pauschale Brandmauer zur AfD zu errichten, hält Werner Abstand. Im geschäftlichen Umgang spiele das Parteibuch keine Rolle und zu firmeninternen Veranstaltungen würden ohnehin keine Politiker eingeladen. DM sei darüber hinaus nicht dafür verantwortlich, Wahlempfehlungen auszusprechen – auch nicht, wenn NGOs das fordern.

Werner fasst die beiden Kampagnen gegen DM als „super steile Lernkurve“ zusammen. Er habe sich nämlich selbst damit auseinandersetzen müssen, wie er zu gewissen Themen stehe. Ein „Richtig oder Falsch“ gebe es da nicht. Jeder müsse sich selbst fragen, wofür er stehe und was er verantworten wolle.

Bereits vergangenes Jahr war DM Ziel einer Aktion von Campact geworden (Apollo News berichtete). Werner hatte sich damals geweigert, den Wirtschaftsverband Die Familienunternehmer zu verlassen, nachdem sich dieser offen für Gespräche mit AfD-Vertretern gezeigt hatte.

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54 Kommentare

  • Chapeau Herr Werner!

    173
    • Ein feiner Mensch. Können sich hier einige ein Beispiel nehmen! Auch einige Politiker sollten ihm gut zuhören!

      101
      • Auch einige Politiker sollten ihm gut zuhören! Das ist doch wohl Satire pur!

    • Ein Macher! Man sieht in den Läden, dass er kein Politiker ist!
      DM I like!

      101
      • DM hui – Rossmann pfui!

        • Opa hat nix verstanden! Es geht darum beide Meinungen zu akzeptieren.

          -6
    • dm ist gut.

      Rossmann ist schlecht.

      Muss ich mehr sagen?

      Wo kauft ihr morgen ein, Folks???

      Na, also. Wusste ich es doch.

    • Fuer was? Fuers Diffamieren von Journalisten ausschliesslich von einer Seite?
      Spiegel Leute koenn AktivistMann schubsen, kein Problem, schubst er zurueck ist das schlimm, muss Diffamiert werden und Werbung gesperrt werden. Beim Spiegel hat er aber keine Probleme.
      Was fuer ein elendiger Heuchler!

  • Der Mann gefällt mir immer besser. Es bräuchte mehr von diesem Kaliber!

    • Haben wir – aber die Parteien wollen sie nicht und unter den aktuellen Bedingungen gehen sie nicht in die Politik.

    • @Kopf….
      Er ist halt ein teutscher Patriot.

  • Wenn wir das Amt schon nicht abschaffen, wäre dieser Mann ein hervorragender Kandidat als Bundespräsident!

    • Horst Köhler war der letzte Bundespräsident mit „Wirtschaftshintergrund“.

      Ein hervorragender Bundespräsident mit Sachverstand, der auch gerne mal die Unterschrift unter neue Gesetze verweigert hat, wenn diese nicht kompatibel mit dem Grundgesetz waren.

      Kein Wunder, dass die Linken (Gysi, Eiskugel-Trittin usw.) sich auf ihn eingeschossen hatten und seine Würde beleidigt haben.

      Er trat nicht nur von heute auf morgen ab, nachdem er von den Grünen bodenlos beleidigt wurde und er sich das nicht bieten ließ, sondern verzichtete auch auf den Ehrensold, weil er das Amt als Dienst an der Heimat ausführte und nicht um sich daran zu bereichern.

      Von daher wäre der DM-Chef in der Tat ein Lichtblick für das Amt.

      • Frankfurter Schule > Spiegel > Zeit > Grüne. Grüne: Pazifisten, solange Deutschland klein gehalten werden sollte, Bellizisten (erster BRD-Angriffskrieg; grüne Bomben auf Belgrad 1999) als Deutschland für fremde Kriege ausgenützt werden sollte.

  • Herr Werner ist in einer Zeit aufgewachsen, in denen das, was er hier vertritt und sagt, meinem Eindruck nach die unhinterfragte Normalität war.

    Man darf alles hinterfragen, aber man muß etwas, was sich bewährt hat, erstens nicht tothinterfragen, und kann zweitens auch nach Jahrzehnten zur Auffassung gelangen bzw. der Auffassung bleiben, daß diese Normalität weiterhin eine gute Grundlage für ein gedeihliches Zusammenleben darstellt – vielleicht nicht die beste aller möglichen, aber durchaus die derzeit beste der vorhandenen und verfügbaren.

    Und in der Tat, wie ein anderer Kommentar sagt: Ein feiner Mensch. Das Wort paßt perfekt. Offen, sachlich-unaufdringlich, aber klar und entschieden. Irgendwie wäre es schön, wenn man das auch von einigen Politikern, insbesondere dem Bundeskanzler sagen könnte. Diese Feinheit fehlt allenthalben, ich vermisse sie sehr.

  • Ich kaufe jetzt wieder bei dm.

    • Hochachtung vor dem dm Chef und Apollo für den nüchternen Bericht.

  • Tja, so wie Herr Werner sollten viele Geschäftsführer sein, dann wäre unsere Debatten – und Erkenntniskultur auch besser!

    • @ J. Sievers , nicht nur Geschäftsführer sondern alle Menschen im Staat. Die ganzen Grünlinken haben aber die Debattenkultur dermaßen vergiftet, dass es schwer wird, wieder eine normale zu erreichen.
      Wenn jede – von grünlinker abweichende – Meinung als Nazi, rechtsradikal bzw. rechtsextrem bezeichnet wird, ist eine zielführende Diskussion ncht möglich.

      • Es ist ja nicht nur das stigmatisieren. Du musst ja auch die Angst haben, dass die Fußtruppen der Linken nachts vorbei kommen und den Firmensitz randalieren, Fenster einschmeißen usw.

        Das ist nicht nur wegen der Sachbeschädigung teuer, sondern führt auch dazu, dass Kunden sich dadurch unsicher fühlen und nicht mehr kommen.

        Das nennen die Linken dann „Demokratie“ und der schlechteste Bundespräsident der ganzen Erden-Historie sagt dazu „Tun, was getan werden muss“.

  • Systemfehler NGO

  • Ehre!!

  • Er sieht nicht so aus, aber er hat 🥚🥚. Hut ab. Sein Podcast ist inhaltlich vollkommen korrekt. Das kriegen die Wirklichkeitsdeuter der Öffis nicht hin.

    • Er ist eben ein echter Geschäftsmann, der mitten im Leben steht und sich auch für seine Mitarbeiter verantwortlich fühlt.

      Er sieht jeden Kunden neutral als Mensch und positiven Kunden, der zum Erfolg seines Unternehmens (und damit auch für das Einkommen seiner Mitarbeiter) beiträgt – und nicht wie roSSmann ein verantwortungsloser Wendehals, der mal eben 40% seiner Kunden beleidigt und vergraulen will.

  • Sehr gut und deshalb habe ich heute auch noch 3 Artikel bei DM gekauft die waren zum Glück auch noch günstig, sogar günstiger als bei’m Supermarkt ganze 20-30 Cent das lohnt sich ich habe so 50 Cent gespart. Immerhin ein halber Euro. 👍🏼

    • Haben Sie es gut.
      Ich wünschte, ich hätte in meinem Wohnort einen dm, aber wir haben nur nen kleinen Rossmann.
      Auch in meinem Arbeitsort nichts – nur Müller und 2 x großer Rossmann.

      • Dann geh zu Müller!
        Da weiß ich auch aus dem Bekanntenkreis, dass der alte Müller das Herz am rechten Fleck hat und die Mitarbeiter und Kunden richtig wertschätzt.

        roSSmann geht gar nicht. Ich fahre hier auch immer 12km bis zum DM, obwohl roSSmann nur 2km entfernt ist.

        Ich unterstütze keine Faschisten.

        • Danke für den Tipp!

          9
  • Dann gehen wir eben zu DM.
    Rossmann brauchen wir nicht .

  • Ganz okay, aber auch nicht überlebensfähig. Die Linken führen einen Kulturkampf gegen Deutschland und den Wertewesten. Dagegen muss sich ein verantwortungsvoller Unternehmer stellen und Geld an die AfD spenden, sich zur Freiheit bekennen und ggf. eine eigene Stiftung gegen Links gründen. Es gibt kein Leben für Unternehmer im Kommunismus. Egal ob rot, braun, grün oder rosarot.

  • So habe ich Herrn Werner eingeschätzt, danke für Ihr Statement. Alles andere hätte mich von dm, dessen Geschichte ich schon seit nunmehr 40 Jahren verfolge, masslos enttäuscht.

  • Ich kenne zwei Hetzkanäle: ARD und ZDF. Die sind mit Werbeboykott aber nicht in die Knie zu zwingen, die haben noch andere Einnahmen.

  • Ja, da hat Nius wohl zu früh auf den DM-Chef geschossen. Wie wäre es da mal mit einer Entschuldigung?

    • Um 16:16 Uhr können Sie schon nicht mehr klardenken; wieso? Wer hat wann „geschossen“? DM Chef hat sein Gehirn eingeschaltet.

      -21
    • Nius ist doch auch lost. Die sind teils viel zu arg. Herr Schuler ist ok aber Reichelt ist zu extrem im Ton!

      -34
      • Reichelt ist extrem in seinem Humor – extrem gut.
        Seinen Sarkasmus finde ich einfach geil.

  • Compact / NGOs haben nur die Macht die man ihnen zugesteht! Sind nur Agitatoren die von den etablierten Parteien gefüttert werden.

    • Die Macht wird ihnen von unseren Steuergeldern aus der Politik zugestanden! Leider haben wir Bürger da keinen Einfluss außer der Wahlurne!

    • @Idfis, das wäre ja noch zu akzeptieren aber die etablierten Parteien verwenden staaliche Steuergelder auch der Menschen, gegen die die NGOs agitieren (hetzen), anstatt ihrer eigenen Parteigelder, um die zu füttern.
      Ich muss also mit meinem Geld dafür bezahlen, dass diese NGOs mich ungestraft verleumden und beleidigen dürfen.

    • Nicht „Campact“ mit „Compact“ verwechseln.
      Campact ist die NGO, Compact ist auch ein alternatives Medium.

  • Es wird Zeit, den staatlichen Geldhahn für diese ganzen linken NGOs zuzudrehen. Die betreiben keine linke Propaganda und schon gar keine Demokratiearbeit mehr, sondern verbreiten Hass und Hetze gegen alle, die nicht ihrer Meinung sind.

  • Mal sehen, wie lange er das durchhält. Bislang sind deutsche Unternehmer und Industrielle weitestgehend Ritter von traurigster Gestalt. Im Bundesverband der deutschen Industrie steckte lange Zeit absolut der Wurm drin. Auch heute noch gehört das Beklatschen des Deindustrialisations-Kanzlers zur Grundübung seiner Versammlungen.

  • Ich habe den Podcast gehört und Herr Werner ist äußerst hörenswert. Bitte mehr solcher Unternehmenslenker – anders als z.B. EDEKA, wo ich nicht mehr einkaufe…

  • Ein Unternehmer, der nicht mehr mit versprechen einer kranken Politik rechnet und nach vorne schaut, wo kein Terror und keine Kriegsvorbereitungen wichtig sind! Die Nato sollte als Kriegstreibender Verein der Amis abgeschafft werden. Es ist nicht das erste Mal, das diese Nato Krieg einleitet.

  • Es ist immer wieder beruhigend zu sehen, das sich echte 🇩🇪 Unternehmer nicht von den Ungewaschenen instrumentalisieren lassen.

  • Hm. Hier wird der Herr für sein Statement gelobt, dem möchte man sich zwar gern anschließen, aber die Passage im Artikel, dass man dem Schriebs dieses Vereins zunächst nachgegangen ist, macht das Narrativ über die vermeintliche selbstbewusste Haltung gegenüber dieser NGO obsolet und zunichte.
    Starke Worte, aber statt ein Pamphlet dieser der Lüge überführten Truppe angemessen direkt Ablage P zuzuführen und mit Ignoranz zu würdigen, ist man erstmal brav übers Stöckchen gesprungen und hat deren Käse „überprüft“ bevor man die eigene Meinung äußert und sich dabei dann noch vor diesem Verein rechtfertigt.
    Auf dicke Hose machen, aber vorher brav kuschen und auf Nummer Sicher gehen.
    Mutig und aufrecht wäre, diesen Mist komplett zu ignorieren.

  • Die Ansichten des Herrn Werner sollten eigentlich Standard in Deutschland sein. Mir geht das verbunden sein von Politik mit sämtlichen anderen Institutionen wie Medien, Unternehmen, Kirchen, Verbänden, Vereinen und Innungen zu weit.

    • Man nennt es: Stille Gleichschaltung…

  • Bitte bleiben sie gegen diese Sippe standhaft

  • Wenn ich was aus einer Drogerie brauche weiß ich jetzt wo ich hingehen werde

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