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Ex-Verfassungsrichter

Ebnete den Weg für Merz’ Schuldenorgie: CDU diskutiert Udo Di Fabio als Bundespräsidenten

Der frühere Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio könnte von der Union als Bundespräsident vorgeschlagen werden. Mit seinen juristischen Gutachten trat er für eine mögliche Pflicht zum Euro-Austritt und Grenzkontrollen ein – und lieferte Merz in einer Sache entscheidende Argumente.

Udo Di Fabio war von 1999 bis 2011 auf Vorschlag der CDU Richter des Bundesverfassungsgerichts. (IMAGO/Rainer Unkel)

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Udo Di Fabio könnte neuer Bundespräsident werden. In der CDU wird seine Person intensiv diskutiert; zuvor berichteten unter anderem Welt und Table.Briefings. Der frühere Bundesverfassungsrichter genießt seit Jahrzehnten das Vertrauen von Friedrich Merz und hat auch gute Beziehungen zur CSU. Ob er bei der SPD auf Anklang stoßen wird, ist dagegen unklar – die Sozialdemokraten wollen auf einer ersten Frau als nächstem Amtsinhaber bestehen.

Seine Qualitäten beim Begründen rechtlicher Entscheidungen stellte der 72-Jährige zuletzt bei der Aushebelung der Schuldenbremse durch Friedrich Merz im Jahr 2025 unter Beweis. Er lieferte dem CDU-Bundesvorsitzenden mit einem Gutachten die Grundlage dafür, noch mit dem abgewählten Bundestag das Grundgesetz zu ändern – obwohl Union und SPD im neuen Bundestag nicht einmal gemeinsam mit den Grünen über die nötige Zweidrittelmehrheit verfügten. So konnten das schuldenfinanzierte Sondervermögen Infrastruktur und die Bereichsausnahme für die Verteidigungsausgaben bei der Schuldenbremse eingeführt werden.

Schon in der Migrationskrise 2015/2016 mischte sich Di Fabio prominent in die politisch-rechtliche Debatte ein. In einem Gutachten für den Freistaat Bayern postulierte er eine Pflicht des Bundes, seine Grenzen zu kontrollieren, soweit die EU-Außengrenzen nicht ausreichend geschützt seien. Diese Pflicht könnten die Länder auch einklagen, wenn der Bund nicht entsprechend handele. Weder das Grundgesetz noch Europa- oder Völkerrecht garantierten „den Schutz aller Menschen weltweit durch faktische oder rechtliche Einreiseerlaubnis“, schrieb er darin.

Di Fabios Positionen werden insgesamt im liberal-konservativen Spektrum angesiedelt. So ist er Preisträger der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung und inzwischen Mitglied ihres Kuratoriums. Bei Verstößen der EZB gegen das Verbot der Staatsfinanzierung forderte er 2013, das Bundesverfassungsgericht müsse die Bundesrepublik zum Austritt aus der Währungsunion verpflichten. Ferner war er Mitglied von Armin Laschets „Expertenrat Corona“ in Nordrhein-Westfalen und trat für eine Klarnamenpflicht im Internet ein.

Als weitere Kandidaten gelten aktuell die CDU-Politikerinnen Karin Prien und Julia Klöckner. CSU-Chef Markus Söder unterstützt seine Parteifreundin Ilse Aigner, die derzeit als Präsidentin des Bayerischen Landtags amtiert. Die Wahl des nächsten Bundespräsidenten findet am 30. Januar 2027 statt. Das deutsche Staatsoberhaupt wird nicht direkt vom Volk gewählt, sondern mittelbar durch eine Bundesversammlung bestimmt. Diese besteht aus den Bundestagsabgeordneten und einer gleichen Anzahl Ländervertreter, die von den Landtagen entsandt werden, diesen aber nicht angehören müssen.

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88 Kommentare

  • Ich möchte weder abgehalfterte Politiker oder Künstler als Bundespräsidenten. Das Amt wurde von Steinmeier dermaßen beschädigt, dass es eigentlich auch abgeschafft werden kann.

    143
    • So ist es! Es MUSS, wie viele mittlerweile pervertierte Ämter und Institutionen, sofort abgeschafft werden!

      34
    • „kann“?! MUSS!

      30
    • Noch so ein Unrasierter.
      Haben die denn keine Knete für einen Philips-Rasierer für 150 Euro?

      Ob die sich ÜBERALL richtig waschen, ist eine Frage, die ich gerne beantwortet hätte.

      1
  • „In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat.“ George Orwell

    46
    • Oh mein Gott.

      -26
  • Jeder nicht vom deutschen Volk durch direkte Wahlen demokratisch legitimierte Staatsposten ist ersatzlos zu streichen.

    51
    • Das dürfte dann alle betreffen, mit Ausnahme der direkt gewählten Abgeordneten.

      7
  • Warum eigentlich nicht Helge Schneider?

    11
    • Warum nicht Roberto Blanco?

      11
    • Weil er darauf keine Lust hat.

      2
  • Ein Kandidat mit Mängeln aus meiner Sicht, aber v.a. angesichts der Alternativen nicht der schlechteste Vorschlag. Trotzdem: Dieses Amt is vollkommen überflüssig. Mehr noch: Die Einlassungen der Bundespräsidenten ohne exekutive Relevanz und ohne wirklich demokratisches Mandat schaden dem Land immer häufiger, was man besonders am aktuellen Amtsinhaber und auch am aktuellen Streit um seine Nachfolge sieht. Es trägt mittlerweile mehr zur Spaltung als zur Versöhnung bei.

    31
  • Man kann nur hoffen, dass Deutschland bis zur Bundespräsidentenwahl eine andere Regierung hat.

    3
  • Oh, mit Ex-Verfassungsrichter als Bundespräsident haben wir durchaus keine guten Erfahrungen gemacht.

    12
    • Hallo Jörg, aber dafür mit Ex NVA Politoffizieren als Bonzen der Polizeigewerkschaft

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  • Brosius-Gersdorf macht sich auch noch Hoffnungen…

    11
    • @Juerge.pr Das Schnatterlieschen Baerbock sucht auch noch einen neuen Job.

      21
  • Im Zweifelsfall einer der Erträglicheren, man muß es einfach so sehen.
    Die FRAUEN, die bisher genannt werden, überzeugen alle nicht.

    Martenstein hätte was …

    6
  • „Der frühere Bundesverfassungsrichter genießt seit Jahrzehnten das Vertrauen von Friedrich Merz…“ das ist ja wohl die höchste Auszeichnung, die ein Mensch sich verdienen kann! Bester Mann, auch schon wegen des Gutachtens zur Einberufung des abgewählten Parlaments.

    3
  • Helge Schneider?

    2
  • Ich habe mich mit dem Mann noch nicht auseinander gesetzt. Aber für ihn würde schon einmal sprechen, dass er keiner Partei angehört. Was ich gefunden haben, und was m.E. für ihn spricht, ist sein Gutachten zur Migrationskrise „…..Der Bund ist aus verfassungsrechtlichen Gründen verpflichtet, wirksame Kontrollen der Bundesgrenzen wieder aufzunehmen, wenn das gemeinsame europäische Grenzsicherungs- und Einwanderungssystem vorübergehend oder dauerhaft gestört ist . Das Grundgesetz garantiert nicht den Schutz aller Menschen weltweit durch faktische oder rechtliche Einreiseerlaubnis. Eine solche unbegrenzte Rechtspflicht besteht auch weder europarechtlich noch völkerrechtlich.“

    2
  • Sven Hüber?

    1
    • Aber – Gleichschalt,äh,stellung und so – als Doppelspitze mit IM Erika …
      sollten ja noch von früher prima zusammenarbeiten können. Dann kann sie sich die paar noch fehlenden Orden gleich selbst umhängen.

      1
    • 🤣👍

      1
  • Ein kleines „Dankeschön“ an den Udo?

    4
  • Wenn er bestens mit Merz u. Söder befreundet ist, habe ich Zweifel, dass er unparteiisch ist. Er hat ja dafür gesorgt, dass das Grundgesetzt zu unseren Lasten geändert werden durfte und dafür Geld kassiert. Ich glaube gehört zu haben so um
    die 9000,-€. Ich habe Bedenken, dass durch sein Zutun als Bundespräsident, die AfD gar nicht zur Regierungsbildung zugelassen ist. Da erinnere ich an Österreich, Kickl, Sieger bei der Wahl, van d. Bellen hat aber die anderen zur Koalition zugelassen. Dann habe ich Bedenken, ob nicht mit seiner Hilfe evtl. der Klimanotfall oder so ausgerufen werden könnte. Ich wäre für die Abschaffung dieses Postens. Wir haben schon genug lebende BP-ten die uns jährlich ca. 235.000,-€ plus plus plus kosten.

    11
  • Di Fabio hat doch jeden Merkelschen Verfassungsbruch durchgewunken.

    Aus CDU-Sicht ist er damit doch bestens geeignet…

    29
  • Politik und Justiz führen die Bevölkerung an der Nase herum,
    sämtliche Kontrollinstanzen wurden die letzten 20 Jahre abgeschafft 😑

    15
  • Mit diesem Gefälligkeitsurteil für Merz hat er sich ausreichend disqualifiziert!

    14
  • Wird Fritze sich mit dem Job des Bundespräsidenten bedanken?

    4
  • Ein Verfassungs-Trixxer passt zur Merz-CDU

    3
  • Und wieder eine Nebelkerze,
    diesmal eine respektable.
    Schade um Udo.

    2
  • Bei einigen Grundthemen sehr AFD nah …. interessant..

    2
  • Da winkt die Belohnung für gefälligkeitsgutachten. Auch das Amt des Bundepräsidenten ist offenbar nur noch Proporzmasse – CDU und SPD sind in ihrer Selbstgefälligkeit und Ignoranz gegenüber der Bevölkerung nicht unterscheidbar.

    1
  • Der hätte auch bei der Stasi Karriere gemacht!

    12
  • Ja klasse, so einen Antidemokraten , brauchen wir jetzt ganz bestimmt nicht

    4

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