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2.900 Mitarbeiter

Dortmunder Baumarktkette Hellweg insolvent

Die krisengeplagte Dortmunder Baumarktkette Hellweg ist insolvent. Bereits im vergangenen Jahr musste die Kette die Schließung von mehreren Filialen ankündigen.

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Die Baumarktkette Hellweg ist insolvent (IMAGO/mix1)

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Die krisengeplagte Dortmunder Baumarktkette Hellweg ist insolvent, wie die dpa berichtet. Demnach habe das Unternehmen vor dem Amtsgericht Essen Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet – Sanierungsexperten übernehmen die Geschäftsleitung. Unterdessen bleiben alle Filialen und der Online-Shop des Dortmunder Unternehmens vorerst geöffnet. Die 2.900 Mitarbeiter erhalten in den kommenden drei Monaten Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit.

Der vorläufige Sachverwalter für die Insolvenz ist der Rechtsanwalt Stefan Denkhaus. Er soll die Interessen der Gläubiger überwachen. Wie die weitere Sanierung des Unternehmens ablaufen wird, ist nicht bekannt.

Im vergangenen Jahr kündigte die Kette die Schließung mehrerer Filialen an – der Umstrukturierungsprozess konnte das Unternehmen offenbar jedoch nicht vor der Zahlungsunfähigkeit retten.

Kurz vor der Insolvenz war durch einen Bericht der Lebensmittelzeitung bekannt geworden, dass Hellweg nicht mehr über Markant beziehungsweise den dort eingebundenen Warenkreditversicherungsschutz von Allianz Trade abgesichert ist. Der Wegfall einer solchen Absicherung war bereits ein deutliches Warnsignal hinsichtlich der Bonität des Unternehmens.

Seit der Gründung 1971 ist das Unternehmen zu einer der größten Baumarktketten Deutschlands aufgestiegen, mit zahlreichen Märkten im Rhein-Ruhr-Gebiet aber auch im Rest der Bundesrepublik, insbesondere Berlin. Benannt wurde der Baumarkt nach dem bedeutendsten europäischen Handelsweg im Mittelalter: Dem Hellweg, der von Aachen aus durch das Ruhrgebiet führte.

bc

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48 Kommentare

  • Es wird weniger gebaut, aber mehr geklaut. Eine Entwicklung, welche kaum geeignet ist, um damit Geld zu verdienen.

  • Wenn nix gebaut wird, nix Baumarkt.

    • Die Baumärkte sind auch teuer geworden wie in der Apotheke.
      So mal eben billiger/günstiger in Eigenregie bauen ist nicht mehr. Wenn man im Baumarkt einkaufen geht, bestaunt man am Ende des Kassenzettel.

      • Eigentlich sind Baumärkte „teuer“, wenn man bei vielen Produktgruppen auch die Qualität betrachtet, noch teurer. In Baumärkten, ohne Namen nennen zu wollen, kann man z. B. Bohrer kaufen die nicht bohren, Feilen die nicht feilen, Sägen die nicht sägen, ausgetrocknetes Schleifpapier, Schleifstifte mit unrunden Schäften, No-Name Elektrohandwerkzeuge die ca. preisidentisch mit Markenware im gut sortierten Werkzeughändel sind, oder auch Äxte/Beile die ihre Funktion äußerst unzureichend oder gar nicht erfüllen. Nicht bei allen Produkten, aber viel Mist befindet sich dazwischen. Kauft man im Baumarkt Markenprodukte, so können die durchaus „teurer“ sein, als im Fachhandel. Baumärkte oder deren beauftragte Importeure kaufen „so billig wie möglich ein“ fertig etikettiert und geblistert. Geworben wird mit langlebig, hochwertig, präzise usw., noch „Spitzenqualität“ draufkrakeln, weil „Spitzenqualität“ noch mehr € bringt. Wir kaufen unseren Privatbedarf daher im Fachhandel ein. Ist günstiger.

  • Also fast alle Produkte sind im Baumarkt teurer als im Internet.

  • Das ist das grüne Wirtschaftswunder!

  • Ich habe Hellweg in der einen Richtung und einen kleinen privaten Baumarkt in der anderen Richtung. Bei Hellweg bekomme ich die gesuchten 6 Schrauben im 4er Paket für 6,99 € (13,98) und im kleinen kleinen privaten Baumarkt einzeln für zusammen 1,60 €. In dem kleinen Baumarkt bekomme ich keine Maschinen, die wissen längst, dass dieses Produktfeld inzwischen Amazon gehört.

    • So einen Markt hatten wir auch mal. Dort konnte man tausende Kleinteile einzeln kaufen. Als er aufgeben musste, hat die ganze Region geflennt.

      • ja, schön war das, gab es bei uns auch. „Eisenwarenhändler“. Alles mögliche in der Menge, die man tatsächlich auch nur braucht. Handverlesen, mit Beratung, zu 30% des Baumarktpreises. Einen gibt es bei uns noch, der Privatkunden so bedient, aber ohne Handwerks- und Industriekunden würde es den auch längst nicht mehr geben.
        „Eine Hand wäscht die andere“: Ist der Privatkunde mit der z. B. gekauften „Abisolierzange“ für 15€ zu zufrieden, so kauft dessen Betrieb oder Arbeitgeber vielleicht morgen einen „zweihundertteiligen Werkzeug- und Elektronikerkoffer“ für 750€ für Gewerbezwecke bei mir.

  • Wenn jeder seinen Akkuschrauber bei Amazon bestellt und nicht im Baumarkt kauft ist das kein Wunder

    • Amazon kann günstiger anbieten, die haben nicht so viele Mitarbeiter, die nur „Da müssen Sie den Kollegen fragen“ sagen. Der stationäre Einzelhandel schafft sich selbst ab, dafür braucht es keinen Amazon.
      Und zu den Mitarbeitern: Zeigt mir Eure Wahlzettel….

      • Oder man ordert bei Alibaba, Temu usw.. Scheint ja alles so günstig zu sein; nein schon zu billig, eigentlich geschenkt. Toll.
        Wirklicher stationärer Einzelhandel, bzw. PVH-Verbindungshandel, schafft sich nicht ab. Im Hintergrund stehen überwiegend Einkaufsverbände mit vielen Vertriebskonzepten, manche sagen auch „Kataloggruppen“, mit großer Marktmacht, die zig Sortimente wie Befestigungstechnik, Betriebseinrichtungen, Handwerkzeuge, Messmittel, Holz- und Metallbearbeitung, Oberflächentechnik, Elektrohandwerkzeuge, Werkzeugmaschinen usw.. anbieten. Zehntausende oder gar 100.000 Artikel verfügbar. 90% davon als Markenware oder Handelsmarke von bewährten Herstellern. „Alles aus einer Hand“, nicht nur Standardware, sondern auch spezielle Produkte. Diese Strategie nutzen Fachhändler mit (mehreren) Niederlassungen vor Ort, entweder Abholware oder die Ware ist per Versand ab Zentrallager auch innerhalb 1-3 Tagen vor Ort.. Seit rund 30 Jahren bedienen die meisten davon auch Privatkunden.

  • Wenn nicht mehr gebaut wird, braucht es auch keinen Baumarkt mehr.
    So ist das bei abnehmendem Wohlstand eines Landes durch immer mehr Planwirtschaft.

  • Gibt auch zu viele Baumärkte. Hagebaumarkt hat auch Probleme.

    • Hagebau ist so etwas wie Edeka, die einzelnen Märke sind in privater Hand.

  • Was sagte noch einmal ein deutscher Philosoph, Dichter , Denker und Wirtschaftsgenie Robert über Insolvenz👌😎

  • Die haben halt zu wenig gearbeitet und dann noch die Frauen in Teilzeit, kann ja nicht gut gehen😉

  • Nicht nur Praktiker, Baumärkte werden alle den Bach runter gehen weil das Geschäftsmodell überholt ist und Wucherpreise kaum noch jemand zahlen will.

    • Die Preise sind es nicht, die Kunden abschrecken.
      Es ist eher die Qualität mit dem Preis in Kombination.
      Die „Baumarkt-Qualität“ ist schon Sprichwörtlich legendär schlecht.
      In den Produkten steckt zuwenig von allem, und zuviel Handelskettenprofit.
      An was seit Jahren alles Material gespart wird, kann sich ein normaler Mensch nicht ausdenken. Wer käme auf die Idee, eine Schraubwindung von 5 auf 3 Umdrehungen zu kürzen? In Baumärkte kann man zum Staunen gehen, aber nicht zum Kaufen. Allerdings erstreckt sich das in Deutschland auf den ganzen Markt. Wer noch Qualität kennt, kann nur noch verzweifeln. Ich lauf da durch, nehm was in die Hand, und schüttel den Kopf. Ehrlich, da ist man auf dem Flohmarkt besser bedient.

  • Die Häuslebauer werden weniger und unsere Neubürger brauchen keinen Baumarkt, anfallende Renovierungsarbeiten erledigt die städtische Wohnungsbaugesellschaft für die und wird meistens kombiniert mit einem Wohnungswechsel.

    • Oder der Polnische bzw. Rumänische Schwarzarbeiter, der zusätzlich noch jede Menge Bürgergeld bekommt!

  • Einmal eine hypothetische Frage: Ist das der wirtschaftliche Aufschwung von dem Pinocchio immer redet?

    • Ja – das Geld wird jetzt aber weggenommen und anderswo wieder verdient.
      Willkommen in Wokeia.

  • Oh nein. Da bin ich immer so gern. Mist.

    • Ich kann’s verstehen. Ich vermisse den Praktiker heute noch.

      • Praktiker war im Grunde ein guter Baumarkt, auch wenn mir diese „20% auf Alles, ausser Tiernahrung“ irgendwann gehörig auf den Zeiger gingen. Weil das passierte gefühlt 2x pro Monat. Und daran ist schlussendlich auch das Konzept gescheitert.

  • Wozu noch Baumärkte.Man kann ebenso im Baustoffhandel einkaufen zu fast gleichen Konditionen,manchmal soagr günstiger.Raab Karcher,BayWa,wenn man etwas braucht was diese eventuelle nur in großen Abnahmemengen verkaufen,kann zu einem Bauunternehmen gehen und dort anfragen.In der Regel sind die recht freundlich und hilfsbereit,so zumindest bei uns.

  • Was geht in Deutschland eigentlich NICHT den Bach runter?

    • Die Asylindustrie? 😉

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      • Kann ich Aktien der Asylindustrie kaufen?
        (ich wollte der KI nur eine Scherzfrage stellen)
        Ihre Antwort:
        „Ja, man kann in Unternehmen investieren, die im Bereich der Asyl- und Migrationsverwaltung tätig sind. Solche Firmen, oft aus der Sicherheits- oder Infrastrukturbranche, übernehmen im Auftrag staatlicher Behörden Dienstleistungen wie den Betrieb von Auffanglagern, Unterkünften oder den Transport von Asylbewerbern.Zwei bekannte Unternehmen, die in diesem Sektor aktiv sind, sind an der Börse handelbar:
        Serco Group (WKN: 899328 / ISIN: GB0007973794): Ein britisches Dienstleistungsunternehmen, das für Regierungen weltweit unter anderem Migrations-Auffanglager und Abschiebezentren betreibt.
        Mitie Group (WKN: 864585 / ISIN: GB0004657408): Ebenfalls ein britisches Unternehmen, das Dienstleistungen im Facility-Management anbietet, was auch die Bewirtschaftung von Asylunterkünften und Immigrationszentren beinhaltet.“

    • Die Asylindustrie – und die Rüstung.

    • Beamtenapparatschik.

  • Warum auch nicht? Wer in Deutschland was werden will, wird Insolvent! Die Neue Merz Reform mit Unterstützung von Bärbel Bas.

  • Die können offensichtlich nicht wirtschaften. Oder ist es der Erfolg von den Kartellparteien?

    • HELLWEG ist leider schon seit Jahren in einer Schieflage. Diesmal scheint es endgültig vorbei zu sein.

      • Sorgen bereitet ihm die wirtschaftliche Lage von Galeria, wo tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.
        Hoffnung macht dagegen eine mögliche Entspannung im Konflikt mit Iran, die auch positive Folgen für Energiepreise und Konjunktur haben könnte.
        https://www.youtube.com/watch?v=3k0_dGmg900 5 Min. (Welt)

  • Kann man dafür Putin verantwortlich machen? Frage für einen Freund. 🙂

  • Hellweg ist der, in meiner Region, mit Abstand teuerste Baumarkt. Zudem verkaufen die z. B. Schrauben häufig nicht lose, sondern abgepackt. Die Mitarbeiter waren regelmäßig ziemlich unmotiviert und inkompetent. Kein Wunder, dass so ein Laden pleite geht. Ich weine Hellweg keine Träne nach und hoffe, dass in dieser Immobilie jetzt ein Hornbach oder Bauhaus eröffnet. Der Standort ist mir am nächsten und bisher musste ich immer Umwege in Kauf nehmen und habe dort nur im Notfall Kleinkram gekauft. Wenn in einem anderen Baumarkt etwas nicht passte habe ich regelmäßig zu den Verkäufern gesagt: „Das sind ja Hellwegmetoden!“ und das hat immer eine sofortige Wirkung erzielt.

  • Missverständlich formuliert. Die verkaufen einfach nur nicht mehr.

  • Sie fallen wie Domino Steine, alle der Reihe nach! Unser Baron von Merzhausen weiß nichts besseres als die Unternehmer und Bürger als faule Säcke zu beschimpfen!!

    • Spätrömische Dekadenz.

      • Präzise: Spätgermanische Dekadenz 😉

  • Laut dem besten Wirtschaftsminister aller Zeiten (Ha..ck)ist Hellweg nicht insolvent sondern hat nur aufgehört zu verkaufen.

    • Bedeutet insolvent nicht, daß man noch verkaufen kann aber seine Anlieferungen nicht mehr bezahlen kann?
      Sogar da hat Robbi wohl was nicht kapiert. 😉

  • Geht mal durch die Baumärkte. Alles ist richtig teuer geworden, vor allem Holz.

  • Wenn ich die Wahl habe, zwischen HELLWEG, BAUHAUS, GLOBUS oder HERBRÜGGER, TOOM, etc. hat bisher immer das BAUHAUS gewonnen.
    Allerdings haben die ihr Sortiment im C-Zeitraum auch auf BILLIG umgestellt und mit der Qualität dermaßen nachgelassen, daß ich inzwischen ständig zwischen den Anbietern wechsele, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu erlangen. Und dafür fahre ich auch schon mal von Anbieter zu Anbieter.
    Ich bin nicht mehr bereit, mein hart verdientes Einkommen für Schrott auszugeben.
    Werkzeugmaschinen kaufe ich auch meist im Internet, da günstiger.
    Und für gelegentlich zu nutzendes Werkzeug oder Maschinen gibt es ja nun auch die Discounter/ Supermärkte mit PARKSIDE und Ähnlichem.
    HELLWEG hat bei C voll mitgemacht und das Personal ist dermaßen arrogant, die Preise absolut überteuert, den Laden meide ich daher meist eh.
    Selbst verursachtes Problem, will ich meinen.

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