Berlin
Doppelmörder flieht auf Freigang – nach bundesweiter Fahndung wieder gefasst
Seit Donnerstag war der Doppel-Mörder Kai B. auf der Flucht. Es gelang dem 50-Jährigen, einen unbegleiteten Ausgang für sein Entkommen aus der JVA Tegel zu nutzen. Die Polizei konnte ihn am Samstag in Brandenburg aufspüren und festnehmen.
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Ein Doppelmörder konnte am Donnerstag aus der Justizvollzugsanstalt Tegel fliehen. Er sollte eigentlich von seinem unbegleiteten Freigang um 17 Uhr wieder zurück sein – doch von ihm fehlte jede Spur.
Seit Donnerstag wurde bundesweit nach dem Doppelmörder Kai B. fahndet. Die Brandenburger Polizei konnte ihn schließlich in der Wohnung eines Mietshauses in der Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten ausfindig machen. Sie sollen einem Hinweis der Anwohner gefolgt sein, der sich auf WhatsApp verbreitet hatte.
Kai B. ermordete 1995 zwei Menschen, er war damals 28 Jahre alt. Das Landgericht Potsdam verurteilte ihn zuerst nur wegen der späteren der beiden Taten zu lebenslanger Freiheitsstrafe. Gemeinsam mit seinem Stiefbruder hatte er am 22. Oktober 1995 in Brandenburg einen 35-Jährigen ermordet, indem er ihn mit einer Eisenstange erschlug und ihm mit einem Feuerlöscher das Gesicht zertrümmerte.
Erst nach dem Urteil wand sich seine damalige Freundin an die Polizei und sagte aus, dass er 11 Tage vor der letzen Tat bereits einen anderen Menschen getötet hatte, ebenfalls mit einer Eisenstange. Damals war Kai B. zu ihr gekommen, „gestand“ seine Tat und erklärte ihr, er wolle ihr die Leiche zeigen.
Gemeinsam am Tatort angelangt, stellte sich das Opfer allerdings zwar als schwerverletzt, jedoch noch lebend heraus. Mit den Worten „Den mache ich zu Brei“ trat B. dem 33-jährigen Mann ins Gesicht, bis er endgültig tot war, sagte die Frau im Prozess aus. Erst 2001 verurteilte das Landgericht Berlin ihn auch wegen des zweiten Mordes.
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