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Oliver Blume

Doch keine Werksschließungen bei Volkswagen? Konzernchef spricht auf einmal von Alternativen

Nachdem der Volkswagen-Aufsichtsrat die VW-Sparpläne, die auch Werksschließungen vorsahen, abgelehnt hat, hält Konzernchef Blume den Erhalt der Standorte nun doch für möglich. Es gebe „intelligentere Lösungen als Werke zu schließen“, räumt Blume ein.

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Steht auf der Streichliste: das VW-Werk in Zwickau. (IMAGO/Sylvio Dittrich)

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Der Volkswagenkonzern plant, die Standorte in Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm zu schließen (Apollo News berichtete). Doch jetzt kommt Gegenwind aus dem VW-Aufsichtsrat. Dieser lehnte das komplette Sparprogramm von Konzernchef Oliver Blume am Donnerstag ab, wie die Bild berichtet. Stattdessen spricht Blume jetzt auf einmal vom Erhalt der Standorte.

„Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen“, sagte Blume in einem Interview mit der Bild. Blume sieht in der Senkung der Fabrikkosten eine Alternative zur Schließung der Werke. „Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent senken. Ein starker Fortschritt.“ Positiv hob Blume hervor, dass sich 50.000 der in Spanien produzierten Fahrzeuge des elektrischen ID. Polo innerhalb der ersten vier Wochen verkauft hätten. „Wir sind klarer Marktführer in Europa – bei Verbrennern und vollelektrischen Fahrzeugen“, so Blume.

Trotz der positiven Nachrichten zum ID. Polo kämpft der Volkswagenkonzern insgesamt mit einem weltweiten Absatzrückgang. Im zweiten Quartal dieses Jahres verkaufte der Konzern mit fast 2,1 Millionen Fahrzeugen 8,6 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Die Rückgänge sind dabei insbesondere auf China zurückzuführen, wo es einen Absatzeinbruch von 36 Prozent gab, während es in Europa sowie in Nord- und Südamerika sogar eine leichte Steigerung des Absatzes gab.

Um Kosten zu sparen, will der VW-Konzern die Zahl der Automodelle stark reduzieren. So stehen beispielsweise das Nachfolgemodell des aktuellen Skoda Fabia, aber auch das des VW Jetta auf der Kippe. Auch im Luxusautobereich bei Porsche stehen mehrere Modelle auf der Streichliste, darunter der Porsche Taycan. Ziel der Reduktion der Modelle ist es, Forschungs- und Entwicklungskosten zu sparen. Allein bis 2031 soll so eine stolze Summe von 6,5 Milliarden Euro eingespart werden.

Obwohl Blume sich jetzt öffentlich erst einmal von Werksschließungen distanziert, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Im Dezember wird der VW-Aufsichtsrat, in dem unter anderem das Land Niedersachsen und der Betriebsrat sitzen, erneut über die Sparmaßnahmen beraten. Sollte es dann keine Einigung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat geben, kann eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, auf der die Aktionäre dann entscheiden können. Die Mehrheit der Stimmrechte der Volkswagen AG liegt bei der Porsche Automobil Holding.

ww

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33 Kommentare

  • Aus Volkswagen einen Volkseigenen Betrieb machen:

    VEB Automobilwerk Willi Hamburg

    Und dann auf Kriegswirtschaft umstellen mit E-Leoparden

  • VW steht symbolisch für den Ausverkauf Deutschlands.
    Die Chinesen reiben sich die Hände.

  • Warum nicht die Robert H. Methode. Das Werk bleibt offen, es gibt nur keine Arbeit, das Geld kommt vom Amt , und alle sind glücklich. Und Blume geht mit Millionenabfindung auf Heuschreckenwanderung, weiter zum nächsten Opfer..

  • War natürlich auch bisschen doof von Blume, die wahren Absichten des Konzerns vor den Wahlen im Osten hinauszuposaunen. Also temporärer Rückzug. Dezember, also als Weihnachtsüberraschung, ist genau der richtige Zeitpunkt.

  • „Wir sind klarer Marktführer in Europa – bei Verbrennern und vollelektrischen Fahrzeugen“,
    Hab doch glatt „beim Verbrennen von vollelektrischen Fahrzeugen“ gelesen.

    • 🤣🤣🤣🤣🤣

    • made my day!!!

  • Am Ende entscheidet der Käufer und der Markt. Fertig.

  • Diese Manager lügen wie Pinocchio.

  • Die wollen auf Rüstung umstellen.

  • Sollte hierzulande auch künftig eine Politik vorherrschend bleiben, die längst als „vernunftwidrig“ (Kant, 1790: 374, 1. Aufl.) kritisiert ist, haben hiesig ansässige Unternehmen keine andere Wahl. Es muss dann vor allem die beste Fabrik stillgelegt werden. Noch der leistungsfähigsten Belegschaft kann schließlich nicht zugemutet werden, zu einer Bedingung zu arbeiten, welche die menschlichen Anlagen bloß auf Verschleiß fährt. Die von Oliver Blume als dem gegenwärtigen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG bevorzugte „intelligente Lösung“ bestünde demnach darin, endlich der dadurch zutiefst falschen Praxis eine Abfuhr zu erteilen. Noch im selben Moment vollzöge sich gesellschaftlich ein Umschlag zugunsten einer richtigen Praxis. Jedwede Werksschließung würde sich daraufhin von vornherein erübrigen.

    • Schreibt ein SPD-Wähler!

  • Geht doch nicht um das Überleben von VW sondern der aktuellen Regierung, bis die EU / BlackRock Vorgaben durch sind. Eben Show für die zu täuschenden.

  • „intelligentere Lösungen als Werke zu schließen“, ich weiß auch welche die sind, Rüstung, Rüstung, Rüstung!!! So sicher wie das Amen in der Kirche

  • Ja, der “ staatliche “ Aufsichtsrat. Mal sehen wieviele Milliarden Steuergelder fließen werden um die Schließungen der Werke zu verhindern. Das gleiche Spiel wie immer, gutes Geld wird schlechtem Geld hinter her geworfen, ohne dass sich wesentliches ändert. Und zu diesem Zeitpunkt von Werksschließungen zu sprechen, vor der Sommerpause, vor wichtigen Landtagswahlen, nein, dass geht gar nicht.

  • Wieviel Geld hat VW von der amtierenden Regierung versprochen bekommen für diese Kehrtwende?

    • ich vermute das kommt erst noch

      • Im Bundeshaushalt 2027. „Rettung des VW-Konzerns: 150 Milliarden Sondervermögen“

  • VW wird ohne drastische Maßnahmen wie Galeria Kaufhof enden.

  • Ich könnte mir vorstellen das Merz,Klingbeil,Bas u.s.w. interveniert haben,bitte mit solchen Nachrichten wie Werksschließungen bis nach den Wahlen im September zu warten um die miesen Umfragewerte für CDU,SPD,Grüne und SED nicht weiter in den Keller rutschen zu lassen.Ich würde wetten nach den Wahlen kommt das wieder auf den Tisch.

    • VW wird das Argument für neue Sondervermögen in Milliardenhöhe im Jahr 2027 sein. Wetten?

  • Es ist nichts als weiter als eine, wahrscheinlich von der Regierung gesteuerte, Nebelkerze um kurz vor den Wahlen im September bei der Bevölkerung den Eindruck zu erwecken, dass man sich Gedanken über sie macht und alles für eine Rettung versucht.

    Spätestens im Dezember lässt man die Katze dann endgültig aus dem Sack und verkündet mit Krokodilstränen, dass man alles versucht habe, aber am Ende Schließungen leider nicht verhindern kann.

  • Lasst sie machen … Die Politik als Anteilseigner will die harte Realität spüren. Schädigt allerdings die gesamte deutsche Autoindustrie. Blödisinnige Konkurrenz auch zu Audi. Masse statt ein gesundes Mutterhaus

  • Ha – ha – ha . . . . . . . .
    Standartprogramm .
    Wenn die mit SOLCHEN ANGEBOTEN kommen ist der Dropps eh gelutscht !
    Überstünden für lau, verzicht auf Urlaubstage, alles für den Dackel alles für . . . . .
    den Chef damit ER seine Prämie bekommt !!!!
    Viele denken auch nicht dran das beim Lohnverzicht das Arbeitslosengel niedriger ist !!
    Auch aufpassen,
    bei Aufhebungsverträgen gibts 3 Monate kein Arbeitslosengeld !!!!!
    Raffiniert sind die Chefs ja .
    Hauptsache IHRE Boni stimmen .
    DIE verzichten auf nichts . . . . .
    https://geschaeftsbericht2023.volkswagen-group.com/corporate-governance/verguetungsbericht/verguetung-der-mitglieder-des-aufsichtsrats.html

  • Was für eine jämmerliche Schande in Wolfsburg. Erst markiert VW-Chef Blume den harten Sanierer, doch nach dem Veto von IG Metall und Politik folgt das sofortige Einknicken. Plötzlich schwadroniert das Management von „intelligenteren Lösungen“, während gleichzeitig die Modellpalette radikal halbiert wird. Was für ein Armutszeugnis!

    Diese angebliche Einsicht ist keine Weisheit, sondern die blanke Kapitulation vor der Polit-Mafia im System VW. Weil das Land Niedersachsen harte Schritte blockiert, regiert in Wolfsburg Staats-Sozialismus statt Marktlogik Doch weniger Modelle bedeuten leere Fabriken. Wer zahlt diesen politischen erzwungenen Leerlauf? Der Bürger! Wenn unfähige Vorstände und ideologische Politiker nun „Alternativen“ ausklüngeln, heißt das im Klartext: Der Steuerzahler richtet es. Ob durch neue E-Prämien oder staatliche Kurzarbeit – wir blechen für das Totalversagen von Konzern und Politik. Uns reicht es gründlich!

  • Die (geplante) Alternative heißt: VW wird Rüstungskonzern.

    • Zurück zu den Wurzeln, eine Ostfront gibt es schon, Moskau brennt ja schon zeitweise..

  • Mit Klimagedöns und E-Autos wird VW nicht überleben. Das gilt für den Rest der deutschen Autoindustrie auch.

  • DIe Aufschiebung der Werkschließungen ist ein Ablenkungsmanöver, um die Belegschaft zu beruhigen. Sie kommen so oder so, je später desto teurer.

  • Bis sich die Konzernchefs zur politischen Alternative durchringen – genauso wie ihre Belegschaft – wird sich der Untergang nicht aufhalten lassen.

  • …Tataaa . . . .welche USRAEL Investor will denn jetzt die Werke „mieten“?

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