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Die große Reaktion

Europas Rechtsparteien erleben in diesem Jahr einen beispiellosen Aufstieg. Doch hinter dem viel diskutierten „Vibe Shift“ steht erst einmal das bloße, offensichtlich gewordene Scheitern der zentralen Projekte der neuen Linken - an der Realität, nicht an den Bürgern. Erst wenn die Rechte das Wesen des sinkenden Zeitgeists erkennt, findet sie Orientierung. Und die ist dringend notwendig. 

Europas Rechtsparteien auf dem Weg zur Macht: Bardella, Farage und Weidel.

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Der „Vibe Shift“ ist in aller Munde, der große Stimmungsumschwung nach rechts – und er sorgt für viel Kopfzerbrechen. Beschreiben lässt er sich zunächst einmal politisch: In Großbritannien zeigen Umfragen, wie Nigel Farages neu gegründete ReformUK-Partei die jahrhundertealten Tories praktisch im Parlament ersetzen würde. In Frankreich führt Bardella in Umfragen über eine Stichwahl zum Präsidenten gegen alle anderen denkbaren Kandidaten. Im Duell mit dem Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon – der einzigen anderen politischen Kraft in Frankreich mit Auftrieb – würden sogar 74 Prozent der Franzosen für den Kandidaten des Rassemblement National stimmen. Es sind Zahlen, die bis vor Kurzem undenkbar schienen.

Dahinter stehen erst einmal aber weder die mystifizierten Wahlkampfmethoden von Donald Trump, noch die Genialität der Rechten, noch die Abwendung der Bevölkerung von der Demokratie oder der Aufstand „der Abgehängten“ – sondern schlichtweg das fulminante Scheitern großer linker Ideen, die unsere Gesellschaft sehr lange geprägt haben, und das in relativ kurzer Zeit. Die Politik der offenen Grenzen scheitert zwischen Anschlägen und alltäglich gewordener Gewalt auf den Straßen, die Energiewende scheitert an der Physik, und die Regulierungswut der Klimapolitik hat die deutsche Wirtschaft in eine bedrohliche Abwärtsspirale geschickt. 

Der Zusammenbruch dieser Illusionen und die damit einhergehenden dramatischen Folgen für die Bevölkerung haben die Rechte beflügelt – eine Rechte, die im Wesentlichen keine Ideologie hat außer der Ablehnung dessen, was wir Wokeness nennen, und spätestens in der Außenpolitik flächendeckend beweist, dass sie orientierungslos ist. 

Einen Teil dieses Vibe Shifts vergisst man nämlich gerne: die Wende in der Sicherheitspolitik. Auch hier dominierten bis vor Kurzem linke Lebenslügen: Multilateralismus, globaler Rechtsstaat, die Idee, wir bräuchten eigentlich gar kein Militär mehr und die USA schon gar nicht, der globale Süden sei sowieso die Zukunft, und so etwas wie den Westen gäbe es gar nicht, falls es ihn gäbe, bräuchten wir ihn nicht und ansonsten sei er sowieso schuldig, böse und eine Sache, die es eher zu überwinden gelte. Unvergessen ist der berühmte Moment, als Heiko Maas Donald Trump auslachte, weil dieser von Deutschland gefordert hatte, Nord Stream zu beenden. Heute sind diejenigen, die damals gelacht haben, natürlich besonders beseelte Ukraine-Flaggen-Schwenker und besonders gerne dabei, mit dem Finger auf die AfD und Trump zu zeigen. 

Das verstellt uns den Blick auf das Wesentliche: dass wir plötzlich klare Mehrheiten für Aufrüstung und nationale Verteidigungsbereitschaft haben, für die NATO und ein Abendland, das sich wehren können muss – auch das ist ein rechter Vibe Shift. Toni Hofreiter simuliert jetzt Franz Josef Strauß, das geht zwar nicht auf, ist aber immerhin etwas.

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Die neue Rechte kann man nur verstehen, indem man auf die diffuse Bewegung blickt, gegen die sie sich richtet. Wir haben für sie nicht mal ein Wort: Wokeness, „der Mainstream“, die postmoderne oder die grüne oder die neue Linke. Man kann ihre intellektuellen Ursprünge ergründen, aber schwerlich den Grund ihres Erfolges. Schließlich haben sich ihre Ideen durch ganz verschiedene Parteien realisiert und zwischenzeitlich weite Teile der Bevölkerung durch viele Lager hindurch ergriffen. 

Was auffällt, ist nur, dass alle politischen Fragen, die sie vorantreibt, bestimmte Gemeinsamkeiten haben: Es geht immer um Moral und genauer um Mitleid, und es geht nicht mehr darum, das Leben einer Mehrheit der Bevölkerung in ihrem alltäglichen, wirtschaftlichen Leben besser zu machen – die Ziele sind immer altruistisch und handeln von Entbehrungen für das große, ferne Gute. Hinter allem steht dabei der Gedanke: Der Westen ist schuld, er muss etwas wiedergutmachen.

Das ist der Kern der Politik der offenen Grenzen (die Menschen würden wegen uns fliehen, also müssten wir sie aufnehmen – und unsere Nationalstaaten fußen ohnehin auf Ausbeutung), der Klimapolitik (wir waren es, die den Planeten zerstört haben, also müssen wir etwas tun), unsere Schuld wird im Rassismus genauso gesucht wie in den allgegenwärtigen „patriarchalen Strukturen“. Kurzum: Verschiedenste ideologische Konstruktionen dieser neuen Linken landen am Ende immer bei einem einfachen Ziel – Eigenschaften, die den Westen ausmachen, sollen verschwinden. 

Das allerdings haben weder postkoloniale Intellektuelle sich so ausgedacht, noch sinistre Geheimzirkel – diese Themen sind offensichtlich deshalb so erfolgreich geworden, weil sie eine Sehnsucht in der Bevölkerung bedienen. Das Hadern mit der westlichen Moderne, das übersteigerte Zweifeln an unserer Gesellschaft und Kultur ist allgegenwärtig – selbst der unterschwellige Zweifel am demokratischen System.

Alle auf diesem wie auch immer gearteten anti-abendländischen Gefühl fußenden politischen Ideen sind gescheitert, denn sie halten der Realität nicht stand. Soweit profitiert die Rechte. Ein echter Vibe Shift müsste aber den dahinterliegenden gesellschaftlichen Komplex zerlegen und ihn nicht bloß durch größere, konkrete Probleme überdecken. Er müsste auch ein neues politisches Selbstbewusstsein zu dieser unserer Lebensweise hervorbringen. Das Pro-Westliche in jedem Sinne – das Bekenntnis zu uns selbst – ist die eigentliche Antwort, die auf die sinkende neue Linke folgen müsste.

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99 Kommentare

  • Das ist ein wirklich brillanter Artikel! Besser kann man das derzeitige „Unbehagen in der westlichen Kultur“ in 70 Zeilen nicht analysieren!

    • Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Die linksindustrielle Migrationsagenda einer Minderheitengesellschaft mit unbegrenztem Proletariat ist durch unseren überraschend schnellen Niedergang durch China, KI, Energiepreise etc schon überholt. Massenhaft Facharbeitslose statt Exportweltmeister. Europa wird zum skandinavischen Anhängsel von Eurasien, aber Skandinavien hat sich ja auch ganz gut in Europa behauptet ganz ohne Größenwahn.
      Eine schrumpfende Gesellschaft wie auch Japan ist alle mal ökologischer als eine entgrenzte Flug -Gesellschaft bis Afghanistan. Ebenso das Problem Männergesellschaften statt Emanzipation. Die Linke ist an ihren Widersprüchen gescheitert.

      • @ Hansi

        Das sein bestimmt das Bewusstsein ist eine der Kernthesen von Marx – und ist, obwohl er sonst ein schlechtes Orakel war, richtig.😁

        Und natürlich haben Sie recht: eRs gibt keine Einwanderung in Arbeit sondern GEZIELT Ein die Arbeitslosigkeit. Die Dummen, die Analphabeten und Ersatzweise Gottgläubigen kommen nach Deutschland, weil kein Land der Welt so dumme Politik hat, die Dümmsten der Welt anzulocken, damit sie sich im Sozialstaat einrichten.

        Kein Land der Welt ist so dumm sich seine Energieversorgung wegzusprengen, ( AKW) die eigenen Gasvorkommen IDEILOGISCH nicht zu nutzen , die uns auf Jahrzehnte unabhängig machten und eine Brücke zur Speichertechnologie der Zukunft wären.

        Der Aufstieg Chinas war klar, weil aggressiv vorangetrieben, das Pariser Klimaabkommen der Sargnagel auf unser Wohlstandsmodell. Grüne Dummheit, Beamtenstaat, Mangel an Bildung als Prinzip einer dekadenten , verwöhnten Generation der Babyboomer und ihren Kids und Kindeskids.😁

    • Also ich finde es schwer zu lesen – und zu verstehen.

      • Schön, daß Sie das so ehrlich sagen. Es ist Mode geworden, so zu tun, als ob man sich wissenschaftlich ausdrücken kann. Oft einfach Angeberei wie ich finde. Die meisten Möchtegern-Ausdrücke sind nur pseudowissenschaftlich, hören sich aber toll an. Eigentlich ist es umgekehrt: Die Leute sind nicht mehr in der Lage, sich in normalen Worten klar und verständlich auszudrücken oder gar einen Gedankengang nachvollziehbar darzustellen.

  • Ich vermute, der Kern ist die Alterung der westlichen Gesellschaften. Zukunftsoptimismus braucht eine große Zahl junger Leute, die untereinander, aber nicht gegen etablierte und sicher positionierte Ältere konkurrieren. Die nicht Bedenkenträger und weise sind, sondern anpacken und etwas erreichen wollen. Bei uns sind die Jungen inzwischen in der hoffnungslosen Minderheit und haben gegen die Bestandswahrer keine Chance. Als ich jung war, waren wir viele, und wir glaubten fest daran, wir würden die Welt zum Besseren wenden.

    • Das glauben die jungen Leute heute auch, bloß ist eine bessere Welt für diese Grün!
      Das liegt an der seit Jahren darauf abzielenden schulischen Beeinflussung , von schulischer Bildung wollte ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen.

  • Ich denke, wir brauchen nichts vollkommen Neues, sondern eine Renaissance der Werte, denen Europa einst seine kulturelle Vorherrschaft verdankte. Diese sind leicht zu identifizieren: Es sind die Werte des Liberalismus, die sich politisch in Demokratie und Menschenrechten und wirtschaftlich in der freien Marktwirtschaft manifestieren.

  • Ich stelle mir die Frage, wer hinter dieser Schuldinszinierung der Linken steckt. Ich glaube nicht, dass die Wokness aus einem Bedürfniss der Bevölkerung entspringt. Hier spielen Kräfte eine Rolle, die eine neue Weltordnung wollen, die Staaten infiltrieren und destabilisieren. Die Grünen und Linken sind die willigen Marionetten dieser Kräfte, da Heimat und Patriotismus für diese schon immer ein Greuel waren. Deshalb wird auch, und vor allem in Deutschland, die Klaviatur des Rassismus und des Faschismus gespielt.

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    • Mit den Schulden und dem wachsenden Sozialstaat wird eine wirtschaftliche Notlage erzeugt, die durch höhere Steuern und Enteignung gelöst werden soll. Am Ende steht der zentrale übergriffige Staat.

    • „Die Grünen und Linken sind die willigen Marionetten dieser Kräfte, da Heimat und Patriotismus für diese schon immer ein Greuel waren.“

      Das stimmt in dieser Allgemeinheit nicht. Auch früher zeichneten sich die ECHTEN Linken durchaus durch Heimatliebe und Nationalstolz, sowie durch Patriotismus aus.
      Was heutzutage unter dem Label „links“ unterwegs ist, hat mit der echten Linken nur noch wenige Berührungspunkte und glänzt in erster Linie durch Geisteskrankheit im Endstadium.

      • Tut mir Leid > Fmp. WIDERSPRUCH auf VOLLER LINIE, weil
        1. auch wenn die Nazis Linke waren, aber sie liebten weder Gott noch seine Schöpfung, sondern nur sich SELBST wie die heutigen Linken.
        2. Links &/oder Grün liebt nur in der GLANZ-FASSADE, dahinter ist die KLOAKE
        > Beispiele > A – China > Was ihr gezeigt bekommt ist das größte, höchste, schnellste &&& daneben befindet sich die nicht abgelichtete KLOAKE
        oder B – Innovative Produkte, die man innerhalb kürzester Zeit in den Müll wirft
        C – Die Grünen > lieben angeblich Heimat, aber Kriegstreiber in Kosovo, Afghanistan & UA & statt Wälder/Getreide Windräder/Solarparks, was dann aus der UA oder wie beschlossen noch KLIMANEUTRALER 😱 aus Lateinam.
        3. TOTALITÄR/SOZIALISTEN, egal ob National oder International sind nur Gottlose Möchtegerne der Gier & des Hochmutes, Nachfolger von Cäsar & Konstantin, die MACHT BESITZEN WOLLEN & nicht nach Weißheit im denken, Herz & Güte im Handeln & der SELBST-Betrachtung/Disziplin fürs eigene tun & Sinn;

    • Die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Herr Igor Shaferevitsh ein russischer Mathematiker hat dazu geforscht und „Ideologien und Idiotien“ (was für ein schönklingender Zusammenhang) schon in der Antike vorgefunden und über die Jahrhunderte auf der ganzen Welt Beispiele dafür gefunden. Ob das aber so eine Art Massengeisteskrankheitsausbrüche (was für ein Wort) ähnlich Epidemien auf Erregerbasis sind, ist ungeklärt geblieben.

    • @Antigreen, schon in den 90iger Jahren begannen Intellektuelle an angelsächsisch geprägten Universitäten des „globalen Südens“ antikolonialistische Veranstaltungen unter dem Motto „The colonies fight back“ zu organisieren. Keine 20 Jahre später ging diese Saat im Westen auf.

      • Aber in schätzungsweise 80% der Artikel dieser ‚Intellektuellen‘ halte ich die Selbsteinschätzung ‚Intellektueller‘ für völlig übertrieben. 1. Die ‚conclusio‘ steht erkennbar von vorneherein fest. 2. Die Quellenarbeit ist z.B. oberflächlich/ lückenhaft oder einseitig. 3. Pro und Contra werden ungleich sorgfältig bearbeitet. 4. Fehler und Denkfehler ziehen sich durch eine ganze Arbeit.

    • Auf den Punkt habe ich es in meinem obigen Kommentar gebracht.

      • Keep it simple, folks:
        Die „Motive“ sind nur vorgeschoben, austauschbar. Es ist einfach nur der erfolgreiche Marsch durch die Institutionen, der wiederum einfach nur aus Neid auf die damals erfolgreichen gestartet wurde.
        Man wollte – als Mathematik- und Physikhasser – auch an die Fleischtöpfe, aber bitte ohne die lästigen Hausaufgaben.
        DAS HABEN SIE MIT BRAVOUR GESCHAFFT. Als Lehrer, Staatsanwalt, Richter und Landrat können sie uns jetzt sogar noch ihr eigenes Weltbild aufzwingen und die letzten Mohikaner vertreiben. PERFEKT.
        Und anstatt dass die „schweigende Mehrheit“ die Demokratie verteidigt, was immer unangenehm und ansteckend ist, zuckt sie mit den Schultern oder – noch schlimmer – schielt neidisch in die coolen Raucherecken, weil da die heißesten Girls sind.
        Junge Hoffnungen wie Max Mannhart gibt es ja erst seit kurzem. Ich bezweifle, dass es zeitlich noch reicht.

    • Das „Bedürfnis der Bevölkerung“ ist es, dass man sich selbst als guter Mensch sehen möchte – gerade in Deutschland, wo ein Mangel an Gutigkeit einem sofort so ausgelegt wird, dass man im Nationalsozialismus bestimmt mitgemacht hätte.

      Als die deutschen 68er erfuhren, was ihre Eltern getan hatten, und darauf mit „Deutschland verrecke“ reagierten – diesen Impuls kann man ja sogar irgendwo verstehen. Nur hätten sie irgendwann auch mal checken müssen, dass Staat und Volk unabdingbare Vorraussetzungen für eine Demokratie sind.

      Wir treten nun in eine Phase ein, wo radikale, ultra-teure Gutigkeit in der Reihenfolge der Bedürfnisse nach hinten durchgereicht wird. Es gibt da dieses Meme:
      „Not all …“
      „At this point, honestly, I don’t care anymore.“

    • Es sind immer noch die Gleichen, welche es schon immer waren. Es ist das große Geld, welches neue Märkte sucht und welches sich dabei linker und grüner Ideologie bedient. Das erklärt auch die Widersprüche, welche wir immer wieder sehen. Ginge es wirklich um Klima, würde man sich bemühen eine friedliche Welt zu schaffen und Kriege beenden. Da aber Kriege ein ausgezeichnetes Geschäft sind, schert dann auch das CO² nicht, weil man an der Zerstörung und dem Wiederaufbau sehr viel Geld verdienen kann. Egal ob Linke oder Rechte. Sie alle wollen Macht, weshalb sie den Mächtigen auch in ihrer Argumentation dienen.
      Würde die AfD laut Krieg schreiben und die Geschäfte antreiben, würde sie nicht in diesem Maß verfolgt werden.

    • @ Antigreen

      Welche Kräfte SOLLEN das denn sein, die dahinterstehen ?

      Illuminaten ? Reptiloiden ?

      Wenn Sie schreiben :

      (..)! Deshalb wird auch, und vor allem in Deutschland, die Klaviatur des Rassismus und des Faschismus gespielt.(..)

      ist das DAHINTER die grosse jüdische Weltverschwörung ? Der für die Rechten legendäre Sorros -;und der jüdische Kapitalismus ?

      „Hier spielen Kräfte eine Rolle , die eine neue Weltordnung wollen “

      Alles klar, die Braunblauen freut es 👍👍

      Insofern an die Apollo Moderation : Meine niederländisch, liberale Grundhaltung erlaubt auch solchem rechtsaussen MÜLL seine Platz im Diskurs. Ich hab kein Problem damit, aber die KLAR antisemitische Diktion aus der ganz rechtsaußen Mottenkisten der Verschwörungstheorien wird auf Platz 1 Relevanz gesetzt ?

      Liebe Moderation, den Maulwurf-Text von Antigreen nocheinmal lesen, und den hervorragenden, analytischen Artikel von Max Mannhardt nicht durch diesen Rechtsaußen Müll ins Absurde verdrehen lassen.

  • Eine sehr gute Analyse von Max Mannhart. Ich würde dem aber noch das unprofessionelle Verhalten im ÖRR und anderen Medien hinzufügen. Das will doch niemand mehr hören, lesen und sehen.

  • Die Linken werden immer übergriffiger und kollektivistischer, der Preis hierfür ist, dass Grundrechte und damit Freiheit geopfert werden.
    Ob der Erfolg der meistens etatistischen Rechten mit der Wiederherstellung des wirtschaftlichen Wachstumskurses und wachsenden Wohlstandes einhergeht wage ich zu bezweifeln. Dafür muss nämlich die internationale Wettbewerbsfähigkeit in Wirtschaft, Bildung und gesellschaftliche Werten wiederhergestellt werden. Und damit sind wir wieder bei der Freiheit des Einzelnen.
    Für Libertäre sehe ich in Europa derzeit leider noch keine Mehrheiten. Bis der Lernprozess in diese Richtung greift, kann man ja zuerst die progressiven Linken Errungenschaften rückabwickeln.

  • Nun, „Politikwende“ klingt so martialisch-entschlossen, so konservativ-zukunftsträchtig, so tatenschwanger …

    Aber diese „Politikwende“ – egal wo sie geschieht – ist doch erst der bescheidene Anfang.

    Allenthalben wird sich – auch hier und zurecht – über die in etwa dreißig Jahren erfolgte Politisierung der – eigentlich – zu politischer Neutralität verpflichteten Staatsverwaltung und Justiz echauffiert.

    Wie lange müsste die „Politikwende“ denn andauern, bis sie den ganzen „Apparat“ wieder auf Neutralitätskurs gebracht haben wird …?

    • @ Marcus Agrippa

      1 bis 2 Generationen, die durch das System Schule, Studium, Praxis gegangen sind.

      Und da ist mit der zunehmrnden Islamisierung, der grünen CO2 Sektiererei der deutschen Geldeliten, ergo die Verblödung ins Religiöse auf breiter Front, gegen jede Vernunft des Wirklichen , eher unwahrscheinlich, dass es einen „roll back“ ins Unparteiische geben wird.

      Meine These ist es, dass diese Demokratie weiterentwickelt werden muss, dass das was ich regelmäßig als Parteikratur beschreibe zurückgebaut werden MUSS, was dann aber auch bedeutet, der Staatsbürger hat nicht nur Ansprüche gegen den “ Nanny Staat“ sondern auch Pflichten den Staat AKTUV zu gestalten – und nicht nur als Stimmvieh zu „dienen“, während ihn die Parteien ALLER Farben den Geldbeutel abschneiden. ✌️

  • noch Fragen?
    Nach sechsundsechzig Jahren Revolution sinkt Kuba immer tiefer ins Elend. Das Einzige, was funktioniert, ist die staatliche Repression
    Für Millionen von Menschen stand Kubas Revolution 1959 für den Traum von einer gerechteren Welt. Er platzte bald. Fidel Castro verwandelte sein Land in eine totalitäre Diktatur, die bis heute besteht.
    nzz 07.09.2025, von Oscar Alba, freier Journalist. Er lebt und arbeitet in Havanna.

  • Gute Analyse, Herr Mannhart, aber vage Schlussfolgerung. Das „prowestliche Selbstbewusstsein“ sollte das Bekenntnis zur Nationalkultur und zum christlichen Glauben ebenso umschließen, wie zur Marktwirtschaft und der Moral der individuellen Freiheit und sozialen Subsidiarität, auf der diese gründet. Es ist total wichtig, konkret auszubuchstabieren, worauf sich die „westliche Identität“ stützt. Wenn dies gelingt, gibt es auch eine klare, durchsetzungsfähige rechtskonservative Orientierung.

    • Mit dem christlichen Glauben wird es schwierig, da die Kirchen sich klar links progressiv positionieren.
      Ein Fokus auf Werte der Aufklärung, Fokus auf das Individuum und die Grundrechte können hierbei helfen. Auch Subsidiaritätsprinzip bringen mehr Demokratie zum Bürger anstatt der etatistischen zentralen repräsentativen Parteiendemokratie. Einfach gesagt EU und Berlin müssen drastisch entmachtet werden.

  • Schwieriger Titel. Es sind ja nicht die ehemaligen Eliten, die sier hier ihren Weg an die Macht zurück wieder bahnen, sondern die Völker wählen sich frische Vertreter mit erprobten Werten.

  • Im Großen und Ganzen eine richtige Sichtweise, die ich genau so empfinde.
    Ein Satz hat mich verwirrt: „… eine Rechte, die im Wesentlichen keine Ideologie hat außer der Ablehnung dessen, was wir Wokeness nennen, und spätestens in der Außenpolitik flächendeckend beweist, dass sie orientierungslos ist.“

    Es stimmt, dass die Rechte keine Ideologie hat, was ja nur gut ist.

    Aber dass die Rechte in der Außenpolitik „beweist“, dass sie orientierungslos ist, das kann man so nicht stehen lassen.
    Die Rechten, zumal in Deutschland in Form der AfD, setzt sich für Völkerverständigung mit allen Staaten dieser Welt ein, um die Interessen des eigenen Landes zu wahren, statt mit moralinsaurem Gehabe anderen Ländern vorzuschreiben, wie sie handeln und leben sollen.

  • Das ist hinsichtlich des linken Versagens gut analysiert aber der angesprochene „Vibe Shift“ der den Rechten fehlen soll ist für mich zu abstrakt. Ich finde auch nicht, daß dieser „in aller Munde ist“. Und ich kann mir darunter nichts vorstellen, was das „pro-westliche zerlegen des gesellschaftlichen Komplex“ sein soll. Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht intellektuell genug. Für mich ist das recht „schwammig“ und kann sowohl alles mögliche oder auch gar nix heißen.

  • Das sind nicht Rechtsparteien, sondern- wie im Fall der AFD – liberal-konservative Projekte. Warum wird das nicht auch mal so geschrieben? Bei dem Wort links-liberal ist man deutlich schneller, es zu benutzen, obwohl kaum zutreffend.

  • Das Denken an allem schuld zu sein, ist logisch untrennbar verbunden mit Allmachtsdenken. Und dieses resultiert – analog zum Narzissmus – im Grunde aus Minderwertigkeitsgefühlen. Reife, erwachsene und selbstbewusste Menschen, die mit sich im Reinen sind, ohne sich als moralische Pseudoleuchttürme zu inszenieren, kommen auf solche Ideen gar nicht erst. Übrigens hängt Reife keineswegs am Alter, sieht man ja sehr schön an der Apollo-Redaktion 😉

  • Also, für Farage und Bardella könnte es jetzt
    schon reichen. Davon ist die stagnierende AfD noch sehr
    weit entfernt. Woran liegt es? An den Blauen oder an
    den Deutschen?

    • … allgemeine Medien, NGO-Kampagnen, innere Trägheit, eingeimpfte Historie-bedingte Ängste… würden mir einfallen…

  • Der „Westen“ hat die industrielle Revolution erfunden und vorangebracht. Man hat verdient und exportiert. Eigentlich müssten wir diese Errungenschaften für uns (bzw. der Westen für sich) behalten. Aber da man mit der Marktwirtschaft gut verdienen kann, wurde exportiert und andere Menschen kamen auch in den Genuss des Fortschritts. Fortschritt muss nicht immer gut sein, was geschichtlich zu Hauf belegt werden kann. Auch beim industriell Fortschritt kamen ganz viele Menschen unter die Räder. Aber im Grunde genommen ist das Leben für die Gesamtheit der Menschheit einfacher geworden, vorher wurde es von Herrschern und Religionen verschlechtert. Sicher, die Ausbeutung der Arbeitskraft bleibt, in manchen Regionen mehr, in manchen weniger. Aber warum sollte man, weil man es konnte, jetzt dafür bezahlen und andere Länder Finanzausgleiche bezahlen, die nicht mal z.B. im Ansatz demokratisch sind, ihre Bürger unterdrücken? Wie viele Demokratie gibt es auf der Welt? Teilhabe ja, durchfüttern nein.

  • Die Einordnung in „rechts“, „links“ halte ich für einen Fehler. Zwar ist es erforderlich, Begriffe zu etablieren, aber hier wird meines Erachtens bewusst übertrieben. Vor allem die selber so Eingeordneten sollten sich von dieser Schublade distanzieren. So sind z.B. „Omas gegen rechts“ für ältere Frauen leichter zugänglich als „Omas gegen Vernunft“.

  • Wir brauchen Turning Point Europe

  • Auf jeden Fall muss in diesem Land erst einmal gründlich aufgeräumt und das kriminelle Gesindel von der Straße entfernt werden. Das alleine ist schon eine Mammutaufgabe.

    Zugleich müssen die Weichen für die Wirtschaft wieder auf „grün“ gestellt werden, damit der Zug wieder ins Rollen kommt, bevor er komplett kollabiert.

    Dazu braucht es grundlegende Entscheidungen mit soliden Mehrheiten, Für diese Mehrheiten ist der Bürger zuständig. Da der Bürger weiß, dass das Verbrecherkartell von der Brandmauer nicht lassen will, MUSS er an der Wahlurne die sich daraus ergebenden Konsequenzen ziehen. Tut er das nicht, darf er sich auch über sein – selbsterwähltes – Elend nicht beklagen.

    • Korrekt. Sicherheit und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die ein Überleben möglich machen, kommen zuerst und sind DRINGEND.

      Und beides geht in Deutschland nur mit der AfD.

      Wer aus welchen Gründen auch immer im Moment nicht AfD wählt, stimmt für den Untergang.

  • Treffende Analyse. Der Vibe Shift muss genutzt werden, um den ganzen Sumpf, der uns dahingebracht hat, trockenzulegen.
    Angefangen bei den Meldestellen, der Antonio Amadeu Stiftung bis hin zum öffentlichen Rundfunk.
    Und dazu wurde der Bürger auch noch Geld sparen – ein klassischer win-win.

    • Kann man nur inständig hoffen, dass das bald auch eine die AfD unterstützende Mehrheit der Wähler so sieht. Davon sind wir noch Lichtjahre – wenn nicht mehr – entfernt.

    • Vibe-Shift, mal wieder ein neues Modewort. Mal sehen, wie lange das hält.

  • Danke für diesen Artikel und Ihre Standhaftigkeit. AN hat seine Mentoren abgehängt, allen voran TE.
    Waren früher die Rechten für Nato, gegen Totalitarismus, sind viele von ihnen heute orientierungslos anstatt die Dividenden einzufahren und mit einer pro-Nato, pro-Amerika Haltung den Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen.
    Es fehlen positive Führungsfiguren wie Trump und Milei die offensiv für westliche Werte einstehen. Leider orientieren sich die heutigen Rechten am falschen Pol und meinen Konservativismus sei Anti-Ameirika/ pro-Russland minus Wokeismus. So entsteht kein positives Zukunftsbild. An Russland scheiden sich die Geister und auch die Wähler. Wir brauchen Milei’s und Trump’s, keine Chrupallas und Höckes. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Back to the Roots.

    • Die AfD war bei Trump zu Gast schon vergessen? Frau Weidel, Herr Chrupalla und auch Herr Höcke sind für mich positive Führungsfiguren, die allerdings von vielen Medien mit Schlamm beworfen werden. Auch auf Grund seiner geographischen Lage, hat Deutschland ein erhebliches materielles Interesse an einem guten Verhältnis zu Russland. Der Ukrainekrieg begann 2014 und nicht 2022.

      • Stimmt, der Krieg begann schon 2014 mit der Okkupation der Krim und von Teilen der Donbas. Habe auch nie was Anderes behauptet. Trump will die Nato wieder zur alten Stärke verhelfen, Höcke und Chrupalla nicht. Bei Weidel bin ich mir nicht sicher. Und wegen der Lage Deutschlands und ihren angeblichen Interessen zu Russland: ich denke, dass das nur Schuldkult ist wegen dem 2.WK. Andere Länder sind näher und sind trotzdem selbstbewusst.

  • „Europas Rechtsparteien erleben in diesem Jahr einen beispiellosen Aufstieg.“
    Wo es (viel) Links gibt MUSS es auch (immer mehr) Rechts geben, das hat was mit dem Gleichgewicht zu tun, das ist Physik! Und somit ist dieses ganze Kampfgebrülle „gegen Rechts“ nicht nur undemokratisch, es ist auch sinnlos, wie man unschwer erkennen kann! Und das ist gut so!

    • Nur leider reicht’s nicht, weil der Michel zu ignorant, zu hysterisch und auch zu faul für ein rechtes Gegengewicht ist.
      Also lässt er sich lieber mit in den Abgrund ziehen.

      • Ich glaub eher, daß er zu ängstlich ist und deswegen bereit ist sich zu fügen, denn Angst macht gefügig. Corona hat`s ganz klar gezeigt!

        • Stimmt. Und zu ängstlich ist er deshalb, weil er beim „Denken“ ein bisschen Pech hat.

          15
  • CDU/CSU/SPD/Grün/Links/BSW sind durchgehend links bis linksradikal. Einen richtigen Ausgleich sehe ich mit der AfD noch nicht.

    • Für den Ausgleich sind die Wähler zuständig.

      • Nicht die Wähler, sondern die Zähler!

        • In erster Linie die Wähler ! Wenn die nämlich richtig wählen, können die Zähler gar nicht so viel „falsch zählen“, wie sie zählen müssten…

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        • Das lernen wir gerade im Fall des BSW.

          5
  • Erst wenn die Rechte das Wesen des sinkenden Zeitgeists erkennt, findet sie Orientierung >> Ein fundamentaler Satz, Chapeau Herr Mannhart & wie beim Herrn Markus Krall >> eine hervorragende exelente Analyse. Und trotdem sehe ich ein Thema TOTAL ANDERS > DIE WELTLICHE & RELIGIÖSE MACHT. Auch wenn diese mit den Todsünden wie Hochmut, Gier, Selbstüberschätzung &&& belegt ist > ABER > SIE ALLE (über 2/3) WISSEN, WAS SIE TUN! Wirtschaft, Finanzsystem, Demokratie & Rechtsstaatlichkeit, Kultur wie Werte & die 5 Tugende einer Gesellschaft WAHRHEIT-FREIHEIT-GERECHTIGKEIT-WÜRDE-FRIEDEN >>> SABOTIEREN, SPRENGEN, CLEANEN, ABWIRTSCHAFTEN, VERSCHULDEN, ENTWÜRDIGEN, TORPEDIEREN, UNTERWANDERN, IN DIE LOSIGKEIT TRANSFORMIEREN & dies ganz ganz BEWUSST/PRÄZISE/PERFIDE/PUNKTGENAU GEPLANT/HEMMUNGSLOS/FANATISCH/SELBSTÜBERSCHÄTZEND & GOTTLOS (selbst die Staatskirchen), aber sich Göttlich & Berufend fühlend ==> & EUROPA an den ISALM wie an CHINA > AN TOTALITÄR zu VERKAUFEN & zu VERHÖCKERN.

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