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Maybrit Illner

„Die AfD verarscht die Wähler“, meint Ruth Moschner – und fordert „Informationskontrollen“ im Netz

Ruth Moschner hat der AfD bei Maybrit Illner vorgeworfen, ihre Wähler zu „verarschen“. Wähler der AfD würden gegen ihre eigenen Interessen wählen, weil diese tatsächlich „eine Partei für Reiche“ sei. Für soziale Netzwerke forderte die Schauspielerin zudem stärkere „Informationskontrollen“.

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Schauspielerin Ruth Moschner wandte sich bei Maybrit Illner mit scharfen Worten gegen die AfD (Screenshot via ZDF/YouTube)

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Die Schauspielerin und Moderatorin Ruth Moschner hat die AfD bei Maybrit Illner scharf kritisiert und der Partei vorgeworfen, ihre Wähler zu „verarschen“. Die Vorständin des Anti-Desinformationsvereins „teilensWert“ argumentierte, die Partei mache ihren Wählern bei zentralen sozialen Fragen Versprechungen, die sie ausweislich ihres Parteiprogramms nicht erfüllen könne. Zugleich warf Moschner den „demokratischen Parteien“ vor, zu lange auf die AfD reagiert zu haben, statt über eigene Inhalte zu sprechen.

AfD-Wähler wollten vor allem bezahlbare Mieten, eine gute Rente, bessere Löhne und eine funktionstüchtige Infrastruktur. „Das würde die AfD gar nicht schaffen“, so Moschner. Wer in das Wahlprogramm schaue, sehe vielmehr „eine Partei für Reiche“, sagte sie. Dies gehe aus ihrer Sicht am eigentlichen Wählerwillen vorbei.

Deshalb finde sie es auch „ganz, ganz schwierig“, wenn andere Parteien den Dialog mit der AfD suchten und mit „Rassisten und Menschenfeinden“ redeten. Gleichzeitig betonte sie, dass der direkte Kontakt zu AfD-Wählern wichtig sei. „Ich finde es ganz, ganz wichtig, mit den Wählenden zu sprechen und da im Gespräch zu bleiben“, sagte sie. „Demokratische Parteien“ wie SPD und CDU hätten dabei „den Zug sowas von verpasst“, weil sie sich zu stark auf die AfD konzentrierten und nicht über bloße „Reaktionspolitik“ hinauskämen.

In einer weiteren Wortmeldung verbreitete Moschner selbst Fake News: Auf die Frage, warum Menschen die AfD wählen, obwohl dies ihren sozialen Interessen vermeintlich entgegenstehe, verwies sie darauf, dass viele Unternehmen die AfD unterstützten. Dabei nannte sie unter anderem die Drogerieketten Müller und dm. Sie verwechselte allerdings anscheinend die Molkerei Müller mit der gleichnamigen Drogeriekette – und auch dm unterstützt die AfD offiziell nicht.

Problematische Informationsdefizite sieht Moschner allerdings nicht bei sich, sondern insbesondere bei den Wählern der AfD. Diese informierten sich ihrer Einschätzung nach nicht mehr über faktenorientierten Journalismus, sondern über soziale Netzwerke und alternative Medien. Die AfD spiele das „Spiel von Fake-Informationen fantastisch“, sagte Moschner. „Und die Leute fallen darauf rein.“

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Bei Gesprächen mit AfD-Wählern stelle sie fest, dass deren konkrete soziale Forderungen ihrer Ansicht nach gar nicht zu den Positionen der Partei passten. „Die müssten eigentlich links wählen“, erklärte Moschner. Forderungen nach höherem Einkommen oder einer besseren Bezahlung von Pflegekräften hätten demnach „nichts, aber auch gar nichts mit dem AfD-Programm zu tun“, sagte Moschner und bezeichnete dieses als „menschenfeindlich“.

Auch die öffentlich-rechtlichen Medien nahm Moschner in diesem Zusammenhang ins Visier. Diese würden bei Faktenchecks zu Aussagen von AfD-Politikern angeblich „hinterherhinken“. Zugleich stellte sie infrage, ob AfD-Politiker überhaupt noch in öffentlich-rechtliche Sendungen eingeladen werden sollten, obwohl die Partei den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen wolle. „Ich würde die dann nicht mehr ins Haus lassen, um ehrlich zu sein“, sagte sie.

Aus ihrer Kritik am Umgang mit Informationen leitete Moschner schließlich die Forderung nach einer stärkeren Regulierung sozialer Netzwerke ab. „Mein Appell an die Politik ist, dass wir die sozialen Netzwerke anders gestalten müssen. Es sind Informationsnetzwerke und wir brauchen andere Regelungen für Fakten, für einen seriösen Journalismus, weil die Informationsquellen einfach ganz, ganz oft digital funktionieren“, sagte sie. In der Sendung wurde dazu unter anderem auf Plattformen wie Meta, TikTok und Telegram verwiesen. Moschner monierte: „Da gibt es keine Informationskontrolle.“

Die gestrige Illner-Sendung beschäftigte sich vor dem Hintergrund der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit dem Umgang der politischen Mitte mit der AfD. Unter dem Titel „Der Osten wählt – die letzten Tage der Brandmauer?“ diskutierten neben Moschner der CDU-Sozialpolitiker Dennis Radtke, der frühere niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, der Autor Hendrik Bolz und die Welt-Journalistin Nena Brockhaus. Im Mittelpunkt der Sendung stand die Frage, wie Union und SPD auf den Aufstieg der AfD reagieren und ob die sogenannte Brandmauer gegen eine Beteiligung der Partei an der Regierung Bestand haben kann.

mmx

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79 Kommentare

  • Wer ist das? Muss man die kennen?

    66
    • Ich kenne die nicht, will ich auch nicht, die ist mir viel zu hohl.

      32
    • Ich kannte die auch nicht, aber Diktatur-Freunde sollte man schon kennen(lernen).

      3
    • Hier zeigt sich wieder die totale Arroganz einer gut situierten Klasse, die auf Normalbürger herunterblickt und glaubt, diesen die Welt erklären zu müssen.

      5
    • eine Ungelernte, das steht fest.

      6
    • ..aber gut geschauspielert, oder? ..und dazu das Textscript auswendig gesprochen ohne Cuts und zwischen-Takes.
      ..also wenn man schon das Gefühl hat, das sogar aktuelle Hollywood-Filme „Wiederholungen“ sind weil alle Muster ausgereizt sind…und wenn man bei UnsereDemokratie das Gefühl ständiger Wiederholung auf ihrer SPIEGELBILDWELT-Bühne hat…vom ÖRR garnicht zu reden, sage ich als Kybernetiker:

      „Ihr“ „System“ der Dauerverarsche durch künstliche Emotionalisierung ist am Ende!
      .

      5
    • Vor 20 J. guckte ich noch öfter HR-TV.
      Sonntagabend Rätsel-Sendungen.
      Da war sie ständig dabei. Später bei
      den RTL-Promi-Tanzen-Shows. Da war sie
      gerade üppig. Sie kämpft seit Jahren gegen
      ihre Pfunde mehr oder weniger ernsthaft.
      Bei RTL oder NTV spielte sie auch die blonde
      Ulknudel u. kämpfte gleichzeitig gegen dieses
      Image, das ihr die Moneten einbringt.

      4
    • Überflüssig wie ein Pickel am Popo.

      1
  • Genug GEZahlt …

    21
    • Yepp. Alleine wenn die AfD den Rundfunkbetrag abschaffen könnte, dann hätte jeder arbeitende Bürger schon mal 200 Euro mehr in der Tasche.
      Das kann dieses Dummerle aber nicht verstehen, da sie systemabhängig ist

      0
  • Wie immer wird über die AfD geredet und nicht mit der AfD.
    Dann haut eine Pseudoprominente Lügen raus und fordert noch Kontrolle.
    Unpackbar.

    60
    • Das sagt jeder Hundefreund: Das Leben ist zu kurz für kleine Möpse!

      13
    • Kann man beim ZDF denn nicht einen einzigen Künstler finden, der etwas Positives zur AFD sagen könnte?

      3
    • Alphaville hetzt gegen AFD und wird von Festival ausgeladen: https://www.tagesschau.de/kultur/kritik-alphaville-ausladung-100.html

      -4
      • Und wieder eingeladen.

        10
        • und dann haben sie abgelehnt, weil sie eben nicht mit dem „Bösen“ zu tun haben wollen……

          0
    • Über anderer Leute „Hupen“ diskutiert man nicht, zumindest nicht öffentlich.
      In der Sache hat diese Frau Moschner aber völlig recht.
      Die abgehängten Ossis sind aber leider zu blöd um zu kapieren, dass die AfD sich keinen Deut um das Wohl der einfachen Bürger schert.
      Ist dasselbe wie in den USA – die MAGAs dort sind auch auf den ahnungslosen Trottel reingefallen, der ausschließlich nur an sich, an sich und dann vllt. noch an die Tech-Milliardäre denkt.

      0
  • „Wählende“ sind ausschließlich Leute, die sich in der Wahlkabine aufhalten und ihr Kreuz machen. Genau für diese Minute sind sie als „Wählende“ zu bezeichnen

    1
  • Links ist vorbei! *Hust*

    21
  • Frage: Welche Qualifikation hat Frau Moschner, auf deren Basis sie im TV als politische Meinungsbildnerin vorgeführt wird?

    32
    • Moschners Qualifikationen heißen Reichweite plus „Haltung“.

      4
    • Sie arbeitet beim Lügen-TV.
      Eine bessere Qualifikation könnte sie nicht haben.

      20
    • keine, sie kann aber labern

      13
  • Aus der Geschichte der DDR könnte diese Frau lernen, das Informationskontrolle letztendlich nichts bringt. Und wenn man es bis zum Ende durchdenkt: was der DDR die Fernsehantennen für das Westprogramm waren, sind in der Zukunft dann die Empfangsgeräte für Elon Musks starlink.

    0
  • Muss man diese Ruth Moschner kennen?
    Der Ernst Mosch hat wenigstens noch Musik gemacht, aber sich wenigsten nicht zur Politik geäußert.

    17
  • Verarscht uns Ruth Moschner?
    Ehrlich gesagt kenne ich die Dame gar nicht.

    9
    • Ich glaube kaum dass Ruth Moschner damit auch nur einen AfD-Wähler verarscht kriegt – sie will nur spalten und hetzen um nochmal im TV zu sehen zu sein 😉

      Seit Freitag Nacht News habe ich die tatsächlich nicht mehr auf der Mattscheibe gesehen 🤷🏼‍♂️

      1
  • Da sitzt eine Fernseh-Moderatorin, die im Hauptberuf vermutlich von seichter Unterhaltung lebt, wirft Millionen Wählern Desinformation vor und verwechselt in derselben Sendung mal eben eine Molkerei mit einer Drogeriekette. Wer selbst nach schärferen „Informationskontrollen“ schreit, weil ihm die freie Meinungsbildung im Netz unheimlich wird, entlarvt nur die eigene Panik vor dem Souverän. Wenn den öffentlich-rechtlichen Talkshows nichts Besseres mehr einfällt, als abgehalfterte Promis als politische Experten zu präsentieren, die den Wählern diktieren wollen, was gut für sie ist, zeigt das nur, wie absolut verzweifelt das etablierte System agiert.

    19
    • Guter Kommentar.

      6
  • wer ist Moschner und warum meint sie so wichtig zu sein?

    14
    • Die Geistigesverwandte von Sarah Bosetti

      18
    • Wer ist Illner und warum redet sie mit einem Nichts?

      3
  • Ich finde es „ganz, ganz schwierig“, wenn Leute in den Medien ihren Mund aufreißen, die wenig bis keine Ahnung haben. Wer ist diese Frau überhaupt?

    19
  • Der Countdown läuft: noch zwei Tage Gelegenheit auch für den allerletzten C-Promi, um mit irgendeinem Stuss eine Schlagzeile zu kriegen.

    8
  • Dann such mal den Dialog mit „Wählenden“.
    Wer so wirr spricht und selbst Desinformation verbreitet wird nicht unbedingt Gehör finden bei Menschen die sich den links-grünen Unfug nicht mehr leisten können.

    Die größte finanzielle Belastung für alle in diesem Land ist die Fantasiesteuer auf Luft und die will nur die AfD abschaffen.
    Also nix mit Politik für Reiche.
    Aber ja Politik für Bürger die arbeiten.

    18
  • Immer wieder interessant wie sich die Leute super informiert geben. Ich frage mich immer, ob die ihre eigennützigen Interessen nur verbergen wollen oder ob Sie wirklich nicht informiert sind. Dann gib es ja auch noch die Doppelmoralisten, die nur im Zeitgeist mitlaufen, um bewundert zu werden. Man müsste im Prinzip versuchen mehr rauszubekommen was bei all den AFD-Gegnern das Hauptproblem ist?

    1. Unwissenheit?
    2. Eigennützige, unmoralische, rücksichtslose egoistische Interessen?
    3. Doppelmoralisten die bequem im Zeitgeist mitschwimmen und sich dafür feiern lassen?

    6
  • … und täglich grüßt das woke Murmeltier… gähn.

    9
  • Warum sollte sich jemand freiwillig diesen Quatsch ansehen.

    6
  • Bestehen bei der Person vielleicht Auswanderungsgedanken?
    Fände ich nett.
    Nordkorea wäre doch ein gutes Ziel.
    Da gibt es auch keine AFD und auch ihre sonstigen Wünsche wären da teils erfüllt, quasi ihr Traumland?

    3
  • Forderungen nach höherem Einkommen oder einer besseren Bezahlung von Pflegekräften

    Und die behauptet mit AfD Wählern geredet zu haben? Das ist eine glatte Lüge.
    AfD wählt man aus ganz anderen Gründen die man beim ÖRR gern verschweigt oder schön klein reden will.
    Aber davon abgesehen braucht es für mehr Netto vom Brutto sicher nicht „mehr Links“ sondern weniger und das Gesundheitssystem wird auch nicht dadurch saniert indem man sich wie das Weltsozialamt aufspielt.

    1
  • Lebt die von den 10Mrd. Staatsfunk-Budget? Das erklärt alles.

    1
  • „Es sind Informationsnetzwerke und wir brauchen andere Regelungen für Fakten, für einen seriösen Journalismus, weil die Informationsquellen einfach ganz, ganz oft digital funktionieren“, sagte sie.“

    Und „Es müssen Propagandaschleudern für Staat und Regime werden“ meint sie☝️

    0
  • „… fordert Informationskontrollen…“

    Aha. Und schon hat man die zutiefst totalitäre und faschistoide Gesinnung bewiesen.

    Keine weiteren Fragen.

    6
  • Hört sich eher so an, als sie die AfD mit den verfassungswidrigen und demokratieverachtenden GRÜNEN bzw. Kartell-Parteien verwechselt !

    15

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