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Bayern

CSU in München und Bamberg nur auf Platz drei – 37 Landrats- und OB-Wahlen schon im ersten Wahlgang entschieden

Bei den Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen wurden 37 von 84 Wahlen bereits im ersten Wahlgang entschieden. Allein die CSU siegte 26 Mal mit Ergebnissen von bis zu 89,1 Prozent. In mehreren großen Städte verfehlte sie die Stichwahl.

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Mit Wahlplakaten warben die Kandidaten um die Zustimmung in der Bevölkerung. (IMAGO/Ardan Fuessmann)

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Bei der Kommunalwahl in Bayern wurden 84 Landräte beziehungsweise Oberbürgermeister neu gewählt. Größter Gewinner ist die CSU, die im ersten Wahlgang 26 Wahlen für sich entscheiden konnte und in fast alle Stichwahlen einzieht. Die Freie-Wähler-Partei konnte fünf Wahlen gleich für sich entscheiden, die SPD vier. Außerdem setzten sich zwei Kandidaten von unabhängigen Wählergruppen bereits im ersten Wahlgang durch.

Unter den CSU-Gewinnern im ersten Wahlgang war unter anderem der Mann von CSU-Bundesdigitalministerin Dorothee Bär, Oliver Bär. Bär wurde mit 75,0 Prozent erneut zum Landrat des Kreises Hof gewählt. Sein Ergebnis war aber lediglich das zweitbeste Ergebnis des Abends. Parteifreund Sebastian Gruber setzte sich bei der Landratswahl in Freyung-Grafenau mit 89,1 Prozent durch. Sigi Bartl von den Grünen holte als einzige Gegenkandidatin 10,9 Prozent.

Die CSU musste aber auch manch überraschende Niederlage einstecken – etwa in München. In der Landeshauptstadt schaffte es die CSU mit 21,3 Prozent sehr klar erstmals nicht in die Stichwahl. Stattdessen haben der amtierende Oberbürgermeister Dieter Reiter mit 35,6 Prozent und der Grüne Dominik Krause mit 29,5 Prozent die Stichwahl erreicht.

In Bamberg erreichte die CSU-Landtagsabgeordnete und ehemalige bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml mit 28,2 Prozent der Stimmen nicht die Stichwahl. In dieser können sich die Bamberger zwischen dem Grünen Jonas Glüsenkamp (30,3 Prozent) und dem Sozialdemokraten Sebastian Martins Niedermaier entscheiden, der auf 29 Prozent der Stimmen kam.

Für die Grünen war der Wahlabend mit dem sicheren Verlust ihres einzigen Landratspostens im Freistaat verbunden. Jens Marco Scherf war seit 2014 der grüne Landrat von Miltenberg. Gesundheitsbedingt trat Scherf nicht mehr an. Sein Parteifreund Peter Weis kam auf 10,5 Prozent, während Björn Bartels (CSU/NeueMITTE) mit 51,1 Prozent die Wahl bereits im ersten Wahlgang entscheiden konnte. Für die Grünen besteht aber noch die Möglichkeit, in den anstehenden Stichwahlen in anderen Landkreisen oder kreisfreien Städten den Verlust wieder wettzumachen.

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In Fürth wurde der sozialdemokratische Amtsinhaber Dr. Thomas Jung im ersten Wahlgang mit 72,1 Prozent eindeutig in seinem Amt bestätigt. Einen Sieg über die CSU kann die SPD in Schweinfurt für sich verbuchen. Mit Florian Töpper stellt die SPD künftig den Oberbürgermeister in der Stadt. Der bisherige CSU-Amtsinhaber trat nicht erneut an. Mit 51,8 Prozent konnte SPD-Amtsinhaber Dominik Sauerteig seinen Oberbürgermeisterposten in Coburg verteidigen.

Unter den siegreichen Freien Wählern im ersten Wahlgang befindet sich mit Tanja Schweiger auch die Lebensgefährtin des bayerischen Wirtschaftsministers und Vorsitzenden der Freien Wähler, Hubert Aiwanger. Schweiger wurde mit 60,3 Prozent zur Landrätin des Landkreises Regensburg gewählt. Das Ergebnis ist dabei schlechter als bei der letzten Wahl, bei der Schweiger noch 68,2 Prozent der Stimmen bekam.

Die notwendig gewordenen Stichwahlen finden am 22. März statt. Lediglich im Landkreis Günzburg ist die AfD in die Stichwahl eingezogen. Zwar kam die Partei in weit mehr als nur einer Landratswahl auf den zweiten Platz, in den betreffenden Landkreisen konnte sich aber jeweils ein Kandidat bereits im ersten Wahlgang durchsetzen.

Die Stadtrats-, Gemeinderats- und Kreistagswahlen, die in ganz Bayern am Sonntag stattfanden, werden erst Anfang dieser Woche ausgezählt. Im bayerischen Kommunalwahlrecht hat jeder Wähler so viele Stimmen, wie Sitze zu vergeben sind. Entsprechend lange zieht sich der Auszählungsprozess. Mit Ergebnissen wird am Montag, Dienstag und Mittwoch gerechnet.

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28 Kommentare

  • Die Großstädte in Bayern gehen an die Kalifats-Freunde

    • Allmählich werden die Folgen von Merkel sichtbarer. Wer dann noch die Bevölkerungsvorausberechnungen einbezieht, weiß, dass sich die CSU abschafft. Baden-Württemberg lässt grüßen!

    • Die Isar-Preußen sind ja auch keine Bayern.

    • Na, hoffentlich wird das bald abgeschafft, dass die Leute ständig falsch wählen. Wo kämen wir denn da sonst hin.

      • @Waldscharia und Hort der Frömmigkeit. Mit der massenhaften Einwanderung und Turboeinbürgerung, wurden die Wahlergebnisse in Großstädten importiert

      • In Sachsen-Anhalt arbeitet man schon dran!

  • Pest und Cholera statt Pest oder Cholera.

  • Es gibt auch Gemeinden, wo sich der CSU Bürgermeister im ersten Wahldurchgang bereits durchgesetzt hat, weil Die Grünen – anders als bei der letzten Wahl – keinen Kandidaten aufgestellt haben und stattdessen laut Wahlprogramm den CSU Kandidaten unterstützten. Bayern grünt auch unterhalb der Wahrnehmungsschwelle.

  • Ich bin 71 Jahre, ich kann den Jüngeren nur noch mein bedauern aussprechen zu dem was sie da gerade gewählt haben.
    Jetzt noch die Wehrpflicht und ein Krieg dann habt ihr das Komplettpaket was euch jetzt bevor steht.
    Damals sind sie auch in Massen dem Falschen hinhergelaufen. Bis der Krieg ihnen alles genommen hatte.
    Ich bin wirklich fassungslos über soviel Dummheit.

  • Auch in Bayern geht es den Wählern noch zu gut, um die AfD zu wählen. die einzige Partei, die laut einiger ausnehmend erfolgreicher und intelligenter Menschen, Deutschland retten kann.
    Bei Kommunalwahlen ist es allerdings auch fast unmöglich, Kandidaten zu bekommen. Viele Listen der AfD dürften halbleer sein, weil sich keiner zum Ziel der Antifa machen will.

  • Viele haben per Briefwahl schon gewählt gehabt, als Reiters Verfehlung in München ans Tageslicht kam. Seine Nebeneinkommen von Bayern München hatte er verheimlicht. Man kann davon ausgehen, dass München einen grünen OB bekommt. Eine verdient Ohrfeige für die CSU!

  • Die Bayern sind genau so doof wie die Baden-Württemberger !
    Wie kann es nur solche Wahlergebnisse geben ? Wer wählt die kriminellen Kartell-Parteien und deren Kandidaten, die Deutschland endgültig zerstören ?

  • Auch in Bayern ein weiter so in den Abgrund. Schön das keiner sagen kann, er hätte es nicht gewusst.

  • „Für die Grünen besteht aber noch die Möglichkeit, in den anstehenden Stichwahlen…“
    Grüne und STICHwahlen, was für eine Kombination!

  • München

    Die CSU hat in den letzten Jahren in Stadt und Land links-grüne Politik gemacht.

    Die AfD im Stadtrat und Bezirksausschüssen so gut wie keine Anträge in der Vergangenheit gestellt. In den Stadtratssitzungen nicht aktiv.
    Und mit Walbrunn ist kein Zugpferd vorhanden.

    Die schlechten Ergebnisse sind selbst verschuldet.
    Die Chance war bei der schlechten Haushaltslage, bezahlbaren Wohnungsnot, Fehler der anderen Parteien / Politiker, etc da …….

  • In München und Bamberg nur auf Platz 3. Das ist ja klar, denn in München regiert bekanntlich die ANTIFA mit ihrem Häuptling Reiter von der Rote-Socken-Fraktion.

  • Da steppt Dorothee`s Bär(chen) und die HUBSI-Partei bekommt auch noch einen Trostpreis von 4 Mandaten.

    Ozapft is !

    Die AMIGO-Partei (Der Islam gehört zu Bayern !!!!) wird leider immer noch überbewertet. Die Bajuwaren sind halt auch nicht die schlauesten…

  • Die Christlich Sozialistische Union hat sich die Einbußen selbst erarbeitet …

  • CSU mit 89 % 🤣🤣🤣🤣
    Erinnert mich irgendwie an die Ergebnisse des SED – Politbüros! 👏👏👏👏

    • Das riecht doch völlig nach Wahlbetrug.

  • Ich kann das Wahlergebnis nicht glauben. Unfassbar das man sich für noch mehr Masseneinwanderung und Arbeitsplatzvernichtung entschieden hat.

  • Es ist sehr traurig aber sieht nicht so aus als wäre noch was zu retten. Die Leute verstehen es nicht, und in 4 Jahren ist es nicht mehr zu korrigieren mit Wahlen.

  • Die Münchner CSU ist aber auch von allen guten Geistern verlassen. Unvergessen ist beispielsweise, dass in der Diskussion um eine City-Maut die CSU sich FÜR eine solche aussprach und die SPD dagegen.

  • Die Toten Hosen haben vor 35jahren gesungen „1000 gute Gründe „….es ist wahr geworden

  • „Lediglich im Landkreis Günzburg ist die AfD in die Stichwahl eingezogen.“

    Dieser Satz steht im Artikel im Zusammenhang mit Landratswahlen. Im Landkreis Günzburg wurde aber Hans Reichhart von der CSU mit 57 Prozent zum Landrat wiedergewählt.

    Bitte klarstellen, was gemeint ist, oder den Fehler korrigieren.

  • Im Westen nichts Neues

  • Haramberg, ähhh Bamberg? Da muss sofort die dortige Staatsanwaltschaft aktiv werden und alle Bamberger mit Cordhose und Rollator verhaften lassen!

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