Forschungsgruppe Wahlen
CDU Baden-Württemberg im freien Fall: Nur noch 27 Prozent für die Union in neuer Umfrage
Die CDU in Baden-Württemberg rutscht noch tiefer in den Umfragekeller. Mit 27 Prozent liegt die Union nur noch knapp vor den Grünen, die auf 25 Prozent kommen. Setzt sich der Trend fort, könnten die Grünen das Ministerpräsidenten-Amt noch verteidigen.
Die CDU kann in Baden-Württemberg nur noch mit 27 Prozent der Wählerstimmen rechnen, wie eine neue Umfrageprojektion der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF zeigt. Wenn schon diesen Sonntag Landtagswahl wäre, würde die Partei mit Spitzenkandidat Manuel Hagel demnach zwei Prozentpunkte vor den Grünen landen. Tatsächlich wird erst in gut einer Woche, am 8. März, gewählt.
Die regierenden Grünen unter Cem Özdemir, der Nachfolger seines Parteifreundes Winfried Kretschmann werden möchte, kommen jetzt auf 25 Prozent. Nur eine weitere Partei ist demnach zweistellig, nämlich die AfD mit 19 Prozent. Die Sozialdemokraten kämen noch auf neun Prozent, FDP und Die Linke stehen bei jeweils sechs Prozent.
Werbung
Damit zeigt die Umfrage, die von Montag bis Donnerstag erhoben wurde, einzelne Unterschiede zu einer am Donnerstag publizierten SWR-Umfrage (Apollo News berichtete). Dort werden die Grünen mit 27 Prozent sogar noch stärker eingestuft, doch auch die CDU könnte laut Infratest dimap mit 28 Prozent besser abschneiden und ihren Vorsprung knapp verteidigen. Vor allem die SPD steht bei der SWR-Erhebung mit nur sieben Prozent schlechter da als beim ZDF und müsste sogar um den Einzug in den Landtag bangen – denn Umfragen und Projektionen dieser Art weisen teils erhebliche Fehlermargen auf.
Vor allem Spitzenkandidat Özdemir nützt den Grünen – das hatte schon die SWR-Umfrage deutlich gezeigt (mehr dazu hier). Das unterstreicht nun auch die Forschungsgruppe Wahlen in ihren Metriken. Demnach konnten 77 Prozent der Befragten korrekt benennen, wer der Spitzenkandidat der Grünen ist (Özdemir), aber nur 48 Prozent nannten Manuel Hagel auf die Frage nach dem CDU-Spitzenkandidaten. Markus Frohnmaier, der für die AfD zwar als Ministerpräsidentenkandidat ins Rennen geht, aber weder auf der Landesliste der Partei steht noch in einem Wahlkreis kandidiert, nannten 23 Prozent.
Werbung
Auf einer Skala von -5 bis +5 kommt Cem Özdemir mit +1,5 vergleichsweise gut an. Hagel erreicht +1,0 Punkte, Frohnmaier nur -2,6. Er wird von den Wählern anderer Parteien scharf abgelehnt. Unter den AfD-Anhängern ist er genauso beliebt wie Manuel Hagel unter den CDU-Wählern, die ihn kennen: Beide erreichen +2,9 Punkte. Doch Özdemir kommt bei den Grünen noch besser an und wird mit durchschnittlich +3,7 Punkten bewertet.
Lesen Sie auch:
England
Dank der Unterstützung von Muslimen: Grüne vor Reform UK – Tories spielen bei Nachwahl keine Rolle mehr
Bei einer Nachwahl in England triumphieren die Grünen mit über 40 Prozent. Sie hatten vor allem auf eine propalästinensische Haltung und die Unterstützung von Muslimen gesetzt. Die Konservativen erreichten nicht einmal mehr fünf Prozent – dank Reform UK.Erstmals 17 Prozent
Neue Umfrage: AfD zweitstärkste Kraft in Berlin
Selbst in Berlin schafft es die AfD in Umfragen mittlerweile auf den zweiten Platz. Die Regierungsbildung nach der Wahl dürfte für Kai Wegner schwer werden – es winkt Rot-Rot-Grün.Entsprechend liegt er auch bei der Frage nach dem „gewünschten Ministerpräsidenten“ mit 47 Prozent klar in Führung. 96 Prozent der Grünen-Wähler stehen laut Forschungsgruppe Wahlen hinter ihm. Auch 73 Prozent der SPD- und 63 Prozent der Linken-Anhänger scharen sich hinter ihm. CDU-Hagel erreicht bei seiner eigenen Partei nur 66 Prozent, bei den FDP-Wählern kommt er auf 49 Prozent. Die AfD-Anhänger stehen zu 67 Prozent hinter Frohnmaier.
Als mögliche Koalitionen hat das ZDF drei denkbare Optionen abfragen lassen: Grün-Schwarz, Schwarz-Grün oder Schwarz-Blau. Damit ist schon in der Fragestellung angelegt, dass auch ein Überholen der CDU durch die Grünen möglich sein könnte. Großmehrheitlich abgelehnt wird eine Koalition von CDU und AfD. Gerade einmal 16 Prozent fänden eine solche Zusammenarbeit gut, fünf Prozent ist sie egal, 78 Prozent lehnen sie in Baden-Württemberg aktuell ab.
Werbung
Eine grün-schwarze Koalition unter Führung der Grünen – und damit eine Fortführung des Status quo – findet mit 45 Prozent große Zustimmung. Nur eine Minderheit von 41 Prozent lehnt diese Konstellation ab. Auch eine Zusammenarbeit unter umgekehrten Vorzeichen findet eine relative Mehrheit gut. Doch die Zustimmung von 41 Prozent ist vier Prozentpunkte geringer als die für Grün-Schwarz.
39 Prozent lehnen Schwarz-Grün explizit ab. Somit ist nicht nur der Zuspruch zu einer CDU-geführten Koalition mit den Grünen geringer, sondern auch die Ablehnung. Welche der beiden Optionen realisiert wird, entscheidet sich am 8. März danach, welche Partei vorne liegen wird. Alle anderen Optionen sind politisch oder rechnerisch ausgeschlossen.
Aktuell stellen die Grünen mit Winfried Kretschmann den ersten und einzigen grünen Ministerpräsidenten Deutschlands in einer grün-schwarzen Regierungskoalition. Cem Özdemir möchte dieses Amt für seine Partei verteidigen, muss dafür aber noch an der CDU vorbeiziehen. Erstmals wählt Baden-Württemberg mit einem Zwei-Stimmen- und Listen-Wahlrecht. Bislang wurde der Verhältnisausgleich durch unterlegene Wahlkreisbewerber sichergestellt. Eine Zweitstimme gab es nicht.
Werbung
Das führte unter anderem dazu, dass 2021 weder die CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann noch der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl ein Landtagsmandat erzielten. Ob das neue Wahlrecht Einfluss auf die Genauigkeit der Umfragen hat, ist nicht klar. Möglicherweise verändert die frisch eingeführte Möglichkeit zum Stimmensplitting zwischen Wahlkreisbewerber und Landesliste das Wahlverhalten.
Freund werden
Freund von Apollo News werden
Das kann nichts mit dem unbeliebtesten Kanzler aller Zeiten zu tun haben ?
Das hat mir der Volksverräterpartei Nr. 1 seit 2005 zu tun, dem C-VERBRECHEN, der Energiewende-SABOTAGE, der kriminellen Veruntreuung von mehr als 100 Mrd, Steuergeld für die Ukraine und die Zerrüttung des Verhältnisses mit Russland und dem Grenzöffnungsverbrechen zu tun.
ALLES CDU plus SPD !
Ob man CDU oder Grüne wählt (egal wo!) ist eh egal. Was aber in keinster Weise zu verstehen ist, daß gerade in Baden-Württemberg auch nur eine der Parteien gewählt wird. Muß Baden-Württemberg erst zum Detroit verkommen? Scheint fast so.
Es freut einen zu lesen, dass es Baden-Württemberg offensichtlich immer noch sehr gut geht. Anders kann man sich dieses destruktive Wahlverhalten nicht mehr erklären.
Leider wissen alle gut Informierten, das wird schon noch! In weiteren vier Jahren ist die deutsche Wirtschaft nur noch ein Schatten von einst, und nach dem Verlust von weiteren hunderttausenden an Arbeitsplätzen wird es dann selbst in den Amtsstuben langsam ungemütlicher, weil der Staat der finalen Pleite, auch auf europäischen Level, immer näher kommt.
Dass ein im Grunde gut ausgebildetes Volk dies nicht besser hinbekommt, ist wirklich bemitleidenswert.
Nachwirkungen des CDU-Parteitags mit den Standing-Ovations für weiter so?
Der CDU Bundesparteitag und „Sympathieträger“ Pino-Merz haben der CDU BW richtig Rückenwind gegeben. Noch ein paar Veranstaltungen mit Merz und die AFD ist vor der CDU.
Forschungsgruppe Wahlen, finanziert vom ZDF
Irgendwie traue ich den Zahlen nicht so richtig.
Gut, man kann sich ja auch täuschen.
Wenn man angeblich die Wahl zu haben zwischen Pest oder Cholera und nach Jahren nur den Wechsel Cholera und Pest, wie wäre es KEINES zu wählen.
Die Wahl zwischen BEHERRSCHUNG und Selbstverwaltung kommt den bequemen Wähler nicht im Sinn und wählt seit Jahrzehnten die Beherrschung aus den Parteizentralen. Selbstverwaltung OHNE Diktate und Bevormundung würden ja auch Freiheit und Mitmachen bedeuten.
Lieber keine Regierung als immer wieder eine destruktive Regierung würden manche vorschlagen.
NICHT Politiker versorgen mit Strom, Nahrung, Arbeit, Einkommen etc. sondern all die Unternehmen die von Wählern besetzt sind/betrieben werden.
Jawollo!!
Die Leute wollen eben Cem&Robi zurück (legendär: beide im Tropenwald am Amazonas). Zur Not tuts auch nur die Hälfte des Dream-Teams. Wie bei Modern ohne Talking.
Doch noch 27%!?
Wie kann ein Mensch noch grün wählen?
Was ich für die Schwaben voraussehe bei Özdemir als Ministerpräsident, wurde jetzt 2x gelöscht.
Es wird trotzdem passieren.
Als AfD Wähler und Baden Württemberger hoffe ich sogar das die Grünen noch die CDU überholen, eine größere Pleite kam die CDU gar nicht einfahren ! Der Preis für die Brandmauer zur AfD und dem festlegen nur mit den Grünen zu koalieren hat ein sehr hohen Preis ! Die Bürger wollen es in der Mehrheit auch so und dann sollen sie es auch so haben!
Super! Das wäre die Höchststrafe für Hagel, auch für Pinocchio aus dem Sauerland. Allerdings, Buntland ist verloren, der Michel hat sich aufgegeben und seinem Schicksal ergeben. RIP.
BW bitte so schnell wie möglich an Frankreich abtreten.Ist ja nicht zum aushalten.
45 %wollen den Status quo!! In meinen Augen haben die den Schuss nicht gehört. Offenbar kann es den Leuten mit dem Absturz und sehr schmerzhaften Aufprall nicht schnell genug gehen. Das ist ohne Worte!!!
45 Prozent? Eher 81%.
Der Hagel is ja wirklich ne Lachnummer. Hab gestern die „Wahlarena“ auf SWR gesehen. Was für ein kümmerlicher Auftritt. Der soll „Landesvater“ werden? Niemals.
PS: Der Linnemann hatte bei Lanz einen ganz ähnlichen Auftritt. Diese CDU wird abkacken. Überall in Deutschland.
Außer Grinsen hat Hagel keinerlei Kompetenz. Warum soll man den wählen, wenn er sowieso mit den Grünen koaliert?
Die Schlafschafe wachen einfach nicht auf. Es müssen wohl noch mehr Firmen pleite gehen und noch mehr Kündigungen stattfinden. Erst wenn der Schmerz groß genug ist, ist man für Veränderung bereit. Bis dahin bleibt dieser Wahnsinn bestehen und wird vermutlich noch schlimmer. Seit Jahren, sprachlos ich bin…
Wenn ihre Häuser und Berliner Wohnungen zwangsversteigert werden, weil ihre Arbeitsplätze hier verschwunden sind, werden sie vielleicht aufwachen.
„nur“ 27% ? Sucht Euch Hilfe!
Bin Anfang der 80er von Dresden nach Stuttgart „umgezogen“.
Für mich war das damals wirklich der goldene Westen.Habe noch die MP’s Späth,Teufel erlebt.
Damals gab es noch Jobs und Wohnungen ohne Ende.
Aber heute.Überall Dreck,Baustellen,Blitzer und Merkel-Gäste.
Wollte mit Renteneintritt wieder nach Dresden,kannste aber vergessen.Dieselben Probleme wie hier.Das wäre wie „vom Regen in die Jauche“.
Man fragt sich halt was ein 29-jähriger Abgeordneter von 16-jährigen Schulmädchen will… Eklig.
Wenn ich lese, dass zwei linke Parteien (Grüne und CDU) die beliebtesten Parteien im Land sind zweifele ich an Intelligenz und Urteilsfähigkeit der Schwaben. Clever – was die ja sein wollen – geht anders.
Mit logischem Menschenverstand kann man diese Prognosen nicht verstehen. Und ohne Alkohol sind sie auch nicht zu ertragen…
Welche Synapsen auch immer nicht bei den grünen Wählern zusammen arbeiten. Letztendlich kann man es unter Wohlstandsverwahrlosung fassen.