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Oberbürgermeister

Boris Palmer hat weiterhin kein Problem mit dem Wort „Neger“

Tübingens Oberbürgermeister und Ex-Grünen-Mitglied Boris Palmer hat weiterhin kein Problem damit, das Wort „Neger“ zu verwenden. „Es gibt keinen Grund, einzelne Wörter zu tilgen“, erklärte der Politiker.

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Boris Palmer musste wegen der Verwendung des Wortes „Neger“ in der Vergangenheit viel Kritik einstecken. (IMAGO/teutopress)

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Tübingens Oberbürgermeister und Ex-Grünen-Mitglied Boris Palmer will weiter das Wort „Neger“ verwenden, wie er im Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ der Funke Mediengruppe ausführte. Angesprochen auf das Wort, das sein Ende bei den Grünen besiegelte, sagte Palmer: „Es gibt keinen Grund, einzelne Wörter zu tilgen. Und schon gar nicht zu behaupten, dieses eine einzige Wort – über das wir jetzt natürlich nicht reden – sei schlimmer als Hitler oder Holocaust“.

Palmer kritisierte, „dass wir dieses Benutzen einzelner Worte moralisieren“. Er sieht darin einen Grund, warum immer mehr Menschen sich der AfD zuwenden. Palmer sagte, ihm sei wichtig, bei den Wörtern auf den Kontext zu achten, in dem das Wort gesagt wird. Für ihn sei bei einer Beleidigung nicht das Wort das Problem, sondern die Beleidigung. Palmer nutzte das Wort „Neger“ sowohl in Reden und Gesprächen als auch in schriftlichen Beiträgen.

2021 hatte es sogar ein Ermittlungsverfahren gegen Palmer gegeben, als er das Wort „Neger“ in einem Facebook-Beitrag verwendete. Palmer schrieb: „Der Aogo ist ein schlimmer Rassist. Hat Frauen seinen Negerschwanz angeboten.“ Damit wollte Palmer nach eigenen Aussagen den dunkelhäutigen Ex-Fußball-Nationalspieler nur gegen Rassismusvorwürfe verteidigen. Zuvor geriet Aogo in die Kritik, weil er in einer Spielanalyse sagte: „Weil, davon gehe ich aus, sie das trainieren bis zum Vergasen.“ Das Ermittlungsverfahren gegen Palmer wurde wenige Monate später eingestellt, da es keinen Anhaltspunkt für ein strafbares Vergehen gab.

In Reaktion auf diesen Facebook-Post stießen die Grünen ein Parteiordnungsverfahren an. Dieses endete zunächst damit, dass Palmer seine Mitgliedsrechte ruhen ließ. Bei der Oberbürgermeisterwahl in Tübingen im Oktober 2022 trat Palmer dann als unabhängiger Kandidat an und konnte im ersten Wahlgang mit 52,4 Prozent die Wahl für sich entscheiden. Eine Parteikandidatin der Grünen, die in Konkurrenz zu Palmer antrat, bekam rund 21 Prozent der Stimmen.

2023 sagte Palmer zu Gegendemonstranten, die ihn als Nazi bezeichneten, weil er das Wort „Neger“ benutzt: „Das ist nichts anderes als der Judenstern. Und zwar, weil ich ein Wort benutzt habe, an dem Ihr alles andere festmacht. Wenn man ein falsches Wort sagt, ist man für Euch ein Nazi. Denkt mal drüber nach.“ Dies führte zu einer großen Empörungswelle bei den Grünen und brachte Palmer dazu, aus der Partei auszutreten.

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47 Kommentare

  • Nicht, dass er noch das passive Wahlrecht verliert…

    • Ist das nicht die Person, der die sog. Impfverweigerer in Beugehaft stecken wollte?

    • @da war noch was
      Ich habe mit dem Wort „Palmer“ auch kein Problem 😉

    • An „Ede_Schlau“.
      Ja, so ist man heute drauf. Man zählt Buchstaben und meint, dann auf Bedeutung, Konnotation und Intention schließen zu können.

    • Habe auch kein Problem

    • Das Wort Neger ist nur zwei Buchstaben von dem Wort Nigger entfernt.
      Denken Sie alle mal darüber nach.
      Beide Wörter sind zutiefst rassitisch.

      -19
  • Heinz Becker auch nicht😅

    • Na und!

  • Ich sage auch Neger, ohne jemanden beleidigen zu wollen.
    Ich bestelle und esse auch Zigeunerschnitzel und mein Sohn geht zu Fasching als Indianer verkleidet.
    Muss ich mir jetzt einen weißen Bademantel kaufen?

    • Nach dem Hauptmahl von meiner Mutter zubereitet
      gibt es entweder Mohrenkuchen oder auch Negerküsse mit Vanillesoße !

      Hab damit noch nie ein Problem gehabt, weil es alter
      Sprachgebrauch ist und zu dem gut schmeckt !

    • Da, wo ich wohne, würden meine rot-grünen Nachbarn Sie für solche Untaten verprügeln oder Ihr Auto verschönern.
      Ich lehne so etwas natürlich ab.

      -13
  • Da ist er nicht der einzige.
    Zumindest hat der bei seinen Aussagen einen gewissen Bademantel Bonus.

  • Also ich muss lachen, allerdings hab ich bestimmt noch Alkohol im Blut. Frohes Neues 😅

  • Boris Palmer bei der Linken Funke Mediengruppe(SPD) …. Ein subtil – netter Einfall der Macher um den Eindruck zu verwischen, extrem Links zu sein ! Verfängt auch nicht mehr …. Palmer ist und bleibt ein Solist mit grünem Gedankengut und taugt nicht zu Parteispielchen im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen in diesem Jahr.
    🇩🇪BTW2026 ist die Lösung !

    • Ist das nicht die Person, der die sog. Impfverweigerer in Beugehaft stecken wollte?

  • Der Mann kann einem durchaus suspekt sein. In vielerlei Hinsicht. Ist er opportunistisch gar? Man denke an sein Verhalten während Corona, da kam schon einiges Verborgene zum Vorschein…

  • Ist das nicht die Person, der die sog. Impfverweigerer in Beugehaft stecken wollte?

    • Genau der…

    • Exakt dieser Kerl ist das ! Ein Solist mit Grünem Gedankengut …

  • Ich auch nicht !
    Nur die engl. Version nehme ich nicht in den Mund !

    • Die englische Version, die Sie wahrscheinlich meinen, ist jedoch ein böses Schimpfwort.

  • schwarz auf lateinisch ist und bleibt negro.

  • Ich war mit einer Negerin verheiratet. Sie selbst sah sich immer als Negerin und war immer stolz darauf.

    • Man kann heute in jeden Begriff etwas hinein interpretieren, was von der großen Mehrheit überhaupt nicht gemeint ist. Gott sei Dank kann man das Denken noch nicht verbieten!

  • Oft widerborstig, auch exzentrisch, unbequem intelligent und couragiert, nicht ständig auf Claqueure schielend – Persönlichkeiten wie Boris Palmer sind leider rar in Deutschland, wo in jeder Schublade oder Blase Konformität meist mehr geschätzt wird als der inspirierende Disput.

  • Für mich heißt es auch immer noch Negerkuss. Ich finde die Blicke beim Aldi immer toll wenn ich es laut im Laden meinen Kindern zurufe!

    • in der DDR haben wir in erfurt in der 4. klasse ein buch in der schule gelesen. es hiess „neger nobi“ und handelte vom leben eines kleinen jungen in afrika. die sache war voellig unschuldig. niemand hatte damals irgendwelche negativen gedanken ueber das wort.
      leider ist dieses wort aber auch durch gebrauch in abfaelligem kontext durch zahlreiche buerger mit vorbehalten gegenueber schwarzen menschen missbraucht worden und das wort hat jetzt einen schweren stand, wo viele nicht wissen, wie sie sich beim gebrauch desselben oder wenn sie es hoeren verhalten sollen.

  • Vielen Dank an Apollo News, dass hier das Wort ausgeschrieben wird. Bei dieser Schreibweise als „N-Wort“ erinnert mich das immer an das Mittelalter, als man bestimmte Wörter nicht aussprechen durfte, damit die Ernte nicht schlecht ausfällt. Hokuspokus.

    Ich selbst nutze das Wort „Neger“ allerdings nicht, weil es einfach nie zu meinem Sprachgebrauch gehört hat, auch meine Eltern haben es nie benutzt, allerdings nicht aufgrund irgendeiner Ideologie oder Haltung. Ich verwende aber grundsätzlich immer noch die Bezeichnung „Mohrenkopf“ für die Süßigkeit – damit bin ich von kleinauf aufgewachsen. Ich wurde 1978 geboren.

    • Wer erinnert sich hier noch an „Ernst Neger“ von der Mainzer Fassenacht“.
      Er sang immer: Heile, heile Gänsje…..

  • Warum bekommt dieser Typ hier eine Bühne? Der ist so verlogen wie Merz.

    • Ist das nicht die Person, der die sog. Impfverweigerer in Beugehaft stecken wollte?

  • Worte zu verbieten ist gefährlich und muss bekämpft werden. Wenn den Menschen weniger Worte zur Verfügung stehen, wird auch ihr Denken eingeschränkt. Das scheinen einige zu wollen, andere laufen nur mit.

    Am Wort „Neger“ ist absolut nichts schlimm, es leitet sich von der Farbe Schwarz ab und ist in allen Sprachen zu finden. „Nigger“ ist tatsächlich ein überwiegend abwertend gemeinter Slang, den eigentlich nur noch Schwarze in einem Rap unfallfrei verwenden können. Aber jeder sollte im Zuge des Spracherwerbs möglichst viele Worte und ihre Bedeutung kennenlernen.

  • Boris Palmer ist Nonkonformist und um eigenständiges Denken bemüht. Das rechne ich ihm hoch an. Zudem verteidigt er seine eigene Perspektive, wenn er angegriffen wird und etwas (aus seiner Sicht) für richtig erkannt hat.

    Ich denke, Boris Palmer ist der einzige Grüne, mit dem ich jemals reden würde. Allen anderen Grünen wünsche ich die Pest an den Hals!

  • Genau betrachtet ist ein Weisser auch ein Neger vom Standpunkt eines Schwarzen aus betrachtet – eben negiert black to white und white to black
    Diese Diskussionen sind relativ neu und waren vor einiger Zeit absolut kein Thema.

  • Dümmliche Phantomdiskussion. Es gäbe eine Menge anderer Themen, bei denen er in Fettnäpfe treten und zugleich auch die Köpfe der grünen Tübinger Schickeria zurechtrücken könnte. Oder er könnte sich mal Asche aufs Haupt streuen für seine menschenverachtenden, unwissenschaftlichen Aussagen während der Coronazeit.

  • Palmer hat doch recht. Das Schimpfwort heißt „Ni….“.

    Aber die grünlinken Wortverbietungsaktionen sind seit Jahren eine Landplage.

  • Einzelne Wörter mit einem Tabu zu belegen, ist voraufklärerisch. Das ist Voodoo, auf einer Stufe mit Exorzismus, Hexenwahn und Glaube an den Teufel. Dort genau sind diese „Moralisten“ zu verorten: im Mittelalter, oder meinethalben auch im Urwald.

  • Man nenne mir ein adäquates Wort für Neger,
    Es gibt keins.
    Alle anderen Begriffe sind falsch bzw unsinnig

  • „Für Leuten wie sie muss die impfpflicht her. Gerne bis zur Beugehaft.”
    Von dem möchte ich eigentlich gar nichts mehr hören – Ar…loch.

  • Ja, an den „Judenstern“ kann ich mich noch gut erinneren. Kommentatoren und Forenmoderatoren bei Zeit-online verstanden und verstehen die Figur des „Vergleichs“ nicht. Grundsätzlich ist man dort der Meinung, die Sache mit dem Judenstern stelle eine „Relativierung des Holocausts“ dar. Das Atom mit dem Sonnensystem zu vergleichen, wäre dann wohl auch eine unzulässige „Relativierung“, weil doch das Sonnensystem so viel größer sei als das Atom.
    Pardon, aber das ist pure Dummheit.

  • Der Typ soll endlich für seine menschenverachtenden Äußerungen gegenüber sogenannten „Ungeimpften“, denen er mit Beugehaft und wirtschaftlicher Existenzvernichtung gedroht hat, zur Rechenschaft gezogen werden. Bis dahin will ich kein einziges Wort von dieser Kreatur hören.

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