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„Demokratischer Sozialismus“

Über das Gehalt des Chefs bestimmen, keine Privatwohnungen mehr: Ines Schwerdtners Utopie 2050

Die Linken-Vorsitzende beschreibt ihre sozialistische Utopie für das Jahr 2050: Keine eigenen Wohnungen und ein vorgegebener Tagesplan. Doch für den Kommunismus sei sie zu wenig Träumerin.

Die Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner will einen „demokratischen Sozialismus“ einführen. (IMAGO/Revierfoto)

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Wenn es nach der Linken-Vorsitzenden Ines Schwerdtner geht, dürften die Arbeitnehmer das Gehalt ihres Chefs bestimmen und nach lediglich vier Stunden Arbeit nach Hause in ihre „lichtdurchfluteten“ Wohnungen zurückkehren, die sie mit Fremden teilen müssen, weil sie „der Gemeinschaft gehören“. Im Gespräch mit dem Tagesspiegel beschreibt sie ihre politische Utopie für das Jahr 2050. Auch die Grünen-Politikerin Ricarda Lang, die CDU-Politikerin Catarina dos Santos-Wintz und der SPD-Politiker Daniel Rinkert beschreiben ihre Vorstellungen.

„Ich wünsche mir für die Zukunft den demokratischen Sozialismus“, erklärte Schwerdtner gleich zu Beginn. Niemand solle leiden oder Angst vor der Zukunft haben oder obdachlos sein. Dazu müsse man „alle Lebensbereiche demokratisieren“. Doch Kommunismus sei das nicht, denn dieser sei noch viel besser: „Aber beim Kommunismus fehlt mir selbst etwas die Vorstellung. Dafür bin ich zu wenig Träumerin.“

Ein Ort, der „demokratisiert“ werden solle, sei der Arbeitsplatz. Denn weil der Chef allein über Gehalt, Arbeitsalltag und Zukunft des Unternehmens entscheide, sei das undemokratisch. Dass der Geschäftsführer auch die Verantwortung für die Arbeitnehmer trägt, scheint ihr nicht erwähnenswert. Die Linken-Vorsitzende hat klare Vorstellungen, wie diese Demokratisierung aussehen soll: „Da können alle Angestellten bei der Zukunft des Unternehmens mitreden, über wichtige Entscheidungen, Gehälter und Arbeitszeiten.“ Die Menschen sollten nur vier Stunden am Tag arbeiten und „alle Scheißjobs“ sollten von einer KI übernommen werden.

Nach vier Stunden Arbeit und vier Stunden Zeit für Hobbys sollten die Menschen vier Stunden „mit Politik und gesellschaftlichem Engagement“ verbringen. Persönliche Zeiteinteilung ist das nicht, stattdessen würde das Kollektiv die Zeiteinteilung vorgeben.

Doch es sollten nicht nur einzelne Unternehmen, sondern „das ganze Wirtschaftssystem“ umgestaltet werden. Diese angebliche Demokratisierung solle auch auf andere Lebensbereiche wie das Wohnen oder die Familie ausgeweitet werden. „Da sollen in meiner Vorstellung die Mieter selbst über ihre Lebensverhältnisse, Sanierungen oder Mietpreise mitbestimmen.“ Das solle auch für die Energieversorgung und Krankenhäuser gelten.

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Zum Schluss wird bei Ines Schwerdtner deutlich, dass das Privateigentum doch angetastet werden soll: „Klar, Eigentum gibt es noch. Erbe ist nicht das Problem von Sozialisten. Aber nicht so, dass es einzelnen Menschen zu viel Macht gibt. Alles, was mächtig ist, wird demokratisiert. Das ist meine Utopie.“

Die Grünen-Politikerin Ricarda Lang will in ihrer Utopie „schöne Parks mit Spielplätzen“, weniger Einsamkeit und ein Steuersystem, das Reiche stärker belastet. Leben und Wohnen sollen „ganz ohne nächtliche Sorgen“ bezahlbar sein. Die CDU-Politikerin Catarina dos Santos-Wintz will mehr technischen Fortschritt, weniger Behördenchaos und mehr echte Gespräche ohne Handy unter den Menschen. Der SPD-Politiker Daniel Rinkert will „Wohlstand für alle“ durch Führung bei GreenTech-Technologien. Der Strom solle supergrün und günstig sein.

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84 Kommentare

  • Mir wird angst und bange…

    • Keine Angst,bald kommen die Leute mit dem weißen Kittel und ziehen ihr eine hab mich lieb Jacke an.

  • Ich wäre mal dafür, wenn das hart
    arbeitende Steuerzahlervolk über das
    Salär der Politiker bestimmen dürfte.

  • Das ist doch 1:1 aus dem Roman 1984!
    Dabei war dieser als Warnung gedacht, nicht als Handlungsanweisung!

  • *“…und von morgens bis abends müssten die Menschen staatlich verordnete Drogen nehmen, damit sie nicht merken, in welchem Albtraum sie da leben.“*

    • Soma, wie schon bei Aldous Huxley im Roman „Schöne Neue Welt“ beschrieben!

  • Das ist keine Utopie! Das ist eine Dystopie!

  • Das ist so krank, so unfassbar krank.

    • Und mindestens genauso staatsfeindlich. „Sozialismus“ steht konträr zur FDGO und dem Grundgesetz.
      Ich verstehe nicht, warum die den Verfassungsschutz nicht am Hals hat.

      • Weil der Teil dieser Ansammlung ist…

      • @KSD:
        Es war eine rhetorische Frage/Aussage… 🙂

  • Meine Träume äußere ich hier besser nicht,sonst bräuchte ich morgen früh einen Bademantel.

  • „Du wirst nichts besitzen und glücklich sein“ – dieser Ausdruck wurde vom Weltwirtschaftsforum (WEF) veröffentlicht und basiert auf einem Essay der dänischen Politikerin Ida Auken aus dem Jahr 2016, in dem es um eine Zukunft im Jahr 2030 geht. 🪙

  • Ich freue mich schon, Reichinneks A8 zu fahren. So einen hatte ich noch nie👌

  • Linke wollen nicht, dass du frei bist.

    Sie brauchen dich als Objekt der Betreuung.

    Sie entscheiden, was du bekommst.

    Und du sollst dankbar sein.

  • Ja, dann wird das so demokratisiert wie im zweiten „D“ bei „DDR“.

    Und wer will jetzt genau die Demokratie abschaffen?

    • Die AfD 😂

  • Kein Wohneigentum zu haben ist erstrebenswert?

    Anderer Leute Eigentum zu finanzieren ist für Linke OK?

    Miete zahlen, und dir gehört nichts?

    Ich bin gerade platt.

  • Ideologie denkt immer an das Maximum, die Realität erreicht maximal das Optimum.
    Gelle, Frau Schwerdtner.

  • Ich will das alles nicht. Und jetzt? Werde ich „demokratisch“ dazu gezwungen?

  • Demokratischer Sozialismus kann man zwar wie einen Begriff benutzen, die suggerierte Bedeutung täuscht jedoch.
    Sozialismus bedeutet immer die staatliche Lenkung der Wirtschaft und ist dementsprechend mit vollen Eigentumsrechten und Wettbewerb nicht vereinbar, sondern beides steht im direkten Widerspruch.
    Die staatliche Lenkung der Wirtschaft führt zwangsläufig zu einer Senkung des Lebensstandard für weite Teile des Volkes, die auch deshalb in einer echten demokratischen Wahl die sozialistischen Wirtschaftslenker abwählten.
    Dann wäre aber das System als solches gefährdet, weshalb die Demokratie in einem Sozialismus auf Wahlmöglichkeiten und Parteien beschränkt werden muss, die Kontinuität garantieren, ein solcher Verlauf ist aus der DDR bekannt.
    Die Versuche der staatlichen Wirtschaftslenkung im Sozialismus verdrängen die Demokratie, die Freiheit und Eigentumsrechte und müssen sachlogisch zwingend in einem totalitären System münden, welches dann zu einem langsamen Niedergang verdammt ist.

    • Sozialismus ist die gewaltsame Diktatur des Proletariats. Sagt Marx

  • Die DDR lässt grüßen.

  • Also das wird bestimmt funktionieren.

  • Ein rosa Einhorn das Regenbögen pinkelt sollte auch für jeden Bürger zur Verfügung stehen.
    Soviel Gerechtigkeit muss schon sein.

  • In keinen Betrieben, die es dann zuhauf geben wird, können dann abertausende nicht Beschäftigte darüber nachdenken, wieviel ein Chef Geld bekäme, wenn es noch irgendeinen Wert hätte.

  • Diese Person hat doch bestimmt schon das passive Wahlrecht aberkannt bekommen. Darüber hinaus ist eine Partei deren Protagonisten solche Ansichten vertreten zumindest teilweise gesichert extremistisch und steht auch nicht auf dem Boden der Verfassung.

  • Sehr gut, solche Diskussionen, v. a. solche „Beichten“ bräuchten wir sehr viel mehr. Laßt uns diskutieren darüber, wie wir uns und wie die Menschen, die wir wählen, sich das „gute Leben“ vorstellen. Ob das machbar ist, ob das technisch oder rechtlich umsetzbar ist, sollte zunächst einmal keine Rolle spielen.

    Denn: Wohnraum schaffen durch Vergesellschaftung, das klingt in Ohren einiger Unbedarfter und Betroffener vielleicht einfach gut, genauso wie auch „Wohlstand für alle“ gut klingt – und bitte, „Frieden auf der Welt“ und „Gerechtigkeit für alle“ müssen unbedingt auch noch mit aufgenommen werden.

    Wenn dieselben Leute, die solche Wolkenkuckucksheime malen, diese weiter so konkretisieren, daß es keine Privatwohnungen mehr geben solle, daß die Freizeitgestaltung staatlich organisiert werde usw., dann könnte das dem einen oder anderen vielleicht doch die Augen öffnen. Vielleicht.

  • Gott sei Dank habe ich frühzeitig mit Pattex-Schnüffeln aufgehört.

  • Da hilft auch nichts mehr von Ratiopharm.

  • Die Linken-Vorsitzende hat klare Vorstellungen, wie diese Demokratisierung aussehen soll: „Da können alle Angestellten bei der Zukunft des Unternehmens mitreden, über wichtige Entscheidungen, Gehälter und Arbeitszeiten.“

    Hmmm, dann mal runter mit den Diäten und Pensionen 😉😅😅

  • Ob „National“-Sozialismus, oder „Demokratischer“ Sozialismus – es ist Sozialismus!
    Egal, mit welchem wohlklingenden Etikett sie ihn versehen.
    Lasst euch nicht eure Augen zukleistern und die Hirne vernebeln von diesen Verführern.
    Ihr müsst das letztendlich auslöffeln.

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