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Autoland am Abgrund: So tief haben VW, Mercedes und Porsche den Karren in den Dreck gefahren

Der Gewinn von Volkswagen und Mercedes hat sich im vergangenen Jahr halbiert. Diese Entwicklung steht für die angespannte Lage der gesamten deutschen Automobilindustrie. Eine ganze Branche blickt nach schwachen Jahren zitternd in die Zukunft.

Die Vorstandsvorsitzenden von VW und Mercedes im Gespräch mit der Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg. (IMAGO/Arnulf Hettrich)

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Hohe Kostenbelastungen am deutschen Standort, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, eine fehlgeschlagene Elektrostrategie, US-Zölle – die deutsche Automobilindustrie steuert auf den totalen Kollaps zu. Durch die Bank weg müssen heimische Hersteller deutliche Gewinnrückgänge verkraften. Um Kosten zu senken, wird zu rigiden Sparprogrammen gegriffen.

Besonders stark unter Druck geraten ist der Volkswagen-Konzern. Das operative Ergebnis, also der Gewinn aus dem eigentlichen Autogeschäft vor Zinsen und Steuern, halbierte sich auf 8,9 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag im Rahmen der Jahrespressekonferenz mitteilte. Auch unter dem Strich fiel das Ergebnis deutlich schwächer aus. Der Gewinn nach Steuern sank um 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor hatte Volkswagen noch 12,4 Milliarden Euro verdient.

Noch gravierender brach der Gewinn bei Porsche ein. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Gewinn des Luxusherstellers aus Stuttgart um satte 98 Prozent (Apollo News berichtete). In der Folge kommt es beim Volkswagen-Konzern nun zu einer radikalen Ausweitung des Sparprogramms.

Wie Konzernchef Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre erklärte, plant Europas größter Autobauer den Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen in Deutschland (Apollo News berichtete). Dies entspricht etwa einem Sechstel der gesamten Beschäftigten in Deutschland – Ende 2024 arbeiteten laut Geschäftsbericht im gesamten VW-Konzern rund 293.000 Menschen in Deutschland. Ursprünglich war von nur 35.000 Stellenstreichungen die Rede.

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Belastet wurde das Geschäft von VW zuletzt unter anderem durch US-Zölle sowie das anhaltend schwache Geschäft in China. Lokale Konkurrenten wie BYD, SAIC, Nio oder Xpeng dominieren den chinesischen Markt zunehmend mit günstigen und innovativen Elektrofahrzeugen. Volkswagen kann sowohl bei der Technik als auch beim Preis kaum mithalten.

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Hintergrund sind die vorteilhaften Rahmenbedingungen am Standort China. Während BYD, SAIC & Co. von niedrigen Energiekosten, wenig Bürokratie sowie einer geringen Steuer- und Abgabenquote profitieren und zusätzlich staatliche Subventionen erhalten, sieht die Situation in der Bundesrepublik deutlich anders aus.

Strom und Gas sind in der Bundesrepublik teuer, Bürokratie und Regulierung wirken erdrückend, und statt staatlicher Unterstützung wird VW durch strenge Klimavorschriften, u. a. die EU-Flottengrenzwerte, und hohe Abgaben belastet. Dadurch entstehen Mehrkosten, die die Margen schmälern und Preissenkungen erschweren.

Besonders schwer wiegt, dass Volkswagen vor diesem Hintergrund nicht nur in China Marktanteile verliert, sondern auch weltweit. Global betrachtet ist Europas größter Autobauer mit seinen Elektrofahrzeugen nicht wettbewerbsfähig. Auch dies spiegelte sich in den Geschäftszahlen des vergangenen Jahres wider.

Allerdings haben die Hersteller kaum eine andere Wahl, als weiterhin Elektrofahrzeuge abzusetzen. Hintergrund sind die EU-Flottengrenzwerte, die europäische Autobauer im Namen des „Klimaschutzes“ dazu verpflichten, eine sukzessiv wachsende Zahl an E-Autos zu verkaufen, während der Anteil von Verbrennerfahrzeugen im Produktportfolio zunehmend zurückgefahren werden muss. Bei Nichteinhaltung drohen massive Strafen.

Auch die anderen großen deutschen Autobauer leiden unter diesen strukturellen Herausforderungen. Mercedes-Benz blickt sogar auf ein noch schwächeres Jahr als Volkswagen zurück. Der Gewinn brach 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent ein. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich lediglich auf 5,82 Milliarden Euro. Einen noch niedrigeren Überschuss hatte Mercedes zuletzt im Jahr 2019 ausgewiesen (Apollo News berichtete).

Um der Krise entgegenzutreten, greift auch Mercedes zu einem strengen Sparprogramm. Das Effizienzprogramm „Next Level Performance“ sieht vor, bis 2027 insgesamt 5 Milliarden Euro einzusparen. Gelingen soll dies unter anderem, indem die Zahl der in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter deutlich reduziert wird. Insiderberichten zufolge könnten bis zu 20.000 Arbeitsplätze im Konzern abgebaut werden. Angaben des Handelsblatts zufolge sollen bis Oktober 2025 bereits 4.000 Beschäftigte das Unternehmen über Abfindungen verlassen haben.

Parallel dazu werden Produktionskapazitäten zusehends ins Ausland verlagert, mitunter nach Ungarn. Mercedes hat nun bekannt gegeben, mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau des Werks im ungarischen Kecskemét zu investieren (mehr dazu hier).

BMW hat seinen vollständigen Jahresgewinn für 2025 zwar noch nicht veröffentlicht, doch auch bei dem Autobauer aus München sind die Aussichten gedämpft. Für das Ergebnis vor Steuern im Konzern wird ein leichter Rückgang erwartet. Dennoch werden die Zahlen wohl – im Vergleich zu Volkswagen und Mercedes-Benz – deutlich besser ausfallen. Stand des dritten Quartals befindet sich das Ergebnis vor Steuern auf Vorjahresniveau. Die Strategie der Münchner, den Verbrenner nicht vorschnell abzuschreiben, scheint aufzugehen.

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37 Kommentare

  • Bald sprechen die Autokonzerne von „strategischen Fehlern“ wie von der Leyen jetzt über den Atomausstieg spricht. Diese „Manager“ hatten nie eine Strategie und sind einer irrsinnigen Klimaideologie gefolgt. Dafür auch noch ein mehrfaches Millionen-Honorar und Bonuszahlungen zu erhalten, ist skandalös

    • Diese Menschen haben absolut keine Konsequenzen für ihre Entscheidungen zu befürchten! Deshalb können sie ihre irren Experimente durch führen!
      Im Grunde ist es nichts anderes als Volksverrat, nur hier in Deutschland wird das noch mit dickeren Gehältern belohnt! Siehe v.d.L. welche nur dem Deutschen Schaden zugefügt hat und jetzt immer noch im Amt is!

      • volle Zustimmung

      • Im Grunde ist es nichts anderes als Volksverrat !?
        Nur mal zur Erinnerung ! Das sind private Aktiengesellschaften ! Das hat bis auf VW nichts mit Verrat zu tun !
        Die müssen sich ihren Aktionären stellen und haben auch noch einen Aufsichtsrat . Jeder Investor hat das recht seinen Laden mit oder ohne Absicht gegen die Wand zu fahren !!

        • Welcher Investor will seinen Laden an die Wand fahren? Oder sind jetzt alle bekloppt?

          1
  • Das passiert wenn man nur noch Speichellecker als CEOs hat.

    Niemand hat Contra gegeben zu den lächerlichen Traumschlössern der Grünen.

  • In Systemen totalitärer Ideologien gilt die Anhänglichkeit an die Ideologie als Maß für das Können und die Zuverlässigkeit. Die Folgen sind Inkompetenz, Korruption und Kritikunfähigkeit. Damit führt das System ins Versagen.

    • Sie beschreiben gerade Topmanager nach Piech?

  • Wenn jetzt überall die Kostenfaktoren gesenkt werden,werden doch sicher die Autos billiger.😉

    • Das werden die E Autos bestimmt . Sogar sehr viel billiger ! Nur werden die Leute die sie hätten Kaufen sollen das Geld wegen Arbeitslosigkeit dann auch nicht mal mehr haben oder sich leisten können !
      Aber es war ja auch nie wirklich geplant das alle die heute einen Verbrenner fahre auch morgen noch ein E Auto haben .
      Nur begreifen tuen die Leute das irgendwie nicht !!

  • So, so sie hätten die E-Karren verpennt in erster Linie zerstört der Klimawahn mit ihren hohen Energiekosten die Deutsche Autoindustrie. Darum ziehen die Autobauer ins Ausland.

    Diese Zerstörung der wichtigsten Industrie in Deutschland ist ein lupenreiner Schildbürgerstreich.

  • Ich brech‘ das mal herunter: deutsche „Entwicklungshilfe“ für China wird genutzt, um die heimischen chinesischen Automarken zu pushen mittels Subventionen… Und wieder schießt die deutsche Verwaltung von hinten der eigenen Autoindustrie ins Knie! Allerdings nicht nur auf diese Weise.

  • Stellantis will sogar den Diesel wieder zurück bringen. Die Italiener (Meloni und FIAT sei Dank?) haben das durchgesetzt.
    Renault hingegen will bis 2030 nur noch E-Autos anbieten bzw. Hybride anbieten.
    Fiat will überleben und Renault will wohl scheitern.

  • 1. VW produziert in China
    2. Die Zölle sind nur vorgeschoben

  • Hoffentlich nimmt die Eskalation noch massiv zu. Bis sie für alle Beteiligten unvorstellbar wird. Denn Verhalten wird überwiegend von Gefühlen gesteuert und nicht vom Verstand.

    Wie bei jeder Sucht reicht der Hinweis auf die Sucht nicht aus, um sie zu beenden. Daher ändern schlechte Zahlen auch keine Überzeugungen, weil diese an die Bezugsgruppe gebunden sind – Gruppendenken.

    Gruppendenken ist das gemeinschaftliche Ausleben von Überzeugungen, die für die Realität gehalten werden – können auch Illusionen sein.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann weder Gruppendenken noch Illusionen abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

  • Wie passt das zusammen wenn z.B. bei VW derart viel Leute entlassen werden, andererseits aber an jedem dieser Arbeitsplätze bis zu sieben andere Arbeitsplätze hängen?
    Diese Leute sollen aber E-Autos kaufen und mit welchem Strom bitteschön laden?
    Die hiesigen Kernkraftwerke sind weg, Deutschland kauft deshalb teuer Atomstrom aus Frankreich ein.
    Steigt VW demnächst in die Herstellung von kleinen Kernkraftwerken ein?
    Erlaubt derlei die grüne Frau Hamburg in Niedersachsen das überhaupt oder allenfalls Lastenfahrräder mit Druckluftantrieb?
    Es wird doch immer verrückter, siehe die amtliche Forderung eines Fahrtenbuchs für die Nutzung einer Sackkarre über eine Wegstrecke von 50 Metern auf Privatgelände. So was konnten sich die Macher von Asterix und Obelixja nicht mal nicht im Traum ausdenken.
    Deutschland kann das!

  • Das war mir schon vorher klar. Wenn der Chinese den deutschen Automarkt erreicht. Geht es den deutschen Herstellern schlecht.
    Dann noch die Manager Fehlentscheidung alles auf E-Auto zusetzen. Diesel Skandal.
    Der Kaufkraft Verlust der Verbraucher tut noch das übrige. Zuerst hab ich gelesen das die deutschen Autos meist auf Kredit gekauft werden. Dann die Lieblings Farbe der deutschen Schwarz oder Weiß ist. Weil das am billigsten ist.
    Wenn alle E-Auto fahren oder Wärmepumpe überall ist, wird der Strom nicht billiger, sondern teurer.

  • Wir werden nichts besitzen, aber glücklich sein… sagte einst Klaus Schwab.
    Kein Auto, kein Strom, keine Energie, keine Lebensmittel….

  • Entenpastete statt Gehirnzellen sind auch im Management der Autoindustrie ein verbreitetes Phänomen…

  • Am 09.12. 2025 verkündete CSU-Weber (EU): „Das Verbrenner-Aus war eine historische Fehlentscheidung“! Eine Woche später hat die EU-Kommission das Aus vom Verbrenner-Aus verkündet.
    Die Wahrheit ist: Die neue Regelung verschärft sogar die alte Flottenverbrauchsregelung da nun 77% der Dienstwagen bereits ab 2030 (also fünf Jahre früher) „klimaneutral“ sein müssen. Da der Verkaufsanteil von Dienstwagen in Deutschland bei etwa 65% liegt, ist die Hälfte aller Neuwagen von dieser Regelung betroffen.
    Die Dummen sind wieder die Hersteller und die Kunden.
    Das Volk wird für dumm verkauft und hinter die Fichte geführt mit Unterstützung durch die Altmedien.

  • So tief haben VW, Mercedes und Porsche den Karren in den Dreck gefahren ????
    Nein, sondern die Links-Grün-Bunte-Regierung arbeitet aktiv an der Zerstörung des Wirtschaftstandort Deutschland. Die Gewerkschaften helfen aktiv an der Zerstörung mit, in dem sie gegen die AfD hetzen, die als einzigste Partei Deutschland noch retten könnte.

    • Zur Belohnung haben die Stuttgarter mit 40%-50% wieder die Grünen gewählt. Zwar ist Stuttgart wegen des drastischen Einbruchs bei den Gewerbesteuern (Porsche, Mercedes, Bosch) praktisch pleite, aber die Grünen sind zu blöd um die Ursachen dafür bei sich selbst zu suchen. Herr, lass Hirn regnen ……..

      • „Zur Belohnung haben die Stuttgarter mit 40%-50% wieder die Grünen gewählt.“
        Fragt einen Dr. Hans-Joachim Maaz, warum die Wähler sich so irre verhalten.

  • Wer die deutsche Autoindustrie vernichtet hat sind die Grünen mit ihrem Klimawahn.

    • Wären die Leute nicht den grünen Ra..enfängern jubelnd gefolgt, wäre nix passiert.

  • „Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen“ Wo sind die Beispiele für ein erfolgreiches ‚Gesundschrumpfen‘ eines Automobilherstellers????

  • „„Next Level Performance““

    Der neueste schrille EUphemismus aus der Mottenkiste der MARKETING Boys für

    „Next Exit DESASTER“

    Dafür dann ein EXTRA Bonus – irre Zeiten

  • Die Damen und Herren in den Konzernen haben sich ihre lobbyarbeit in Brüssel viel Geld kosten lassen. Was lief da schief? Wurden die nicht gebrieft? Die Entwicklung war doch schon vor ca. 20 Jahren absehbar.
    Wäre ich für Porsche verantwortlich würde ich die gesamte Führungsriege feuern und dann ab nach US. Wieder geile V6 bauen…
    Zu VW: die Sind selbst Schule, die sollen erst Mal lernen zuverlässliche Autos zu bauen.

  • Jeder , in der Autoindustrie wollte doch noch mehr ‚ Klima ‚ darstellen wie die Konkurrenz .
    Man kann auch von Nieten in Nadelstreifen sprechen , das würde es besser treffen .
    Folgen für diese ‚ Herren ‚ , keine .
    Man bekommt höchstens noch einen Boni , sh. VW .

    Es werden 100.000 Arbeitsplätze vernichtet denn es betrifft auch die ganzen Zulieferer.

    Die Industrie macht einen Fehler nach dem anderen weil sie dem Klimagott hörig sind.

  • Ohne nachzudenken haben die Automobilvorstände das grüne Narrativ übernommen. Es ging von Anfang an um Subventionen. Nun nachdem die Karre in den Dreck gefahren wurde, will es wieder niemand gewesen sein. Die Personalauslese funktioniert auch in der Industrie schon lange nicht mehr. Alles Luschen, durch die Bank.

    • Die rechte Haltung zählt!

  • Hochbezahlte Nieten im Nadelstreif –
    Manager und privilegierte Parteibonzen haben das Auto in den Dreck gefahren. Arbeiter und Angestellte zahlen die Zeche mit Arbeitsplatzverlust und Existenzangst.
    Aus dieser Gemengelage entstehen Volksaufstände.

  • Waren das nicht auch eben diese Unternehmen, die aktiv immer gegen die AfD mobilisierten, wenn es den gegenwärtigen Regierungskartellen entgegen kam, was diese durch Aufruf signalisierten?
    Die Mitarbeiter folgten vielfach den Aufrufen ihres „Hirten“ und deren „Hütehunde“.
    Nun jammern sie.
    Das nächste werden Steuermittel sein, die sie fordern werden, um Arbeitsplätze „zu schützen“.
    Die Arbeitsplätze, die durch deren Handeln zerstört wurden.
    Die Regierung steht da, wie ein kleines Kind, dem das Eis aus der Eistüte fiel. Überrascht, ratlos.
    Aber im Gegensatz zum Kind, empfinde ich für die Regierung und Unternehmensführer nur Ekel und Abscheu.

  • Sind damit die z.T. unfähigen „CEO“, die geradezu mit Geld zugeschüttet wurden, gemeint? Und sich jetzt noch ein Millionenboni-Bonbon gönnen?

  • Solange in den Vorständen weiter EU Speichellecker und E dioten sitzen, können meinethalben alle deutschen Autohandyhersteller pleite gehen…
    Wofür steht ID? Genau…

    • Intellektuelles Defizit

    • …….sehe das ganz ähnlich #Nemi72.
      Erstens sind die Kisten alle völlig überteuert und zweitens sehen sie alle beschissen aus.
      Und insbesondere was Mercedes angeht, ist die „Analyse“ mehr als suboptimal.

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