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Katja Maurer

„Auf geht’s. Ab geht’s. Widersetzen!“: Linken-Parteitag mobilisiert zur AfD-Blockade

Beim Parteitag der Linken rief die Landtagsabgeordnete Katja Maurer in einer leidenschaftlichen Mobilisierungsrede zur Verhinderung des AfD-Parteitags auf. Der Saal ließ sich in der Folge zu frenetischen Schlachtrufen aufstacheln.

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Delegierte der Linken, die gemeinsam „Alerta, Alerta, Antifascista“ rufen (Screenshot via youtube.com/@DIELINKE)

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Auf dem Parteitag der Linkspartei hat die thüringische Landtagsabgeordnete Katja Maurer am Sonntag mit einem leidenschaftlichen Redebeitrag zur Teilnahme an der Blockadeaktion des Antifa-Bündnisses „Widersetzen“ gegen den AfD-Parteitag aufgerufen. Das Bündnis plant hierzu, am Wochenende des 4. und 5. Juli durch Sitzblockaden den Verkehr in Erfurt lahmzulegen, sodass der angesetzte Parteitag der AfD nicht stattfinden kann.

„Auf den Tag genau 100 Jahre nach dem NSDAP-Reichsparteitag und der Gründung der Hitlerjugend in Weimar. Außerdem: Erfurt ist kein Zufallsort. Das ist ein Kniefall der AfD vor dem Faschisten Höcke. Was ist unsere Antwort darauf? Wir leisten antifaschistischen Widerstand“, sagte Maurer. „Am 4. Juli wird nicht der Tag des AfD-Parteitags sein. Mit eurer Unterstützung wird Erfurt am 4. Juli zur antifaschistischen Hauptstadt“.

Maurers Redebeitrag wurde von frenetischem Applaus begleitet. Mit ihr auf der Bühne standen Dutzende weitere Delegierte, die wie sie gelbe Tarnwesten trugen und dabei sowohl eine Antifa-Fahne als auch ein Banner mit der Aufschrift „Erfurt antifaschistische Hauptstadt“ vor sich hielten. „Kommt am 4. Juli und schenkt euch selbst ein Stück Hoffnung. Denn ich bin verdammt sicher. An diesem Tag wird niemand nach Hause gehen, ohne gehört zu haben: Es reicht!“, mobilisierte Maurer weiter.

Nachdem sie ihren Redebeitrag beendet hatte, stimmte sie die eingängige Parole „Auf geht’s. Ab geht’s. Widersetzen!“ an, die von dem gesamten Saal begeistert aufgenommen und wiederholt wurde. Nachdem die Sprechchöre langsam abebbten, stimmte ein weiterer Delegierter den traditionsreichen linken Schlachtruf „Alerta, Alerta, Antifascista“ an. Er wurde erneut vom gesamten Saal aufgenommen und von der Menge ekstatisch getragen, ehe die Anwesenden kollektiv die Fäuste ballten und in die Höhe reckten.

Die Reaktion des Saals deutete darauf hin, dass ein beträchtlicher Teil der Linken bei den Blockadeaktionen anwesend sein wird. Die Planungen des Bündnisses „Widersetzen“ laufen bereits seit einigen Monaten. Neben den Linken hat auch mindestens ein Verband der Grünen zur Verhinderung des AfD-Parteitags mobilisiert (mehr dazu hier).

ahz

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10 Kommentare

  • Zwei-Minuten-Hass (englisch two minutes hate) ist ein Ritual, das in George Orwells Roman 1984 (Nineteen Eighty-Four) beschrieben wird und zum geflügelten Wort wurde. Es handelt sich um ein tägliches Ritual, bei dem Mitglieder der Partei der Gesellschaft Ozeaniens einen Film über die Feinde der Partei ansehen müssen (hauptsächlich Emmanuel Goldstein und seine Anhänger). Dabei müssen sie zwei Minuten lang ihrem Hass aktiv Ausdruck geben. Die entsprechende Szene des Romans ist auch Teil der Romanverfilmung von 1984.

  • Ja, die Partei Die Linke ist aus historischer und juristischer Sicht die Nachfolgepartei der SED. Der Stalinismus in der DDR prägte die Strukturen des Landes von 1949 bis 1989. Und es kann gar nicht oft genug gesagt werden:

    „Es gibt keinen Unterschied zwischen Kommunismus und Sozialismus, außer in den Mitteln, mit denen dasselbe Endziel erreicht wird: Der Kommunismus will die Menschen mit Gewalt versklaven, der Sozialismus durch Wahlen. Es ist lediglich der Unterschied zwischen Mord und Selbstmord.“
    – Friedrich August von Hayek

  • Ein Linken-Parteitag mobilisiert zu einer „Blockade“ des AFD Parteitag Eine Partei die mit Antisemiten, Antifa-Gewalttätern, Terroristen, usw. sympathisiert ruft zur Verhinderung eines Parteitages einer mit 14 Millionen Wählern demokratisch gewählten Partei auf. Hier wird deutlich wer wirklich zu Demokratie und Verfassung steht. Und diese extreme SED-Linkspartei wird auch noch von CDU;CSU;SPD und Grünen bei ihren Blockaden unterstützt.

    • Und jetzt?

      • und nachher?

  • Die haben sich so aufgestachelt, ich befürchte, es wird dieses Mal wirklich Tote bei der AfD und der Polizei geben.

  • Die Linke hat die Wählerschaft der AfD im Auge. Momentan dümpelt sie um die zehn Prozent herum in den Umfragen. Nach Aussagen ihrer Repräsentanten strebt die Linke eine Wählerschaft um die 20 Prozent herum an. Diese glaubt man von der AfD abzweigen zu können. Von den Grünen ist nichts zu holen, deren (Rest)-Wählerschaft ist gut verankert. Von der sterbenden Partei SPD ist nichts zu holen, ihre Wählerschaft ist die zementierte Resterampe. Von der Union ist nichts zu holen, deren Wählerschaft ist gespalten in hartgesottenen Unions- und AfD- und Grünen neigenden Wählern. Also Schießbefehl auf die AfD. DDR lässt grüßen.

  • Wie sich wohl die AfD-Parteitagsteilnehmer angesichts dessen, dieser linksfaschistischen Bedrohungslage, deren Ignoranz, deren versteckten, offenen oder sogar aktiven Unterstützung fühlen – jetzt im Vorfeld und dann, wenn es wirklich losgeht? Ich habe höchsten Respekt vor dem Mut und dem Rückgrat aller AfD-Parteitagsteilnehmer und wünsche jedem einzelnen alles Beste!

  • Warum reagiert die Justiz nicht?Die Verhinderung eines Parteitages ist eine Straftat.
    Diese Nichtsnutze auf dem Foto könnte man schon im Vorfeld festnehmen wegen Aufruf zu einer Straftat.

    • Seit wann interessiert die da in Neu-Versailles (vormals Berlin) so was wie Recht und Gesetz, wenn es gegen die AfD geht?

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