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Rezession

Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet in den kommenden Jahren mit bis zu 150.000 verlorenen Arbeitsplätzen

Gesamtmetall warnt vor einem starken Stellenabbau in der Metall- und Elektroindustrie: Bis zu 150.000 Jobs könnten 2026 verloren gehen. Verbandschef Oliver Zander spricht von der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik und nennt hohe Energiepreise, Steuern, Sozialabgaben und Bürokratie als Hauptgründe.

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IMAGO/dts Nachrichtenagentur

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Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall erwartet für das laufende Jahr einen erheblichen Rückgang der Beschäftigung in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Nach Einschätzung des Verbands könnten bis zu 150.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Hintergrund seien eine anhaltende wirtschaftliche Schwächephase der Branche sowie strukturelle Standortprobleme.

Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander zeichnete gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe ein Bild der aktuellen Lage. „Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster. Die Situation ist wirklich dramatisch“, sagte er. Die Metall- und Elektroindustrie erlebe derzeit „in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik“.

Als zentrale Gründe für die schwierige Entwicklung nennt der Verband vor allem hohe Kosten für Unternehmen in Deutschland. Dazu zählten nach Zanders Darstellung insbesondere Energiepreise, Steuern, Sozialabgaben und regulatorische Belastungen. „Wir haben in Deutschland zu hohe Energiekosten, zu hohe Unternehmenssteuern, zu hohe Sozialabgaben und zu viel Bürokratie“, erklärte er.

Kritik äußerte der Verbandsvertreter auch an der bisherigen Politik zum Bürokratieabbau. Aus seiner Sicht fehlt es an einer konsequenten und systematischen Vorgehensweise. Zugleich sprach er sich für einen Personalabbau in der öffentlichen Verwaltung aus: Man müsse „natürlich auch Bürokraten abbauen“, da es dort zu viele Beschäftigte gebe, was sich auch auf die öffentlichen Haushalte auswirke.

Die Branche befindet sich laut Gesamtmetall bereits seit längerem in einer wirtschaftlichen Schwächephase. „Wir sind seit zwei Jahren in einer Rezession. Seit 2018 haben wir schon 270.000 Arbeitsplätze verloren“, erklärte Zander. Zudem sei die Zahl der Beschäftigten zuletzt unter eine wichtige Marke gesunken: „Wir sind in unserer Branche im vergangenen Monat unter 3,8 Millionen Beschäftigte gefallen. Das hatten wir zuletzt 2015.“

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Zwar hatte der Verband erst vor kurzem von einem deutlichen Anstieg der Aufträge im letzten Quartal 2025 berichtet. Dieser sei jedoch maßgeblich auf mehrere große Bestellungen aus dem Verteidigungsbereich zurückzuführen. Ohne diese – überwiegend staatlich finanzierten – Rüstungsaufträge bleibe die Nachfrage weiterhin sehr schwach, wie Gesamtmetall betont.

ha

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53 Kommentare

  • (Illegale) Migration und die damit einhergehende Einwanderung in unsere Sozialsysteme wurde ganz vergessen als Grund noch zu erwähnen – meine Meinung.
    Und offensichtlich geht es uns hier noch viel zu gut oder die Mehrheit der Bevölkerung ist mittlerweile durch die ÖRR verdummt, denn sonst würde kein normal denkender Mensch auf die Idee kommen, noch Rot-Grün-Rot zu wählen – auch meine Meinung.

    • Ist wie gestern in der GEZ-Tagesschau aus Neu-Adlershof: Dort denken 1/3 aller Bahnmitarbeiter (Zugbegleiter) über Aufgabe nach, weil es zu gefährlich geworden ist, nach dem Fahrschein zu fragen. Der Rosa Elefant ohne Ticket hingegen wurde nicht benannt.

      • Und das Thema bekommt auch nur deshalb so große Aufmerksamkeit, so viel, daß es sogar bis in die Tagesschau schafft, weil das ermordete Opfer selbst ein Migrant war, um den im Land lebenden Migranten zu signalisieren: „wir kümmern uns!“ Es geht dabei überhaupt nicht um UNS!

        • Genau so ist es, wäre es ein Bio gewesen, keine einzige Meldung…

          16
    • Die Propaganda des ÖRR wirkt bei nicht wenigen Menschen.
      Viele meiner Arbeitskollegen sind so drauf. Politisch uninteressiert, uninformiert und in Angsstarre vor der AfD.

      • Exakt, Kontrafunk von Hr. Winter vom letzten Sonntag mal schauen, man glaubt es nicht…

    • Ich hoffe doch, das du dich bei den heutigen Wahl Ergebnissen hinsetzt! Ansonsten kippst du um und verletzt dich womöglich noch!

  • Kann ja gar nicht so schlimm sein – wenn man die Wahlergebnisse (speziell im Westen) sich so anschaut.

    Alle, die jetzt ihren gut bezahlten Industrie-Arbeitsplatz verlieren – werden gern für ein Viertel der dortigen Entlohnung Regale einräumen.
    Zur Rettung des Planeten.

    • So viele Regaleinräumer braucht man dann auch nicht mehr, weil nur noch Geld für das Nötigste da ist und keiner mehr was kaufen kann.

      • Hin und wieder gibts ja mal „Traumatisierte“, die sich im Supermarkt austoben und die Regale nicht ein,- sondern ausräumen. Irgendwer muß ja dann die Scherben zusammenkehren!

    • Die, die jetzt dort ihren Arbeitsplatz verlieren, erhalten noch grandiose Abfindungen, Frühverrentung, Vorruhestand. Selbst bei deren deutlich überdurchschnittlichen Gehältern darf/muss der Steuerzahler noch das hohe Kurzarbeitergeld bezahlen (alles Steuergeld). Und ganz viele von diesen Mitarbeitern haben in ihren Heimatländern allesamt Häuser und können jederzeit dorthin ziehen und mit dem vielen weit überdurchschnittlichen Gehalt wunderbar leben. Davon spricht auch keiner, aber es ist so.
      Und erst danach wird es wirtschaftlich richtig „interessant“.
      Und heute wird in Ba-Wü gewählt – Ergebnis steht seit Wochen fest: von grün-schwarz auf schwarz-grün.
      Ein Großteil der Leute dort, wählen tatsächlich noch eine von den Altparteien. Man kann es kaum glauben, aber es ist so. Eventuell wird noch bei Auszählung was gedreht (man weiß ja nie), bis Ergebnis passt?
      Und warum werden nicht sämtliche Ursachen genannt und ausgesprochen?
      Und wie lange wird schon von Bürokratieabbau geredet?

    • Und ihr Auto können sie jetzt schon mal abmelden!

  • Die Posten der Funktionäre bleiben unverändert und deren Vergütungen werden auch weiter erhöht, solange sie weiter nur vor der AFD warnen. Der wirtschaftliche Abstieg Deutschland ist dann nur Nebensache. Der Kampf gegen „rechts“ ist für die Arbeitgeber wichtiger.

    • Mit seinen 57 Jahren und einem jährlichen Einkommen im hohen sechsstelligen Bereich hat Verbandschef Oliver Zander bereits ausgesorgt. Die Arbeiter jucken den nicht.

  • …und heute Abend im Wahlstudio könnt ihr feststellen, dass ich wieder SchwarzRotGrün gewählt habe, weil die haben die Kompetenz die Probleme zu lösen, weil Schuld ist die AFD, warum???, keine Ahnung, sagen mir aber immer wieder bestimmte Nachrichtensendungen…

    • Viele meiner Arbeitskollegen sind so drauf. Politisch uninteressiert, uninformiert und in Angsstarre vor der AfD.

    • Gehe jede Wette ein, das sie wieder die Verursacher unserer Probleme wählen!
      Sehe ich mir den Hagel an, dann stelle ich heute mit meinen 75 Jahren fest, früher haben solche Typen jeden Tag den Arsch versohlt bekommen!

  • Bei den 150.000 würde ich hinten noch eine Null anhängen.

  • Die Arbeitsplätze sind ja nicht verloren, die sind nur woanders.
    Spass beiseite.
    Was könnte man, ausser anders wählen, dagegen unternehmen?

    • Wenn man gut ausgebildet ist? Die Titanic verlassen…

  • Er soll sich bei „Unseren Demokraten“ für die hohe Energiepreise, Steuern, Sozialabgaben und Bürokratie bedanken.

  • Genau so wird heute in Baden-Württemberg wieder gewählt:
    Deindustrialisierung, Transformation, Bunt, etc…
    „Wir schaffen das“ und „wir schaffen nix“ liegt ziemlich nah beieinander.
    Arm und sexy, das neue Ziel der Schwaben!

    • „Sexy“ sind sie aber nur, wenn sie nicht (schwäbisch) sprechen!

  • Es werden noch weitaus mehr Arbeitsplätze verlorengehen. Aber trotzdem wählen viele Bürger offenbar immer wieder genau die Parteien, die diese Politik zu verantworten haben. Anders läßt sich kaum erklären, warum sich politisch so wenig ändert. Viel Spass beim „weiter so“.

    Die AfD war bislang an keiner Bundesregierung beteiligt – verantwortlich für Energiepreise, Standortpolitik und industrielle Entscheidungen sind also andere. Gerade im Autoland Baden-Württemberg, droht mit Schwarz-Grün oder Grün-Schwarz dieselbe Politik weiterzugehen. Wenn Energie teuer bleibt und die Wirtschaft verschwindet, werden viele Menschen ihre Belastungen erst richtig spüren – und manche könnten sogar gezwungen sein, ihre Immobilie zu verkaufen, weil die gut bezahlten Arbeitspllätze fehlen. Aber offenbar nehmen viele diese Entwicklung bewusst in Kauf!

  • Je mehr Arbeitsplätze verloren gehen
    desto mehr Fachkräfte können wieder nach Hause gehen.

  • …und die Schuld dafür hat sicher die AfD …. oder Putin ….oder oder oder

    • Trump

  • Sehr gute Neuigkeiten!

  • Lt. VDMA ist da die Dauerregierung der AfD schuld, nicht wahr?

  • Die 150.000 Jobs werden dieses Jahr bereits abgebaut. VW, Bosch und co arbeiten da mit „dem goldenen Handschlag“ und da die teilweise extreme Summen zahlen (mehrere hunderttausend Euro) kommen diese Leute nicht in die Arbeitslosenstatistik….

  • Ja wohin dann mit den ganzen Fachkräften? Wandern die dann aus?

  • Man darf nicht vergessen, dass schon vor rund zwei Jahrzehnten zumindest der damalige Geschäftsführer Tobias Mehlich der Ulmer Bezirksgruppe von Südwestmetall in einem persönlichen Gespräch in seinem Büro darauf aufmerksam gemacht wurde, welch äußerst verheerende Folgen es gesellschaftlich hat, auch künftig keine Achtung vor der Tatsache der „autorativ“ (D’Alessio et al., 2000: 11) spätestens in den frühen 1990er Jahren erfolgten Setzung zu haben. Immerhin wäre dann jedweder menschlichen Arbeit kein Sinn mehr verliehen. Einem privatwirtschaftlichen Unternehmen bliebe daraufhin nur noch, die Belegschaft im Betrieb von ihrer Arbeitpflicht zu entbinden und das jeweilige Werk umgehend zu schließen. Fraglich insofern, warum Gesamtmetall als der Dachverband der Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie erst heute an den damit bereits seit langem völlig verkehrten Vorzeichen eine Kritik übt?

  • Krass. Dann müssen wir wohl wieder SPD wählen.

  • Das hilft nur Fasten, Fasten und immer wieder Fasten.

  • Oder positiv ausgedrückt:
    Die gescheiterte Energiewende und die ausufernde Bürokratie hat das Fachkräftemangelproblem gelöst.

  • In den kommenden Jahren??? Bin erstaunt, wurden doch 2024 und 2025 schon gesamt 260.000 Stellen abgebaut. Also pro Jahr 130.000 und der der spricht von 250.000 in Jahren????

  • Wie würde wahrscheinlich Roland sagen ….Dank mir sind es nur 150000….

  • Eher in den kommenden Wochen, aber laßt sie weiter quasseln…

  • Die Industrie ist das erste was zugrunde geht…. Dann kommen die anhängenden Wirtschaftsbereiche. Finanzen, Handel, etc. Ich freu mich schon drauf, endlich als Selbstversorger leben zu dürfen. Jeden Tag 15 Stunden das Feld umpflügen, den Stall ausmisten und so weiter. Das wird so toll, weil ich immer weiß, dass ich dadurch voll viel Co2 und so spare und das Weltklima um 0,00…….01 grad senke. Oder auch nicht.

  • Die Brandmauer ist die politische Lebensversicherung der links-grünen Kollektive. Und die CDU mittendrin.

  • Und trotzdem wählt der Michel immer noch die Blockparteien. Allein in BW Grüne/CDU gemeinsam 56%. Das packst einfach nicht. Diese Parteien verantworten den Arbeitsplatzverlust des Michel, und was macht der Michel? Er wählt Grüne/CDU. Na dann………….

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