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Neue Details

Amokfahrt von Leipzig: Jeffrey K. war „wegen Bedrohung“ polizeilich bekannt

Die Leipziger Behörden bestätigen, dass der Amokfahrer Jeffrey K. wegen seines Verhaltens polizeilich bekannt war. So soll er sich in einer psychiatrischen Einrichtung befunden und diese wenige Tage vor der Tat verlassen haben.

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Niedergelegte Blumen und Kerzen in der Leipziger Innenstadt (IMAGO/EHL Media)

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Die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig haben in einer gemeinsamen Pressemitteilung neue Details zur Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt am Montag bekannt gegeben. Demnach sei der Tatverdächtige Jeffrey K. bereits „wegen Bedrohung sowie ehrverletzender Delikte im sozialen Umfeld“ polizeilich in Erscheinung getreten.

Im Zusammenhang mit einem Vorfall sei es zu einem Polizeieinsatz gekommen, nachdem sich der Mann zuvor selbst bei der Polizei gemeldet hatte. In der Folge sei er „aufgrund seines psychischen Zustandes und mit seiner Zustimmung“ in ein Fachkrankenhaus aufgenommen und dort bis zum 29. April behandelt worden.

In zuvor kursierenden Medienberichten war die Darstellung verbreitet worden, dass sich Jeffrey K. noch einen Tag vor der Amokfahrt, also am Sonntag, in der Einrichtung befunden habe. Abgesehen von dieser Vorgeschichte lägen gegen den Tatverdächtigen jedoch keine Straf- oder Ermittlungsverfahren vor, wie die Behörden mitteilten. Auch sei er nicht vorbestraft.

Zu einem wesentlichen Aspekt, der nach wie vor im Raum steht, äußern sich Polizei und Staatsanwaltschaft in der Mitteilung nicht: Nach vorheriger Darstellung der Bild soll der Beschuldigte aus der psychiatrischen Einrichtung entlassen worden sein, weil er sich aggressiv gegenüber anderen Patienten verhalten habe. Ob diese Darstellung zutrifft, ist weiterhin offen. Unklar bleibt auch, ob die Polizei von der Einrichtung über die Entlassung des Beschuldigten und eine mögliche Fremd- oder Selbstgefährdung informiert wurde. Eine entsprechende Anfrage von Apollo News blieb bislang unbeantwortet.

Gegen den 33-Jährigen wird weiter wegen des Verdachts des zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs ermittelt. Er war am Montag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen worden. Ein Ermittlungsrichter sollte am Dienstag über die Fortdauer der Freiheitsentziehung entscheiden. Zu den mutmaßlichen Hintergründen der Tat dauern die Ermittlungen an. Hinweise auf ein politisches oder religiöses Motiv gebe es nach aktuellem Stand nicht.

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Bei den Todesopfern handelt es sich um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann. Die Verletzten seien zwischen 21 und 87 Jahre alt. Unter den Verletzten befinden sich laut der gemeinsamen Mitteilung zwei Schwerverletzte: ein 75-jähriger Mann und eine 84-jährige Frau. Darüber hinaus mussten „mehr als 80 Personen aufgrund der Eindrücke des Erlebten betreut werden“.

ahz

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16 Kommentare

  • Wie schnell man den Vornamen erfahren hat, wie schnell man verpixelte Bilder sehen konnte auf denen man sein blonden Haare gut erkennen konnte…

    • Ja, es fällt stark auf wie greifbar die Freude weiter Kreise inzwischen ist, wenn ausnahmsweise auch mal ein Einheimischer durchdreht.
      Bis vor wenigen Jahren waren diese ‚Ausnahmen‘ weitestgehend die einzigen derartigen „Vorfälle“ die es hier gab. Und das war schon immer schlimm genug.

      • Ich denke, weil sie ganz zu Beginn nicht wussten wer der Täter ist, wurde sicherheitshalber gleich die psychische Ausnahmesituation in Stellun gebracht…

        • Ja, das ist leider zur hässlichen Standardfloskel geworden die ganz genau überhaupt nichts erklärt.
          Jeder Täter befindet sich in einer psychischen Ausnahmesituation, sei es beim Amok oder beim Handtaschenraub.
          Wer sowas schreibt sollte sich nicht Journalist nennen dürfen, da steht keine Recherche und kein Nachrichtenwert dahinter.

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  • Und warum geschah mal wieder nichts?

    • Wenn er sich freiwillig in psychiatrische Behandlung begeben hatte, kann er auch wieder freiwillig raus. Anders ist es, wenn jemand auf richterliche Anordnung, aus welchen Gründen auch immer, eingewiesen wird. Dann kommt man nicht einfach wieder raus.

  • „Bei den Todesopfern handelt es sich um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann.“

    Oh nein aus der Blüte des Lebens

    • Wir müssen bei den Renten sparen – das geht in die richtige Richtung.

  • Afghane?

    • Möglich. Die meisten illegal eingewanderten werfen ja ihre Pässe/Papiere weg.
      Namen sind also bei denen Schall und Rauch….

      • Das ist wohl eher eine Behauptung zum Schutz vor oder Erschwernis der Abschiebung. Den Pass haben die garantiert noch irgendwo.

    • Jeffrey hat einen deutschen Pass

      • @Heike- die halbe 3. Welt hat schon einen deutschen Pass…

  • Wieviele „polizeibekannte“ Zeitbomben laufen in Deutschland frei herum ?

  • Wie lange wollen Behörden noch schlafen?
    Das Desinteresse an solchen Mördern scheint die Verantwortlichen nicht zu interessieren.

    Hätten wir eine Staatshaftung, durchsetzbare Behördenhaftung und natürlich eine unabhängige
    nicht System-Justiz, dann wären viele Menschen nicht gestorben und noch viel zahlreichere nicht verletzt worden in den vielen Jahren der vorsätzlich tötenden Barbaren !

  • Als ich gestern einen Bericht dazu sah, war auch der OB von Leipzig zu hören. Er sagte (nicht wörtlich ) z.B. gehen Sie weiter es ist nicht mehr gefährlich. Einfach köstlich diese Aussage für einen OB.

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