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AfD-Verbot? Hendrik Wüst ist ein Politikverweigerer

Hendrik Wüst hat keine inhaltlichen Überzeugungen. Er will die Macht bekommen und danach die Macht behalten. Kein Wunder, dass ausgerechnet er jetzt ein AfD-Verbotsverfahren ins Rollen bringen könnte.

Hendrik Wüst bei einer CDU-Bundesvorstandssitzung in Berlin. (IMAGO/HMB-Media)

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CDU-Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens Hendrik Wüst warnt auf X „vor Schnellschüssen beim #AfD-Verbot.“ Doch was dann folgt, ist eine Anleitung zum Parteiverbot: „Das Verbot einer Partei kann nur der letzte Weg sein, um unsere Verfassung zu schützen. Deshalb sollten wir jetzt eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum verfassungsrechtlichen Umgang mit der AfD und etwaigen Rechtsfolgen einsetzen.“ Eine Arbeitsgruppe gegen Rechts – verzweifelter lässt sich Verzweiflung nicht ausdrücken.

In dieser Arbeitsgruppe „sollten sich Verfassungsschutz, Verfassungsrechtler und Experten von Bund und Ländern beteiligen“, meint Wüst. Angeblich soll die Prüfung „ergebnisoffen sein und alle möglichen rechtlichen Folgen berücksichtigen – nicht nur ein Verbotsverfahren.“ Es gehe „insgesamt um die Frage, wie der Staat verfassungsrechtlich mit einer Partei umgeht, die mindestens in einzelnen Bundesländern verfassungsfeindliche Ziele verfolgt.“

Hendrik Wüst traut sich also noch nicht einmal, offen das AfD-Verbot zu fordern, sondern versteckt sich hinter einer Arbeitsgruppe und der angeblichen Ergebnisoffenheit des Verfahrens. Als würde Hendrik Wüst jemals eine derartige Untersuchung vorschlagen, wenn er nicht die Hoffnung hätte, dass im Ergebnis die Verfassungswidrigkeit der AfD feststünde. Das gegenteilige Ergebnis kann keinesfalls in seinem Interesse sein; es käme einer CDU-Wahlempfehlung für die größte Oppositionspartei gleich.

Er traut es sich nicht, weil er sich generell nichts traut. Der CDU-Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen hat es geschafft, sich jeglicher Inhalte und Überzeugungen zu entledigen. Ihm geht es in erster Linie um den Machtgewinn und in zweiter Linie um den Machterhalt. Die Farbe der Koalitionspartner und der Inhalt des Koalitionsvertrags sind dabei reichlich egal. Seine öffentlichen Auftritte beschränken sich darauf, wahlweise den tollsten Schwiegersohn oder den lieben Onkel zu spielen.

In einer zwei Jahre alten und fast einstündigen WDR-Dokumentation über ihn vollbrachte er das Wunder, wirklich keine markante politische Linie erkennen zu lassen. Er versteht seine Rolle als Ministerpräsident eher als die eines freundlich lächelnden Maskottchens des Landes denn als die eines führenden Politikers mit Richtlinienkompetenz. Mit einem solchen Selbstverständnis ist der Weg nicht weit zur Befürwortung eines AfD-Parteiverbotsverfahrens.

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Nach der historischen Wahlniederlage in Sachsen-Anhalt steckt die Christdemokratie in einem selbstverschuldeten Dilemma. Rückt sie politisch nach rechts, streikt die merkelianische Parteihälfte; der Laden flöge auseinander. Ändert sie nichts oder rückt sie nach links, suchen noch mehr Wähler das Weite. Der Bundeskanzler macht in diesen Tagen klar, dass von seiner Regierung keine wesentlichen Änderungen zu erwarten sind. Er betätigt sich beinahe ausschließlich als Motivationsredner und sucht sein Heil in der politischen Kommunikation.

Die Kanzlerpartei hat keine Idee, wie es weitergehen soll, und weiß nicht, wie sie die Probleme des Landes hinter ihrer selbstgebauten Brandmauer mit all den linken Parteien lösen könnte. Wöchentlich gibt es neue Negativrekorde in Umfragen und bei den Beliebtheitswerten; Besserung ist nicht in Sicht. In dieser Situation wächst mit jedem neuen Tag die Verzweiflung und damit die Wahrscheinlichkeit, dass die verlockende Möglichkeit eines Verbotsverfahrens zu verlockend wird.

Es wäre ein vermeintlicher und vielleicht der einzige Ausweg aus der eigenen Misere. Ohne die AfD wäre das Modell der ewigen Koalitionen mit roten und grünen Partnern gesichert. Dass es ein zutiefst demokratiefeindlicher und totalitärer Vorgang wäre, ist für Politiker wie Hendrik Wüst zweitrangig. Hätte er ein Gespür für demokratische Prinzipien außerhalb des Frankensteinprojekts namens „Unsere Demokratie“, würde er nicht einen Tag nach einer Wahl fordern, mal ganz offen über das Verbot des Wahlsiegers nachzudenken.

Der kantenlose Politiksimulant zeigt also an dieser Stelle nur deshalb politische Kante, weil seine Forderung die einzige Möglichkeit ist, den politischen Lebensentwurf der absoluten Beliebigkeit fortsetzen zu können. Die störrischen Wähler erdreisten sich, den christdemokratischen Weg zunehmend nicht mehr mitzugehen, also muss der dreiste Souverän in seinen Möglichkeiten beschnitten werden. Hendrik Wüst hat keine Inhalte, also muss er den parteipolitischen Wettbewerb um Inhalte abschaffen.

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94 Kommentare

  • „Unsere Demokratie“ hat offensichtlich starke Probleme mit der realen Demokratie und der Erkenntnis, daß deren Politik vom Auftraggeber (Volk) nicht mehr gewünscht ist. Man könnte auch sagen,
    es gibt eine ausgeprägte Erkenntnisschwäche, u. a. bei Herrn Wüst.

    • „unsere Demokratie“ ist ja auch falsch,es muss heißen „unserer Sozialismus“,das falsche Wording muss aber von der Opposition gebranntmarkt werden.

      • Hey Wüstenfuchs. Geh in den Pott. Da gehörst du hin. Hau ab nach NRW und laber hier nicht so viel Dünnschiss🤣🤣🤣

    • Was macht eigentlich dieser unsägliche Daniel Günther von der CDU?

      • Der nervt in SH alle wertschaffenden Bürger mit seinem Babyface hinter der er die „Fratze des Sozialismus“ so wunderbar zu verbergen weis. Gäbe es in SH nicht all die CDU-Rentner und Boomer, die immer noch denken, die CDU sei konservativ, weil es früher doch immer so war, wäre dieses Bübchen schon längst in der politischen Bedeutungslosigkeit versunken.

      • Der futtert Burger beim gelben M

      • Weiter infantil Quatschen.

  • Man könnte es auch Staatsstreich nennen, finde ich

  • Die CDU hat sich mit der bisherigen Brandmauerpolitik in eine Sackgasse verrannt. Nehmen wir an, die CDU ist so schlau und hat dies jetzt erkannt. Wie aber kommt sie aus dieser Sackgasse wieder heraus? Es wird eine Arbeitsgruppe gebildet (kein langjähriges Verbotsverfahren), die so zusammengesetzt wird, dass ein Ergebnis herauskommt, dass die AFD gar nicht verfassungsfeindlich ist. Dann wäre der Weg aus der Sackgasse frei und die CDU könnte ohne massiven Gesichtsverlust mit der AFD kooperieren.
    Idealerweise würden sich dann einige linksstehende CDU-ler aus der Partei verabschieden. Auf der anderen Seite wäre zu hoffen, dass auch in der AFD eine realpolitische Selbstreinigung stattfindet. Und schon gäbe es zwei wählbare Kräfte die konservative Politik tatsächlich auch umsetzen könnten. Hoffentlich garniert mit einigen wirtschaftsliberalen Positionen. (Man darf doch noch träumen dürfen …)

    • Die Schwedendemokraten sind eine Kopie der AFD und haben in Schweden zusammen mit den Konservativen (Moderaterna) die Einwanderung gestoppt. Dann gab es zuletzt noch einen finanziellen Anreiz für freiwillige Rückkehrer. Mehr wird die AFD auch nicht machen. Deutschland ist undemokratisch geworden und nicht mehr sachlich.

  • Nach dem Bundestagswahlergebnis 2025 haben (hätten ohne AfD) SPD, Grüne und Linke zusammen 269 Sitze, während die CDU 164 Sitze besitzt.
    Damit könnten SPD, Grüne und Linke bei entsprechender gemeinsamer Mehrheit theoretisch einen Antrag des Bundestages auf ein Verbotsverfahren gegen die CDU beim Bundesverfassungsgericht herbeiführen.
    Jeder weiß, dass die R I C H T E R am Bundesverfassungsgericht N E U T R A L sind… Nachtigall, ick hör Dir trapsen 😉

  • Wüst will nicht die Verfassung schützen. Er will seinen Posten, und dazu die CDU-BRD schützen. Sie stemmen sich verzweifelt gegen ihr eigenes Verschwinden, weil sie wissen, dass das Wahlvolk sie bald nicht mehr will.
    Was soll im Übrigen eine Kommission oder Arbeitsgruppe aus Verfassungsrechtlern zur Prüfung eines Verbots? Genau das beschreibt ja das BVerfG und seine Aufgabe. Will er dem BVerfG vorgreifen?

  • Die Splitterparteien haben Probleme im Verbund die stärkste Volkspartei zu schlagen, da kommt man auf solche irrsinnigen Ideen.

  • Hendrik Wüst (+Daniel Günther) sind die Trojanischen Pferde der Grünen in Reihen der CDU – Deswegen werden die auch von den Staatsmedien des ÖRR mit Samthandschuhen angefasst

    • Ein Wüstling …

  • Die Regierung insbesondere Merz oder Wüst oder das Parlment ist nicht der Staat >>> „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“ stammt aus Artikel 20 Absatz 2 des deutschen Grundgesetzes (GG) und ist ein zentrales Grundprinzip der deutschen Demokratie. Bedeutung: Das Volk ist der eigentliche Träger der Macht im Staat. Ausübung: Die Bürger üben diese Macht durch Wahlen, Abstimmungen und über staatliche Organe (Parlament, Regierung und Gerichte) aus. Ewigkeitsgarantie: Dieser Grundsatz gehört zur verfassungsmäßigen Ordnung und ist durch die Ewigkeitsklausel (Artikel 79 Absatz 3 GG) vor Abschaffung geschützt. Die Verfassung und das GG sind da um die Bürger vor einem übergriffigen Staat zu schützen und nicht um Politiker oder Parteien vor dem Volk zu schützen !! Der übergriffige Staat hatten wir hier schon mehrmals!!!

  • … ich hab Wüst so verstanden, das das Prüfverfahren Ergebnis offen sein soll. Soll wohl heißen, bei negativem Prüfergebnis wäre das Verbotsverfahren und die Brandmauer Makulatur und Zusammenarbeit mit der AfD wäre prinzipiell möglich. Oder hab ich da was falsch verstanden ? Hört euch die Passage noch mal genau an…. Söder hat gestern bei Maischberger die Brandmauer doch auch glasklar abgeräumt… oder wieder falsch verstanden…. ?

  • Kein Politikverweigerer. Ein autoritärer, antidemokratischer Funktionär. Leider ein typisches Gesicht der zeitgenössischen Union.

  • Schon wieder AFD-Verbot, fällt den nix bessers ein, z.B mal über die eigene Politik nachdenken, was könnten wir verbessern um der AFD den Wind aus den Segel zunehmen… und die wundern sich warum die CDU auf Talfahrt ist…

  • Oha! Da bibbert der „schöne“ Hendrik aber gewaltig vor dem Machtverlust. Kaum feiert die AfD einen historischen Wahlsieg in Sachsen-Anhalt, will der kantenlose Ministerpräsident eine Arbeitsgruppe fürs Verbot gründen. Bloß keine eigenen Inhalte liefern, lieber den lästigen Gewinner verbieten lassen, um die eigenen Machtoptionen abzusichern. Was für ein zutiefst demokratiefeindliches Schmierentheater. Doch die Wähler lassen sich den Kompass nicht nehmen. Die Quittung für diese Arroganz folgt!

  • Die ganzen Altparteien sind Antidemokraten.

  • Ein Schmierentheater zum Schaden der Demokratie.
    Warum: die an der Macht sind haben über Jahre unser Land abgewirgschaftet und dadurch die Zustimmung der Wähler verloren. Nun bekommen sie die Quittung an den Wahlurnen. Und sie verhalten sich wie Diktatoren und beschädigen unser demokratisches System! Warum: indem sie versuchen, dieses System durch ihre Machtbefugnisse zu missbrauchen um einen unliebsamen politischen Gegner zu beseitigen. So haben es sich unsere Verfassungsväter sicher nicht vorgestellt.

  • Das ist doch der CDU-MP, der immer einen Feuerwehrhelm mit aufgeschraubtem Blaulicht und Kabel-Knopf-Ein/Aus-Schalter tragen wollte, damit man immer klar erkennen kann, wann er als Privatmann (Blaulicht AUS) und wann er als Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen spricht (dann Blaulicht AN)! Lange nicht gesehen.

  • Ob sich diese ganzen Superdemokraten schon mal Gedanken gemacht haben was nach einem erfolgreichem Verbot der AfD in Deutschland passieren würde? Hurra, wir können ungehindert weitermachen wie bisher? Sicher nicht !!! Sind die so blöde oder ist das böse? Diese Frage stelle ich mir immer wieder.

  • Respektloser kann man gegenüber dem Wahlvolk nicht mehr sein.

    • Was erwarten sie von so ein Linksgrünfaschisten ?

  • Wer meint es geht gar nicht schlimmer ?
    Hier ist die Antwort !
    Der toppt unseren Darsteller locker !

    • Es ist schon bemerkenswert, da hat der Bundesverfassungsschutz vor Gericht mit seiner Materialsammlung eine Schlappe erlitten und dann soll jetzt eine Arbeitsgruppe, die weit weniger Befugnisse und Kenntnisse hat, einspringen und für ein Verbotsverfahren, welches höhere Voraussetzungen fordert, das Material zusammensuchen. Da kommen mir doch starke Zweifel an der Fähigkeit von Wüst. Aber es ist irgendwie typisch für ihn.

  • „Der kantenlose Politiksimulant zeigt also…“

    Fein, sensible, eloquent und treffend formuliert.

  • Sein Name ist Programm. Öde Wüste.

  • Da will einer dem Volk verbieten, seine politische Meinung durchsetzen zu können. Merken diese Spezialdemokraten aber nicht.

    • Er will wohl am liebsten das Volk verbieten.

  • Wem zum eigenen Machterhalt, des Machterhalts Willen, nur noch einfällt, eine andere Partei zu verbieten oder es muss ja nicht gleich verbieten sein, es kann auch etwas anderes sein (????), der hat ersten überhaupt keinen mehr Plan, für nichts, nicht einmal für die eigene Machtgier und der gehört vom Wähler in die Wüste geschickt, unter 10%, also ungefähr dort, wo die SPD sich tummelt. Nicht nur Wüst gehört vom Wähler abgestraft, sondern die gesamte Union (CDU und CSU). Man sollte überhaupt immer auf die Union als Ganzes peilen, denn die CDU reißt die CSU unweigerlich mit. Es sind ja Schwesterparteien.

  • Jaja, Wüstland.
    Eine Richterin ließ einen Dealer, voll mit Drogen laufen, die Schweiz hat ihn jetzt geschnappt.
    Viele ausreisepflichtige Kriminelle bekommen Bürgergeld und statt sie abzuschieben, gibts teure Resozialisierungsprogramme.(Köln)..und und und
    Schaffen Sie erst einmal Ordnung in Ihrem Land, Herr Wüst, bevor Sie ausgerechnet die Partei verbieten wollen, die diese Fehlentwicklungen beheben will , und denken Sie bitte nicht an höhere Weihen, für die Sie absolut nicht geeignet sind.

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