Abweichler von rechts: Ehemaliger Reform-Politiker gründet neue Partei und fordert Farage heraus
Der ehemalige Reform-Politiker Rupert Lowe gründet in Großbritannien eine neue Partei. Das könnte Farage und seine Partei ernsthaft auf die Probe stellen. Zumindest online scheint Lowe bereits die Oberhand gewonnen zu haben.
Ein politischer Außenseiter des rechten Lagers erschüttert momentan den Status quo der britischen Konservativen. Während sich Nigel Farages jüngst gegründete Reform-UK-Partei in den vergangenen Monaten zum wichtigsten Schwergewicht der britischen Politlandschaft formierte, könnte ein ehemaliges Mitglied die Stimmen der Partei in Zukunft spalten. Der Ex-Reform-Politiker Rupert Lowe verkündete am Freitag nämlich die Gründung seiner eigenen politischen Partei Restore Britain. Dass der Gegenwind noch von weiter rechts kommt, mag dabei für manchen überraschend wirken.
Lowe und Farage waren noch bis vor einem Jahr Parteikollegen, bevor im März 2025 eine öffentliche Schlammschlacht zwischen den beiden ausbrach. Auslöser war ein Interview, das Lowe der Daily Mail gab. Darin kritisierte er Farages „messianischen“ Führungsstil und bezeichnete Reform als schlecht organisierte „Protestpartei“. Es sei außerdem „zu früh zu wissen“, ob Farage Premierminister werden könne. Reform konterte, indem sie Lowe innerhalb von 48 Stunden suspendierte und ihm die Fraktionsdisziplin entzog. Farage gab zudem mehrere Interviews, in denen er Lowes Anmerkungen als „schädlich“ und „ekelhaft“ bezeichnete.
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Zudem wurden angebliche Übergriffe gegen den Parteivorsitzenden Zia Yusuf der Polizei gemeldet. Lowe soll auch ehemalige Mitarbeiterinnen mehrmals beleidigt und sie gemobbt haben. Er bestritt die Anschuldigungen seit dem ersten Tag und bezeichnete die Vorwürfe als „rachsüchtige Hexenjagd“. Jegliche Ermittlungen wurden im Mai 2025 aufgrund mangelnder Beweise jedoch eingestellt. Beide distanzierten sich seitdem voneinander. Während sich Farage seit dem öffentlich ausgetragenen Konflikt mit Kommentaren zurückhielt, attackierte Lowe Farage mehrmals. Lowe ist jedoch nicht der Einzige, der sich an Farages Parteileitung stört.
Teilen der britischen Rechten, die noch vor Kurzem in Strömen zu Reform umschwenkten, missfällt der neue Kurs des Parteivorsitzenden. Viele sehen in Farage noch immer einen Systempolitiker, der innerhalb bestehender Strukturen agiert. Besonders im Netz wird die Kritik an Farage lauter. Kritische Stimmen bezeichnen ihn als politischen Wendehals, der mit Nostalgie und leeren Versprechungen auf Stimmenjagd geht. Dass etliche ehemalige Tory-Mitglieder zu Reform gewechselt sind, bereitet vielen Wählern zudem Sorgen, dass sich Reform zu einem Sammelbecken für politische Eliten aus dem rechten Lager entwickeln könnte. Der kürzliche Wechsel der beiden hochrangigen konservativen Politiker Robert Jenrick und Suella Braverman hinterlässt zumindest einen faden Beigeschmack, zumal Farage Jenrick noch vor wenigen Monaten als „Fraud“ bezeichnet hatte.
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Rupert Lowe ist trotz seines höheren Alters ein politischer Newcomer. 2019 zog er zunächst für die Brexit-Partei als Abgeordneter ins Europäische Parlament ein. 2024 wurde er als Reform-UK-Kandidat für Great Yarmouth ins britische Parlament gewählt. Nach seinem Ausschluss vertritt er seinen Wahlkreis fortan als Unabhängiger. Ursprünglich war der 68-Jährige in der Wirtschaft tätig. In den 90ern arbeitete Lowe in der Londoner Finanzbranche. Er war unter anderem als Investmentbanker bei namhaften Banken tätig. Danach leitete er zehn Jahre lang den Fußballverein FC Southampton, bevor er sich der Politik zuwandte. Lowe inszeniert sich im Kontrast zu Farage als politischer Hardliner, der eine Alternative zur Alternative darstellen soll.
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Starmer widerspricht
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Binnen weniger Tage hat Keir Starmer durch Rücktritte seinen engsten Beraterkreis verloren – hochrangige Politiker seiner Labour-Partei fordern sein Ende als Premierminister. Der Regierungschef kämpft jetzt um sein politisches Überleben.Seine Positionen sind im Vergleich zu Reform kompromissloser und nationalistischer. Farage wirft er vor, die Politik „verwässert“ zu haben. Er vertritt einen härteren Migrationskurs und wirbt um eine konservativ-kulturelle Renaissance der britischen Gesellschaft. Er bezeichnet sich selbst als aktiven Landwirt. Er besitzt einen rund 300 Hektar großen Bauernhof in Withington. Ob er sich die Hände jedoch persönlich schmutzig macht, ist umstritten. Von Kritikern wird er als Geschäftsmann bezeichnet, der kein „echter“ Bauer ist, sondern sich nur als einer inszeniert. In seinem Ankündigungsvideo zeigt er sich jedenfalls in einer klassischen Wachsjacke und spielt dabei bewusst mit einer bäuerlichen britischen Ästhetik.
In dem rund siebenminütigen Launch-Video, das er auf seinem eigenen X-Profil veröffentlichte, stellte Lowe die Blaupause für seine Partei vor. Kernbotschaft ist vor allem der Einwanderungsstopp. „Wir werden die Masseneinwanderung nicht nur stoppen, wir werden sie umkehren.“ Er fordert konsequente Abschiebungen von Zugewanderten, die britische Werte ablehnen, die Scharia fordern oder kriminell sind. Ausländern und Briten, die sich nicht in den Arbeitsmarkt integrieren wollen, will er Sozialleistungen streichen. Er unterstützt zudem ein Burka-Verbot. Besonders der Schutz christlicher und britischer Werte scheint für Lowe von wesentlicher Bedeutung zu sein.
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Die Plattform X entwickelte sich für Lowe zu seinem wichtigsten Medium. Der Politiker genießt unter seinen Anhängern breite Unterstützung. Seine Beiträge, die oft provokant und übertrieben rüberkommen, sammeln wiederholt Zehntausende Likes. Lowe scheint auf der Plattform weitaus beliebter als andere Reform Politiker oder Farage selbst zu sein. Während der Brite für viele Wähler keine echte Option darstellen kann, sehen andere in ihm die letzte Hoffnung für den europäischen Inselstaat. Umfragen, die von seiner Restore-Britain-Organisation in Auftrag gegeben wurden, zeigten, dass eine Partei unter der Leitung von Rupert Lowe bis zu 10 Prozent der Stimmen abfangen könnte. Ob ihm mit diesem radikalen Kurs eine politische Wende gelingt, bleibt jedoch ungewiss. Für Farage und seine Partei könnte er sich jedoch zumindest zu einem unschönen politischen Problem entwickeln.
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wenn 2 sich streiten, freut sich der dritte.
hat starmer schon ein breites grinsen im gesicht?
Mit Blick auf das britische Mehrheitswahlrecht wäre es eigentlich nicht besonders sinnvoll, sich gegenseitig die Stimmen wegzunehmen.
Das ist sicher der Sinn dieser neuen Partei. Es ist wohl eher ein U-Boot.
Die pseudorechten Neolinken können halt nicht anders jeder einzelne möchte der mit dem FÜHRERSCHEIN sein hahahaha Booooooooooooooooomer boah ey goil ey Zigarrenträger Rotweinraucher Rohlextrinker
Demokratien brauchen KEINE alten und neue Parteien.
Demokratien brauchen NUR die Macht die von IHNEN beauftragte Mandatsträger anzuweisen, kontrollieren und zu entlassen wenn der Auftrag erfüllt oder nicht erfüllt wurde.
Naja, wieder ein Spalter mehr. Hoffentlich wird er ignoriert.
Das blüht der afd auch, wenn sie so weiter macht.
Die Zukunft liegt eindeutig möglich weit weg von Links.
Es ist nicht sinnvoll, dass sich Konservative zersplittern.
Wichtig
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/uk-aufklaerung-grooming-gangs/
„Viele sehen in Farage noch immer einen Systempolitiker, der innerhalb bestehender Strukturen agiert.“
Das ist das Problem, das wir auch in der BRDigung haben.
RESTORE BRITAIN klingt jedenfalls mal SEHR GUT in echten patriotischen Ohren…
Erinnert mich an das Ding mit dem BSW! Schön die Opposition verhonigtopfen…
Farage war im Dschungelcamp, also der britischen Version davon! Allein das zeigt schon, wie Mainstream der Mann ist! Dort hat er noch den Damen seinen nackten Arsch gezeigt! Allein dafür sollte der Mann aus der Politik rausfliegen! Allein die Teilnahme an so einer Show sind für einen aktiven Politiker der ernsthaft regieren will ein Ding der Unmöglichkeit! Er ist ein Schwätzer, der nichts kann außer pöbeln!
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