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Technische Probleme

Mit 744.000 Euro vom Bund gefördert: Heidelberger Wasserstoff-Müllwagen wird auf Diesel umgebaut

Die Stadt Heidelberg will einen Wasserstoff-Müllwagen, dessen Anschaffung der Bund mit mehr als 744.000 Euro gefördert hat, auf Dieselantrieb umrüsten. Das Fahrzeug kostete ursprünglich rund 1,2 Millionen Euro. Weil es größtenteils in der Werkstatt stand, sollen nun weitere 240.000 Euro für den Umbau ausgegeben werden.

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Ein elektrisch betriebener Müllwagen in Stuttgart (Symbolbild). (IMAGO/Arnulf Hettrich)

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Die Stadt Heidelberg hatte ihren neuen Wasserstoff-Müllwagen im März 2023 als Vorzeigeprojekt für die Verkehrswende präsentiert. Gut dreieinhalb Jahre später steht fest: Das mit mehr als 744.000 Euro Bundesmitteln geförderte Fahrzeug soll künftig mit Diesel fahren. Grund sind massive technische Probleme.

Das geht aus einer Beschlussvorlage der Stadt Heidelberg vom 16. September 2026 hervor. Demnach war das Fahrzeug im Jahr 2025 an 179 von 220 erfassten Betriebstagen nicht einsatzbereit. Es wurde lediglich an 41 Tagen eingesetzt. Im laufenden Jahr bis zum 7. August stand der Wasserstoff-Müllwagen an 125 von 148 Tagen still. Die Stadtverwaltung stellt dem Fahrzeug ein vernichtendes Zeugnis aus: „Nach technischer Prüfung wird dieses Fahrzeug nie in einen dauerhaften zuverlässigen Betriebszustand versetzt werden können.“

Seit seiner Erstzulassung im November 2022 hatte der Müllwagen immer wieder technische Probleme. Zwischen 2023 und August 2026 lag die durchschnittliche Ausfallquote laut Stadt bei rund 64 Prozent. Statt des Wasserstofffahrzeugs musste wiederholt ein alter Reserve-Müllwagen die Abfallsammlung übernehmen.

Die Stadt hatte das Fahrzeug im März 2023 stolz präsentiert – als erste Kommune im Rhein-Neckar-Kreis mit emissionsfreier Müllabholung. Bei der Vorstellung erklärte Oberbürgermeister Eckart Würzner: „Die Brennstoffzelle ist die Technik der Zukunft.“ Der Heidelberger Bürgermeister für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität, Raoul Schmidt-Lamontain, erklärte in einer Pressemitteilung: „Mit dem neuen Müllfahrzeug geht die Stadt in der Region in Sachen Mobilitätswende als Vorbild voran.“

Grüne verantworten Umweltdezernat – Förderung begann unter CSU-Minister Scheuer

Die Bundesförderung wurde im Dezember 2019 durch den damaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bekannt gegeben. Insgesamt stellte der Bund für das regionale Projekt 20 Millionen Euro in Aussicht. Die Stadt Heidelberg schrieb die Anschaffung ihres Wasserstoff-Müllwagens im April 2021 öffentlich aus. 2022 wurde das Fahrzeug für 1.199.981 Euro gekauft.

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Die nun beschlossene Umrüstung trägt ausgerechnet die Unterschrift des grünen Umweltbürgermeisters Schmidt-Lamontain. Statt des Wasserstoffantriebs soll ein neues Fahrgestell mit konventionellem Dieselmotor angeschafft werden. Der vorhandene Müllsammelaufbau soll weiterverwendet werden. Das bisherige Wasserstoff-Fahrgestell soll künftig als Ersatzteillager dienen.

Nach Angaben der Verwaltung kostet die Umrüstung 240.000 Euro. Ein vollständig neuer Müllwagen würde demnach 426.200 Euro kosten. Die Stadt rechnet deshalb mit einer Einsparung von 186.200 Euro gegenüber einem Neukauf. Die Umrüstung soll rund ein Jahr dauern.

Bundesregierung wusste nichts von den hohen Ausfallzeiten

Eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zeigt, dass der Bund allein für wasserstoffbetriebene Müllfahrzeuge seit 2020 rund 95,9 Millionen Euro ausgezahlt hat. Für rein batterieelektrische Müllfahrzeuge kamen weitere 43,6 Millionen Euro hinzu. Die AfD-Abgeordneten wollten unter anderem wissen, ob der Bundesregierung die außergewöhnlich hohen Ausfallzeiten des Heidelberger Fahrzeugs bekannt gewesen seien. Die Antwort lautete: „Nein.“ Bei einer Untersuchung von 217 geförderten Müllfahrzeugen wurden für 2025 bei 57 Fahrzeugen Ausfallquoten von mindestens 20 Prozent gemeldet.

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103 Kommentare

  • Wasserstoff-LKW zum Diesel nachrüsten. Gehört wohl auch zur Energiewende. Was wir für die Kugel Eis vom Trittin nicht alles geboten bekommen.

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    • Ja leider alles nur noch lächerlich. Man haut die Kohle nur noch für sinnlosen Schwachsinn raus und tut so als hätte man die Welt gerettet. Warum kommen da nicht die Ärzte und stellen die Schwachsinnigkeit fest?

      • Ähhh also die Ärzte kommen aber über das Mittelmeer…

      • Wenn die Regierung 10* so viel Steuergelder bekäme, würde auch das nicht reichen, für ihr Verschwendung.
        Wir brauchen eine Steuersenkung und einen Stopp der Verschwendung.

  • Demnächst werden sie Rathäuser ohne Fenster bauen und das Licht in Säcken hineintragen.

    102
    • und das ganze Irre wird dann noch als :

      nachhaltig, gut fürs Klima, Wärmedämmung und Brandschutz und alternativlose Vorhanden von der EU…

      dem Michel aufgedrückt

    • Die Säcke voller Licht liegen doch dort schon seit langem im Keller für Notfälle bei Blackout. Allerdings müssen auch die regelmäßig neu befüllt werden, da das Licht nach einigen Jahren verdirbt, sprich, es wird fahl und gelblich. ☝️🧐🙈🫏🫏😅

    • Noch gibt es ja Strom. Zu Schildbürgers Zeiten war keiner verfügbar.

      • Dann wird eben der Strom in Säcke gefüllt!

  • Das Prinzip scheint bei der „Energiewende“ zu sein, erstmal Millionen Euro von Fördergeldern sinnlos zu verschleudern, um dann zur Erkenntnis zu kommen, dass es nicht funktioniert. Tolle Beamte haben wir in Deutschland.

    • Reiner Lobbyismus

      • @Lucky…- Genau! Die ganzen Milliarden für die Grüne Energiewende sind ja nicht weg. Sie sind nur in den Händen der Profiteure, die damit mit Privatflugzeugen zu „Klima Konferenzen“ um die Welt reisen….

      • Macjen sich die Säck voll – und lachen uns dreckig aus.

    • Das ist der Punkt und s̶c̶h̶e̶i̶n̶b̶a̶r̶ anscheinend auch der Plan: „…Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht.“

  • Wow, für insgesamt ca 1,5 Millionen Euro gibt es genau ein Müllsammler, EINEN.
    Wenn man gleich auf Diesel gesetzt hätte könnten nun 3 LKW fahren. Und die Stadt redet davon Geld mit der Umrüstung gespart zu haben. Konsequenzen? Natürlich keine. Denn wenn der Bund das Geld zurückfordern würde, würden es die Bürger mit höheren Gebühren bezahlen. Deutschland und seine erfolglose Energiewende hat sowas von fertig und wir machen uns zum Gespött auf der ganzen Welt und sind noch stolz drauf

    • … tja, auch wenn wir uns verlaufen haben, kommen wir gut voran 🙁

  • Können unsere Gaskraftwerke, die ja auch „H2-ready“ sind, dann in Zukunft auf Dieselbetrieb umgestellt werden?

    • Das nicht. Aber sie können auf Erdgas umgeschaltet werden. Donald Trump ist ja aktuell mit Putin im Gespräch für die Nordstream Pipelines. Und wenn alles gut geht, verkauft Putin die für ihn nutzlosen Pipelines an die Amis, die sie wieder reparieren und in Betrieb nehmen. Putin verkauft sein Erdgas an die USA, welche dieses durch die Nordstreams als US Freedom Gas zum 3fachen Preis an uns verkaufen. Und da es dann US Erdgas ist, fühlen sich in Brüssel und Berlin alle wohl.
      Und was sagt der deutsche Steuerzahler zu dieser Posse? „Iiiiihhh, Ahhhh…Iiiiihhh, Ahhhh…!“ 🫏🙈

  • Ideologie vs. Realität.
    Das ist das Ergebnis.
    Exemplarisch.

  • Scheint ein Müllwagen zu sein

  • Also, das konnte doch nun wirklich keiner ahnen. /ironieoff

    • Der Rooobert ist vermutlich auch sehr überrascht!

  • Ein Stein nach dem anderen fällt; Energiewende funktioniert.

  • Und der Steuerzahler zahlt wieder.

  • Ideologie verheizt Steuergeld.

    • Hauptsache die Deutschen haben es nicht, nach linksgrün-pädophiler Lesart!

  • Der Klimaschwindel kostet so viel Geld, unglaublich 💸

    • Der teure Schwindel der alten Merkel !

  • Nebenbei
    Volkswagen legt die Entwicklung des ID.Golf auf Eis.
    Markenchef Thomas Schäfer sagte in einem Intranet-Interview: „Wir können uns diese Arbeiten gerade schlicht nicht leisten.“ Im Stammwerk Wolfsburg fehlen laut Schäfer im laufenden Jahr rund 300 Millionen Euro an Kostensenkungen, um die Ziele zu erreichen.
    Der Betriebsrat spricht von einem „weiteren Anzeichen“ für die angespannte Finanzlage des Konzerns. (handelsblatt)

    • Aber Boni für Manager und Geld für Aufsichtsräte und andere „wichtige“ Personen werden selbstverständlich nicht gekürzt.

  • Wenn das nicht in unserem Land passieren würde, könnte man den ganzen Tag herzhaft lachen

  • Da fällt mir nur ein: Hurra!!! 🙂

  • Herr, lass Lithium regnen.

  • Wasserstoff diffundiert noch schneller als die Abgabengelder 💸

  • Wer ist denn eigentlich der Hersteller des Fahrzeugs?
    Wie sieht es denn mit der Gewährleistung aus?
    Rückgabe – Geld zurück?

    • Hersteller war die Deutsche Post. Als Post Unternehmen ist man natürlich Spezialist für den LKW Bau. Und genau so ging es dann auch aus… 🙈🤣

  • Bei der Post ist es dasselbe: Seit die mit kleinen E-Autos die Päckchen ausfahren, kann man fast eine Woche auf eine Sendung warten.
    Dank Sendungsverfolgung weiß man auch, warum: Sie liegen Tage lang auf einer Zustellbasis in der Nähe des Empfängers und warten auf den Weitertransport.

    Bis vor kurzem fuhr der Postbote einen großen Diesel, da war das Päckchen 1-2 Tage nach Absendung da.

    So wird durch eine irrsinnige und teure Politik nach und nach die gesamte Infrastruktur platt gemacht, bis gar nichts mehr funktioniert.

    • Vor ein paar Tagen kam der DHL-Boze mit einem dieser kleinen E-Transporter.
      Weil ich schon häufiger von technischen Problemen dieser Fzg. gehört hatte, sprach ich ihn darauf an.
      Antwort: „Wenn Sie den haben wollen, dann lass ich ihn direkt hier“.
      Kürzer hätte man es nicht erklären können…

      • Bei uns hört man die „Schüttel“ schon lange, bevor man sie sieht. Die Bremsen quietschen so laut, dass man sie im ganzen Wohnviertel hört.

    • Da sollte man evtl zwei Elektroroller aus China als Antrieb verbauen, denn die laufen.

  • Übrigens:
    Der Wirkungsgrad der klassischen Wasserstoff-Elektrolyse liegt im heutigen industriellen Betrieb bei 60 % bis 70 % (bezogen auf den Heizwert beziehungsweise Brennwert von Wasserstoff).
    Wichtige Kennzahlen zur Elektrolyse
    • Strombedarf: Für die Erzeugung von 1 Kilogramm Wasserstoff (der einen Energiegehalt bzw. Brennwert von ca. 33,3 kWh hat) werden derzeit etwa 50 bis 60 kWh an elektrischer Energie benötigt.

    Da muss man einen wirklich starken Glauben haben!

  • Dem kleinen Männel mit dem Stecker in der Hand auf dem Müllauto stehen die Haare zu Berge.
    Jetzt weiß man auch, warum.

  • Fürchterlich!
    Da geht nach abertausenden Leuchtturmprojekten, um die uns die ganze Welt ehrfürchtig beneidet (wie zum Beispiel…. und…… ach, kennt ihr ja alle) mal eins temporär anscheinend vorübergehend etwas aus der Kurve und schon wird alles schlecht geredet.
    Die hätten das nur besser kommunizieren müssen, glaube ich.

    • Ich fürchte, dass es nur die berühmte „Spitze des Eisbergs“ ist.
      Das Bestreben mancher Menschen, ein Zeichen zu setzen, Vorreiter zu sein, letztendlich sich selbst zu erheben über andere, das alles ist sicherlich mit der vergeblichen Suche nach dem Sinn des Lebens und der Erkenntnis der Endlichkeit erklärbar. Das sieht man hauptsächlich als unbeteiligter Zuschauer, wenn „Aktionen“ gestartet werden (Energiewende, „cancel-culture“, Timmy retten, Klimakleber, „unsereDemokratie“, …), die, wie so oft, überzogen sind und weit über das eigentliche Ziel herausschießen.
      Teilnehmende tendieren m. E. oftmals dazu, nach der unbefriedigten öffentlichen Wahrnehmung (mehr Zeichen setzen, deutlichere Zeichen setzen) diese Aktionen immer noch weiter zu steigern. Um sich abzuheben geben sie sich sogar eigene Bezeichnungen, z.B. „Aktivisten“. Schließlich in vorauseilendem Gehorsam bis es zur weiten Überschreitung gesetzlicher und gesellschaftlicher Grenzen kommt, weil man ja an „die gute Sache“ glaubt.
      Ein Weg ohne Umkehr.

  • Das Problem ist nicht wirklich, dass die so einen Quatsch machen, den sie uns, ob sie selbst daran glauben oder nicht, als zukunftsweisend vormachen.

    Das Problem ist, dass sie es sich leisten können ohne befürchten zu müssen, aus dem Amt gejagt zu werden !

  • Scheuer hat dem Steuerzahler auch sehr viel Geld gekostet und konnte nichts.

    • Da tun sich die Parteien Unsererdemokratie alle nichts …
      Geplante Obsolenzenz – am Beispiel eines ganzen Staates.

  • „Wasserstoff wird a nix!“
    (Prof. Fritz Indra, Motoren- und Fahrzeugentwickler)
    Wenn Antriebstechnik zu Ideologie verkommt…
    Die Ergebnisse sehen wir täglich.
    „Jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.“
    (Friedrich v. Schiller)

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