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Klima statt Geldwertstabilität? Bundesbank legt neuen Klimafahrplan vor

Die Bundesbank will Klima- und Nachhaltigkeitsziele in immer mehr Bereichen ihrer Arbeit berücksichtigen. Selbst beim digitalen Euro sollen diese eine Rolle spielen. Kritiker warnen vor einer Abkehr vom eigentlichen Auftrag der Zentralbank. Die US-Notenbank verfolgt dagegen einen anderen Kurs.

Die Deutsche Bundesbank in Frankfurt am Main: Mit ihrem neuen Klimafahrplan will die Zentralbank Nachhaltigkeitsaspekte in weiteren Bereichen ihrer Arbeit verankern. (IMAGO/Richie Sanders Presse)

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Die Deutsche Bundesbank will Klima- und Nachhaltigkeitsaspekte stärker in ihrer Arbeit verankern. Das geht aus ihrem Anfang Oktober veröffentlichten Klimafahrplan für die Jahre 2026 und 2027 hervor. Die Pläne betreffen neben der Bankenaufsicht und der Vermögensverwaltung auch die Geldpolitik. Selbst bei der Entwicklung des digitalen Euro sollen Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden.

Die Bundesbank konzentriert sich dabei auf drei Schwerpunkte: den Übergang zu einer klimaneutralen und ressourcenschonenden Wirtschaft, naturbedingte Risiken wie Wasserknappheit sowie die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels. Der neue Fahrplan legt fest, welche Maßnahmen die Zentralbank bis Ende 2027 umsetzen will.

Klimaschutz selbst beim digitalen Euro

Unter anderem will die Bundesbank Klimarisiken stärker in die Bankenaufsicht integrieren. Aufseher und Bankprüfer sollen dafür zusätzliche Informationen erhalten und entsprechend geschult werden. Auch das Nachhaltigkeitskonzept für das eigene Anlageportfolio soll weiterentwickelt werden. Dabei will die Bundesbank ausdrücklich die Ziele des Pariser Klimaabkommens berücksichtigen.

Darüber hinaus sollen Nachhaltigkeitsstrategien unterstützt und klimabezogene Berichte für Kunden der öffentlichen Vermögensverwaltung erstellt werden. In der Geldpolitik plant die Bundesbank, durch „gestaltende Impulse“ in den Gremien des Eurosystems auf eine stärkere Berücksichtigung klimabezogener Aspekte hinzuwirken.

Auch beim geplanten digitalen Euro sollen Nachhaltigkeitsaspekte in die technische Entwicklung und den späteren Betrieb einfließen. Zusätzlich will die Bundesbank den ökologischen Fußabdruck des Bargeldkreislaufs reduzieren.

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Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Mauderer begründet die zunehmende Beschäftigung mit Klimafragen mit deren wirtschaftlichen Folgen. Der Pegelstand des Rheins habe gezeigt, „dass die Erderwärmung auch in Deutschland spürbare wirtschaftliche Auswirkungen hat“. Deshalb müsse die Bundesbank entsprechende finanzielle Risiken untersuchen.

Die zunehmende Ausrichtung auf Klimafragen stößt allerdings auch auf Kritik. Kritiker sehen die Gefahr, dass Zentralbanken politische Lenkungsentscheidungen treffen, wenn sie Klimaziele in ihrer Aufsicht, Anlagestrategie und Geldpolitik verankern. Solche Entscheidungen seien Aufgabe gewählter Parlamente. Der eigentliche Auftrag der Zentralbanken, die Sicherung der Preisstabilität, könne dadurch in den Hintergrund geraten.

Die Bundesbank steht wegen ihres Klimakurses bereits seit mehreren Jahren in der Kritik. Im Jahr 2024 berechnete sie erstmals einen hypothetischen CO₂-Fußabdruck ihrer damals 3.353 Tonnen umfassenden Goldreserven. Das Flossbach von Storch Research Institute stellte den Sinn dieser Berechnung infrage. In einem Positionspapier mit dem Titel „Die Bundesbank auf Klimareise“ schrieb das Institut: „Der Klimabericht der Bundesbank steht exemplarisch für den Zeitgeist“.

Im Juni dieses Jahres forderte Mauderer in einem Interview mit dem Handelsblatt zudem mehr Tempo bei der Energiewende und eine schnellere Umstellung auf erneuerbare Energien.

Die Ausweitung auf Klimathemen beschränkt sich nicht auf die Bundesbank. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Arbeit in diesem Bereich in den vergangenen Jahren ausgebaut. Bereits 2021 stellte die EZB einen Maßnahmenplan vor, um Klimaschutzaspekte stärker in ihren geldpolitischen Handlungsrahmen einzubeziehen.

Dabei können sich auch Zielkonflikte ergeben. So können steigende Energiepreise infolge klimapolitischer Maßnahmen die Inflation antreiben, die eine Zentralbank eigentlich bekämpfen soll. Apollo News hat diese Widersprüche bereits ausführlich analysiert.

US-Notenbank zieht sich aus der Klimapolitik zurück

Einen anderen Kurs verfolgt inzwischen die US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Im Januar 2025 trat sie aus dem Network for Greening the Financial System (NGFS) aus, einem internationalen Zusammenschluss von Zentralbanken und Finanzaufsehern, dem auch die Deutsche Bundesbank angehört.

Die Fed begründete den Austritt damit, dass sich die Arbeit des Netzwerks zunehmend auf Bereiche ausgeweitet habe, die außerhalb ihres gesetzlichen Mandats lägen.

Der damalige Fed-Chef Jerome Powell hatte bereits 2023 betont, dass Klimapolitik Aufgabe gewählter Politiker sei. Die Notenbank müsse sich zwar mit finanziellen Risiken des Klimawandels beschäftigen, dürfe aber selbst keine Klimapolitik betreiben. Entscheidungen über entsprechende Maßnahmen müssten von den gewählten politischen Institutionen getroffen werden.

Der heutige Fed-Vorsitzende Kevin Warsh lehnt eine klimapolitische Rolle der Notenbank noch deutlicher ab. In einer Rede im vergangenen Jahr bezeichnete er den Klimawandel als politisch aufgeladenes Thema, bei dem die Federal Reserve keine politischen Entscheidungen treffen sollte.

Statt sich mit wechselnden politischen Themen zu beschäftigen, müsse sich die Notenbank auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Für den langfristigen Erfolg der Fed wäre es besser, sich auf das Bewährte und Beständige statt auf das Modische und Vergängliche zu konzentrieren, erklärte Warsh.

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23 Kommentare

  • Dann muss die Bundesbank auch in Klimabank umbenannt werden. Und die Gehälter der Vorstände werden dann auch nur noch nach dem Wetterbericht ausgezahlt.

  • Sozialistische Systeme brauchen Notenbanken die sozialistische Politik machen. Ohne Mandat? Egal! Das höhere Ziel rechtfertigt alles.

  • Deutschland bleibt seiner, geschichtlich belegbaren, Kontinuität treu:
    Das Festhalten an Irrwegen und Irrglauben bis in den totalen Untergang!

  • Am Sonntag 11.10.26 gab es ein Spezial im Podcast des TE Wecker (Tichys Einblick) mit dem Thema „20 Jahre Klimapanik: Von Al Gore Film zum CO2-Millardengeschäft“. Der Titel sagt schon viel. War jedenfalls sehr interessant und aufschlussreich. Ein absoluter Hörtipp 😉

  • Mittlerweile ist auch bei den Banken die „PISA Misere“ angekommen. Auch dort hat man nun erhebliche Schwierigkeiten beim Denken. Es ist an jedem einzelnen Bürger, diese Zustände durch Wahlen zu verbessern.

  • Da „Klimapolitik“ nur ein Synonym für gewollte und bewusste Verelendungspolitik ist und der wichtigste Weg dorthin eine hohe Inflation erfordert, sind beide Ziele wunderbar vereinbar. Nur ist das Ziel der Geldpolitik eben nicht eine Vermeidung von Inflation, sondern deren aktive Beschleunigung.

  • Es ist die Links Grüne Machtergreifung auf allen Gebieten !
    Selbstverständlich bleib die „politisch Unabhängige “ von den Ideologischen Brandstiftern Unabhängig !
    Nun ist auch diese so wichtige Institution offiziell dem Grünen Ideologischen Wahn anheim gefallen !

    • es ist eine weltweite agenda der UNO !

      (die laecherlichen gruenen dienen allenfalls als nuetzliche vollstrecker)

      und alle laender ausser den USA haben ihr zugestimmt.

      einigen davon kann es sogar gar nicht streng genug zugehen.

      dland befindet sich da noch im mittelfeld.

      eins sollte uns allen klar sein:

      die verschwoerungstheorie der *eineweltregierung* ist laengst auf dem weg zur realitaet.

      das rad laesst sich nicht zurueckdrehen, solange mit dieser methode geld zu verdienen, und die bevoelkerung der welt zu beherrschen ist.

      und das ist es.

      denn die moeglichen massnahmen sind noch lange nicht ausgereizt.

      die techniken der digitalisierung geben den herrschern mehr macht ueber das volk als je zuvor.
      das nutzen sie maximal.

      niemand kann sie daran hindern. ¨
      niemand will sie daran hindern.
      insbesondere die mainstreamkaelber waehlen immer wieder ihre eigen schlaechter, und ziehen alle anderen mit in den abgrund.

      • Hmmm . Aber warum machen eigentlich nur wir mit wenn angeblich alle zugestimmt haben ?
        Über 50 % aller Einnahmen der CO2 Bepreisung Weltweit fallen in Deutschland an . Bei ca 1,5% Weltweitem CO2 Anteil .
        Nicht einmal in der EU wird das umgesetzt . Ganz zu schweigen von z.b den USA China und Indien !
        Sind wir einfach nur zu Dumm ? Oder werden wir nur von Kriminellen Kleptokraten regiert ?

        • Was bei Corona in D bestens funktionierte, wird immer wieder angewandt. Warum gibt es in D keine Aufarbeitung? Klima ist das neue Corona, nur mit höheren Einnahmen. Interessant ist, dass Firmen wieder mitmachen, aber war das nicht schon einmal so?

          3
  • Mein ganzes Berufsleben lang habe ich mich um Umweltaspekte gekümmert. Aber dieser Klimaschwindel -um nicht Betrug- zu sagen, kotzt mich nur noch an.

    • Es geht ja nicht um die Umwelt, sondern ums Klima!
      Das ist ja das irre, denn im Gegensatz zur Umwelt hat der Mensch das Klima überhaupt nicht in der Hand, das regelt in erster Linie die Sonne!

    • Exakt …. geht mir auch so!
      Fakt 1: Der Weltklimarat IPCC hat das schlimmste Szenario RCP8.5 gestrichen. Die weitere Erwärmung liegt damit bei max. 1,5 Grad. Den üblichen Katastrophenszenarien fehlt damit die („wissenschaftliche“) Grundlage.
      Fakt 2: Der Anteil Deutschlands liegt bei 1,5% >>> Wir können das globale Klima nicht retten!
      Fazit: Diese Fakten müssen auch bei der Bundesbank bekannt sein! Da diese dennoch mit diesem Klima-Hoax (s. Trump) weitermacht, müssen andere Gründe dafür unterstellt werden >>> Verschwörungstheorien?

    • tja, da hilft nur, selber in die elite aufzusteigen und von der agenda zu profitieren, oder eine mehrheit zu entwickeln, die politisch etwas bewirken kann.

      ersteres erscheint mit mittlerweile leichter.

      die zweibeinige biomasse ist und bleibt traege, faselt was von *alles nur verschwoerungstheorie* und begreift nichts.

      alle versuche, die UNO und WHo, die haupttreiber der kloimaagenda, zu entmachten, sind doch bisher fehlgeschlagen.

      weil die menschen immer wieder regierungen waehlen, die diese organisationen finanziell stuetzen und dafuer mit kleineren machtpositionen und anderen vorteilen bedacht werden.

  • Der Klimasozialismus breitet sich aus. Schafarewitsch läßt grüßen. Vermutlich werden bald auch Bilanzen gegendert und es gibt LBQKTKG (oder wie das heißt)-Beauftragte und in Frankfurt werden Bulle und Bär bunte Fähnchen in den Hintern gesteckt.

    • „Queerbeauftragte“ gibts ja bereits. Ich weiß nur nicht was die beruflich so machen.

  • Bin gespannt, wann sie entweder die Hand heben oder eine andere Geste machen werden. Die Regenbogenflagge haben sie ja schon.

  • Der links-grüne Quatsch-Klimawahn ist in Deutschland offenbar noch nicht vorbei. Dabei ist es jetzt schön herbstlich, und der Winter steht vor der Tür. Es braucht offenbar einen noch deutlicheren wirtschaftlichen Niedergang, bis die „Klima-Eliten“ zur Besinnung kommen.

    • Vielleicht gibts ja demnächst ne neue Studie, die belegt, dass das Fallenlassen der Blätter auf die „Klimakatastrophe“ zurückzuführen ist.?
      Das würde ich bestimmten „Wissenschaftlern“ durchaus zutrauen UND es würde bestimmt funktionieren, schließlich gabs ja in diesem Jahr auch „tausende Hitzetote“!

  • Irrsinn und der Opportunismus sind entscheidend für das Fortbestehen der Klimareligion. Zum Schaden von Land und Bürgern, aber das interessiert sie alle nicht. Weder die Amanns, noch die NGOs oder das Kartell. Weiter so, mit Volldampf in den Ruin.

  • In der Schule lernte man es als Gleichschaltung kennen. Warum hat man uns das beigebracht? Damit wir das beim nächsten Mal verhindern. Nie wieder Klimafaschismus.

  • Schwabs Great Reset soll durch geboxt werden, allein darum geht es. Der Klimawahn ist zum Kotzen.

    • …und erschreckend, dass so viele diesen Irrsinn glauben, der Mensch könne das Klima, das es gibt, seit die Erde existiert, in irgendeiner Weise regeln!

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