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Österreich

Keine Mehrbelastung durch neue Paketsteuer? Jetzt reichen Amazon und Co. sie eins zu eins weiter

Die neue Paketsteuer sollte große Versandhändler und Plattformen zur Kasse bitten – und ausdrücklich nicht die Kunden. Doch schon am ersten Tag zeigt sich: Amazon und andere Anbieter reichen die Abgabe einfach weiter. Aus zwei Euro Steuer werden für Verbraucher 2,40 Euro pro Bestellung.

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Amazon und andere große Plattformen geben die neue österreichische Paketsteuer direkt an ihre Kunden weiter. (IMAGO/Daniel Scharinger)

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„Die Konsumentinnen und Konsumenten sind davon nicht betroffen.“ So hieß es noch am Mittwoch auf der Webseite des österreichischen Parlaments zur neuen Paketsteuer. Einen Tag später ist die Abgabe in Kraft – und bei den ersten großen Onlinehändlern landet sie direkt auf der Rechnung der Kunden. Amazon weist bei Bestellungen nach Österreich zusätzlich 2,40 Euro aus.

Seit Donnerstag müssen große Versandhändler und Onlineplattformen in Österreich grundsätzlich zwei Euro pro Paket oder Bestellung an den Staat abführen. Betroffen sind Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Versandhandelsumsatz im Land. Rechtlich ist dabei tatsächlich der Händler der Steuerschuldner – nicht der Kunde.

Das hindert die Unternehmen allerdings nicht daran, die zusätzlichen Kosten weiterzugeben. Amazon informierte seine österreichischen Kunden am Donnerstagmorgen darüber, dass die Paketsteuer künftig als eigene Position an der Kasse erscheint. Aus den zwei Euro werden aufgrund der Umsatzsteuer 2,40 Euro. Die Abgabe fällt bei Amazon einmal pro Bestellung an – unabhängig davon, aus wie vielen einzelnen Paketen die Lieferung besteht. Auch Prime-Kunden müssen sie bezahlen.

Bei MediaMarkt stiegen die Versandkosten laut Heute am Donnerstag von 3,99 auf 6,39 Euro – exakt um die 2,40 Euro, die sich aus der neuen Paketsteuer ergeben. Zalando hatte ebenfalls angekündigt, die Belastung an die Kunden weiterzugeben. Amazon, Otto und Zalando wollen die Paketsteuer zumindest bei vollständigen und zeitnahen Retouren erstatten.

Ursprünglich war eine anders ausgestaltete Paketabgabe geplant, die sich vor allem gegen Sendungen aus Drittstaaten – insbesondere China – richten sollte. Diese ließ sich rechtlich jedoch nicht umsetzen. Die Regierung weitete die Steuer deshalb später auch auf inländische und europäische Versandhändler aus. Schon vor der Einführung hatten Handelsvertreter davor gewarnt, dass die Kosten letztlich bei den Verbrauchern landen würden.

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Betroffen sind nach Schätzungen des Handelsverbands 16 große Händler und Plattformen. Dazu gehören neben Amazon, Temu und Shein auch Zalando, Otto, MediaMarkt, Apple, Ikea, XXXLutz, Refurbed und die Shop-Apotheke. Verkaufen kleinere Händler ihre Waren über eine der betroffenen Plattformen, kann die Abgabe ebenfalls anfallen.

Die Paketsteuer ist Teil der Gegenfinanzierung für die im Juli erfolgte Senkung der Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel. Das Finanzministerium rechnet dadurch mit Einnahmen von rund 280 Millionen Euro pro Jahr. Neben der Gegenfinanzierung nennt die Regierung den Schutz des stationären Handels und Umweltaspekte als Ziele der Abgabe.

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23 Kommentare

  • Steuern, Steuern und nochmal Steuern.
    Ich kann es nicht mehr hören.
    Warum gehe ich noch arbeiten???

    • Damit wir bunter werden.

    • Tust du nicht.

    • Weil andere schlauer sind.

    • Wenn diese Gelder wenigstens der Bevölkerung unterm Strich zu gute kommen würden !
      Aber wir müssen ja weiter die ganze Welt unsere feudale Politikerkaste und ihren Linksextremistischen NGO Block vollalimentieren !
      Da werden noch ganz andere Steuern in naher Zukunft kommen . Niemand in den Kartellparteien spricht vom Sparen !
      Es gibt keine Zukunft für Deutschland und Europa unter den Linkskartell Parteien .

      • Die Belastungen sind inzwischen so groß, daß ein Arbeitnehmer keinesfalls mehr davon profitiert.

  • Mit der gegenwärtigen Struktur wird die EU Europa in den Orkus reissen.
    Ein DExit des Zahlmeisters wäre in meinen Augen sinnvoll.

    • Sobald Deutschland nicht mehr zahlt, fällt das Kartenhaus der eu Beamten zusammen.

  • Also damit konnte nun wirklich keiner rechnen.

  • Wie naiv muss man sein zu glauben, eine bei Unternehmen erhobene Steuer würde nicht an die Kunden weitergegeben? Da fällt mir nur „intellektuelle Tiefflieger“ ein.

    • das Geld für JEDE Abgabe und JEDE Steuer muß irgendwo herkommen.

      Einzige Einnahmequelle für faktisch alle Unternehmen sind dafür die Rechnungen an die Kunden.

      Die Unternehmen können also nur 2 Dinge machen:
      das Geld offen oder eingepreist von den Kunden holen.

      den eigenen Ertrag und Gewinn schmälern, Investitionen und Reparaturen nicht tätigen, Angestellte weniger gut bezahlen.

      aber mach das mal den Kommunisten klar….

      • Das Problem liegt noch tiefer. Nicht auf der betriebswirtschaftlichen Ebene sondern in der fundamentalen Funktion einer Volkswirtschaft.
        Wertschöpfung findet NUR an einer Stelle statt. Da wo ein Produkt oder eine Dienstleistung vom Endverbraucher konsumiert oder investiert wird. Alles andere sind nur Zwischenschritte, welche die Wertschöpfung auf alle Teilnehmenden in der Wertschöpfungskette verteilt.
        Darum bezahlt letztlich immer alles derjenige bei dem die Wertschöpfung statt findet. Bei Konsumgütern ist das der Bürger. Immer. Darum zahlt der immer alles. Es kann gar nicht anders sein.
        Jemand der das nicht versteht sollte nichtmal in die Nähe des Finanz- oder Wirtschaftsministeriums und von Gesetzgebung die diese Felder betrifft gelassen werden.

  • Natürlich reichen Firmen Steuern und Abgaben an ihre Kunden weiter. Die Kalkulation wird angepasst und neue Preise festgelegt. So etwas wird auch gerne für Preiserhöhungen genutzt. Kann man gut argumentieren ohne als der böse dazustehen.

  • Wisst ihr wie viele Pakete Amzon pro Tag versendet? Wenn das 1 Million wären dann müssen sie 2 Millionen pro Tag bezahlen. Das würde elbst ich nicht als Unternehmung bezahlen. Gewinnmarge geht über alles. Sollen mal Temu und Co, mehr Paketkosten aufbürden. Der Weltpostverband hat China als Drittweltland eingestuft. Die bezahlen fast keine Postgebühren. Davon spricht niemand. Politiker sind nicht dumm, jetzt ist sie halt da die Steuer. Es ist einfach eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Es ist reine Abzocke und spühlt ihnen Milliarden in die Kasse

  • Hat irgendeiner von denen, die diese Paketsteuer ersonnen haben, wirklich geglaubt, das die Mehrkosten nicht an den Kunden weiter gegeben werden?
    Entweder sind das Naivlinge oder Betrüger, es ist einfach nur noch erbärmlich, von wem wir regiert werden.

  • Auf die Pakete aus China sollten noch viel mehr Steuern. Große Umweltsauerei! Amazon wird sich immer selbst optimieren. Nachhaltigkeit is denen egal.

    -24
    • Wie gut, dass die aufstrebende deutsche Rüstungsindustrie nachhaltig und umweltfreundlich ist!? *lol*

      • Wie gut, dass sich die Pazifisten nie um die echten Kriegstreiber kümmern!? *lol*

    • Ein stramm traditioneller und konservativer Staat würde diesen krebserregenden Scheißdreck aus China nicht einmal für 1000 % Steuern ins Land lassen.

      Und die erzliberale und gottlose AfD steht genau für diese Geisteskrankheit, dass die Menschen selbst und der freie Markt über den Konsum entscheiden sollen. Und nennt sich dann auch noch traditionell und konservativ. Kannste keinem verzählen.

  • Die gleichen Politischen Tiefflieger wie bei uns !

    Natürlich behalten die Firmen die Kosten bei sich ,
    aber nur im “ Lummerland dieser Versager “ !

    • Wenn im „Lummerland der Versager“ die Unternehmen Kosten „bei sich“ behalten, warum haben wir dann Inflation?

  • Super. Dem Verbraucher in die Fresse!!! Das mag der Michel und wählt brav weiter

  • „Rechtlich ist dabei tatsächlich der Händler der Steuerschuldner – nicht der Kunde.“
    Lückenpresse bei AN, wo die Redaktion den Unterschied zwischen „Steuerschuldner“ und „Steuerträger“ offensichtlich nicht kennt.

    Die Paketsteuer ist ein klassische kalkulierbare Kostensteuer.
    Verlogen sind Politiker, die das Gegenteil behaupten, und noch dümmer Medien, die ständig den Markt beschwören, aber einen Skandal daraus machen, wenn Unternehmen mit Marktmacht genau diese bemühen. Und die Dümmsten sind die, die jeden Schrott auf Amazon bestellen.

    -11

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