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Mecklenburg-Vorpommern

Nach AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: Schwesig erklärt sich zur „Frau gegen Blau“

Manuela Schwesig erklärt sich im Wahlkampf zur „Frau gegen Blau“. Damit versucht die SPD-Ministerpräsidentin, AfD-Gegner hinter sich zu versammeln – nach einem Muster, mit dem Dietmar Woidke 2024 in Brandenburg die Wahl gewann.

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Manuela Schwesig wirbt im Wahlkampf als „Frau gegen Blau“ (Foto: Manuela Schwesig/X).

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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig versucht zwei Wochen vor der Landtagswahl, AfD-Gegner hinter der SPD zu versammeln. Am Montag stellte sie ein neues Wahlplakat mit der Aufschrift „Die Frau gegen Blau“ vor. „Ich bitte um die Stimmen von allen, die verhindern wollen, dass die AfD die Macht übernimmt. Ich bin eure Frau gegen Blau!“, schrieb Schwesig auf X.

Einen Tag zuvor hatte die AfD die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent klar gewonnen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD vor der Wahl am 20. September in den Umfragen vorn. Infratest dimap sieht die Partei derzeit bei 35 Prozent. Die SPD kommt auf 32 Prozent.

Schwesig will die Wahl nun stärker auf die Entscheidung zwischen ihrer Partei und der AfD zuspitzen. Nach ihren Angaben wünschen sich 60 Prozent der Menschen, dass sie Ministerpräsidentin bleibt. Wer das wolle, müsse die SPD wählen, erklärte sie bei der Vorstellung des Plakats. Sollte die AfD stärkste Kraft werden, drohe dem Land eine „Hängepartie“.

Mit dieser Strategie erinnert Schwesigs Wahlkampf an den des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke. Der SPD-Politiker hatte die Landtagswahl 2024 ebenfalls auf einen Zweikampf mit der AfD zugespitzt und seine politische Zukunft an den ersten Platz geknüpft. Nur wenn die SPD stärkste Kraft werde, wolle er als Ministerpräsident weitermachen. 

Woidkes Kalkül ging auf. Die SPD gewann die Wahl mit 30,9 Prozent knapp vor der AfD mit 29,2 Prozent. Gegenüber der vorherigen Landtagswahl legten die Sozialdemokraten um 4,7 Prozentpunkte zu. Unmittelbar vor der Wahl erklärten 75 Prozent der SPD-Wähler in einer Infratest-dimap-Befragung, vom politischen Angebot der Partei nicht überzeugt zu sein, sie aber wählen zu wollen, „um eine starke AfD zu verhindern“.

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Die Grünen stürzten von 10,8 auf 4,1 Prozent ab und flogen aus dem Landtag. Die Linke fiel von 10,7 auf 3,0 Prozent und verpasste ebenfalls den Wiedereinzug. Die CDU kam nur noch auf 12,1 Prozent, 3,5 Prozentpunkte weniger als fünf Jahre zuvor.

Nach der Wählerwanderungsanalyse von Infratest dimap wechselten 47.000 frühere Grünen-Wähler zu Woidkes Partei. Von der Linken kamen 25.000 Stimmen, von der CDU weitere 13.000. Die Linke verlor allerdings noch mehr ehemalige Wähler an das damals neu gegründete BSW.

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57 Kommentare

  • Frau Schwesig hat ihre Personenschützer

    Ansonsten sind die Blauen
    für die Frauen.

    34
    • Ich nicht. Die Männer wollen Wettstreit, die Frauen wollen Feindschaft. Entsprechend sieht es in der politischen Landschaft inzwischen aus.

      3
  • Na ja, dann wird sie ihr blaues Wunder erleben!

    31
    • Eben. Diesen Sturm gegen die linke Politik im Land fangen die mit ihren leeren Versprechen und Lügen nicht mehr ein.

      3
  • Von der Lady in Red zur Frau gegen Blau. Klingt nicht wirklich nach einem Upgrade der politischen Kultur im Land.

    17
    • Hallo liebe Wähler in Mecklenburg-Vorpommern:

      Vergesst bitte nicht, dass nicht die Person die Politik bestimmt, sondern das Parteiprogramm der SPD hier gewählt wird, ist deren Kandidatin auch noch so nett und verspricht weiter das Blaue vom Himmel herunter.

      Wenn ihr also gegen Umverteilung, gegen Einwanderung, gegen zu niedrige Renten, gegen unsichere Städte, gegen Wegnahme eures Vermögens, gegen irrsinnige Besteuerung eures Einkommens, gegen Besteuerung der Luft, gegen hohe Energie- und Benzinpreise, gegen EU-Wahnsinnsbestimmungen und viele andere sozialistische Ideen seid, dann solltet ihr besser mal nicht die SPD wählen.

      Ach ja, auch besser nicht die Grünen, SED-Linken und auch die CDU, die finden die obigen Punkte nämlich auch ganz, ganz toll !

      9
  • Armseliges Programm für ein Landtagswahlswahl:
    Den Gegner verhindern.
    Da dürfte das Programm der dortigen AFD mehr Inhalt bieten.

    56
    • Das Wahlprogramm der anderen Parteien besteht aus „AfD verhindern“. Das ist ein bisschen zu wenig für meinen Geschmack.

      27
  • Ahnt sie, was auf sie zukommt?

    9
  • Das ewige Motto: AfD verhindern, das Land weiter in den Untergang treiben.

    13
  • Ich würde der AFD raten mit einer jungen Familie mit Kindern auf AFD-Werbeplakaten zu punkten. Bilder scheinen ja Wählerstimmen einfangen zu können und einen Skandal haben Sie damit auch sicher und sind gleichzeitig Thema in allen Sendungen.

    4
  • Mir fällt hier spontan ein:
    Blau gegen Frau.
    (Wem darf ich meine Honorar-Note schicken?)

    3
  • Gute Politik, Offenheit, Bürgernähe, zum Wohle der Gesellschaft, bestes Rezept gegen Opposition, oder schlechte Umfragewerte. Dann klappts auch mit dem Dialog.

    3
  • Sollen sie es doch versuchen, ein Bündnis gegen die AFD, dann müssten alle Parteien alles unter einen Hut bringen, oder anders, 5 unterschiedliche Köche in einer Küche, die zusammen eine Speisekarte erstellen müssten die allen in den Kram passt… viel Glück sag ich nur…

    1
  • Kenne hier keinen der SPD wählt. Woher kommen diese Prozente?

    0
  • 🎼 Warte, warte nur ein Weilchen…
    Der 20.9. ist bald…

    6
  • Na denn, schaun mer mal.
    Ich kenne von früher noch par Leute in McPomm.
    Die hatten nach der Wende meißt SPD gewählt.
    Über die Jahrzehnte wurden die aber immer unzufriedener. Begonnen hat das mit Arbeitnehmerfreizügigkeit und Schengen, €uro-Einführung+Inflation, später Migrationskrise, Windräderei-Irrsinn – um nur einige Punkte zu nennen.
    Diese par werden sicherlich nicht mehr SPD wählen…

    6
    • SPD macht links grüne Politik. Sofort Neuwahlen dann flieg der Linke Sauhaufen raus.

      5
  • Im Hollywoodfilm Matrix wäre sie die „Aufgewachte“.

    -4
    • Eher die Mülltonne im Abspann.

      0
  • Was genau hat die SPD denn als Programm FÜR die Bürger? Welche Probleme der Bürger kann und will die SPD lösen?
    Aha… heisse Luft. Allein gegen die AfD zu sein, löst nichts, bringt nichts, ist weniger als Nichts.
    Die SPD und die anderen Kartellparteien haben das Land konsequent und systematisch in den Abgrund geführt. Und die sollen jetzt auf einmal die Lösung für alles sein, also für die Probleme, die sie selber geschaffen haben?
    Ein Treppenwitz!

    18
  • Sie schlau, wähl blau.
    Auch in Mecklenburg.
    Frau in Blau sieht einfach besser aus.

    0
  • Wenn die einzige Wahlkampfstrategie allein darin besteht, die Konkurrenz zu verhindern.

    Nicht etwa aus irgendwelchen Plänen, die Probleme eines Landes lösen zu wollen – sondern nur noch darin, zu verhindern, daß jemand anders diese Probleme angeht.
    Erbärmlich.

    Aber wenn wir schon bei dämlichen Wahlsprüchen sind, wie wäre es damit?

    Frau in Rot
    Wirtschaft tot
    Drum seid schlau
    Und wählt blau

    19
  • Der Inhalt der Politik scheint die Verhinderung der AfD zu sein. Je länger Hitler tot ist, desto entschlossener wird gegen ihn gekämpft, stellvertretend gegen den Strohmann AfD. Ob der Hammerschlag auf den antifaschistischen Patellarsehnen-Reflex anstelle einer Lösung der wahren Probleme die Wähler überzeugt?

    10
  • Können die Gegner der AfD mal aufhören sich zu äußern? Ich lache mich sonst tot.

    7
  • „gegen“? Man kann nur gegen etwas sein, das schon da ist. Also machen sich Gegner im Dagegensein zum Sklaven des bereits Vorhandenen. Folglich sind Gegner schwächer als die Schöpfer des Vorhandenen. Im Hebräischen heißt Gegner = Satan. Dagegensein ist demnach Satanismus und dem Göttlichen stets unterlegen.

    0
  • Die Frau gegen BLAU, eine dürftige Weiterentwicklung von ENTSCHEIDUNG FÜR MV, die Argumentation ist „UNSCHLAGBAR“(niederschwellig).
    Sehen wir mal was die “ Lady in red“ so erreicht. Meine Stimme bekommt sie dafür nicht.

    0
  • Frauen wählen die Blauen. Aus Gründen der inneren UNsicherheit, seit 2011.

    Ansonsten hat RRG die knappe Mehrheit gegen Rechts, wobei die CDU ja nicht weiß, wo sie ist. Schwesig möchte also SED und GRÜNE zu ihren Gunsten kannibalisieren, was gerade bei den GRÜNEN die 5%-Frage aufwirft.
    „Strategisch wählen“ mal umgekehrt.

    Die CDU-Wähler dürften nach S-A noch klarer sehen, daß sie programmatisch mit der AfD viel besser fahren als mit dem Pinocchio-Haufen. Fliegt GRÜN raus (und das BSW bleibt dort), ist SED+SPD = 43% = AfD+CDU …

    2
  • Bei den SPD Wählern wissen wir nun, dass es denen nicht um eine gute Politik geht, sondern darum, diese zu verhindern. Die SPD ohne diese Proteststimmen, wäre in SA bei 3,2 %.

    1
  • Die Frau wird bald ihr blaues Wunder erleben.

    0
  • Dann, liebe Frau Schwesig, übernehmen Sie doch sicherlich auch gerne die ganzen Asylanten aus Sachsen-Anhalt? Die werden nämlich dieses schöne Bundesland verlassen, wenn sie dort arbeiten müssen und Gutscheine statt Geld bekommen. Jedem Bürger in Meck.-Pom. muss klar sein, dass nur beide Stimmen für Blau, zu einer Änderung der derzeitigen Politik führen werden.

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