Werbung:

Weltkriegsdrohungen mit charmantem Akzent

Der russische Botschafter Netschajew gibt sich bei Ben Ungeskriptet nett und friedliebend – und droht beiläufig mit einem Atomkrieg. Seine Ausführungen sind bei näherer Betrachtung grotesk falsch. In Deutschland darf es keine Politik der Angst mehr geben.

Werbung

Mit beruhigender Stimme und charmantem Akzent erklärt der russische Beobachter bei Ben Ungeskriptet, dass Russland ja nur Frieden wolle und im Prinzip noch nie etwas Böses im Schilde geführt habe. Zwischendurch gleitet er in sanfte Drohungen ab – gütig gesteht er zu, dass die deutsche Reaktion auf die Sprengstoffdrohnen von Leipzig noch kein neuer Sender-Gleiwitz-Vorfall sei, also nicht der Vorabend zur Eröffnung des Zweiten Weltkriegs.

Gleichwohl weist er auf die russischen Nuklearkapazitäten hin, die man „noch“ nicht einsetze – um dann hinterherzuschieben, dass die russische Geduld „nicht grenzenlos“ sei. Weil Deutschland also das Russische Haus der Kulturen in Berlin und ein weiteres Konsulat geschlossen hat, wird mal eben mit dem Atomkrieg gedroht – das versteht Putins Russland wohl unter Diplomatie.

Der Botschafter behauptet, diese – nüchtern betrachtet völlig läppische – deutsche Reaktion sei der „Tiefpunkt“ der Beziehungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Mir fielen da die Kuba- und zwei Berlin-Krisen ein oder Dutzende von der Roten Armee und ihren Schergen beim Volksaufstand in der DDR erschossene Deutsche. Gebetsmühlenartig behauptet er, Russland würde überhaupt keine Angriffe auf die Zivilbevölkerung führen, während russische Drohnen tagtäglich Kiewer Wohngebäude treffen; der seit fast fünf Jahren tobende Krieg mit Hunderttausenden Toten bleibt eine militärische Spezialoperation, das von unzähligen unabhängigen Journalisten überprüfte Massaker von Butscha wird einfach geleugnet.

„Wir haben Deutschland nicht angerührt, in der gesamten Nachkriegsgeschichte haben wir uns bemüht eine gemeinsame Sprache zu sprechen“ erklärt Netschajew weiter. Ob Russland in Deutschland wirklich „nichts angerichtet“ hat, lässt sich angesichts von 40 Jahren blutiger Diktatur in Ostdeutschland bezweifeln – und angesichts von Tausenden Toten in den als sowjetische Speziallager weitergenutzten KZs Buchenwald und Sachsenhausen.

Auch der behauptete Versuch, eine gemeinsame Sprache zu etablieren, versehen mit dem impliziten Vorwurf, dies sei am fehlenden Willen der Deutschen gescheitert, entspricht nicht der historischen Realität. Jahrzehntelang taten deutsche Bundesregierungen alles dafür, um sich Russland anzunähern. Wladimir Putin durfte im Bundestag sprechen. Nord Stream und damit der Kauf von russischem Gas waren ein lagerübergreifender Konsens, Annäherung durch Handel war bundesrepublikanische Priorität. Mit Gerhard Schröder gab es einen Bundeskanzler, der sich nach seiner Amtszeit von Russland kaufen ließ. Ihm folgte mit Angela Merkel eine Bundeskanzlerin, die sogar der russischen Sprache mächtig war.

Lesen Sie auch:

In ihrer Amtszeit bewies Deutschland größtmögliche, wenn nicht unmögliche Geduld mit Putin. Die Annexion der Krim wurde ohne signifikante Konsequenzen hingenommen. Als Donald Trump in seiner ersten Amtszeit Waffen an die Ukraine lieferte, war Angela Merkel mit ihrer Regierung, wie auch in den Jahren zuvor, strikt dagegen. Man sprach so sehr die gleiche Sprache, dass selbst in den Tagen vor Kriegsbeginn in Deutschland die amerikanischen Warnungen nicht ernst genommen wurden.

Olaf Scholz war der ebenso festen wie falschen Überzeugung, Putin mit Diplomatie vom Krieg abhalten zu können. Und auch die deutsche Bevölkerung war völlig von Russland eingenommen, war im Jahr 2018 zum Beispiel zu drei Vierteln der Meinung, dass Trump gefährlicher als Putin sei. 83 Prozent gaben in einer Umfrage an, keine Angst vor Russland zu haben.

Was haben das jahrzehntelange Vertrauen, Entgegenkommen, Verhandeln und Rechtfertigen gebracht? Es bleibt der nach wie vor von Russland mit aller Macht betriebene blutigste Krieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Deutschen und die Russen, sie haben auf so vielen Ebenen über so lange Zeit eine gemeinsame Sprache gesprochen. Aufgekündigt wurde sie von Putin.

Jeder Mord hat eine Vorgeschichte

All das wäre für eine Friedensdiplomatie heute egal, allerdings ist es der Botschafter, der unentwegt von der „Vorgeschichte“ des Konflikts spricht. In diesem Kontext interessieren diese Teile der Vorgeschichte aber offenbar auch nicht. Genauso wenig wie, sagen wir, der Holodomor, bei dem Stalin Millionen Ukrainer elend verhungern ließ und ermordete, oder die jahrzehntelange Unterdrückung der ukrainischen Identität in der Sowjetunion. Oder die Tatsache, dass die Ukraine als immerhin zwischenzeitlich nominell drittgrößte Atommacht der Erde in den 90er-Jahren freiwillig ihre Atomwaffen an Russland übergab, im Gegenzug für die Garantie, dass ihre territoriale Integrität nicht angetastet werden dürfe. Oder dass auch in den russischsprachigen Gebieten der Ostukraine und im Donbas beim freien Referendum 1991 über 80 Prozent für die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion stimmten; selbst auf der Krim fand sich eine eindeutige Mehrheit. Jeder Mord hat eine Vorgeschichte, jeder Vergewaltiger hatte eine schwere Kindheit – wer so argumentiert, wird nie zu einem Ergebnis kommen.

Deutschland wolle man natürlich nichts Böses, erklärt der Botschafter zwischen seinen nuklearen Drohungen. Im russischen Staatsfernsehen hört sich das irgendwie anders an – da hört man gerne Sprüche wie „Berlin wird brennen“ oder „Wir werden euch alle töten“. Donald Trump hat mehr als genug Angebote gemacht und Friedensgespräche angesetzt, ein ums andere Mal schlug Putin sie aus. Russland wollte nur einen Siegfrieden, das wurde immer wieder klargemacht.

Jetzt, wo sich die militärische Lage in der Ukraine in den vergangenen Monaten für Russland deutlich verschlechtert hat, versucht man ein Rezept, das wir nur zu gut aus der Corona-Politik kennen: das totale Argument der Angst. Wer von Atomwaffen redet, will sein Gegenüber in Panik versetzen, die ihn unter Aufgabe seiner Überzeugungen in die Knie zwingt. Auf Basis dieser Panik aber darf in Deutschland nie wieder Politik gemacht werden – ein ernsthaftes Land zu sein, bedeutet auch, die Ruhe zu bewahren.

Auch wenn die Klaviatur der Angst hierzulande von vielen Politikern bespielt wird, muss man bei nüchternem Verstand bleiben: Eine Drohne, zwei gefundene Waffen, ein geschlossenes Konsulat – all das ist noch sehr weit von einem Weltenbrand entfernt. Der Weltkrieg ist ein Schreckensgespenst, das verschiedene politische Richtungen in erster Linie taktisch einsetzen, weil es jede Vernunft ausschalten kann.

Ein Gutes hat dieses Gespräch aber auch: Während in Russland jede kriegskritische Opposition ausgeschaltet und jede unabhängige Presse ausradiert wurde, darf der Botschafter in Deutschland, frei und gänzlich unkritisch befragt, vor einem Millionenpublikum sprechen. Da kann man sich wohl nicht beschweren – zumal die Ausführungen des Botschafters über das Niveau der DDR-Propaganda nicht hinauskommen.

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

90 Kommentare

  • Der Botschafter hat frei heraus und auch korrekt über die guten Beziehungen in allen Bereichen zwischen Russland und Deutschland seit dem 2. Weltkrieg gesprochen, die Ergebnis einer gewaltigen Versöhnungsanstrengung seitens Russland sind, die im 2. Weltkrieg 27 Mio Menschen verloren haben. Diese Beziehungen hat Deutschland einseitig zerstört, zuletzt durch die Schließungen von Konsulaten und dem Russischen Haus – auf Grund eines Verdachts russischer Aggression – mit sehr engen Fristen. Diese Aktionen stoßen richtigerweise auf großes Unverständnis bei den Russen. Das Interview sollten viele hören – es ist geeignet, sich selbst ein umfangreiches Bild zu machen.

    54
    • Weder hat es gute Beziehungen zu Deutschland von russischer Seite seit Ende des Zweiten Weltkriegs (seit 1917 wird massivst russisches Geld eingesetzt, um Deutschland zu destabilisieren; die DDR hat als russischer Handlager alles getan, um den Russen dabei zu helfen) gegeben, noch hat Deutschland den hybriden Krieg der Russen gegen Deutschland in gleicher Weise beantwortet.

      Seit dem orchestrierten Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 ist Deutschland das Übernahmeziel Russlands – mit Gas und Öl wurden deutsche Politiker massivst gekauft (Marxist Schröder, Kaderkommunistin Merkel, Sozialist Scholz, deutsche Unternehmen in den russischen Korportismus eingebunden). Seit 2014 kommen die hybriden Angriff Russlands auf Deutschland hinzu; Desinformationskampagnen der übelsten Art, Cyber-Spionage, aber auch politische Morde auf deutschem Grund und Boden. Seit 2022 ist gezielte Sabotage sowie digitale Infiltration ein tägliches Übel.

      -2
    • Man kann sich immer darauf verlassen, dass Russenstusser stolz auf ihre Ungebildetheit und emotionale Symbol-Faktoids sind.

      -53
      • Linke gebrauchen niemals Argumente? Oder gibt es die einfach nicht?

        3
      • Ist die schon aufgefallen, wie dämlich du bist?

        11
        • Einer wie der, merkt gar nichts.

          -4
        • Russland verliert den Krieg gegen die Ukraine und seine winzige Wirtschaft.

          Die Realität hat euch bereits als Idioten, Verräter und generell wertlose Asoziale entlarvt.

          -16
      • Man kann sich immer darauf verlassen, daß die Störtrolle absolut nichts Brauchbares zur Diskussion beitragen. Ist ja auch nicht ihr Zweck, sie sollen schließlich nur stören.

        8
        • Keiner von euch Heinis lernt irgendwas durch irgendwelche Diskussionen. Das Internet ist voll mit Primärquellen und Dokumentation zu so vielen Themen während Kommentarspalten wie diese hier nur existieren um sozial isolierten Wutbürgern positive feedback zu geben und damit Klicks für Apollo zu bringen. Alte Deppen lernen es nicht mehr. Ist auch egal.

          -3
      • Man darf nicht vergessen, dass in der DDR rund 99 Prozent der Bevölkerung niemals Wahrheiten gelernt hat, sondern mit russischer Desinformation und Suberversion überschüttet wurde. Wenn man die Wahrheit nicht mehr aussprechen darf, sondern nur noch die Lügen vor sich hermurmeln muss, dann werden die selbst ausgesprochenen Lügen irgendwann zur eigenen Wahrheit und geht sozusagen mit der Muttermilch an die nächste Generation über.

        So wie wir in der DDR wussten, dass ein Jeder zumindest Denunziant sein konnte und wir alle rund um die Uhr überwacht wurden, so dämlich ist es heute von den DDR-Bürgern ihr Überwachungsgerät rund um die Uhr mit sich herumzuschleppen, alles was smart ist haben zu wollen, darin zu wohnen, sich durch die Geräte steuern zu lassen und dann auch noch zu behaupten, sie haben Ahnung. Ich denke nicht ein einziger Bürger kennt seinen Algorithmus, weiß damit, wie er gelenkt wird und alle haben damit ihre eigene Souveränität und Freiheit freiwillig abgegeben. DDR pur!

        1
      • Zyk , es sind immer die Dümmsten deren Hauptargument darin besteht andere als dumm und ungebildet zu bezeichnen!
        Sie merken noch nicht mal das sie damit nur ihre eigene Dummheit offenlegen!

        2
        • Zyk deine Selbstgespräche in denen du dein eigenes Denken und Verhalten anderen unterstellst sind ausgesprochen uninteressant.
          Aber danke das du meinen Kommentar so eindrucksvoll bestätigst.

          0
        • Russland verliert einen Krieg der fast vollständig im Internet zu verfolgen ist und an diesem ultimativen Beweis für eure eigene Blödheit kommt ihr nicht herum. „Likes“ bei Apollo bedeuten da gar nix. Ihr seid klinisch unzurechnungsfähig dumm.

          -1
      • Bei Russenstusser hab ich dann nicht mehr weitergelesen.

        -2
        • Und du bist auch noch stolz darauf nicht zu lesen. Ist genau was ich die ganze Zeit schreibe.

          1
  • Wie immer Ben 100 Punkte, super Arbeit.

    Frage mich immer mehr warum gibt es noch ein ÖRR, wer schaut noch diese Propaganda, wahrscheinlich die Systemlinge die auch TAZ, Spiegel und Zeit lesen um sich ihre Kriegspropaganda total eingeordnet abzuholen. Selber denken können ja diese Leute nicht.

    31
    • Dass dieser Ben von Null und Nichts Ahnung hat, sollte auch dem letzten Fan bereits seit langem aufgegangen sein. Ja, er gibt dem Gegenüber alle Zeit der Welt, seine Überzeugung zu verbreiten. Nachfragen, Herausarbeiten von Fragen und auf diese Antworten zu erbitten, wird diesem Ben nicht in dem Sinn kommen.

      Millionär werden ist so einfach … auch ganz ohne Zwangsgebühren.

      -5
      • Noch weniger Ahnung, als die meisten ÖRR Journalisten? Entscheidend ist, dass er die Leute ausreden lässt. Das ist so in einer Demokratie. Eine eigene Meinung muss sich jeder selber bilden. Linke wollen das nicht. Denen ist es lieber die Bonzen der Partei sagen ihnen was sie zu denken haben.

        0
    • Es können immer nur die selbst denken, die die Quellen meiner
      Wahl bevorzugen und meiner Meinung sind?
      Ist doch auch nur Quark

      -11
      • Und wer gar nichts kann, schließt von sich auf andere, gell?

        1
    • Man kann sich immer darauf verlassen, dass wenn man einen auf dumm macht wie Ben, dass man immer noch Leute findet die ein bisschen dümmer sind, und die glauben einem dann wirklich alles, während Ben die Werbeeinnahmen einsteckt.

      -29
      • 1) Tauschen Sie [benungescriptet] gegen den ÖRR, der mit „Zwangsabgabe“ 10 Mrd. € /jährlich gepampert wird UND noch Werbeeinnahmen hat. 2) Setzen Sie sich selbst an die Stelle der „Leute, die noch eteas dümmer sind“, da Sie 3) offenkundig der perfekte ÖRR-Konsument sind, der wirklich alles glaubt, was dieser Staatsfunk ÖRR so verbreitet! Wieviel Honig Herr Botschafter um Bens und seinen Zusehern/Zuhörern ums Maul schmierte, ist schwer zu sagen (waa zur Diplomatie teilweise dazugehört), aber die Rhetorik „Russe = bösartig“ und „Ukraine = heilig, unschuldig und lieb“ kotzt mich an. Der Angriff auf die UA verachte ich.Allerdings gab es eine Vorgeschichte. Der Angriff kam nicht einfach so. Zuvor wurde von mehreren Parteien gezündelt (auch der Westen mischte mit). Man hätte die Diplomatie noch viel länger bemühen müssen. +++ meine Meinung +++

        4
        • Ich habe keinen Fernseher, kein Radio und niemals GEZ gezahlt und du Depp kommst mir mit „offenkundig ÖRR Konsument“. Deine Meinung ist Schrott und du bist dumm.

          -1
      • Du brauchst die Dummheit weder vorzutäuschen, noch wirst du hier jemanden finden, der noch dümmer ist, als du.

        0
        • Dann schau mal deine Situation an wo deine idiotische „Meinung“ dich hingebracht hat für ein Dritte Welt Land zu lügen und zu zersetzen welches seit über vier Jahren in der Ukraine verliert und dafür seine winzige Wirtschaft zerstört hat.

          -5
  • Wer die Angst vor einem Atomkrieg als Feigheit abqualifiziert, hat den Ernst der Lage nicht verstanden.
    Wer jede russische Position als Propaganda abtut, verhindert zudem eine sachliche Auseinandersetzung. Diplomatische Zurückhaltung ist angesichts einer möglichen nuklearen Eskalation keine Schwäche, sondern politische Verantwortung.

    25
  • Die Wiedervereinigung Deutschlands war an die Unterlassungung der NATO Osterweiterung geknüpft.
    2014 wurde versucht die NATO direkt vor die russische Haustür zu holen. Dann hätten atomar bestückte Hyperschallwaffen nur noch wenige Minuten bis Moskau gebraucht.
    Was viele leider nicht mehr klar sehen können: Russen denken in langen Zeiträumen, über Jahrhunderte, und sie können Schach spielen. Wenn man die Wiedervereinigung strategisch mit einem geopferten Läufer gleichsetzt um dafür wirtschaftliche Zusammenarbeit zu ermöglichen – dann wird klar, dass Kasparow so einen Läufer nicht vergisst.
    Wer meint, das übergehen zu können, irrt sich.
    Ansonsten gilt: Wie in jedem Land möchte die große Mehrheit in Frieden leben. Und kulturell möchte ich Tschaikowsky und Rachmaninow nicht missen.

    28
    • Der Präzedenzfall ist ja die Kubakrise. Die Amerikaner hatten den Finger am Abzug des Atomkrieges schon halb durchgedrückt, als die Russen Atomraketen im unmittelbarer Nähe der USA stationieren wollten.

      Den Leuten scheint nicht klar zu sein, dass es das absolute inakzeptabel Horrorszenario war und ist, dass die Atomraketen eines potentiellen Angreifers so nah an einem dran sind, dass man noch nicht mal mehr Zeit zum Reagieren hätte. Noch während jemand nach einem Alarm zum Schlafzimmer des Präsidenten stürmt, um ihn nachts um 4 Uhr aufzuwecken, wäre Washington DC bzw. der Kreml schon verdampft. Wenn man diese Fähigkeiten hat, ist der gewinnbare Atomkrieg denkbar, was in sich schon eine Gefahr apokalyptischen Ausmaßes ist. Für ALLE!

      Das Wort „inakzeptabel“ wird heutzutage ja viel dahergeplappert, aber in diesem Fall gilt es im Wortsinn. Amerika als auch Russland sind bereit, bis zum Äußersten zu gehen, um das abzuwenden.

      6
    • Die Wiedervereinigung Deutschlands war 1990; zu diesem Zeitpunkt war nicht bekannt, dass der Warschauer Pakt sich auflöst die Sowjetunion zusammenbricht.

      Haben also die verhandelnden Personen eine Glaskugel gehabt, in der sie schon einmal rein schauen konnten, um so Unsinniges von sich zu geben, dass die freien Länder aber keine Souveränität erlangen dürfen.

      Lesen Sie einfach einmal Andrej Amalrik, Anatolij Golitsyn, Ken Alibek, Jan Sejna, Oleg Gordijewski, Wassili Mitrochin, Alexander Litwinenko, Juri Besmenow, Viktor Suworow, Dimitri Wolgkogonow. Sie alle über ihre Heimat Russland und die Verwandlung in die sowjetische Fratze, den Abermillionen Opfern innerhalb und außerhalb Russlands geschrieben. Desinformation, Indoktrination und Subversion sind seit 1917 das tägliche Übel mit dem die eigene und die fremde Bevölkerung von den Russen malträtiert wird.

      0
    • Stimmt nicht, ist gelogen, hat auch Gorbatschow immer wieder in Interviews gesagt dass es keinerlei solche Einigung über NATO Osterweiterung jemals gegeben hat.

      Russenstusser sind eben ungebildet und dumm. Die Russen selbst sind nicht so dumm, aber ihre poleznyye idioty eben schon.

      -7
      • Dazu gibt es sogar Filmaufnahmen!

        -2
    • Russenpropaganda aus Leningrad!

      -8
  • Ich weiß nicht, was das Hetzen gen Russland hier soll. Russland hat KEIN Interesse an einen Krieg gegen die Nato, dass hat selbst Trump deutlich gemacht. Wenn die Aggressionen aber nicht aufhören, wird sich Russland auch zu wehren wissen.

    24
    • „hat selbst Trump deutlich gemacht“

      Trump ist 80 Jahre alt, dement und weiß nicht mal mit wem er vor fünf Minuten zuletzt geredet hat. Schon klar, dass andere alte Idioten ihn als die höchste Instanz verstehen.

      -15
  • Um gewisse Lücken in der Historie zu schließen empfehle ich, „Das ignorierte Angebot: Russlands Briefe vom 17. Dezember 2021“ bei infosperber at ch nachzulesen.

    9
  • Herr Mannhart ich schätze Sie und Ihr Team sehr. Aber leider haben Sie null Ahnung von Russland und dem deutschen Verhältnis. Ich bin masslos über Ihren Kommentar enttäuscht. Es bringt uns dem Frieden nicht näher.

    2
  • Sagen wir mal so – Transatlantische Interessen werden Biden stets aus diesen Betrachtungen heraushalten, wie auch hier wieder. Doch die Trans-Brücke war, ist und wird niemals im Interesse Deutschlands agieren. Darum – diese Geschichte hat ein grässlich verlogenes Vorspiel gehabt, dass zu grossen Teilen mit Nato und USA unter Obama zu tun hatte! Nicht jener, der zur Waffe greift ist immer der Aggressor, sondern der, der dem anderen die Situation aufzwingt! Und Butscha – da denke ich anders – auch oft von vielen Stellen gänzlich klar bewiesen. Nein – ich bin kein Putintroll, ABER ich bin auch kein USA-Verliebter Transatlantiker.

    19
    • Sie haben absolut recht. Wertfreies Denken ist sehr selten, weil immer eine Seite verteidigt und die andere verurteilt wird, je nach dem welche Seite man hochloben will, auch wenn es gegen jeden gesunden Verstand geht.

      6
  • Max Mannhart zeigt in diesem Artikel eine einseitige, unsachliche und wenig differenzierte Haltung. Ein Kommentar, der nicht weiterhilft. Sorry ich bin enttäuscht.

    10
    • ich sehe das genauso. 😑

      1
    • Der unbegründete Russenhass sitzt tief, auch bei AN. Ich weiß nicht, wie man Tatsachen einfach so ausblenden kann und einfach auf Russland einschlägt. Russland wollte uns immer wieder die Hand reichen, sie wurde aber von Politikern immer wieder verweigert, die Deutschland lieber an die Wand fahren, weil die NWO Pläne den Westen als Weltbeherrscher sehen wollen, da ist Russland natürlich im weg, weil es sich nicht beugen wird.

      0
  • „Jetzt, wo sich die militärische Lage in der Ukraine in den vergangenen Monaten für Russland deutlich verschlechtert hat“ Auf den Karten sieht das dann doch anders aus.

    5
  • Ich fand nichts negatives in dem Interview. Er hat die Geschichte korrekt wiedergegeben, er hat die Entwicklung der Nato nach Osten korrekt beschrieben. Er hat die Entwicklung des Ukraine Krieges korrekt beschrieben, z.B. die Rolle der Amerikaner und nationalistischer Kreise in der Ukraine. Wir müssen auch mal unsere eigene Propaganda kritisch betrachten.
    Die Geschichtskenntnisse des Interviewers waren zu gering, entspricht aber dem Bildungsniveaus in Deutschland.

    13
  • Nein, er hat nicht gedroht. Er hat nur klar gemacht, wenn Russland die letzte rot Linie zieht. Die Geduld der Russen mit der Aggression aus dem Westen ist nahe zu unendlich, dennoch wird sie enden.

    2
  • Herr Mannhart, ihr Kommentar enttäuscht mich.

    Die Baltischen Staaten und die Ukraine waren Teil der UdSSR; sie waren nicht eigenständig. Ich habe keine detaillierten Informationen, aber nach meiner Kenntnis hatte die Ukraine NIEMALS Befehlsgewalt über die Atomsprengköpfe – die Lag in Moskau. Mit dem Zusammenbruch ging es um die Sicherung der Atomsprengköpfe. Und selbst die USA hatte ein sicherheitspolitisches Interesse, dass die Atomsprengköpfe nicht in der Ukraine bleiben. Soweit ich hier falsch liege, geben Sie doch bitte ihre Belege dafür an, dass die Ukraine (als unselbständiger Teil der UdSSR) eine Befehlsgewalt hatte, die sie freiwillig samt der physikalischer Atomsprengköpfe zugunsten Moskau aufgegeben hat.

    1
    • Herr Mannhart, ihr Kommentar enttäuscht mich (Teil 2)

      Schwerpunkt der Unterhaltung bei Ben {unspriktet} war der kulturelle Bereich. Und hier sind die Brücken zwischen den Völkern zu schlagen.

      Setzen Sie sich doch bitte mal mit der Meinung eines Kulturschaffenden wie von Justus Franz auseinander ( https://www.youtube.com/watch?v=ovP3OCH002I )

      Die Caspar David Friedrich Ausstellung, mit den einmaligen Exponaten, die die Russen trotz der angespannten Lage verliehen habe.

      Die unwürdige Behandlung von Anna Netrebko, die in Haftung für den Krieg genommen wurde. Die Leute sind ihrer Aufführung etwa in der Elphi fern geblieben.
      Oder auch dem Fall Gergijew.

      Wo wären wir Deutschen geblieben, wenn die anderen Länder uns nach dem Weltkrieg nicht wieder die Hand gereicht hätten?

      Und die Kriegsgefahr steigt. Sie geht vor allem von Kriegstreibern in der EU/NATO aus (à la Krieg nach Russland tragen). Mit jedem weiteren Schritt steigt die Gefahr zu, dass die Russen zurückschlagen.

      0
  • Lieber Herr Mannhardt, nuklear hat Deutschland keine Hosen an. Wenn Putin eine deutsche Stadt mit einer Atomwaffe einäschert, hätte das welche Folgen? Deutschlands Hilfe für die Ukraine und auch die des Westens würde sofort und gesamthaft aufhören. Und sonst? Keine! Weder Frankreich noch die Vereinigten Staaten werden für uns ins nukleare Risiko gehen. Die Franzosen haben noch nie etwas für uns getan und Trump müsste entscheiden, ob er die NATO opfert oder eine amerikanische Stadt. Seit dem Irankrieg kennt Putin die Antwort. Wer in Deutschland beten für nützlich hält, kann schon mal damit anfangen.

    1
  • Merkwürdig. Ich habe vor allem gehört, daß Rußland nicht beabsichtigt, die NATO anzugreifen. Ich habe auch gehört, daß der Ukraine das Angebot unterbreitet wurde, ihr beizutreten, was Rußland verständlicherweise als rote Linie betrachtet. Ich habe auch gehört, daß Boris Johnson eine Verhandlungslösung torpediert hat. Daß es die EU ist, die eine Beilegung des Konflikts im Sinne der Minsker Verhandlungen verhindert. Daß die Furcht der westlichen Nachbarn vor einer guten Zusammenarbeit Deutschlands mit Rußland sie veranlaßt, die zu verhindern. Ich habe allerdings durchaus auch die rosa Brille wahrgenommen, mit der die europäische Nachkriegsgeschichte aus russischer Sicht betrachtet wurde. Daß Rußland gemeinsam mit Deutschland ein Machtfaktor würde, den die westlichen Nachbarn fürchten, ist ein alter Hut. Daß unser Land, nicht erst seit Hitler, mit Argwohn betrachtet wird, kann man wissen.

    1
  • Russland gehört dazu.
    Der Krieg gegen Russland schadet vor allem uns selbst.
    Wir dürfen Gorbatschow und Russland insgesamt dankbar dafür sein,
    dass es Deutschland und Mittelosteuropa die Freiheit zurückgegeben hat.
    Keinerlei Rücksichtnahme auf nachvollziehbare russische Interessen
    hat Russland in den Krieg getrieben.
    NATO nach Osten erweitert bis an die russischen Grenzen.
    Autonomiestatut der Krim durch die Ukraine zerstört.
    CIA Aktion killt 100 Ukrainer 2014 am Maidan.
    Etwa 8.000 russischstämmige werden von der ASOW Nazibande umgebracht.
    Krieg gegen Russland Hunderte von Milliarden aus Deutschland und der EU und Waffen für die Ukraine.
    Von Stuttgart Wiesbaden und Ramstein aus wird der Krieg gegen Russland organisiert.

    7
    • Es gibt keinen Krieg gegen Russland.

      1
  • Das Interview zeigt das Deutschland unter Scholz keine Diplomatie mehr betreibt, ok Analenchen kannte ja das Wort nicht und lieber das eigene Land gegen die Wand fährt.

    15
    • >Analenchen

      Wer war Botschafter unter Scholz in Moskau?

      -10
  • Bei der Achse des Guten gibt es derzeit eine Artikelreihe von Georg Etscheid, der die Eindrücke seiner 3-wöchigen Reise durch Russland schildert. Objektiv und wertfrei. Man sollte es als Pflichtlektüre für alle kritiklos NATO-treuen Journalisten empfehlen.

    5
  • Deutschland unternimmt fast alles um Russland an die Wand zu fahren. Dazu verschiebt es gigantische Ressourcen in die UKR, die unserem Land ( inzwischen Schwellenland – keine Atomkraft, keine sichere Elektro-Grundlast, Deindustrialisierung, etc.) dringend zum Schutz der Bevökerung vor Verarmung bräuchte. Zusätzlich ist Deutschland ein Haupttreiber um den Krieg am Laufen zu halten, ukrainische und russische Menschenleben. sind egal. Und jetzt ist sichtbar, Deutschlands Führung, die gänzlich versagt hat, geht wohl noch jeden Schritt der Eskalation und würde damit auch sein eigenes Volk verraten.

    3
  • „Jeder Mord hat eine Vorgeschichte“.
    Richtig, Herr Mannnhart.
    Die Maidanmorde hatten als Vorgeschichte die strategische Ausarbeitung eines Briten namens Mackinder.
    Weil den Briten immer noch nicht die Größe ihres Empires genügte, kam 1904 dieses Werk zur Eroberung des eurasischen Kernlandes auf den Tisch.
    Die US-amerikanischen Thinkstanks übernahmen es – weil der Rohstoffreichtum zu verlockend war.
    Obama putschte 2014 mit der typisch für den US-Imperialismus gewordenen Begründung „die Demokratie nun auch in die Ukraine zu bringen“ die GEWÄHLTE ukrainische Regierung hinweg für eine US-Marionettenregierung.

    Und nein – ich bin kein US-Hasser: Ich halte die „Declaration of Independence“ für einen Meilenstein für eine freiheitlich-demokratisch-bürgerliche Rechtsordung.
    Leider korrumpieren Macht (u.a. Militärmacht) und Geld allzuleicht die Führung eines Staates und führt zu übelstem Missbrauch.
    Und Obama, Hintermänner et al. sind eine Schande für Demokratie, Recht und Freiheit!

    3
  • Ich bin zumindest irritiert, über diese massiven Vorwürfe von einem APOLLO-Journalisten. Viele Punre sind aus meiner Sicht zumindest teilweise einfach falsch dargestellt.
    Jeder andere Staatsführer hätte wohl kaum so lange still gehalten wie Putin. Immer neue Lügen. Und nun werden diese auch noch bei APOLLO verbreitet. Wo sind die Beweise für Leipzig????

    2
  • „Weil Deutschland also das Russische Haus der Kulturen in Berlin und ein weiteres Konsulat geschlossen hat, wird mal eben mit dem Atomkrieg gedroht“.

    Nein, sondern weil „Deutschland“, also seine im Auftrag der Globaloligarchie handelnden „Eliten“ führender und treibender Teilnehmer an einem Krieg der NATO gegen Russland ist, mit dem mehrfach erklärten Ziel, Russland zu zerschlagen.
    Und dabei bislang noch JEDE von den Russen deutlich erklärte „rote Linie“ überschritten hat, in der Annahme, die Russen würden es schon nicht wagen den ultimativen Schritt zu Atomwaffen zu gehen.

    Sollten allerdings die USA, wie wohl ernsthaft erwogen, gegen Iran taktische Nuklearwaffen einsetzen, würden sie damit das „ultimativ“ ad Acta legen – und die Russen haben in den letzten 25 Jahren mehrfach sehr deutlich und mit Verweis die von den USA gesetzten moralischen Maßstäbe übernommen.

    Dann schlagen im Wertewesten womöglich schneller Nukes ein, als hiesige Kriegstreiber glauben riskieren zu können.

    1
  • Was für ein absurdes Stück Kriegspropaganda. Da schwafelt der Autor von einer angeblichen „Politik der Angst“, während unsere eigene Bundesregierung uns im Auftrag transatlantischer Interessen sehenden Auges in einen nuklearen Konflikt treibt. Dass Baerbock und Scholz jegliche Diplomatie verlernt haben und das Land wirtschaftlich gegen die Wand fahren, wird hier auch noch als moralische Stärke verkauft.Ich sehe das völlig anders: Die wahren Brandstifter sitzen in Berlin. Sie kappen die wirtschaftlichen Lebensadern unseres Landes, betreiben billige Symbolpolitik durch Konsulatsschließungen und wundern sich dann, wenn die Quittung kommt. Anstatt mit kühlem Kopf Diplomatie zu betreiben, wird lieber die Kriegstrommel gerührt, um vom eigenen innenpolitischen Totalversagen abzulenken.Für mich ist dieses arrogante Gehabe der Altparteien-Eliten unerträglich. Die einzige Kraft, die noch für echte Realpolitik, deutsche Interessen und einen vernünftigen Frieden steht, ist die AfD.

    0
  • Ich bin froh, dass ich nicht der einzige bin, der diese direkte Drohung gehört hat. Was aber wiederum zeigt, dass Ben ungeskripted mit seinem Konzept recht hat, die Leute reden zu lassen und sich eine eigene Meinung dazu zu bilden. Damit erzählt der Gast dann durchaus auch Dinge, die er vielleicht gar nicht so sagen wollte, wie hier.

    0
  • „Die Annexion der Krim wurde ohne signifikante Konsequenzen hingenommen“, weil es tatsächlich keine Annexion, sondern eine zulässige Sezzesion war. Stichwort Kosovo.

    6

Werbung