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Wernigerode

Sachsen-Anhalt: AfD will Ex-Stasi-Offizier in den Landtag schicken

In Sachsen-Anhalt will die AfD mit Frank-Ronald Bischoff einen ehemaligen Stasi-Offizier in den Landtag schicken. Der Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur nennt die Kandidatur „schwer erträglich“ und fordert Bischoff deshalb zum Verzicht auf.

Frank-Ronald Bischoff ist stellvertretender Kreisvorsitzender und aussichtsreicher Landtagskandidat. (Foto: AfD Harzkreis)

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In Sachsen-Anhalt sorgt die Kandidatur eines ehemaligen hauptamtlichen Mitarbeiters des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit für Kritik. Frank-Ronald Bischoff tritt für die AfD im Wahlkreis 16 in Wernigerode im Harz als Direktkandidat zur Landtagswahl an. Zugleich steht der 78-Jährige auf Platz 33 der Landesliste. Damit ist sein Einzug ins Parlament sehr wahrscheinlich.

Aus Dokumenten des Stasi-Unterlagen-Archivs geht hervor, dass Bischoff von November 1977 bis Ende 1989 als „Offizier im besonderen Einsatz“ (OibE) für die Staatssicherheit tätig war. Dabei arbeitete er verdeckt in der Abteilung Inneres des Rates des Kreises beziehungsweise der Stadt Halberstadt und war unter anderem mit Bürgern befasst, die einen Ausreiseantrag aus der DDR gestellt hatten.

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Der Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Sachsen-Anhalt, Johannes Beleites, kritisierte deshalb die Kandidatur. „Die AfD sollte Frank-Ronald Bischoff öffentlich auffordern, auf seine Kandidatur zu verzichten“, sagte Beleites der Bild. Aus seiner Sicht sei es „nur schwer erträglich“, wenn ein ehemaliger hauptamtlicher Mitarbeiter des DDR-Staatssicherheitsdienstes künftig im Landtag das Land Sachsen-Anhalt repräsentieren würde.

Bischoff habe im Rahmen seiner Stasi-Tätigkeit „vielen Menschen schweren Schaden“ zugefügt, erklärte Beleites. Ausreisewillige hätten demnach teilweise unmittelbar ihren Arbeitsplatz verloren, seien überwacht worden, Zersetzungsmaßnahmen ausgesetzt gewesen oder im schlimmsten Fall inhaftiert worden. Beleites verbindet die Personalie zugleich mit einer grundsätzlichen Forderung an die AfD. Die Partei müsse insgesamt ihr Verhältnis zur SED-Diktatur eindeutig klären. Immer wieder seien Tendenzen zu erkennen, den DDR-Unrechtsstaat zu verharmlosen, so Sachsen-Anhalts Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Öffentlich bekannt wurde Bischoffs Vergangenheit bereits 2017, als er für die AfD bei der Bundestagswahl kandidierte. Damals hatte er gegenüber der Bild erklärt: „Fragen zum Thema Stasi kommentiere ich nicht. Ich habe treu und gewissenhaft meine Aufgaben nach Recht und Gesetz der DDR erfüllt.“ Damit bekennt er sich offen zum Unrechtsstaat.

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Wie schon bei der Bundestagswahl vor neun Jahren wird auch jetzt die Stasi-Vergangenheit auf der Internetseite des AfD-Landesverbandes bei der Vorstellung Bischoffs nicht erwähnt. Dort werden lediglich berufliche Stationen als Elektromonteur, Ingenieur für Elektronik und Hochfrequenztechnik, Diplomjurist, Unternehmensberater und Geschäftsführer aufgeführt. Auf eine Anfrage zur Aufarbeitung seiner Vergangenheit habe der AfD-Kreisverband Harz laut Bild nicht geantwortet.

Auch die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, Evelyn Zupke, kritisiert die Kandidatur. Es sei „für die Opfer der SED-Diktatur verletzend“, dass sich Menschen, die die Diktatur gestützt hätten, heute selbstverständlich um Mandate in demokratischen Parlamenten bemühten. Bei Bischoff vermisse sie insbesondere einen kritischen Umgang mit seiner eigenen Biografie und ein aufrichtiges Bedauern gegenüber den Opfern. Als Offizier im besonderen Einsatz sei er „Teil des Systems“ gewesen, „das das Leben von Tausenden Bürgern zerstörte, die nichts anderes wollten als nur ihre Freiheit“, sagte Zupke der Bild.

Bischoffs Kandidatur in Sachsen-Anhalt ist kein Einzelfall, sondern fügt sich in eine Reihe von Fällen ein, die innerhalb der AfD immer wieder für Diskussionen über den Umgang der Partei mit ehemaligen Angehörigen des DDR-Staats- und Sicherheitsapparates sorgen. Der renommierte DDR-Historiker Hubertus Knabe hat in diesem Zusammenhang unlängst vom „Stasi-Problem der AfD“ gesprochen. In einem gleichnamigen Beitrag hat Knabe Anfang Juli auf Stasi-Belastungen innerhalb der AfD sowie auf eine Reihe weiterer Funktionäre und Abgeordneter mit Verbindungen zum DDR-Unterdrückungsapparat aufmerksam gemacht.

Knabe kritisiert in diesem Zusammenhang nicht zuletzt eine auffällige Diskrepanz zwischen der scharfen Rhetorik der AfD gegenüber dem Verfassungsschutz und ihrem Umgang mit der eigenen Vergangenheit. AfD-Chefin Alice Weidel habe Mitarbeiter des Verfassungsschutzes etwa als „schmierige Stasi-Spitzel“ bezeichnet, der sächsische AfD-Chef Jörg Urban das Bundesamt für Verfassungsschutz als „neue Stasi-Behörde“. Gleichzeitig seien in den vergangenen Jahren zahlreiche ehemalige Stasi-Mitarbeiter oder Angehörige von DDR-Sicherheitsorganen in AfD-Fraktionen aufgetaucht.

Zu den von Knabe genannten Fällen gehört der Thüringer AfD-Landtagsabgeordnete Dieter Laudenbach, den die Stasi seit 1986 als Inoffiziellen Mitarbeiter unter dem Decknamen „Klaus“ führte. Nach den Akten soll er als Führungskraft eines Interhotels Informationen über Mitarbeiter an die Staatssicherheit weitergegeben haben. Auch der frühere sächsische AfD-Landtagsabgeordnete Detlev Spangenberg war laut Knabe als IM „Bruno“ für die Staatssicherheit tätig und berichtete während seiner Zeit bei der DDR-Armee über Kameraden. Nachdem seine Vergangenheit bekannt geworden war, stellte sich die sächsische AfD hinter ihn und entsandte ihn 2017 sogar in den Bundestag.

Besonders deutlich trat das Problem laut Knabe zuletzt in Brandenburg zutage. Eine dort eingesetzte Überprüfungskommission stellte bei fünf Abgeordneten eine frühere hauptamtliche oder inoffizielle Tätigkeit für die Staatssicherheit fest – vier davon gehörten der AfD an.

Eine grundsätzliche Unvereinbarkeitsregel der AfD für ehemalige Stasi-Spitzel oder DDR-Funktionäre gebe es nicht, so der DDR-Historiker. Im Gegensatz zur Praxis der Linken müssten AfD-Kandidaten ihre Vergangenheit vor einer Wahl auch nicht offenlegen. „Ausgerechnet die Partei, die die Bundesrepublik beständig als „DDR 2.0“ bezeichnet, lässt sich im Parlament durch ehemalige DDR-Kader vertreten“, bilanziert Knabe.

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181 Kommentare

  • Ich bin grundsätzlich dafür, dass jeder Mensch eine zweite Chance erhalten sollte, wenn er sich reumütig zeigt. Hier scheint es aber wie beim Politoffizier Hüber zu sein, dass man sich dem nicht stellen will, was auf keinen guten Charakter schließen lässt. Er sollte seine Kandidatur zurückziehen.

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    • Was?

      Die AfD hat Stasi-Offiziere und IM in ihren Reihen? Unfassbar! Was sagt die Partei dazu?

      Bitte dranbleiben Apollo News. Ich will hier volle Aufklärung wie bei Hüber.

      • Die meisten Gründungsmitglieder der CDU und CSU hatten allesamt die Mitgliedschaft in der NSDAP und noch schlimmerer Organisationen. Kiesinger, Schleier, Filbinger um nur mal ganz schlimme Typen zu benennen..

        • Im Gegensatz zu 1989, bei dem die BRD mit unbelasteten Personen hätte übernehmen können wurde die ganze SED-organisation gedankenlos mit übernommen. 1945 gab es NIEMANDEN der nicht so oder so kooperiert hat oder kooperiren musste. Es waren alles Deutsche aus dem III.Reich. Wen hätte man nehmen sollen?

          12
        • Diese Aussage ist falsch. Bei Gründung der CDU 1945 waren keine Nationalsozialisten dabei. Von den 45 Mitgliedern des Berliner Gründungskreises waren

          – 21 aus dem katholischen Lager und der ehemaligen Zentrumspartei
          – 6 aus der DDP
          – 12 aus dem protestantischen Lager, vor allem aus dem konservativen Spektrum der Weimarer Republik
          – 6 aus dem „Kampfverband Freies Deutschland“
          – 1 Mitglied jüdischen Glaubens

          Das änderte sich allerdings bald. So traten im Laufe der nächsten Jahre auch ehemalige NSDAP-Mitglieder der CDU bei (zum Beispiel Kiesinger 1946/1947). Das war bei der SPD aber auch nicht anders. Irgendwo müssen die vielen Nationalsozialisten ja geblieben sein, sie können sich nicht in Luft aufgelöst haben. Die meisten ehemaligen Nationalsozialisten haben sich übrigens bei der FDP versammelt. Auch gab es bei bestimmten Landesverbänden Häufungen, etwa bei der FDP Nordrhein-Westfalen oder der CDU Schleswig-Holstein. Das Ganze ist differenziert zu betrachten.

          3
        • Unter den unmittelbaren Hauptgründern der Union im Sommer und Herbst 1945 – wie Konrad Adenauer, Andreas Hermes, Jakob Kaiser oder Josef Müller und Alois Hundhammer – befand sich kein NSDAP-Mitglied.

          Eine Parteimitgliedschaft (ob NSDAP oder SED) ist noch kein Gewaltverbrechen; andere Formationen wie die SS, der SD können mit der Stasi / HVA gleichgesetzt werden.

          CDU/CSU: Bauer, Schmucker, Schleyer, Philipp und Gerlich waren bei der SS / beim SD.

          In der SED waren die SS/SD Mitglieder Herbert Kröger, Johannes Kegel, Franz Gold; Heinz Matthes und Gerhard Kegel waren m. E. nur NSDAP-Mitglied.

          Den höchsten Anteil an ehemaligen NSDAP-Mitgliedern im frühen Bundestag verzeichnete historisch die FDP sowie kleinere, heute nicht mehr existierende Parteien.

          0
        • Adenauers Weggefährten lassen einen erschauern, mit deren Lebensläufen . . Allein „Gehlen“ der Wegbereiter des Kalten Krieges um Bolschewisten zu bekämpfen …. oder ein Herr Globke, Nürmberger Gesetze …

          0
        • @Klara: Nach Ihrem Post dürften IHRE Vorfahren NS-belastet sein, wie die von Baer, -bock, Habeck & Co.

          Die MEHRHEIT der Deutschen war NICHT NS-Mitglied, nicht einmal Mitläufer. Sehen Sie davon ab, Ihre Familiengeschichte via „Kollektivschuld“ allen anderen zum „Mittragen“ anzudienen. WIR waren anders, besser, genauer: weniger schlimm. SIE tragen auch keine Schuld Ihrer Ur-/großeltern!

          2
        • Das ist aber kein Freibrief für Stasis in der AfD! Solch Whataboutism ist ekelerregend und widerlich.

          1
        • Richtig und trotzdem übelster Whataboutism.

          0
        • Willst du damit andeuten das alle die in der NSDAP UND SED waren Verbrecher sind.?

          -2
    • 💯%

    • So ist es.
      Wenn Reue und gegebenenfalls Wiedergutmachung, dann Vergebung. Andernfalls nicht. Beim vorgelegten Fall sehe ich aber keinerlei Einsicht, sondern nur Rechtfertigung. Die AfD sollte sich von solchen Leuten trennen.

      • Nicht nur die Kandidatur niederlegen! RAUSWERFEN!

    • NEIN!
      Wer so lange aktiv in einem System mit dabei war, hat Systemseitig keine zweite Chance verdient!
      StaSi Offizier ist man nicht nebenbei!

      • So sehe ich das auch. Auch Merkel gehört deshalb an den Pranger.

      • Zumal OibE auch noch eine besondere Funktion innerhalb dieses perversen Terrorapparates hatten.

    • Das sehe ich ganu genau so.
      Wenn jetzt solche Personalien durchkommen, dann könnte das den „Durchmarsch“ der AfD in Sachsen-Anhalt ernsthaft gefährden.
      Mein persönliches Bild dieser Partei wird durch solche Besetzungen ebenfalls getrübt.

    • Seh‘ ich auch so. Für die angestrebte Position ein No-Go. Falls geläutert und einsichtig, kann man über eine Aufgabe eine Stufe tiefer nachdenken, aber sonst… .

  • Finde ich, als AfD-Wähler, nicht gut.

    • Der Mann ist 78 und hat offenbar immer noch nicht hinzu gelernt. Es geht um die Zukunft Deutschlands und da kann man nicht mit solchen Personen Listen besetzen, denn in dem Alter kommt nur noch Ideologie, aber keine Lösungen für die heutigen Probleme. Bei ihm ist Hopfen und Malz verloren und er sollte seinen Ruhestand genießen.

  • Als AfD-ler unterstütze ich die Forderung des Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Das zweierlei-Maß ist und bleibt Copyright von UnsereDemokratie.

    • Eigentlich irgendjemandem hier mal aufgefallen, dass das Stasi-Framing ausgerechnet ein paar Tage vor DER richtungsweisenden Wahl überhaupt (Sachsen-Anhalt) aus der Jauchegrube geholt wird?
      Ein Abgeordneter reicht mittlerweile, um eine 2013 gegründete Partei zur Stasi-Partei umzuframen?
      Bestimmt ist die AfD auch noch mit Scientologen, Apartheidsmördern, Amish People und dem FSB durchsetzt! Jaja!
      Leute, geht’s noch?

  • Der eine wie der andere hat in der Politik nichts zu suchen.

    109
    • Korrekt, Pia. Nur dass wir es bei AfDlern noch vor deren Wahl erfahren, bei den anderen Parteien entweder gar nicht oder nach der Wahl.

      Hüber und Kahane sind nur zwei erschreckende Beispiele, wie DDR-Spitzenpersonal weiter Karriere macht, weil diese Leute ja ganz besondere „Fähigkeiten“ haben.

    • Genau! Die AfD sollte auf solche
      mutmaßl. Agenten/U-Boote verzichten.

  • Wer von 77 bis 89 intensiv als Spitzel tätig war, und die AFD weiß davon, sollte gar nicht erst für ein Kandidat in Betracht gezogen werden. Auch hier muss aufgeräumt werden, denn wir können nicht über Hüber urteilen, aber einen AFD Kandidaten verschonen. Ich kenne Fälle, da waren die eigenen Mütter IM und haben ihre Kinder ins Messer laufen lassen, so etwas darf nicht wieder kommen. Hier muss die AFD, um auch Glaubwürdig zu bleiben, den Kandidaten zurück ziehen. Die DDR Aufarbeitung muss endlich ernst genommen werden, und nicht durch solche Leute auch noch Salonfähigkeit erhalten. Die AFD hat es jetzt in der Hand, will sie wirklich für die Bürger da sein, oder nimmt sie, wie die jetzige Riege in Kauf, dass hier Mauermörder, Spitzel, IM´s und Denuzianten die Glaubwürdigkeit schmälern?

    120
    • Wie konnte er überhaupt vom Kreisverband Harz aufgestellt werden?

      • Öffentlich bekannt wurde Bischoffs Vergangenheit bereits 2017, als er für die AfD bei der Bundestagswahl kandidierte. Damals hatte er gegenüber der Bild erklärt: „Fragen zum Thema Stasi kommentiere ich nicht. Ich habe treu und gewissenhaft meine Aufgaben nach Recht und Gesetz der DDR erfüllt.“

        Die AFD wusste also um seine Personalie, nicht besonders klug, den erneut zu benennen. Die Glaubwürdigkeit bekommt damit Risse, denn ich kann als Opposition nicht gegen solche Verhältnisse wettern, diese sogar als Vergleich nutzen, wenn ich doch weiß, ich habe selbst solche Leute in den Reihen, und in Brandenburg sitzen auch solche Kandidaten.

        • „Ich habe treu und gewissenhaft meine Aufgaben nach Recht und Gesetz der DDR erfüllt.“ Die Sache ist ja schlimmer als ich dachte!

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        • Der Kreisverband ist verantwortlich, muss umgehend aufgelöst werden, sollten da in anderen Verbänden noch mehr Verbrecher als Kandidaten aufgestellt, oder Mitglied sein, umgehend ausschliessen.
          Die Rotfront wusste sich schon lange von dem Typen, hat ihn vielleicht dort plaziert,passend zur Wahl wird die Bombe gezündet, AfD wach auf, pass auf!

          7
        • „Nicht besonders klug“ ist leicht untertrieben. Das ist eine Schweinerei (ein gerade vollkommen vor den Kopf gestoßener AFD Wähler)!

          0
    • Auf den Punkt gebracht!

      💯!

    • Volle Zustimmung, diese Leute haben ganz besonders in der AfD keinen Platz und sind auszuschließen. Hier sollte die AfD auf keinen Fall eine offene Flanke für ihre „Freunde“ bieten. Die Betreffenden dürfen sich gern den Stasi-Truppen in den Parteien der Nationalen Front anschließen.

    • Absolut richtig!

    • Ich hatte mit sechs Jahren schon knapp 20 Seiten Akte in der Akte meiner Mutter. Die wollte ins Ruhrgebiet die Oma pflegen und solche Wirbellose wie dieser StaSi-Affe haben das verhindert. Unter anderem mit dem Hinweis, dass die DDR doch sehr schöne Kinderheime hat. Irgendwann lasse ich mich noch zu was ganz Bösem hinreissen…

  • Mit solchen Kandidaten tut sich die AfD keinen Gefallen.

  • Die AfD hat mal wieder ein selbstgemachtes Problem.
    Die Kandidatenliste kann nicht mehr geändert werden.

  • Was ich befürchtet habe ist eingetreten.

  • Damit hat sich die AfD keinen Gefallen getan und das muss genauso behandelt werden wie bei Hüber.

  • So sehr ich die AfD schätze – aber damit ist sie für mich unwählbar geworden!

    • Vielleicht die Linke/SED oder die grüne CDU? Wegen einigen zweifelhaften Mitgliedern die ganze Umwälzung ablehnen? Mal sehen, wie die AfD reagiert.

    • Was wählen Sie denn dann?
      Die Pinocchio Partei, die Partei der Parasiten, die Grünen Umweltzerstörer oder die Mauerschützen?
      Oder verschenken Sie ihre Stimme lieber an die gelbe Wendehalspartei oder die bibeltreuen Christen?

      Es ist sehr unklug, wegen einer Personalie eine ganze Partei zu verdammen.
      Aber lassen Sie mich raten, Sie hatten eh nicht vor, AfD zu wählen und nur nach einer Begründung gesucht.

    • Deshalb auch der Zeitpunkt. Wenn Sie eine „stasi-freie“ Partei finden, sagen Sie Bescheid.

    • Die AfD ist aus mehreren Gründen unwählbar, nur daß sie sich nunmehr ausgerechnet nach der causa mit diesem Hauptkommissar bei der GdP so richtig selbst entzaubert.
      Geht mir runter wie Öl.

      -24
      • Ach? Dann führt mal Gründe an

        • Ach Tachi 😂
          Immer die gleiche Leier von euch. Du hast gesagt es gibt Gründe und ich möchte von Dir wissen welche. Ganz einfache Frage

          11
        • Guck ins Wahlprogramm, oder kennst du das nicht ?

          -12
      • @man redet Tacheles: Ihr Verweis auf die Causa Hüber zeigt schon wieder, was für eine hohle Nuss sich hier tummelt. Wenn sich dieser Hüber nicht von selbst, sich in Sicherheit wiegend, mit seinem Aufruf zur Befehlsverweigerung in die Öffentlichkeit begeben hätte, wäre der Mann in Amt und Würden. In dieser Richtung sind die Stasi-Jäger leider etwas träge unterwegs.

  • Und das in meiner Geburtsstadt – ich bin schwer enttäuscht. Bitte zurücktreten, damit die AfD wählbar bleibt!

    • Tja, so ist das eben. In USA sind mittlerweile auch ganz viele enttäuscht.
      Besser vorher nachdenken bevor man in die Wahlkabine geht.

      -13
      • Wie erbärmlich, hier für eine Regime-NGO zu agitieren.
        Wahrscheinlich von Politoffizier Hüber indoktriniert.

  • Ehemalige Stasi Offiziere sitzen in ganz Deutschland, durch unsägliches Vorgehen der damaligen Regierungsparteien, noch auf ihren Posten. Durch die Stasi wurde millionenfaches Leid verursacht. Niemand aus dieser Behörde, schon garnicht Offiziere, dürften als Politiker zur Wahl gestellt werden. Sollte es doch so kommen, wird die AfD im Westen jede Chance verspielen.

  • Es ist gut, daß Sie da kritisch hinschauen. Ist es nicht aber so, daß die Kandidaten zur
    Landtagswahl schon mehrere Monate feststehen ? Man wird einfach etwas stutzig,
    wenn solche Dinge erst zehn Tage vor der Wahl hervorgezogen werden. Da sind momentan ja einige Medien, gerade die CDU-nahen, sehr bemüht. Wäre das gleich thematisiert worden, hätte man den Kandidaten vielleicht auswechseln können.

  • Jeder böse Mensch kann gut sein und auch jeder Gute schlecht(Kurt Demmler, DDR-Liedermacher)
    Sollten wir nicht jedem zugestehen, sich zu verändern?
    Ich war auch ein treuer Parteisoldat in der DDR. Bis ich mit der Perestroika erfuhr, wie sehr wir hinters Licht geführt wurden.
    Spätestens mit Corona wurde mir klar, das es mir wieder so ergangen ist, diesmal in der doch so demokratischen BRD.
    Und das sich nicht jeder ändert, das ist das Leben.

    • Die AfD verliert an Glaubwürdigkeit sollte sie ehemalige Stasi-Mitarbeiter in politische Ämter lassen.
      Wenn man jedem zugesteht sich ändern zu können darf das nicht einseitig geschehen! Das wäre genau die Doppelmoral die bei den anderen Parteien – zu Recht – stets angeklagt wird !
      „Ausgerechnet die Partei, die die Bundesrepublik beständig als „DDR 2.0“ bezeichnet, lässt sich im Parlament durch ehemalige DDR-Kader vertreten“, sagt Knabe völlig zu Recht.

      • Von welcher Glaubwürdigkeit reden Sie ?

        -24
        • Definitiv nicht von deiner.

          3
    • Ich denke, die treuen Parteisoldaten von damals sind heute nicht das Problem.
      Aber diese alten Säcke waren hauptamtliche Stasi „Existenzvernichter“ und sie hatten es gegen jeden „Andersdenkenden“ abgesehen. Wie kann man die „Lehrmeister & Paten“ der Neo-Stasi alias Verfassungsschutz auf die eigenen Wahllisten setzen?
      Haben das Maulwürfe getan?

    • Dann versuchs mal mit Denken.

  • Vielen Dank für den Bericht.

    Es ist ausgesorochen zweifelhaft, ob sich eine LRtei mit der Berücksichtigung derart belasteter Kandidaten eine Gefallen tut.

    Völlig absurd wird es, wenn man sich das hohe Alter ansieht – warum ist man auf diese Wahl verfallen, was mutet die Partei ihren Wählern zu?

  • Und schon wieder ein Skandal, der geeignet ist, den Erfolg der AfD in Sachsen-Anhalt auf den letzten Metern zunichte zu machen! Na, toll! Ich hab‘ eigentlich schon drauf gewartet!

  • Ein Stasi-Offizier hat in der AfD ebenso wenig etwas zu suchen wie ein Salafist in Deutschland. Nicht einmal als einfaches Mitglied. Der gehört rausgeworfen. Ohne wenn und aber.
    Ich lebe allerdings im Südwesten und wähle nicht den Landtag im Osten. An meiner Absicht die AfD auch weiterhin zu wählen ändert das somit zunächst nichts da ich diese Wahl aus mehreren Gründen als alternativlos betrachte. Aber ich hoffe, daß das genug Wirbel macht um die AfD zu entsprechenden Konsequenzen zu bringen.
    Wenn sie das den Wahlsieg in Sachsen-Anhalt kostet sind sie jedenfalls selber schuld. Aber Siegmund drücke ich dennoch die Daumen. Ich würde ihn wohl auch trotzdem wählen wenn ich dort wohnen würde. Allerdings mit deutlich weniger Überzeugung und viel Verständnis für diejenigen die als Alternative bei der Wahl am 6.9. zu Hause bleiben.

  • Die DDR Diktatur gibt es seit 37 Jahren nicht mehr. Seit dieser Zeit wäre auch Totschlag verjährt.

    Ich denke, der Mann ist kein Kommunist mehr. Verblendet waren damals viele. Was ist seine ganz persönliche Schuld im damaligen System? Sind Opfer bekannt?

    Kennt jemand IM Notar oder Anette Kahane?

    Ansonsten hatte damals nach der Nazidiktatur moralisch niemand ein Problem mit dem Dienst Gehlen, Herrn Filbinger, oder dem Obernaziverbrecher, der für die USA die Mondrakete baute.

    • Sie stehen für genau die Art von Aufarbeitung, die niemand braucht.

  • schon irgendwie bizarr…..
    und obendrein sehr komisch,das das eine Woche vor der Wahl hochkocht

  • Das einzig gute was ‚ eines ehemaligen hauptamtlichen Mitarbeiters des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit für Kritik. Frank-Ronald Bischoff tritt für die AfD im Wahlkreis 16 in Wernigerode im Harz als Direktkandidat zur Landtagswahl an‘ tun könnte wäre zu verzichten und umfassend über die Stasi auszupacken. Vielleicht kommt dann auch etwas über Angela Kasner – Merkel ans Tageslicht.
    Weshalb hat die AfD da keine Bremse gezogen?

  • Und was habe ich die letzten Tage hier kommentiert und dafür massenhaft Daumen runter und dumme Hasskommentare bekommen?
    Ich habe kommentiert das es in der AfD Parteimitglieder gibt, die Linksextreme waren.

    Was diesen Fall hier angeht, die Arbeit bei der StaSi war freiwillig und niemand wurde dazu gezwungen. Außerdem haben nur die sehr linientreuen ein Arbeitsangebot von der StaSi bekommen.

    • Sie haben ja recht. Das geht nun gar nicht, dass auch in der AfD die Stasi sitzt.

    • Na da kennt sich der Biertrinker aber aus.

    • Ein Kommentar von „Biertrinkerfest“
      ist hier nie erschienen.

    • @Biertrinkerfest
      Die infantilen Däumchen runter können Sie getrost als Beleg dafür werten, daß Sie den Finger in die richtige Wunde gelegt haben. Mehr als dämliche Däumchen runter haben die hier nicht.
      Ein ehemaliger Stasi-Mitarbeiter soll Landrat für die AfD werden – da erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar.
      Keiner von den AfD-freaks hier kann erklären wo der Unterschied zwischen einem Ex-BlackRocker un einer Ex-Goldman Sachs Trulla liegt. Beide stecken tief bei den Amis hinten drin und machen was ihnen befohlen wird.

  • Man sollte die AFD fragen mit welcher Begründung der Mann aufgestellt wurde. vielleicht braucht man Experten um innerhalb der Partei Spitzel ausfindig zu machen und ans licht der Öffentlichkeit zu ziehen.

    • Das könnte er ja auch ohne Mandat. Darüber hinaus will ich solche Leute weder in der AfD noch in einer anderen Partei oder Organisation als Funktionär oder Abgeordneten.

  • So komisch das jetzt zu lesen sein mag.
    Ich bin dafür das die AfD ihn auf der Liste stehen lässt.
    Sie haben ihn auf die Liste gesetzt, wohlwissend das es sich bei ihm um einen gebranntmarkten Sozialisten handelt. Sollen die Wähler ruhig diejenigen wählen, von dem sie jetzt wissen, was er früher gemacht hat.

    • Das sehe ich anders. Wenn die AfD glaubhaft bleiben will, dann dürfen solche Konsorten nicht in der Partei sein und schon gar nicht kandidieren.

  • Zwei Drittel der Bundesrepublik sieht jedoch offenbar kein Problem, eine IM Erika zur Bundeskanzlerin und nun zur Bundespräsidentin zu machen.

    • So leid es mir tut. Die IM Erika ist Fiktion. Reine Schmutzpropaganda.
      So ist jedenfalls mein Recherchestand.

      -57
      • solange die akten noch unter verschluss sind, ist dein kenntnisstand nicht ueberzeugend.

        an der freigabe wird noch gearbeitet.

        moeglich, dass sie nie freigegeben werden.
        das sagt dann genug.

        • Außerdem wusste ich bereits 2008 das zukünftig eine Partei namens „Alternative für Deutschland“ gegründet wird.
          Ja, so klug bin ich.

          -10
      • Warum weigert sich diese Genossin dann, dass Akteneinsicht genommen werden kann? Die Frau hat vermutlich mehr Dreck am Stecken, als sich die meisten vorstellen können. Merkel war keine einfache Tippse, sondern hatte in der SED durchaus politisches Gewicht. Nur ganz stramme Genossen konnten studieren und noch strammere in Moskau!

        • Vielleicht würde bei einer Offenlegung der Akten herauskommen das die AfD von Anfang an vom Bundeskanzleramt gesteuert wird, um dem Volk eine Opposition zu simulieren?

          -14
      • Genauso wie Cum-Ex, auch so ein Recherchestand. Man kann sich ja nicht daran erinnern. Auch nicht daran, wie man als Juso-Vize die SED-Führung umgarnte.

      • Blödsinn. Wie kann Merkel Rechte an einem Bild anmelden wenn sie es doch angeblich gar nicht ist die da zu sehen ist?

  • Wir haben eine ganze Partei der Ex-Stasi Offizier*innen und Mauerschütz*innen, die sich in Teilen auch noch zum Antisemitismus bekennt und gerade zum Lieblingskoalitionspartner der CDU geworden ist.

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