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Demokratie „fraglich“

„Keinen Unterschied mehr zur NSDAP“ – Charlotte Knobloch fordert „radikale Mittel“ im Kampf gegen die AfD

Charlotte Knobloch zieht Parallelen zwischen AfD und NSDAP vor deren Machtübernahme. Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden fordert „radikale Mittel“ gegen die Partei. Deutschland sei ins Wanken geraten, warnt die Holocaust-Überlebende

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Charlotte Knobloch ist Präsidentin der israelitischen Kultutsgemeinde München und eine der relevantesten jüdischen Stimmen in Deutschland. (IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

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Charlotte Knobloch hat vor einem weiteren Erstarken der AfD gewarnt und ein entschlosseneres Vorgehen gegen die Partei gefordert. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern sieht Ähnlichkeiten zwischen dem Auftreten der AfD und der NSDAP vor deren Machtübernahme. „Ich sehe in vielen Bereichen keinen Unterschied mehr zur NSDAP, bevor diese an die Macht gekommen ist“, sagte die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden dem Stern.

Eine Gleichsetzung beider Parteien lehnte Knobloch zwar ab. Zugleich erklärte sie: „Man kann es nicht gleichsetzen, aber vergleichen sollte man.“ Nach Ansicht der 93-Jährigen erprobe die AfD fortlaufend, wie weit ihre Vertreter mit radikalen Positionen gehen könnten. Auch die NSDAP habe zunächst klein angefangen und die Grenzen des politisch Durchsetzbaren ausgetestet.

Bei der AfD sei nun zu beobachten, dass sie mit wachsender Radikalität zugleich an Zustimmung gewinne. Knobloch bezeichnete die Partei als gefährlicher als frühere rechte Parteien wie die NPD, die Republikaner oder die DVU. Diese seien nach einer gewissen Zeit wieder aus der politischen Bedeutungslosigkeit verschwunden. Von der AfD gehe dagegen eine weiterreichende Bedrohung aus. Deutschland sei inzwischen politisch derart ins Wanken geraten, dass fraglich geworden sei, ob es dauerhaft eine Demokratie bleiben werde.

Im Umgang mit der AfD verlangte Knobloch ein härteres Vorgehen. „Wir müssen in der Bekämpfung dieser Radikalen selbst zu radikalen Mitteln greifen, anders werden wir es nicht schaffen“, sagte sie. Dabei solle grundsätzlich alles geprüft werden, was die Partei zurückdrängen könne. Knobloch sprach sich deshalb auch dafür aus, ein Verbotsverfahren in Erwägung zu ziehen. Zwar zweifle sie daran, dass ein solches Verfahren unter den derzeitigen Bedingungen erfolgreich wäre; möglicherweise müsse der Versuch dennoch unternommen werden.

Zugleich betonte die Holocaust-Überlebende die Bedeutung politischer Aufklärung. Es gelte insbesondere, mit Jugendlichen zu sprechen und Menschen anzusprechen, die für Radikalisierung empfänglich seien. Bereits einmal hätten große Teile der deutschen Bevölkerung eine Partei unterstützt, ohne sich mit den möglichen Folgen für andere auseinanderzusetzen. Eine solche Entwicklung dürfe sich nicht wiederholen.

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Damit hat Knobloch ihre frühere Zurückhaltung gegenüber einem AfD-Verbotsverfahren aufgegeben. Im September 2024 hatte sie noch erklärt, nicht ein Verbot, sondern die Wahlentscheidung der Bürger müsse die Partei stoppen. Die Menschen müssten sich aufraffen und die AfD schlicht nicht wählen.

mro

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174 Kommentare

  • Ich bin nach den Vorwürfen von Frau Knobloch ratlos, woran sie das festmacht? Welche Programmpunkte, welche Forderungen der AFD stören sie konkret? Das ist mir von ihr zu allgemein gehalten.

    204
    • Dies Bildnis ist bezaubernd schön,
      Wie noch kein Auge je geseh’n!
      Ich fühl‘ es, wie dies Götterbild
      Mein Herz mit neuer Regung füllt.
      Diess Etwas kann ich zwar nicht nennen!
      Doch fühl‘ ichs hier wie Feuer brennen.
      Soll die Empfindung Liebe seyn?
      Ja, ja! die Liebe ist’s allein. –
      O wenn ich sie nur finden könnte!
      O wenn sie doch schon vor mir stände!
      Ich würde – würde – warm und rein –
      Was würde ich! – Sie voll Entzücken
      An diesen heissen Busen drücken,
      Und ewig wäre sie dann mein.

      • Ist ja schön, dass Sie aus der Zauberflöte zitieren können, aber wenn Sie sich derart an einer alten Dame abarbeiten müssen, nur weil Sie deren Meinung nicht teilen, haben Sie keinen Charakter.
        Schäbig!

        -54
        • @Hubert
          Muss man erwachsenen Leuten wirklich erklären, dass Alter und Aussehen kein Argument sind, selbst wenn man den von Frau Knobloch gezogenen Vergleich für so falsch hält wie auch die allermeisten anderen Vergleiche mit 1933? Und was hat diese ganze Diskussion hier mit Dorian Gray zu tun? Was für ein absurdes Gerede.

          2
        • @Mongolei
          Das kriegt der Meister im Alter zurück.
          Nicht unbedingt durch andere, sondern durch sich selbst.
          Ich nenne es den „Dorian Gray-Effekt“.

          -6
    • Das gleiche Kaliber wie Friedmann…Die einzige Partei, die wirklich für die Juden eintritt, ist die AfD und nicht die Altparten, die den Kniefall vor den größten Feinden der Juden machen.

      189
      • Oh mein Gott, ist diese Frau blind, oder bietet sie sich als Mietmaul der Altparteien an. Sieht sie nicht, wo die Feinde sitzen? Seit Merkel werden die Feinde der Juden nach Deutschland gekarrt. Und das ist NICHT die AfD. Sie darf ja nirgends mitregieren. Sie merkt nicht, dass Deutschland wieder in den Sozialismus/Kommunismus abtrifftet mit Hilfe dieser Altparteien. Deutschland wieder zur DDR. Mangelwirtschaft sieht man jetzt schon in Deutschland. Doch es wird kein Land mehr geben, das DDR2.0-Deutschland rettet. Das wird nicht mehr geschehen. Übrigens NSDAP: national-sozialistische Deutsche Arbeiterpartei, rote Fahnen, Schlägertrupps (jetzt Antifa) Aufhetzung des Volkes gegen die jüdischen Bürger . Und der Kommunismus regierte die DDR. Wieder rote Fahnen, Wirtschaft ab Boden. Politische Willkür (Gefängnis für pol. Anders-Denkende, Überwachung, Bespitzelung (Dobrindt). Es ist wieder soweit.

      • Immer und immer wieder werden Juden und Zionisten in eine Schublade gesteckt. Wem nützt das?

        -40
        • Faschisten waren, ist und bleiben immer links..
          Ende der Durchsage.

          43
        • pissnelke1 19.08.2026 um 07:52 Uhr
          „Immer und immer wieder werden Juden und Zionisten in eine Schublade gesteckt. Wem nützt das?“

          Das ist die falsche Frage. Sie muss lauten: Was nutzt es einer „@pissnelke“ Juden und Zionisten voneinander trennen zu wollen?
          Ihnen sind Juden ohne einen eigenen Staat wohl lieber.
          „Zionisten“ ist euer neues Schimpf- und Schandwort für „Juden“.
          Es gibt wohl sogar eine jüdische Bewegung gegen den Zionismus, aber die ist rein glaubenstechnisch begründet.
          Knobloch steht zum Zionismus. Vielleicht meint sie die „AfDler“, die den Zionismus ablehnen. In diesem Fall wäre ich bei ihr.

          -1
    • Gut Ausgedrückt ! Da fehlten mir aus Respekt der Frau gegenüber einfach die passende Worte meinem Unverständnis und bedauern über diese Wahrnehmung der Partei als solche und den tatsächlichen politisch gewolltem und aktiv gefördertem neuem Antisemitismus der Kartellparteien angemessen Ausdruck zu verleihen !
      Auch ich persönlich habe noch nie auch nur Ansatzweise etwas Antisemitisches von der AFD vernommen .
      Dafür aber permanent von den Protagonisten der Kartellparteien !

      • Jene spuckt wörtlich auf andere Überlebende UND ALL die Opfer.

        Das ist KEINE Meinung mehr, sondern ideologische Verblendung und rechtlich einzuordnendes und abzuurteilendes Statement.

        Wo sind die Ähnlichkeiten bzw. was hat die AfD umgesetzt,
        welch neues Dachau etc.,
        welch Kampftruppen,
        welch Benutzung von Schädlingsbekämpfungsmittel,
        welch besondere Behandlung,
        welch Parteienverbot
        welch Aufrufe bei Kaufverhalten
        welch (neue) Reichsfluchtsteuer

        usw.

        Jene können froh sein, das man nicht jede Äußerung sofort rechtliche Schritte nachziehen.

    • Und kein Wort über den offenen Antisemitismus der linken Parteien und die massenhafte einfuhr weiterer Antisemiten ??

    • Das Problem habe ich grundsätzlich wenn ich mit Gegnern der AfD rede. Da kommt nichts konkretes rüber, nur so ein „Gefühl“.

    • Sie müßen verstehen das in den deutschen Jüdischen Gemeinden weltweit einmalig enorm viel Geld vom Staat geschenkt wird und extrem viel Geld „versickert“.
      Nahezu keine Kontrolle und Verfahren werden vom Staat/Finanzamt immer eingestellt.
      Das will dieser Frau K. unbedingt beibehalten.

      Weil ich das nicht will habe ich schon viel übelst Ärger mit Mobbing über Behörden bis zur Scheidung in der Jüdischen Gemeinde erhalten bekommen.

      Meine Ex Frau (Dr.med) hat da gegen mich mitgemacht und Verloren.
      In deren Folge hat die sich Suizidiert.
      Ihr Liebhaber (Jüd Kantor und Heilpraktiker) war der verheiratete stellvertretende Chef der Gemeinde der das Mobbing gegen mich aus Geldgier übelst betrieb und mir meine Ehefrau ausspannte.

      Leider kein Fake sondern Fakt.

  • Knoblochs Vergleich ist eine groteske Verharmlosung des Nationalsozialismus. Wer behauptet, zwischen einer heutigen Oppositionspartei und der NSDAP vor 1933 „keinen Unterschied mehr“ zu sehen, verwischt die historische Einzigartigkeit einer Bewegung, aus der Terrorherrschaft, Vernichtungskrieg und Holocaust hervorgingen – und verhöhnt damit die Opfer, deren Leid zur politischen Kampfanalogie degradiert wird.

    Noch verstörender ist die Forderung nach „radikalen Mitteln“ gegen eine von Millionen Bürgern gewählte Partei. Demokratie verteidigt man mit Rechtsstaat und Argumenten, nicht mit maßlosen NS-Vergleichen und politischer Ausgrenzungsrhetorik. Wer so argumentiert, beschädigt genau die demokratische Kultur, die er angeblich retten will.

    232
    • Schön beschrieben.

    • Sorry, aber ich finde, wir leben in einer sehr ähnlichen Zeit, nur sind die Bösen nicht in der AfD zu finden. Wer den Islam verherrlicht, spuckt wieder auf Juden. Man muss sich fragen, ob diese Gestalt Jüdin, oder Zionistin ist, ein großer Unterschied.

      • Das ist einer der wenigen realistischen Kommentare.

      • Welcher Zionist argumentiert wie Knobloch?

        -12
      • Exact! Jüdin oder Zionistin – ein grosser Unterschied!

        -14
        • @Atlas
          Und wer sind Sie, dass Sie meine Meinung so nichtssagend kommentieren müssen?

          1
        • Euer Antizionismus ist lächerlich UND widersprüchlich.
          Wer für das jüdische Volk ist, kann nicht gegen Israel sein.

          -2
        • „Wer für das jüdische Volk ist, kann nicht gegen Israel sein.“

          Danke für das Teilen deiner Meinung. Man kann auch anderer sein.

          -10
  • Klassisch linke Taktik. Werfen dem Gegner das vor, was sie selbst beabsichtigen zu machen.

    • Womit schwächen Frau Knobloch und die Israelitische Kultusgemeinde die Demokratie? Was sind deren Motive? Ich bitte um Erläuterung.

      -49
      • Sie schwächen sie damit, indem sie nach dem Verbot einer demokratisch legitimierten Partei rufen. Sie schwächen sie damit, indem sie die zunehmende Radikalisierung des restlichen noch demokratischen Spektrums nicht einmal ansprechen. Sie schwächen sie damit, indem sie nach radikalen Mitteln verlangen, was nichts anderes bedeutet als die Unterdrückung und Verunglimpfung von 30 bis 40 % des gesamten Landes. Wenn DAS alles die Demokratie NICHT schwächt, dann weiß ich auch nicht mehr. Ob die AfD nun Heilsbringer oder „Satan“ ist, wir leben in einem Rechtsstaat, eingebettet in die EU und transatlantische Beziehungen. Ein Adolf Hitler würde heute keine Macht ergreifen und einen WK anzetteln können, so sehr es sich auch wünschte. Es wird laufen wie in Italien. BESTENFALLS. Was war sie doch für eine „Postfaschistin“. Und nun? Die Welt ist NICHT untergegangen. Im Gegenteil. Sind eigentlich alle ganz „happy“ mit ihr. Außer ihre Wähler vermutlich.

        • touche

          1
        • Das sind aber keine Argumente dafür, wie Knobloch oder die IKG die Demokratie schwächen. „Sie fordern ein Parteiverbot“ ist zunächst eine politische Forderung und ob sie demokratiegefährdend ist, müsste man begründen. Und „Radikalisierung des Spektrums“ oder die angebliche Unterdrückung von 30–40 % sind ebenfalls Behauptungen und keine Belege. Ein Rechtsstaat lebt gerade davon, dass solche Fragen nach rechtlichen Kriterien und nicht nach Prozentzahlen entschieden werden.

          -13
      • was sind ihre motive?

      • Gloria Steinem (publisher of MS Magazine) admitted in her autobiography that she worked for the CIA and her magazine (as well as Playboy) were funded by the Rockefeller Foundation.
        Her job, as she wrote, was to destroy the traditional family.
        A woman needs a man like a fish needs a bicycle…
        Look into the Jaffe Memo between planned parenthood’s population division and the US Govt in 1968 (iirc). It lays out the plan for no fault divorce and single mothers raising gay children, etc.

      • Zu den Motiven: sie und ihre Organisation sind einfach Teil der herrschenden Regie, von dieser abhängig und ihr treu ergeben. Zum Glück wissen die meisten unserer jüdischen Mitbürger, zu einem großen Teil aus der ehemaligen Sowjetunion stammend, was Sozialismus allen Bürgern bringt – und den Juden insbesondere.

      • „the jewish people as a whole will be his own messia. it will attain world domination by the dissolution of other races, by the abolition of frontiers, the annihilation of monarchy, and by the establishment of a world republic in which the jews will everywhere exercise the privilege of citizenship.

        in this new world order, the children of israel will furnish all the leaders without encountering opposition.

        the government of the different people forming the world republic will fall without difficulty into the hands of jews. it will then be possible for the jewish rulers to abolish private property, and everywhere to make use of the resources of the state.

        thus will the promise of the talmud be fullfilled, in which is said that when the messianic time is come the jews will have all the property of the whole world in their hands.“

        -baruch levy
        letter to karl marx
        la revue de paris
        p.574
        june 1, 1928

  • Daran zu zweifeln, daß Deutschland wegen der AfD noch eine Demokratie bleibe, gleichzeitig aber der Meinung zu sein, daß ein Verbotsverfahren wohl derzeit nicht erfolgreich sein könne, scheint mir ein wenig widersprüchlich zu sein.

    • Das verdeutlicht: Die Bedenken sind größer als die Argumente.

      Aber ich glaube, für eine dreiundneunzig Jahre alte Frau geht das schon in Ordnung.

      Respektvoll zuhören, einordnen, weitermachen.

      -35
      • Schon klar, „Angst frißt Verstand“. Sehe ich grundsätzlich auch so.

  • EILMELDUNG: Klingbeil fordert Sanktionen gegen Ben-Gvir

    -29
    • Wer ist das? Sack Reis in China.

      • Vizekanzler Klingbeil hat sich dafür ausgesprochen, dass die EU Sanktionen gegen den rechtsextremen israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir prüft.
        Er stehe zur Solidarität mit Israel, aber nicht mit Ministern, die sich menschenverachtend äußerten, sagt der SPD-Politiker in einem Sat.1-Interview.
        Zuvor hatten Medien über einen Podcast Ben-Gvirs berichtet, in dem dieser von einer nötigen Tötung von 30 bis 40 Palästinensern im Gazastreifen pro Nacht gesprochen hatte.
        Auch Außenminister Johann Wadephul prüfe Sanktionen, sagt Klingbeil.
        „Da darf Deutschland bei aller Solidarität mit dem Staat Israel nicht schweigen.“
        Menschen wie Ben-Gvir zündelten immer wieder, „das ist menschenverachtend“. Daher müsse die Bundesregierung deutlich widersprechen, es sei eine Grenze überschritten.
        Auch der außenpolitische Sprecher der Union, Jürgen Hardt, hatte sich für EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir im Zusammenhang mit seinen Äußerungen ausgesprochen.

  • Wie steht Frau Knobloch dazu, dass sich die SPD Jugend (Jusos) mit der Fatah verbrüdert haben.

    • So etwas kriegt die alte Frau doch gar nicht mehr mit…..

    • Diesbezüglich hält sie sich noch bedeckter als Schuster.
      Offensichtlich will man es sich nicht mit dem Bundespräsidenten verscherzen.

  • Aha, wenn man also Kritik an der Regierung Netanjahus äußert, wie anscheinend in der AFD geschehen, dann ist man gleich ein ausgemachter Antisemit und ein extrem Rechter, vor dem man sich fürchten und dem man nicht nur den Mund sondern auch alles andere verbieten muss. Ich glaube nicht, dass die AFD ein Israelfeind ist. Frage an sie: wenn man die Politik von März ablehnt, lehnt man dann automatisch auch Deutschland ab und ist ein Deutschlandfeind? Kritik an einem Zustand, einer Partei, einer Person ist erlaubt und so muss es auch bleiben, denn wir leben in einem Rechtsstaat und in einer Demokratie, in der die Meinungsfreiheit gesetzlich verankert ist. Auch ich kritisiere die Regierung Netanjahus, habe aber überhaupt nichts gegen Israel oder seine Menschen. Im Gegenteil. Ich bin auch eine Kritikerin unserer Regierung und dennoch liebe ich mein Land.

  • Für Knoblochs Meinung spricht, dass man Gefahren für eine friedlich zusammenlebende Gesellschaft erkennen und ernst nehmen sollte. Die deutsche Geschichte zeigt, dass man nicht zu spät reagieren sollte. Außerdem darf sich eine Demokratie mit legalen Mitteln gegen Parteien schützen, die gegen die Verfassung arbeiten. Das sollte klar sein.

    Dagegen spricht, dass der Vergleich der AfD mit der NSDAP sehr stark ist. Die NSDAP war eine Diktaturpartei und für den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg verantwortlich. Deshalb sollte man solche Vergleiche nur machen, wenn es dafür klare Beweise gibt. Hier könnte Frau Knobloch noch etwas deutlicher werden.

    Mein größtes Problem dabei ist: Wenn man „radikale Mittel“ einsetzt, um einen möglicherweise gefährlichen oder undemokratischen politischen Gegner auszuschalten, wird man dadurch selbst die demokratische Kultur schwächen und die gesellschaftliche Spaltung weiter verstärken. Garantiert.

    -34
  • Armes Land. Von links und rechts in die Zange genommen und einer Mitte, die es nicht mehr gibt , Bar jeder Fähigkeit, die ernsthaften Probleme zu lösen, zerstritten und zerrüttet bis ins Mark, gerät das ganze Land aus den Fugen und ins Wanken.
    Ängst dominiert die Vernunft. Das sollte allen Sorgen machen, egal wo sie sich politisch verorten.

  • Rechte Sozialisten?!

  • Sehr schade, daß Karl Lagerfeld nicht mehr lebt.Dieser hätte Frau Knobloch sicher gerne erklärt,aus welcher Ecke der heutige Antisemitismus kommt!

  • „Deutschland sei inzwischen politisch derart ins Wanken geraten, dass fraglich geworden sei, ob es dauerhaft eine Demokratie bleiben werde.“

    Da stimme ich Frau Knobloch ausdrücklich zu. Mit einem Gruß und Dank an Angela Merkel. Sie hat Deutschland in vielerlei Hinsicht auf einen falschen Weg geführt, den ihre Nachfolger konsequent weitergehen. Die AfD ist nicht Ursache, sondern Symptom einer nicht mehr zu überbrückenden gesellschaftlichen Spaltung. UnsereDemokraten wollen mit „Rechten“ nicht mehr reden und die AfD am liebsten verbieten. Ich – und da bin ich nicht allein – lasse mir von UnserenDemokraten nichts mehr sagen und lehne den aufgezwungenen Total-Umbau meiner Heimat zum kunterbunten Multikulti-Wokeland rundheraus ab!

    • Ein sehr guter und zutreffender Kommentar!
      Ihre Ansicht entspricht voll und ganz der meinen!

  • Ich hätte niemals gedacht, dass ein Jude den Nationalsozialismus relativiert und eine demokratische Partei damit diffamiert.
    Unvorstellbar war das bisher für mich!

    • Kalergi-Plan googeln…!

  • Das ist alles nur noch schwer zuertragen

  • Nach dem Kalergi-Plan machen Frau Knobloch’s Einlassungen durchaus Sinn…!

    • Knobloch steht unverbrüchlich zum Staat Israel und dementsprechend zum Zionismus. Netanjahus Vorgehen in Gaza findet sie richtig.
      AfDler haben niemals für Palästina demonstriert, dies tun ausschließlich linke Gruppierungen und Muslime. Ich glaube, sie ist altersgemäß geistig etwas „eingerostet“ und politisch verwirrt. Es gibt ja heuer sehr viele Altergenossen, die ein U nicht mehr von einem X unterscheiden können. Da kommt viel zusammen. Die Welt hat sich verändert, wer soll da als alter Mensch noch mitkommen. Sie schließt sich dem Narrativ an. Das ist im Alter einfacher als selber nachzudenken.

  • Geschichte, speziell Geschichte der NSDAP, scheint nicht Frau Knoblochs Gebiet zu sein.

  • Auch wenn man einen hohen Posten hat bedeutet das nicht automatisch das man auch intelligent ist.

    • Sieht man aktuell in unsrer Politlandschaft.
      Angefangen beim Kanzler.

  • Wahrscheinlich hat man ihr im selben Atemzug erzählt, dass Moslems Juden in Deutschland vor der AFD und Anhängern schützen….

  • Das ist einfach eine Bildungslücke bei ihr.

  • „Wir müssen in der Bekämpfung dieser Radikalen selbst zu radikalen Mitteln greifen, anders werden wir es nicht schaffen“
    Könnte aus einer Rede im damaligen Sport-Palast stammen.
    Damit hat sich diese „Dame“ selbst Disqualifiziert.

    • Ja, da wird man wütend.
      Soll sie doch mal sagen, wie sie der linken und islamischen, antisemitischen Flut in Deutschland beikommen will. Ich wäre gespannt.

  • Die Dame sollte alt genug sein, um es besser zu wissen.

    Doch vielleicht erscheint die Seite der Täter sicherer als die der Opfer – solange man es sich noch aussuchen kann.

  • Nun, bei allem Respekt, aber in der AfD einen „Wiedergänger“ der NSDAP zu sehen, deutet auf ein schweres Augenleiden hin.

    Seit 1925/26 „Mein Kampf“ publiziert war, konnte jeder die kruden Ansichten und politischen Absichten des „Führers“ nachlesen – wenn man die in sprachlichen Bombast verpackte gedankliche Einfalt länger ertrug.

    Nichts davon findet sich in den programmatischen Aussagen der AfD oder in Äußerungen ihrer Funktionsträger. Wer das dennoch behauptet, hat sich wohl nie die Mühe gemacht, selbst zu lesen. Und – mit Verlaub – auch Überlebende der Shoah scheinen nicht gegen linke Manipulationen gefeit.

  • Wie man ihr ansieht war sie sehr lange in der Sonne.

  • Das letzte Aufgebot vor dem totalen Zusammenbruch.

  • Erst dämonisieren, dann die selbst an die Wand gemalten Dämonen bekämpfen.

    • Das dient der eigenen Selbsterhöhung. „Schaut, wie todesmutig ich den neuen Hitler bekämpfe!“

      • Gut beobachtet. Gilt übrigens auch für 90% der Kommentatoren hier. Die kämpfen auch alle gegen irgendwelche neue Hitler.

        • Dabei sind die leicht an ihren Jugendorganisationen zu erkennen.
          Liberale Demokratien haben keine uniformierten „Fähnlein Fieselschweif“-Organisation.

          0

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