Kein Vergessen, kein Vergeben ohne Reue!
Sven Hübers Biografie soll verwischt werden - doch wir werden nicht aufhören, die Wahrheit zu schreiben. Meiner Meinung nach ist Sven Hüber als ideologischer Träger des Grenzregimes der DDR so schuldig wie ein Mauerschütze.
Auf die Empörung über Sven Hüber reagiert seine Gewerkschaft der Polizei mit einem bemerkenswerten Statement. Man gesteht den Versuch ein, Passagen zur DDR-Vergangenheit von Sven Hüber auf Wikipedia zu löschen. Gleichzeitig kündigt man strafrechtliches Vorgehen gegen Journalisten an. Das passt ins Bild: Seit Jahrzehnten versucht Hüber mit aggressiven Klagen – finanziert aus den vollen Töpfen der Gewerkschaft – Berichterstattung über seine Vita verschwinden zu lassen. Wer mit dem Thema zu tun hat, ist eingeschüchtert – Hüber genießt einen gewissen Ruf. Gleichzeitig gibt es aktuell eine Basisrevolte in der Gewerkschaft und mehrere Landesverbände der GdP, die auf Distanz zu Hüber gehen. Das zeigt: Auf die Polizisten in diesem Land ist, was ihre demokratische und rechtsstaatliche Haltung angeht, Verlass – sie lassen sich von Sven Hüber nicht ideologisieren.
Das System Hüber ist ein Paradebeispiel für einen kaputten Umgang mit der SED-Diktatur. Täter wie Hüber haben es in der Regel weiter gebracht als die Opfer des SED-Regimes, sich besser in der Bundesrepublik zurechtgefunden. Die Namen der Erschossenen, der Bürgerrechtler, der politischen Gefangenen sind längst vergessen. Die Menschen, die über Jahre im Gefängnis gebrochen wurden, bekommen dafür weniger Rente als ihre Wärter – viele konnten nach diesen Schrecken keine Karriere mehr machen. Hüber schon; Opportunismus und das Handwerk politischer Kontakte trugen ihn voran, und bald schon konnte er sich, völlig schambefreit, als Opfer darstellen, weil andere seine Biografie kritisieren. Die Scham, wie man heutzutage so gerne sagt, hat in Bezug auf die DDR nie die Seiten gewechselt.
Werbung
65 Jahre Mauerbau waren in dieser Woche bestenfalls eine Randnotiz. Statt über Aufarbeitung, über Konsequenzen und die Ehrung der Helden des Widerstands zu sprechen, sprechen wir über die Bedürfnisse der Täter. Millionen Ostdeutsche, die das Regime ablehnten und unter ihm litten, werden mit ihren Peinigern zu „den Ossis“ zusammengerührt, deren vermeintliche Identität dann dazu instrumentalisiert wird, die Karrieren von Tätern wie Sven Hüber zu fördern.
Ich ertrage das nicht mehr. Es gibt kaum ein weniger opportunes Thema als Sven Hüber – die extreme Klagefreudigkeit des Gewerkschafters trifft auf ein geringes öffentliches Interesse an der Aufarbeitung der DDR. Apollo News wird dennoch die Wahrheit schreiben: Sven Hüber schulte als Politoffizier Grenztruppen an der Berliner Mauer und stützte damit faktisch das System hinter dem Schießbefehl – er tat Dienst im Regiment 33, das den 20-jährigen Chris Gueffroy gemäß dieser Ideologie ermordete, weil er ein freies Leben suchte. Wir haben dazu umfangreich exklusiv recherchiert.
Der in seiner Jugend von der Gestapo verfolgte Schriftsteller Ralph Giordano schrieb über ihn: „In meinen Augen ist ein ausgewiesener Indoktrineur wie Sven Hüber schuldiger als der Mauerschütze, der abgedrückt hat.“ Dieses Zitat ist rechtlich nicht angreifbar, aber ich möchte mich dahinter nicht verstecken: Ich sehe es ganz genau so und mache mir diese Analyse ausdrücklich zu eigen. Hüber ist als ideologische Stütze des Grenzregimes der DDR meiner Meinung nach so schuldig wie ein Mauerschütze. Wer sich freiwillig zu den Grenztruppen gemeldet und als Politoffizier das Grenzregime der DDR mitgetragen hat, wird sich solche Vorwürfe gefallen lassen müssen, auch wenn Hüber behauptet, er selbst habe den Schießbefehl abgelehnt.
Lesen Sie auch:
Junge Alternative
Trotz AfD-Jugend-Vergangenheit: Gericht muss Rechtsreferendar weiter ausbilden
Das Oberlandesgericht Dresden wollte einen Referendar wegen seiner früheren Tätigkeit unter anderem bei der Jungen Alternative nicht ausbilden. Nun scheiterte der Gerichtspräsident auch vor dem Bundesverfassungsgericht Zuvor hatten Verwaltungsgerichte auf der Ausbildung des Mannes bestanden.Dortmund
„Rechte Ratten“: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Herbert Grönemeyer wegen des Verdachts der Volksverhetzung
Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat ein Verfahren gegen Herbert Grönemeyer wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet. Ein Mann hatte Anzeige erstattet, nachdem Grönemeyer bei einem Konzert von „rechten Ratten“ gesprochen hatte.Ich grüße alle Opfer des SED-Regimes, alle deutschen Helden, die in Bautzen und Hohenschönhausen saßen, und verneige mich vor den Toten an der Mauer und ihren Familien. Auch ihnen sind wir es schuldig, nicht wegzusehen. Hüber geht bald in Rente und hätte damit ein weiches Leben zwischen Diktatur und Demokratie geführt, geschmeidig, skrupellos und mit einem gar nicht mal so stark gewandelten Weltbild. Das kann es nicht gewesen sein. Auch wenn es viel zu spät ist, so verlangt es ein gesundes Geschichtsbild, dass in aller Klarheit benannt wird, wer Sven Hüber ist. Es darf auch 40 Jahre später kein Vergessen geben – und kein Vergeben ohne Reue. Nie wieder Sozialismus!
Freund werden
Freund von Apollo News werden
Mannhart hat recht: Der Skandal endet nicht bei Hübers DDR-Biografie – er beginnt mit seiner Karriere in der Bundesrepublik. Wie kann ein ehemaliger Politoffizier der Grenztruppen hier derart aufsteigen, Einfluss gewinnen und Kritiker seiner Vergangenheit juristisch unter Druck setzen?
Und wenn sogar versucht wurde, kritische Wikipedia-Passagen zu entfernen:
Wer schützt hier eigentlich wen?
Ist nicht längst eine Prüfung durch die zuständigen Strafverfolgungsbehörden (§§ 81 ff., 111 StGB) angezeigt?
Eine Demokratie schuldet den Stützen einer Diktatur kein Vergessen und keine weichgezeichnete Biografie.
Sie schuldet deren Opfern die Wahrheit.
Im Gegensatz zu einer zugegebenermaßen unvollständig vollzogenen Entnazifizierung gab es für die zweite Diktatur im zwanzigsten Jahrhundert in Deutschland keine angemessene „Entsozialisierung“. Schaut man auf die Auswüchse der heutigen linken Ideologie und die dort weitverbreitete Verharmlosung dessen, was die SED Diktatur verbrochen hat, ist es höchste Zeit eine angemessene Aufarbeitung anzustreben und genau diese Tater einer Bestrafung zuzuführen. Unerträglich ist der Gedanke, dass dieser Herr in allem Frieden seinen nicht verdienten Ruhestand genießen kann!
Dr. Hubertus Knabe (Historiker und Experte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur) bezeichnete in einem Kommentar (Bild) Gedankenspiele über einen möglichen Einsatz der Bundespolizei in einem Bundesland als „besorgniserregend“ und zog historische Parallelen zur Reichsexekution von 1923 (1*). „Solche Äußerungen aus dem Mund eines Spitzenfunktionärs erschütterten das Vertrauen der Bürger in die Neutralität der Polizei.“
(1*) Das Jahr 1923 war das Krisenjahr der Weimarer Republik (Hyperinflation, Ruhrbesetzung). In dieser instabilen Lage plante die Kommunistische Partei (KPD) im Verbund mit Moskau einen bewaffneten kommunistischen Umsturz („Deutscher Oktober“).
„Vom DDR-Politoffizier zum Bundespolizisten Eine deutsche Karriere und ein Justiz-Albtraum“ SZ vom 19. Mai 2010, 19:29 Uhr
https://www.sueddeutsche.de/politik/vom-ddr-politoffizier-zum-bundespolizisten-eine-deutsche-karriere-und-ein-justiz-albtraum-1.890725
Da lernt man diese Person und ihre Einstellung zur Meinungs- und Pressefreiheit kennen, auch die GdP, die ihn massiv unterstützt hat und die Kosten eines privaten Rechtsstreits übernimmt sowie auch Gerichte, die die Nennung von Tatsachen unterbinden.
Ach ja, auch was zum ÖRR „Das Schulfernsehen der ARD widmete Hübers Leben in der DDR 2002 eine ganze Sendung: Sven als Baby, usw. Sein „erstes Leben“ nennt es der Zeitzeuge Hüber. Der Beitrag unterschlägt die Tätigkeit Sven Hübers als Politoffizier“. Das Thema seiner Diplomarbeit (1987) war sein späterer Arbeitgeber: „Der Bundesgrenzschutz als Instrument imperialistischer Macht- und Herrschaftssicherung“.
Bevor man meckert, dass es ein Artikel aus der SZ ist, erst lesen.
Vielen Dank für diesen Querverweis.
„Wer in einem solchen Staat, wo auch immer, dem Unrecht dient, macht sich mitschuldig‘ (Richter Föhrig 1996 in der Urteilsbegründung gegen die Grenztruppen-Führung der DDR).“
Das sollte uneingeschränkt gelten!
Vielen Dank! Ein sehr spannendes Artikel!
Herzlichen Dank für den Hinweis!
Der Artikel aus der Süddeutschen zeigt alles auf, was man wissen muss.
Das gilt sowohl für die Person Sven Hüber, als auch für seinen Anwalt Eisenberg und die zuständige Berliner Gerichtsbarkeit.
Wer blind über Jahre all die fremdfinanzierten Klagen NICHT hinterfragte, versuchte nicht erst jetzt eine Vertuschung, würden manche hinweisen.
Eine (von vielen) Karriere, die eben ein Einigungsvertrag und das opportune Agieren der CDU schon 1990, erst ermöglichte.
12 verletzte Polizisten nach Antifa-Angriff auf Abtreibungsgegner in Göttingen:
https://www.goettinger-tageblatt.de/lokales/goettingen-lk/goettingen/abtreibungsgegner-am-goettinger-gaenseliesel-linke-szene-protestiert-polizei-rueckt-an-FP56KATU4NAOZL2OMVJKSWJMDQ.html
Danke Apollo News, daß ihr diese Leute nicht ungeschoren davon kommen laßt. Wir sind es es den Opfern der Stasi schuldig, daß solche Leute benannt werden, die mitverantwortlich waren für soviel Unheil an den Verfolgten des DDR Regimes.
Nach der Wende wurden doch alle Polit-Offiziere und ehemalige Volkspolizisten überprüft. Die Gauck-Behörde wurde einbezogen. Warum hat die Höppner-Regierung im Amt belassen?
Noch einer: Bei einem späteren Besuch in der ehemaligen DDR stand ich an einer Ampel und schaute so um mich. Da stand neben mir die Frau, die mich und meine Familie bei jedem „Besuch“ beim „Rat des Kreises“ bekehren wollte, daß es doch in der BRD alles so schlimm war. Wir kamen in ein nettes Gespräch. Dann sagte sie zu mir: Sie haben alles goldrichtig gemacht. Ich glaubte, ich hörte nicht richtig.
„Wer mit dem Thema zu tun hat, ist eingeschüchtert – Hüber genießt einen gewissen Ruf.“ Letzteres war zu erwarten. Er genoß sicher schon bei den DDR-Grenztruppen einen „gewissen Ruf“. Dass die Gewerkschaft die Mitgliedsbeiträge missbraucht hat, um seine DDR-Vergangenheit gegen mediale Kritik oder juristische Aufarbeitung zu schützen, ist ein starkes Stück.
Eine Gewerkschaft, die solche Menschen auf wichtige Posten hielt, sollte sich ernsthaft hinterfragen!
Kontrafunk von heute hören
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/die-sonntagsrunde/die-sonntagsrunde-mit-burkhard-mueller-ullrich-antifa-gemeinnuetzig-dank-cdu
Erst wenn AN freien Zugang zu allen Stasi-Akten erhält, beginnt eine Aufarbeitung.
Genau so schuldig wie all jene die ihn gefördert, in diese Position gebracht und gedeckt haben!
Ein tolles Statement Herr Mannhart! Leider wiederholen sich diese Abläufe immer, wenn staatliche Systeme enden mit diesem Grundmuster. Die, die ganz unten am wenigsten profitiert haben und als reinste Befehlsempfänger Schuld aufgeladen haben, sind die die dann tatsächlich Reue zeigen und still bleiben. Je größer die Täter, umso mehr Kapital und Verbindungen werden erfolgreich in die neue Zeit gerettet. Das hilft natürlich Vertuschungshandlungen und Eigen-PR zu betreiben. Es kommt mir derzeit so vor als würden wir derzeit von einer Erbenqueerfront aus Nazi- Nachfahren und Kommunistischen Seilschaften (Kinder / Kindeskinder) umstellt sein. Vor allem auf Ebene der EU. Was ja nie diskutiert und erforscht wurde ist ja wie es mit beispielsweise NS Kollaborateuren in Frankreich, Dänemark, ….. weiter ging. Viele Länder in der EU hatten Systemwechsel ohne Aufarbeitung. Wird immer nur von außen neu gestrichen?
Warum werden wohl Merkels Stasi Akten nicht freigegeben?
Es kann ja auch erstmal in den Akten Merkels Vaters dem „Roten Kasner“ , Stasi IM und Vorsitzender des Demokratischen Aufbruch (DA) Wolfgang Schnur ( Merkel war Parteisekretärin unter ihm) oder auch Lothar de Misere (Stasi IM) geschaut werden. Alles gute Freunde und Privilegierte im DDR Unrechtsstaat.
Warum vergeben? Warum vergessen? Und schön schreiben erst Recht nicht !
Er ist mit seinen Widersachern auch knallhart umgegangen und war nicht zimperlich. Gleiches Recht für alle mit allen Konsequenzen für ihn !
Ich sehe das genau gleich. Solche Leute darf man nicht laufen lassen. Die Verantwortlichen dieser vergangenen Mörderregime des Kommunismus sollten aufgespürt werden und zur Rechenschaft gezogen werden für ihr vergangenes Tun. Brisant ist, das in den westlichen Gesellschaften viele mit dieser Gesinnung, die vornehmlich sozialistisch ist, wieder an der Macht sind und heute wieder morden im Sinne von Rufmord, Verleumdung und cancel culture. Andersdenkende, konservative wollen sie auslöschen indem nicht mit ihnen gesprochen wird, indem sie sozial isoliert werden sollen. Typische Machenschaften dieser vergangenen Diktaturen.
Die Linke ist die Nachfolgeorganisation der SED. Diese Partei sitzt im Parlament und vielen Landesregierungen, stellt sogar Ministerpräsidenten. Hat politische Macht und damit weisungsbefugt gegenüber Staatsanwälten und Verfassungsschutz.
Der Hübner ist nur der personifizierte Skandal. Die Opferumkehr begann mit dem Schwärzen und generellen Umgang der Stasi Akten.
Nein, sie ist rechtsidentisch
Ich schreibe es gern noch einmal Liebe Polizisten die ja auf die Demokratie eingeschworen seid, tretet aus dieser Gewerkschaft aus! Wer solche Leute schützt ist definitiv kein Demokrat sondern Linksaußen orientiert und ganz ehrlich, als Beamter muss man keine Angst haben und braucht keine Gewerkschaft, jedenfalls nicht so sehr wie die kleinen armen Arbeiterbienen.
Ich kenne solche Typen wie diesen aus eigener Erfahrung. Nach der sog. „Wende“ bin ich in die DDR gefahren und wollte mal wissen, wie ein solcher „Mensch“ aussieht, der von seinem Schreibtisch aus urteilt, ob jemand seinen kranken Vater besuchen darf oder nicht. Also bin ich dort hin gefahren und wollte mit ihm reden. Zuerst war er uneinsichtig und drohte mir sogar. Erst als ich ihn sagte, daß ich melden würde, daß er immer noch in Amt war, wurde er zahmer. Er konnte doch nicht anders usw. Ich tat es trotzdem und schrieb den damaligen Innenminister. Der bedankte sich bei mir und teilte mir mit, daß dieser Typ aus dem demokratischen Polizeidienst entfernt wurde.
Er wurde sicherlich befördert. Wie war das mit Merkel, Gauck, Gysi und wie sie alle heißen…
Die Gysis, die Merkels, die Hübers: Geschmeidig und populistisch haben sie die DDRisierung der BRD durchgeführt.
Ich war gegen die damalige Art und Weise der Wiedervereinigung und gegen Berlin als Hauptstadt und fühle mich in beidem bestätigt: Die DDR hätte nach 89 erst einmal zu sich selbst finden müssen, bis sich zwei souveräne Nationen vereinigen können. Heute haben wir Links-Rechts-Verfeindungen wirklich wie vor hundert Jahren, bloß noch verstärkt durchs Internet.
Gut so, solche Leute gehören an den Pranger und nichts darf vergessen werden.
Der Mann ist für mich ein „Täter“ … und Täter von vor 1989 gehören (genauso wie die von vor 1945) vor ein Volksgericht gestellt.
.
Später wird man auch über die „grünen Täter“ richten müssen.
Mit Stasi-Ausbildung und neuem Mut, gegen die Opposition. Hübers sieht wohl endlich die Zeit gekommen, die er 35 Jahre lang vermisst hat.
Ich empfinde es als „unerträglich“, wie ja heute jeder sagt, dass so ein Mann noch in Dienst und Beamtenverhältnis steht. Seine Duzfreundschaft mit Faeser sagt alles über die linke Verkommenheit der SPD.
Wenn er bleibt, untergräbt das weiter das Vertrauen in den Rechtsstaat und in die Polizei. Er ist offenkundig immer linksradikal geblieben und zieht auch die GdP in Zweifel.