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Druck auf Fraktion

BSW-Spitze fordert eigene Partei zum Koalitionsaustritt auf – plötzlich Einigkeit mit Höcke zu Voigt-Nachfolge

Die BSW-Bundesspitze fordert wegen des verlorenen Doktortitels Mario Voigts Rücktritt und das Ende der Brombeer-Koalition, an der die Partei beteiligt ist. Unterstützung erhält sie nun auch vom Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke. Doch das Landes-BSW stellt sich quer.

Björn Höcke und der BSW-Bundesvorstand fordern einen parteiunabhängigen Ministerpräsidenten für Thüringen (IMAGO/Funke Foto Services)

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Die BSW-Bundesführung verschärft ihren Konflikt mit dem thüringischen Landesverband und verlangt den sofortigen Rücktritt von Ministerpräsident Mario Voigt. Zugleich soll die Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD beendet werden. Nach dem Beschluss des Parteivorstands wird erwartet, dass die Thüringer BSW-Vertreter Voigt künftig nicht mehr unterstützen und stattdessen die Wahl eines parteilosen Regierungschefs ermöglichen. Anlass für die Forderung ist der Entzug von Voigts Doktorgrad.

Dabei zeigt die AfD in Thüringen mit dem BSW-Bundesvorstand plötzlich eine überraschende Einigkeit. Fraktionsvorsitzender Björn Höcke schlug dem BSW Gespräche über einen gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vor. Konkret erklärte er via Telegram: „Lassen Sie uns gemeinsam nach einer unabhängigen Persönlichkeit suchen, die Autorität besitzt, das Land zusammenführen kann und im Thüringer Landtag eine Mehrheit hinter sich versammelt.“

Eine Kooperation mit Höcke lehnt der thüringische BSW-Infrastrukturminister Steffen Schütz jedoch ab. Auf dessen Angebot reagierte er gegenüber dem Handelsblatt mit den Worten: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, was Herr Höcke mit Handreichung meint. Ich würde sehr gerne davon absehen.“ Trotz des Beschlusses aus Berlin hält die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag bislang an Voigt fest.

Der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Wogawa kündigte an, dass sich die Abgeordneten am Montag mit dem Beschluss der Bundespartei auseinandersetzen würden. Für ihn habe die Rücktrittsforderung jedoch keine Bedeutung: „Für mich persönlich als Abgeordneter ist diese Aufforderung gegenstandslos“. Zugleich stellte er klar, dass diese Einschätzung bislang nicht mit der gesamten Fraktion abgestimmt sei.

Auch die CDU will nichts von einem Bruch der Regierungskoalition wissen. Generalsekretär Niklas Waßmann erklärte: „Die Koalition arbeitet gut und vertrauensvoll unter Führung unseres Ministerpräsidenten Mario Voigt zusammen, und das wird sich auch nicht ändern.“

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Der Streit zwischen dem Thüringer Landesverband und der Bundespartei schwelt bereits seit Längerem. Parteigründerin Sahra Wagenknecht sowie die Bundesvorsitzenden Amira Mohamed Ali und Fabio De Masi kritisieren insbesondere die Zusammenarbeit mit CDU und SPD. Wogawa vermutet daher eine gezielte Eskalation: „Ich glaube schon, dass diese Zuspitzung von Seiten des Bundesvorstands bewusst jetzt herbeigeführt wird, um den Landesverband in eine Situation zu bringen, reagieren zu müssen.“

De Masi kündigte indes an, weitere Schritte zu prüfen, sollte die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag nicht den Forderungen der Parteiführung nachkommen. Die Bundespartei werde nicht akzeptieren, dass unter dem Namen des BSW eine Politik betrieben werde, die dessen Glaubwürdigkeit beschädige.

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32 Kommentare

  • Nun, man liest verwundert: „Die Bundespartei werde nicht akzeptieren, dass unter dem Namen des BSW eine Politik betrieben werde, die dessen Glaubwürdigkeit beschädige.“

    Nur – leider – hat man doch genau das die letzten zwei Jahre getan bzw. toleriert, daß man sich ernsthaft die Frage stellen muß, was denn nun gilt …

  • Wenn die BSW-Spitze in Thüringen keinen Einfluss auf die eigene Partei hat, warum sollte es dann in Sachsen-Anhalt anders sein.

  • Koalitionsaustritt ist richtig, wenn sich der Mp weigert zurückzutreten.

    • Dieser Ministerpräsident hätte nie antreten dürfen. Generalsekretär Waßmann Zitat:
      „Die Koalition arbeitet gut und vertrauensvoll unter der Führung unseres Ministerpräsidenten Mario Voigt.“ Wo ist hier die Vertrauenswürdigkeit dieses Mannes? Man sollte Katja Wolf die Dienstwagenschlüssel um die Ohren h….

  • Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems, beides geht nicht.

  • Was das BSW in Thüringen macht, ist falsch. Aus übergeordneten Gründen halte ich es aber auch für falsch, wenn Bundespolitiker in die Landespolitik eingreifen. Ob das Frau Merkel ist, die gerne Wahlen rückgängig macht, oder Frau Wagenknecht, der die Brombeer-Koalition nicht paßt.

    • Man kann doch mit solchen Leuten die mit Titeln behangen werden wollen gar nicht ernsthaft zusammenarbeiten. Es trifft ja nur so von Ungeschick und Eitelkeit.

  • Frau Wagenknecht bekommt jetzt die Quittung für ihr Gerede, von dem sie niemals ausgegangen ist, dass jemand das umsetzen möchte. Ich mag Herrn Höcke nicht, aber strategisch scheint er gut „unterwegs“ zu sein. Es gibt schlechtere Strategen …

    • Ich mag keine Erdnussbutter.

  • Das BSW hat sein wahres Gesicht gezeigt in Thüringen. Es reicht.

  • Haha, der Herr Höcke.

    Hat der Burschi das staatsnahe und -tragende BSW mit einem 2-Minuten-Video en passant auch abgeräumt. 🤣

  • Das sind alles nur Postenjäger – uralte Weisheit. Haben sie einen Posten ergattert, sind sie taub und blind gegenüber allem, was ihre Monatsgehälter gefährden könnte. Eben Politiker!

  • Thüringen wird mglws sehr bald das 2. Bundesland mit BSW MP.

    Denn ob nun die erforderliche Mehrheit der BSW Landtagsfraktion nun zur CDU übertritt wie in Brandenburg, wo es das BSW nehrheitlich ja von Anfang aus SPD U Booten bestand, ist unwahrscheinlich.

    Es kommt auf Siegmund an – dann startet Domino.

    Jeder mag sich mal die Mehrheitsverhältbisse in den Landtagen bis hi zum Bundestag anschauen…noch könnte fast überall bei CDU AfD Koalitionen die CDU Koch statt Kellner sein…
    Ein grosser Unzerschied zu bisher seit 1998 da war Mehheiten hi oder her die CDU niemals Koch sondern Kellner, der Kanzlerinnenatrappe sei dank.
    Wenn die CDU weiter zögert bis in 2027 hinein wird sie das Schicksal der grossen westeuropäischen Schwesterparteien erteilen – die Marginalisierung.

  • Katja Wolf und das Thüringer BSW waren schon immer hinter dem Dienstwagenschlüssel her.Die Thüringer interessieren die recht wenig.Daher juckt Sie der Bundesvorstand recht wenig.Es sollten jetzt auch alle in Sachsen-Anhalt verstanden haben.Allso bleibt nur 45 %+xxx AFD

    • Mario Voigt hat Klage gegen die Aberkennung seines Doktortitels durch die Technische Universität (TU) Chemnitz eingereicht.
      Die Klage sei am Freitag eingegangen, teilte das Verwaltungsgericht Chemnitz mit.
      „Die Entscheidung wirft aus unserer Sicht erhebliche rechtliche Fragen auf – insbesondere zum Bewertungsmaßstab und zur Verhältnismäßigkeit“,
      erklärte der Anwalt von Voigt. Es sei ein einmaliger Vorgang, dass eine Universität einen Doktortitel aberkenne, nachdem ein „externer, neutraler Gutachter die Voraussetzungen für einen Entzug verneint hat“.

      -10
      • Sind Sie es, Voigt?

      • …. is klar….. da wird noch ein bisschen das Temo rausgenommen. In wenigen Wochen (nach 2 Jahren Dienstzeit) hat „Seine Fürchterlichkeit Hochstapler Mettmario“ anrecht auf sein Ruhestandsgehalt. Da befasst sich die beauftragte Juristerei gerne noch mit einem juristischen Zeitspiel!!!

  • Herrlich wie die sich in ihre Windeln machen, alles nur wegen einer politischen Alternative 😉

  • Die Katja hatte einen Wolf,
    doch dieser war kein Tier –
    er stand in ihrer Küche rum
    und mahlte Fleisch dafür.

    Das Fleisch, das lag schon auf dem Brett,
    der Wolf war voll in Fahrt,
    er brummte laut und mahlte fein,
    ganz wie es Katja mag.

    Da kam der Mario zur Tür
    und fragte ganz kokett:
    „Was machst du denn so Schönes hier?
    Ist das da etwa Mett?“

    Der Wolf, der mahlte weiter,
    das Mett kam frisch heraus.
    Der Mario strich’s aufs Brötchen
    und sah so glücklich aus.

    Die Katja lachte, Wolf, der mahlte,
    Mario aß sich fett.
    Und wenn er nicht gestorben ist,
    dann frisst er heut’ noch Mett.

  • Die hübsche und komfortable Wohnung verlässt man halt nur ungern, für eine ungewisse Zukunft.

  • Generell sind Parteien das Problem.
    Die Demokratie lebt von Mehrheiten bestehend aus einzelnen Abgeorndeten.
    Die Abgeordneten sind ihrem Gewissen verpflichte und die Abgeordneten wurden persönlich gewählt. Parteien sind Demokratiegefährdend, da sie die einzelnen gewählten Politiker unterdrücken. Das Landes BSW kann entscheiden wie es will.

  • „Die Koalition arbeitet gut und vertrauensvoll unter Führung unseres Ministerpräsidenten Mario Voigt zusammen, und das wird sich auch nicht ändern.“
    Geiler DDR Politbüro Sprech….

  • 36000 Quadratmeter: Neues gigantisches Asylantenheim in Kreuzberg: https://www.tip-berlin.de/stadt/politik/fluechtlingsunterkunft-an-der-hasenheide-ortsbesuch/

  • Wolf klebt wie entfesselt an ihrem Stuhl. Darum geht es. Sie sieht ihre Felle davonschwimmen. Alles andere ist diesem Subjekt völlig egal.

  • Tja, in Thüringen hat man wohl einen Satz von Brecht verinnerlicht:

    „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.“

  • Tja, das kommt davon, wenn man eine Wolf ins Boot holt… Das war ein Riesenfehler von Wagenknecht, die absolut keine Führungskraft ist. Davon abgesehen, ist das BSW nicht besser als die Linken.

  • Der Trog ist für die Postengeiferer der Landes-BSW zu lukrativ. Nicht die Partei ist wichtig, sondern der reichlich gefüllte Trog. Da will man bis zum Schluss nicht weg davon.

  • Wählt Kemmerich. Der kennt Land und Leute und hat mehr drauf als Mettbrötchen essen.

  • Gagenknecht wurde entlarvt als nutzlose Schwätzerin, wie alle Linken

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