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Zensurbestrebungen

Landesmedienanstalt geht gegen Höcke-Podcast vor: So wehrt sich „Ben ungeskriptet“

Die Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen fordert den Podcaster Ben Berndt dazu auf, seinen Podcast mit dem Thüringer AfD-Chef Björn Höcke anzupassen und hat eine Frist zum 30. Juni gesetzt. Doch Berndt wehrt sich mit einem Schreiben, das durch seinen Anwalt Steinhöfel verfasst wurde.

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Wehrt sich gegen die Forderungen der Landesmedienanstalt: Podcaster Ben Berndt (IMAGO/Panama Pictures)

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Wie der YouTuber Ben Berndt am Freitag publik machte (Apollo News berichtete), fordert die Landesmedienanstalt NRW von ihm, die Folge seines Podcasts Ungeskriptet mit dem Thüringer AfD-Chef Björn Höcke im Nachhinein zu ändern. Doch Berndt wehrt sich nun mithilfe des Anwalts Joachim Steinhöfel.

Konkret bemängelt die Landesmedienanstalt den Ausschnitt in Berndts Podcast, in dem Höcke behauptet, dass die nationalsozialistische SA kein festes Motto gehabt habe – das sei demnach eine „Tatsachenbehauptung, die dem Beweis zugänglich ist“. Die Medienanstalt wirft Berndt einen Bruch der journalistischen Sorgfaltspflicht vor. Höcke und Berndt sprachen über die Verurteilung des AfD-Politikers, weil dieser die Parole „Alles für Deutschland“ genutzt hatte, die auch von den Nationalsozialisten verwendet wurde.

Bis zum 30. Juni hat Berndt nun Zeit, der Landesmedienanstalt mitzuteilen, ob er die Höcke-Folge angepasst und um eine Erklärung ergänzt hat. Außerdem wies die Medienanstalt Berndt darauf hin, seine „gesamten Angebote auf die Einhaltung der journalistischen Sorgfalt hin zu überprüfen“ und diese auch in Zukunft einzuhalten.

Berndt erklärte bereits in seinem am Samstag veröffentlichten Video, dass er sich das „absolut nicht bieten“ lassen würde, und kündigte an, sich von dem Anwalt Joachim Steinhöfel vertreten zu lassen. Dieser hat nun ein Schreiben an die Landesmedienanstalt verfasst, über das die Welt berichtet. Darin schreibt Steinhöfel unter anderem, dass die Ausführungen der Medienanstalt „keinerlei rechtliche Relevanz“ hätten.

Die Anstalt sei „keine staatliche Schlussredaktion für mediale Inhalte“. Weiter heißt es: „Sie maßen sich eine Prüfungs-, Bewertungs- und Korrekturkompetenz für politische Interviews an, die Ihnen von Verfassungs wegen nicht zusteht.“ Außerdem rügte Steinhöfel, der Staat habe der Presse „nicht die Kriterien für das zu diktieren, was er für ‚journalistische Sorgfalt‘ hält.“ Wie auch schon Berndt zuvor kündigte Steinhöfel auch offiziell gegenüber der Medienanstalt an, dass der Podcaster der Inhaltskontrolle nicht nachkommen werde. Weiter warf der Anwalt der Medienanstalt vor, die Funktion einer „Zensurbehörde“ einzunehmen.

Lesen Sie auch:

Der Podcast von Berndt und Höcke hat mittlerweile binnen weniger Wochen über sechs Millionen Aufrufe erhalten. Die Landesmedienanstalten, die ursprünglich für die Kontrolle privater Rundfunksender verantwortlich waren, sollen seit dem Medienstaatsvertrag, der 2020 in Kraft trat, auch Internetangebote kontrollieren.

bc

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53 Kommentare

  • Klare Worte von Steinhövel. Mal schauen, ob die politisierten Gerichte das ähnlich sehen.

    • Ja ja Herr Steinhövel .
      Gut das es ihn gibt
      Schlecht das wir ihn wirklich brauchen in „ unserer Demokratie „

      • Die Politik der derzeitigen Darsteller ist unerträglich. Weg mit den Kartellparteien. Nur die AFD kann Dummland noch retten !!!!!!

        • Alles Gute und VIEL ERFOLG 👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍

          3
    • Die DDR ist nicht der BRD eingegliedert worden sondern eher ist die BRD in in die DDR eingegliedert worden. Die Leute sind ja fast restlos von der BRD wieder in den Staatsdienst übernommen worden so wie damals die National(Sozialisten) nach dem zweiten Weltkrieg und siehe da – mit der Zeit hat man dann wieder den gleichen Dreck der jetzt so (Sozial) für unsere Demokratie kämpft… Das nennt man eigentlich Faschismus aber mit Begrifflichkeiten haben es diese Leute ja nicht so…

      • Den Eindruck habe ich auch immer öfter.

      • Kann ich durch einige Jahre Erfahrung im Öffentlichen Dienst in den neuen Ländern und Berlin nur bestätigen. Am schlimmsten = haben auf rechtsstaatlichen Prinzipien so richtig gesch*** waren die, bei denen es lückenlos weiter ging. Die mit den Brüchen in der Biographie waren dagegen schon richtig reflektiert. Und natürlich hat man nur ausgewählte, zur eigenen Persönlichkeit und zu den eigenen Weltanschauungen passende Nachfolger reingezogen.

        • Links ist asozial! Das ist doch bekannt.

          3
    • Ich kann mir vorstellen, dass das nicht das erste Schreiben von ihm an eine Landesmedienanstalt ist… 🙂

  • Halte durch, Ben.

  • Er redet grundsätzlich mit JEDEM, ist seine Prämisse. Sehr bezeichnend, dass damit eine Landesmedienanstalt ein Problem hat.
    Ist Höcke eigentlich ein gesuchter Straftäter?

    • Allerdings will NICHT jeder, den er einlädt, mit ihm reden. Z.B. Esken, die zum Werbeboykott gegen ihn aufgerufen hatte…

      • Ich möchte nicht mit der reden! Soviel Geld kann man mit garnicht bieten!

  • Es wird schon lange Zeit den übergriffigen Staat in seine Schranken zu weisen. Auch das Konstrukt , das Internet der Bundesnetzagentur, eigentlich nur zur Überwachung der Stromleitungen, zu unterstellen schreit förmlich nach Korrektur. Gut das es unerschrockene Kämpfer für das Recht wie Herrn Steinhövel gibt.

    • Orwell 1984…unbediengt mit Vorwort von….ta da….Robert Habeck !!!

  • Es geht um Einschüchterung!

  • Steinhöfel ist momentan mein absoluter Superheld, der uns vor den Bösewichten rettet.

    • Mein Superheld ist momentan Ben Berndt, der sich der Meinungsfreiheit tatsächlich verpflichtet fühlt und Rückrat zeigt, anstatt sich einschüchtern zu lassen.

  • unbedingt das Interview mit Höcke ansehen.. jede Minute von den 4 Stunden wert!!!

  • Abgesehen von den Formalien: Worum geht es, um eine Parole, um ein Motto, um eine Losung? Was ist das jeweils? Auf Messern der SA habe wohl dieses „A. f. D.“ gestanden, was man sich inzwischen nicht einmal mehr zu ztieren getraut. Das kann man in der Tat nachlesen. Doch eine offizielle, förmliche Entscheidung dazu gab es seitens der SA wohl nicht. Man kann sich m. E. also immer noch darüber streiten, als was man diesen Spruch qualifizieren könnte.

    Davon abgesehen: Gibt es nichts Wichtigeres als die belanglose Frage, ob die SA ein Motto, eine Parole, eine Losung hatte? Wenn das etwas ist, worüber man sich am Ende vor Gericht streiten will…

    Ich darf wiederholen: Wenn der Wetterbericht sagt, es sei an einem Tag wärmer gewesen, als anhand des langjährigen Durchschnitts „normal“ (oder „zu erwarten“) gewesen wäre, dann ist das ebenfalls eine falsche Tatsachenbehauptung. Das Eintreten einer Tagesdurchschnittstemperatur an einem bestimmten Tag ist in Mitteleuropa alles andere als „normal“.

    • Im Buch von Daniel Siemens, Sturmabteilung. Die Geschichte der SA, kann ich nichts zu „A. f. D.“ finden, auch nichts Nennenswertes zu einem Motto, einer Parole oder einer Losung. Wenn ich recht sehe, hat das OLG Hamm diese drei Wörter einmal als SA-Parole qualifiziert, eine Quellenangabe findet sich dort nicht. Gibt es ein historisches Standardwerk zur SA, in dem das steht?

      Mir ist das zwar so etwas von egal. Aber wenn man dafür verurteilt werden kann, dann wüßte ich schon gerne die Grundlage dafür.

      • Ein Standardwerk dazu kenne ich zwar nicht, aber eine nette „Posse“, die „Die Achse des Guten“ im Zusammenhang mit einem Artikel zu den historischen Hintergründen der Parole erlebt hat: https://www.achgut.com/artikel/staatsschutz_gegen_achgut_update
        Mal durch die Verlinkungen klicken, irgendwo ist auch der Ursprungsartikel zu finden.

  • Wer hat den Ausspruch „Alles für Deutschland“ vor 2022 für einen populären, gängigen, SA-Spruch gehalten, bei dessen Vernehmen, die meisten an die SA gedacht haben? Vermutlich so gut wie niemand. Der Spruch auf den „Index setzen“ ist LÄCHERLICH……

  • Das ist reine Willkür! Vielleicht auch Neid auf seinen Erfolg. Er hat zum Glück einen guten Anwalt

  • Ich denke, es ist generell ein Dorn im Auge der Gegner der AfD, dass es jemand gewagt hat, Höcke eine Bühne zu bieten, auf der er reden durfte, ohne ständig unterbrochen zu werden.

    Wir kennen alle die TV-Sommerinterviews, bei denen Gäste aus der AfD kaum einen Satz ungestört ausformulieren dürfen und die eigentlich keine Interview sind, sondern eher Verhöre.
    Höcke war DER Buhmann, den man bei jeder Gelegenheit aus der Tasche zog: die AfD dürft ihr nicht wählen, denn die haben ja den Höcke ……

    Nun aber haben wir einen Höcke kennen gelernt, von dem viele nach dem Interview denken: was soll eigentlich so schlimm an dem sein?
    Das Interesse des Publikums war unbeschreiblich hoch – Über 6 Mio. Aufrufe bei yt.
    Und die Umfragewerte der AfD gehen weiter in die Höhe.

    DAS ist aus meiner Sicht der Grund, warum man gegen B.B. vorzugehen versucht.
    Er hat mit diesem Interview ein Argument aus dem Weg geräumt, das bisher viele davon abhielt, ihr Kreuzchen bei der AfD zu machen.

  • Unerträglich ❗
    Die staatlichen Besitzstandswahrer werfen alle Prinzipien über Bord, die uns eigentlich alle verbinden sollten, egal, was wir denken und glauben.

    Es tut mir so unfassbar weh im ❤️.

  • So muss es sein, danke Herr Steinhöfel. Traurig genug, dass nun auch versucht wird, freien Journalismus zu kriminalisieren und mundtot zu machen. Es ist schon mehr als unverschämt, dass der einfache Bürger durch Kl u.a. der Landesmedienanstalten bespitzelt und denunziert wird.

  • Beängstigend dass man nur 35 Jahre nach der DDR wieder genau dort angekommen ist wo man herkommt … daran ändern auch die verbesserten Konsummöglichkeiten nichts! Leider kommt jetzt alles dank technisch unbegrenzter Möglichkeiten nur noch viel schlimmer !! Der Horror… !!!

  • So ist es richtig. Immer schön kontern und den aufplusternden Beamten mit Zentralkommiteezensurbehördenphantasien Einhalt gebieten.

    • Diese ..phantasien muss ich mir merken. Klar beschrieben.

  • Wer braucht eine Landesmedienanstalt? Wer ordnet solche Maßnahmen an? Wer bezahlt diese Dummheiten, die Herr Steinhöfel mit einem Fingerschnipp vom Tisch fegt?

    • Zumindest auf die letzte Frage ist die Antwort sonnenklar: auch diese Staatsdumheiten bezahlen schon wieder Sie und ich, also der Steuerzahler halt! Der Grund dafür ist ebenfalls offensichtlich: die Wählerdumheit.

  • Immer was los im besten, freiesten, demokratischsten Deutschland das es je gegeben hat…….Ben, alles Gute & Standhaft bleiben!

  • Dei Landesmedienanstalten müßen weg.

  • Die Transformation zu DDR 2.0 ist in vollem Gange. Leider hat es noch nicht jeder Bürger verstanden. Wenn man abwartet, ist es zu spät ! Daher muß jeder Bürger nun Verantwortung für unser Land übernehmen und diese sozialistische Politikerkaste abwählen, bevor noch mehr Schaden entsteht. Es ist grauenvoll, was hier momentan abgeht !

  • Solche Stasi-Zensurmethoden sollten in einer freien Demokratie eigentlich von den Gerichten vom Tisch gefegt werden. Schauen wir mal wie sich das entwickelt.

  • Es ist schon wild.
    Betreute Medien in Deutschland?
    Aber sonst geht’s gut?

  • … hier wird für unsere Freiheit (Meinungsfreiheit) gekämpft und nicht in der Ukraine.

  • Vielleicht sollte er sich ein Schild umhängen auf dem steht:
    „Ich bin kein Journalist und will auch keiner sein!“

  • „Landesmedienanstalt NRW“ wieder so ein Trog, wo sich Geschwätzwissenschaftler in ruhigen Jobs mit Steuerzahlergeld vollsaugen können.
    Von solchen Stellen gibt es doch unzählige, weder gehören die zur Kernkompetenz des Staates noch hätte je ein Wähler danach verlangt.
    Und für sowas ist auch immer Geld da, unabhängig von der Kassenlage, eher kürzt man bei Arbeitnehmern und Familien.

    Der deutsche Staat hat etwas selbstzweckhaftes angenommen, weder werden hier prioritär die Interessen des deutschen Volkes vertreten oder auch bloß solide Verwaltungsarbeit geliefert.
    Statt dessen geht es um Versorgung von Akademikern, die sonst nirgendwo unterkommen, bis hin zur Zelebrierung der ideologischen Herrschaft über das verachtete Volk.

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