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In eigener Sache

„Hunde“, „ekelhaft“, „Faschisten“: So lief die Antifa-Demo gegen Apollo News vor unseren Büroräumen

Vor den Büroräumen von Apollo News fand am Samstag eine Antifa-Demonstration gegen uns statt. Wir als Redaktion ließen uns das natürlich nicht entgehen und statteten der Veranstaltung einen Besuch ab.

Mit Pali-Tuch: Eine Teilnehmerin der Anti-Apollo-Demo (B. Hoppe)

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Um Punkt 14 Uhr beginnen einzelne Regentropfen zu fallen, als wir, die Redaktion von Apollo News, gemeinsam mit einigen Journalisten von Nius durch den Hof nach draußen gehen, um zu der Demonstration gegen uns zu gehen, die vor den Büroräumen von Apollo News stattfindet. Max Mannhart und Nius-Chefredakteur Julian Reichelt gehen vorweg, mit Kameras umgürtet. Ihr Ziel: die Demonstranten fragen, warum sie gegen die Ausübung unseres Grundrechts auf Pressefreiheit auf die Straße gehen.

Als wir nach draußen treten, sehen uns viele der rund 50 Demonstranten verdutzt an. Vor allem ältere Frauen mit schon ergrauten Haaren sind da, aber auch einige jüngere Menschen – sie verbergen ihre Gesichter unter Schirmen oder hinter FFP2-Masken. Mit unserer Ankunft scheint niemand von ihnen gerechnet zu haben, obwohl die Demonstration direkt vor unserem Büro stattfindet. Als die ersten Umstehenden bemerken, dass wir von Apollo News und Nius sind, beginnen sogleich die aufgebrachten Schreie.

„Haut ab!“, „Verpisst euch!“, schallt es uns zornig entgegen. Wieder und wieder wiederholen sich die Worte, jedes Mal ein bisschen aggressiver, jedes Mal ein bisschen enthemmter. „Faschisten!“ und „ekelhaft“ wird gebrüllt. Während wir uns einen Weg durch die Menge suchen, begleiten uns diese Rufe, die Stimmung beginnt hochzukochen. Ein Sprechchor aller Teilnehmer: „Nazis raus! Nazis raus!“ Und wir schließen uns an. Schließlich sind wir ja auch gegen Nationalsozialisten, aber darum geht es den Demoteilnehmern natürlich nicht.

Nius-Chefredakteur Julian Reichelt gemeinsam mit Apollo News-Chef Max Mannhart auf der Antifa-Demo gegen uns (Quelle: Apollo News)

Eine der Rednerinnen der Kundgebung führt aus, womit Apollo News angeblich „hetzen“ würde, während die Menge um uns herum weiter brüllt und der Ärger zunimmt. Wie konnten wir es wagen, in Erscheinung zu treten? Wie konnten wir es wagen, das Wohlgefühl der Antifa zu stören, die ihren Nachmittag doch eigentlich viel lieber am See verbracht hätte, wie ein Redner sagt. Manchmal heiße es eben, gegen Faschismus zu sein, auch, eine Fahrraddemo zu veranstalten, erklärt er. Tja, Widerstand kann so schön einfach sein.

Ungefähr 60 Menschen haben die große Mühe auf sich genommen, an diesem Samstagnachmittag auf einen Besuch am See zu verzichten, und sind vor den Redaktionsräumen erschienen. Bevor die Stimmung kippt und aus den Rufen mehr werden könnte, eskortiert uns die Polizei durch die Menge an den Rand der Demo. Dort stehen wir in einigen Metern Entfernung und sehen uns das Treiben an. Die letzte Reihe der Teilnehmer spannt Schirme auf, um uns die Sicht zu versperren.

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Rec(h)te Hetze: Ein Teilnehmer der Anti-Apollo-Demo (Quelle: B. Hoppe)

So einfallslos wie die Parolen, so lächerlich sind auch die Reden. Der Gedanke schmeichelt, dass wir die Veranstalter durch unser Erscheinen so aus dem Konzept gebracht haben, dass sie gar nicht darauf eingehen, dass wir da sind, dort stehen, zuhören – sondern einfach ihre Rede weiter abspulen. Die absurdesten Dinge werden Apollo News vorgeworfen: Das Magazin sei gegen Mieter, es sei für den fossilen Kapitalismus. Wir stünden auf der Seite des Patriarchats und der Polizei. Apollo News verfasse Berichte über „vermeintliche migrantische Kriminalität“, wie eine Rednerin sagt.

Die linken Demonstranten wünschen sich, dass Apollo News wahlweise im „Klo“ oder im „Keller“ verschwindet. Aber wohin dann, wenn wir im Keller sind? Darauf konnte man uns keine Antwort geben. Immer wieder ruft eine einzelne Person „Faschisten“ oder „ekelhaft“.

Am Ende werden dann noch die letzten Refrainzeilen der inoffiziellen Hymne der Hausbesetzerszene, des Rauch-Haus-Songs, umgedichtet: „Das ist unser Haus, schmeißt doch endlich Apollo und Nius aus Kreuzberg raus.“ Für unseren Chefredakteur ist das ein magischer Moment – er ist schließlich in Kreuzberg geboren und aufgewachsen, und jetzt wird ausgerechnet ein Liedtext der Kreuzberger Kultband Ton Steine Scherben für Apollo News umgedichtet.

Das ganze Spektakel dauert nur etwa eine halbe Stunde. Dann steigen die Menschen auf ihre Fahrräder und radeln los, begleitet von Polizeiwagen. Das Ziel: unsere alten Büroräume in der Mengerzeile. Es soll gefeiert werden, dass wir nicht mehr dort sind. Es ist nicht einmal ein Pyrrhussieg, den sie feiern können; es kann nur das Schönreden und Sich-(mit Mate)-schön-Trinken einer Niederlage werden. Denn wir sind in ein dreimal so großes Büro in Kreuzberg gezogen, weil unsere Redaktion mittlerweile zu groß für das alte Büro ist – und das haben wir nur Ihnen, unseren Lesern, zu verdanken!

Wir sind also nicht aus Treptow-Köpenick vertrieben worden, wir sind in das Zentrum der linken Wohlfühlblase vorgestoßen, in das Herz der woken Ideologie – und in unser angestammtes Gebiet zurückgekehrt. Denn in Kreuzberg sind gleich mehrere unserer Redaktionsmitglieder aufgewachsen.

Zuletzt müssen wir als gesamte Redaktion einem besonders treuen Leser unseren besonderen Dank aussprechen: Wir wissen nicht, wer er ist – aber er bildete ganz allein die Gegendemo zum Antifa-Spektakel. Mit seinem Plakat mit der Aufschrift „Apollo News … ein großer Schritt für die Meinungsfreiheit“ stellte er sich ganz allein der Antifa entgegen – das ist echter Einsatz für die Freiheit!

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110 Kommentare

  • Hoffentlich jede Menge Fotos gemacht und immer schön veröffentlichen!

    164
    • Wen interessieren solche Schwachköpfe?
      Es gibt einen relativ geringen Teil davon. Blöd nur, dass deren Vordenker in den Medien und in der Politik sitzen.

      • Die sind so blöd und merken es nicht wie sie missbraucht werden von der Politik

        • Naiv ohne Ende, glaube versetzt Berge. Dummvolk

          37
    • Die „Helden“ sind doch immer vermummt.
      PS: Exisitert nicht im Strafrecht ein Vermummungsverbot auf Demonstrationen? Ach ich vergaß, die „Guten“ dürfen ja straflos jedes Recht brechen.

    • Diese schwachsinnigen sollten Ihren Eltern die Frage nach Geschwisterliebe stellen und warum es verboten ist.

  • Nazis = Linke
    Faschisten = Linke

    Im Herbst 1932 rufen Walter Ulbricht und Josef Goebbels gemeinsam zu einem wilden Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) auf.

    Adolf Eichmann: Nationalsozialismus und Kommunismus sind Geschwister.

    Die Sturmabteilung (SA) war die paramilitärische Kampforganisation der NSDAP während der Weimarer Republik und spielte als Ordnertruppe eine entscheidende Rolle beim Aufstieg der Nationalsozialisten, indem sie deren Versammlungen vor Gruppen politischer Gegner mit Gewalt abschirmte oder gegnerische Veranstaltungen behinderte.

    ”Genosse”: Ein typischer Begriff der Linken
    Die Nazis haben sich untereinander Genossen (Parteigenossen / Volksgenossen) genannt.

    „Links ist vorbei. Es gibt keine linke Mehrheit und keine linke Politik mehr in Deutschland. Es ist vorbei. Es geht nicht mehr.“

    130
    • 33, super Kommentar! Absolut wahr!

      • Wenn AN nicht immer die Kriegstreiberei für die korrupte UA vorantreiben würde!!!!!!! Dann wäre es ein klasse Verein und des Kämpfens wert

    • Diese „Antifa-Birnen“ haben mit jeder Wette 0-Ahnung was Sie („33 ist jetzt“) im treffenden Abschnitt der „SA“ beschrieben haben. In 2 Wochen werden die sich grandios bestätigt fühlen, wenn sie den AfD-Bundesparteitag in Erfurt behindern oder zum Scheitern bringen wollen. Leute es ist längst echt, Zeit geworden, aufzuwachen ! Hört auf von den s/w-Dokumentationen der 33er insgeheim wieder zu träumen !

    • wie oft denn noch?

      -74
      • Bis es auch Bodycount verstanden hat!

      • Bis Du es auch kapiert hast. Die Nazis waren LINKE.

        • Quatsch. Seit wann sind Sozen keine Linken?
          Es wird immer absurder.

          Definition LINKE:

          Sammelbezeichnung für alle Personen, Parteien und Gruppen, die sich an sozialistischen oder kommunistischen Ideen und Konzepten orientieren.

          1
        • Es waren Sozialisten. In der damaligen Lesart. Keine Linken.

          -17
      • Was hat dich das zu jucken?

      • Bodycount, bis du es auch kapiert hast!

  • »Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ›Ich bin der Faschismus.‹
    Nein, er wird sagen: ›Ich bin der Antifaschismus.‹«

  • Danke Apollo-News und NIUS!
    Ihr habt mehr Freunde als ihr denkt.
    Danke für Eure unermüdliche und tägliche Aufklärungsarbeit.
    Danke dafür!

  • 60 Demonstranten ist natürlich ein gewaltiges Aufgebot 🙄

    • Die Anderen gucken WM 🐸

      • Laute den linksextremisten beim Parteitag, ist das böse. Die drücken gerade

    • Ich frage mich, wer die dort hingeschickt hat. Von allein schaffen die es doch nicht mal, den Weg zum Zielort zu finden.

  • Liebe Leute von Apollo: Wäre ich nicht schon Freund, dann spätestens jetzt.

    Ihr habt Eier, ihr macht großartige Arbeit. Bleibt standhaft. Meinen größten Respekt für eure Arbeit. Ihr seid Weltklasse!!!!

    • 👍👍👏👏👏👏

  • Und sie werden kommen über das Meer, wie Heuschrecken, aber es werden keine Tiere sein.
    Nostradamus 1503-1566

    • Stimmt, diese Gleichsetzung wäre für Tiere beleidigend.

    • dummes Zeugs.

      -75
      • Finde dich damit ab. Die Nazis waren Sozialisten….. LINKE

  • Hauptsache niemandem ist etwas passiert. Es war mutig von dem treuen Leser, Apollo news und Nius, sich auf diese Demo zu trauen. In Zeiten wie diesen ist ihr ehrlicher Journalismus absolut notwendig. Vielen Dank.

  • „Mit seinem Plakat mit der Aufschrift „Apollo News … ein großer Schritt für die Meinungsfreiheit“ stellte er sich ganz allein der Antifa entgegen – das ist echter Einsatz für die Freiheit!“
    Das war wohl die einzige UNVERMUMMTE und daher die MUTIGSTE Person bei der ganzen „Demo“. CHAPEAU!!!

  • Lasst euch nicht von den wenigen verwirrten beeindrucken. Macht weiter mit eurer Arbeit. Solche Medien wie eure haben dem Land gefehlt.

  • Definition LINKE:

    Sammelbezeichnung für alle Personen, Parteien und Gruppen, die sich an sozialistischen oder kommunistischen Ideen und Konzepten orientieren.

  • Danke für Euren Einsatz – auch danke für den Unbekannten, der für Apollo Nius auf die Straße ging!

  • Chapeau liebes Apollo-Team und dem erwähnten Einzelkämpfer,
    mit Mut und offenem Visier den Protestanten entgegenzutreten!

  • Liebe Apollo-Leute – bitte lasst Euch nicht einschüchtern. Wir brauchen Euch. (Ich ganz persönlich. Ich kann mich mit diesen modernen Podcasts nicht anfreunden, mein Gehirn setzt sich erst in Bewegung, wenn es einen geschriebenen Text vor sich sieht. Und so gut die Analysen von Klonovsky, Reitschuster oder Wendt auch sind: Sie ersetzen kein Nachrichtenmagazin!)

  • WIR SIND MEHR!

  • Ihr seid meine Helden. Ich muss die Aufstockung meines Beitrags prüfen.
    Mir fällt auf, dass in Berlin anscheinend immer mehr die politische Reinheit des Kiezes angestrebt wird. Soweit geht der politische Horizont wohl gerade noch.
    Schwach, dass nur ein Gegendemonstrant da war.
    Bitte unbedingt immer weiter geh’n…

  • Ein voller Erfolg für Apollo News. Wenn man die Teilnehmer dieser Demo sieht, dann weiß jeder, wenn die gegen etwas sind, dann kann es in Wirklichkeit nur gut sein.

  • An anderer Stelle bereits geschrieben, hier noch einmal an die werten Gutmenschen:

    Allein durch die Stalinistischen Säuberungsaktionen wird geschätzt dass im Zeitraum von 1929 bis 1953 zwischen 19,5 und 22 Millionen Menschen ihr Leben verloren. Die Zahlen gehen auf Stalins Biografen zurück.
    Von Opfern des Sozialismus in anderen Teilen der Welt und anderen Zeiträumen sei hier aus platzgründen nicht die Rede.
    Erinnert sei aber an die Unmenschlichkeiten des DDR-Regimes in der jüngeren Geschichte Deutschlands. Empfohlen sei der Besuch des STASI-Museums Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in Leipzig, das Grenzlandmuseum in Duderstadt oder auch das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig zur „Erinnerung“ daran was die politisch hauptverantwortliche SED, deren politische Nachfolger die Linken sind, zu verantworten hatte.
    Am 17. Juni 1953 wurden Proteste gegen Arbeitsnormerhöhungen mit Waffengewalt u. a. sowjetische Panzer durch das DDR-Regime beendet.

  • Bin kein Berlin-Experte, aber sind die Mieten nicht in Randbezirken günstiger? Muss man ausgerechnet in so einen Szene-Kiez ziehen?

  • Würde so die AfD tönen,wäre sie morgen verboten.

  • Man merkt alleine schon daran, wer vermummt ist, und wer nicht, wer die wahren Faschisten sind.

  • Die Linksfront legt ein in jeder Hinsicht erschütterndes Niveau an den Tag. Beim Lesen des Artikels kommen Fremdscham-Gefühle auf. Billigste Parolen grölen, das können sie. Wenn es darum geht, plausibel zu argumentieren, wird es zappenduster. Aber man kann sicher sein, dass sich diese Leute dabei moralisch total erhaben fühlen. Dass für das AN und NIUS-Personal dann auch noch eine Polizei-Eskorte nötig ist, um einem „Kippen der Stimmung“ vorzubeugen, ist das Tüpfelchen auf dem i. Tragisch, dass Leute mit genau dieser Geisteshaltung die Geschicke des Landes bestimmen. Daniel Günther wird weiterhin glauben, dass Alternativ-Medien „Feinde der Demokratie“, während die dumpfbackigen Demonstranten in Kreuzberg sie „verteidigen“.

    • Die Guten sind die Bösen. Die Ersten werden die Letzten sein.

    • Nun, Sozialismus ist ein Synonym für Dummheit, Gier, Verschlagenheit, Dünkel und Hoffart.

  • Lebe jeden Tag so, dass die Antifa was dagegen hat…

    • Dafür müßten mich diese entgleisten Schadentitäten ja erstmal interessieren.

      Aber wenn man einfach versucht, ein sinnvolles allgemeinverträgliches, erfülltes und produktives Leben im Einklang mit der Realität zu leben, dann „triggert“ man diese Insassen des gesellschaftlichen Flusensiebs ganz nebenbei schon maximal. Einfach, indem man all das tut, wozu sie existenziell unfähig sind.

  • Respekt! Respekt vor den Redakteuren, Respekt vor dem einzelnen Gegendemonstranten.

    Aber bitte nicht vergessen: auch Dumpfbacken können gefährlich sein.

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