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Wahl 2027

„Ein Zeichen für eine starke Demokratie“: Fast 25.000 Unterschriften für Kerkeling als Bundespräsident

Eine Petition fordert Hape Kerkeling als Bundespräsidenten. Kerkeling hatte in letzter Zeit deutlich Position gegen die AfD bezogen – und bekundet, eine „tiefe Verantwortung“ gegenüber „diesem Land“ zu spüren. Heidi Reichinnek zeigt sich offen für den Vorschlag.

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Hape Kerkeling in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald. (IMAGO/Matthias Wehnert)

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Eine Petition auf der Campact-Plattform „We Act“ fordert, Hape Kerkeling zum Bundespräsidenten zu nominieren und zu wählen. Dafür wurden bereits fast 25.000 Unterstützungsunterschriften gesammelt. Der Aufruf spricht von einem „Zeichen für eine starke Demokratie“. Zur Begründung wird Kerkelings Rede in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald im April dieses Jahres angeführt, wo sein Großvater drei Jahre lang „für die Freiheit gelitten“ habe. Es handele sich daher nicht um einen „Spaßkandidaten“.

Die Initiatoren üben in ihrem Petitionstext scharfe Kritik an der bestehenden Parteiendemokratie. „An der Spitze“ brauche die Bundesrepublik „keine Parteitaktik, sondern eine Persönlichkeit, die unser Land würdig repräsentiert und gesellschaftlichen Zusammenhalt stiftet“. Deshalb wollen sie auf Kerkeling setzen, der nicht Mitglied einer Partei ist.

Der Aufruf weist ausdrücklich darauf hin, dass Kerkeling selbst nicht gefragt worden sei, ob er für eine Kandidatur zur Verfügung stünde. Politische Ambitionen hat der Komiker jedoch immer wieder deutlich gemacht. So forderte er im Oktober 2025 ein Verbot der AfD: „Ein giftiges Gericht“ gehöre „nicht auf die demokratische Speisekarte“. Kerkeling bekundete, eine „tiefe Verantwortung“ zu spüren – „diesem Land und unserer Verfassung gegenüber“ (Apollo News berichtete).

Auch seine Filme stellt der Schauspieler und Autor zunehmend in den Dienst eines „Kampfes gegen rechts“. Im Film „Extrawurst“ spielt Kerkeling nach Eigenaussage einen kleingeistigen Rheinländer, der Vorsitzender eines Tennisvereins ist und sich in rassistischen Verurteilungen des einzigen muslimischen Mitglieds des Clubs verliert (mehr dazu hier). Auch im neuen Horst-Schlämmer-Film geht es um ein gespaltenes Deutschland (mehr dazu hier).

Mehrere Prominente äußerten sich nach Angaben der Initiative bereits öffentlich positiv über den Vorschlag, Kerkeling zum Staatsoberhaupt zu machen. Neben der Theologin Margot Käßmann, Cornelia Scheel (der Tochter des früheren FDP-Bundespräsidenten Walter Scheel) und der Komikerin Hella von Sinnen äußerte sich auch Heidi Reichinnek, die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, offen für die Idee. Kerkeling sei „durch seinen Einsatz für Demokratie und Vielfalt sowie seine klare Kante gegen Rechtsextremismus und Intoleranz ein durchaus geeigneter Kandidat“, sagte sie der Bunten.

Lesen Sie auch:

Die Wahl zum Bundespräsidenten ist in Deutschland der Bundesversammlung vorbehalten. Diese tagt nur zu diesem Zwecke – und zwar zum nächsten Mal am 30. Januar 2027. Sie besteht aus den Mitgliedern des Deutschen Bundestages und einer gleichen Anzahl von Persönlichkeiten, die von den Landtagen gewählt werden. Der amtierende Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, darf nach zwei Amtszeiten nicht wieder antreten.

mb

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218 Kommentare

  • Dieter Bohlen hätte aus dem Stand sicher 200.000 Unterschriften bekommen

    222
    • Der wäre besser, ist aber nicht links genug

      103
      • Und nicht schwul genug

        • Und arbeitet NICHT an der gesellschaftlichen Spaltung wie Kerkeling, der auch noch den, nach der Präsidentschaft von Steinmeier, übriggebliebenen Rest an gesellschaftlichen Zusammenhalt zerstören möchte.

          Wen wunderts, dass die üblichen Verdächtigen „an der Spitze“ der Bundesrepublik einen Kandidaten sehen wollen, der ihnen die demokratische Oppostion vom Halse hält.

          7
        • Er ist doch die Queen! Die aus den Niederlanden.

          16
        • Was hat das mit der Eignung zum Bundespräsidenten zu tun? Ist Steini schwul? Ist er ein besserer Buprä als es Kerkeling hätte sein können? Da müssen schon bessere Argumente her.

          0
      • Horst Schlämmer als Bundesheini, Deutschland ist eine Irrenanstalt!!

        • „Eine Petition fordert H Kerkeling als Bundespräsidenten.“
          Das wird nichts werden denn ,der H P K wird bestimmt Probleme wegen der im Schloss ausgestellten japanischen Sexpuppe bekommen..🤣🙋‍♂️😂

          3
    • Ich bin auch für Dieter Bohlen.

    • Michael Manousakis. Da würde die Post abgehen.

    • Warum nicht mal ein Komiker?

      • Davon haben wir doch schon genug in der Regierung.

      • Nun, „warum nicht mal [sic!] ein [sic!] Komiker?“ ist schon starker Tobak, nachdem wir derzeit doch gerade den dritten in Folge haben …

    • Und das zurecht, denn der hat (im Gegensatz zu HP) wenigstens was im Kopf!

    • In einer sog. Demokratie wo das Volk

      NICHT den Präsidenten
      NICHT den Kanzler
      NICHT den Minister
      NICHT die Regierung
      NICHT die Staatssekretäre

      wählen kann, interessiert dann AUCH NICHT ob von 60.5M Wahlberechtigte ganze 25k oder 200k Unterschriften gesammelt werden, diese sie NICHT wählen dürfen.

      PS: Wenn man nicht wählen UND vor allem NICHT abwählen/absetzen darf, sondern sich seit 1949 die Parteien die Posten nach EIGENEN Vorstellungen, meist fern von Qualifikation (seit Jahren) quasi okkupieren, ist es und bleibt es Parteienkratie/Aristokratie die aber seit verstärktem EIGENNUTZ mehr zur Oligarchie mauserte.

    • Aber der ist nicht Frau genug. Und zu rechts und zu vernünftig.
      Oh…Pleonasmus.

    • Ich bin für eine Frau. Wie wäre es mit Carola Rackete? Luisa Neubauer? Vielleicht Greta Thunberg (nach Schnelleinbürgerungsverfahren).

      • Oder die im Internet-Vergewaltigte…

        • Ich bin mir nicht mehr sicher ob es eine gute Idee war, eine Frau ins Gespräch zu bringen.

          7
      • Die sind alle noch nicht 40.😅

        • Denken Sie ernsthaft, dass die Politik das nicht umgehen kann, wenn sie möchte?

          1
    • Er hat seine Visitenkarte abgegeben nach dem Glamour von „Modern Talking“.
      Völlig ungeeignet ist dieser Typ. Ein richtiger Arsch ist das.

      • … bei Ihrer Expertise kennen Sie sich da sicher gut aus …

      • Das ist Unsinn. Bohlen ist altersmilde und erfasst inzwischen genau was geht, bot er sich doch Merz als Ersatz-Elon an. Damals hatte Merz ihn schon nach Strich und Faden belogen, weil er zu kritisch war und Merz ganz genau wusste, dass er keines seiner Wahlversprechen einlösen würde.

  • Was in diesem Land passiert, hätte sich Monty Python nicht grotesker ausdenken können.

    208
    • Sicherlich nicht mein BP.
      Aber bestimmt für die 5% der Bevölkerung, die ein merkwürdiges Verhalten in Parks, unter Brücken und Bahnhofsecken an den Tag legen.

    • Die Wahlveranstaltung wird dann zum Tuntenball.

      • Wie in Balin, wa?

  • Harald Martenstein for Bundespräsident!

    139
  • Ein starkes Zeichen für Demokratie wäre, wenn der BP vom Volk gewählt würde.

    129
    • Oder es ganz abgeschafft würde.

    • Ein noch stärkeres Zeichen für echte Demokratie wäre, wenn dieses mehr als überflüssige Amt endlich ersatzlos abgeschafft würde.
      Niemand braucht einen „Frühstücksdirektor“ mit einem Salär von > 200.000 € p.a.

      • > 400.000

      • und wer soll dann im Bellevue die Zimmer warm halten?

        • @ASt Weber Kann doch sicher eine Flüchtlingsunterkunft werden.

          1
        • Diese Kerkeling for Bundespräsidentbefürworter haben doch den Schuss nicht gehört.

          1
    • Davon dürfen wir träumen, aber sowas ist von Oben nicht vorgesehen.

      • Steht im Grundsatzprogramm der AfD.

        • Zitat aus dem Grundsatzprogramm der AfD:

          „Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk

          Um die Wahl des Bundespräsidenten transparenter und unabhängiger von Parteien durchführen zu können, wollen wir den Bundespräsidenten direkt durch das Volk wählen lassen.“

          12
        • @ Bobbycat 1 Sie lachen sich tot? Das wäre bestimmt ein Glück für diese Welt.

          0
        • #@CC
          ja, da steht so allerhand drin, sogar viel Schwachsinniges
          lesen Sie gerne nach unter Pkt. 4, 4.4,4.4.2, 5.3, und als besonderes ‚bon mot‘ 6.1 – mit einer homosexuellen Vorsitzenden
          Ich lach‘ mich tot

          -12
        • Die wähle ich nicht!

          -23
  • Eine Gesellschaft in der Endphase!

    • Eine Mischung aus Fin de siècle, spätrömischer Dekadenz und …Volksverblödung.

  • Ich wäre für Herrn Grupp!

    • 100% OK – dann erlebt der seinen 7 Frühling. Der o.g Paradiesvogel geht schon mal gar nicht.

      • Grupp hat genau eine Woche nachdem er im Focus Mut-Talk Merz und die Brandmauer als undemokratisch kritisierte einen Suizidversuch unternommen.
        Seit dem hat er sich nie wieder politisch geäußert.
        Es ist nicht so schwierig zu abstrahieren…

        • Doch, er hatte gerade einen Talkshowauftritt.

          0
  • Ich mache mir Sorgen um den Hans-Peter. Er braucht Hilfe.

    • Der Junge muss an die frische Luft…

  • Ich wette, Harald Schmidt würde mehr einfahren!

    • Leider wettet keiner mit mir.

      -21
      • Warum auch? Sie haben doch offensichtlich recht.

  • Wollen wir wirklich den Bock zum Gärtner machen?

  • Ich würde Hamad Abdel Samad, Seyran Ates oder Henryk Broder bevorzugen.

    Mochte Herrn Kerkeling bzw. seine Kunst mal sehr gerne. Ist allerdings schon eine ganze Weile her.

    Hat er nicht die Homophobie in Berlin angeprangert, aber die Tätergruppen nicht benannt?

    • Er hat Leute, die gegen den Karola-Terror protestiert haben, als Antisemiten beschimpft.

    • Doch, er hat die Tätergruppe benannt: Rechte.
      Deshalb wird er ja vorgeschlagen.

  • Satire darf viel.

  • Was sind schon 25.000 Unterschriften bei einem 83-Millionen-Volk? Da hätte ich den Kerkeling-Fans mehr zugetraut.
    By the way: seit wann werden für BuPräs-Kandidaten denn Unterschriften gesammelt?

    • Weil es den Linken dient; da werden dann ganz schnell 2.500.000 draus!

      • … klar, indem noch ein paar Nullen drangehängt werden … das Problem haben wir doch gerade schon in der ReGIERung …

    • Man sollte mal eine Unterschriftensammlung starten, an der sich alle beteiligen dürfen, die ihn nicht wollen.

  • Großer Gott, manche schrecken auch vor nichts zurück.

  • Ist das nicht der Mann, der wegen zunehmender Schwulenfeindlichkeit aus Berlin weggezogen ist?
    Die KI sagt mir, dass u. a. patriarchale und religiös-konservative Rollenbilder eine maßgebliche Rolle bei dieser negativen Entwicklung spielen.
    Hat sich Hape jemals dazu geäußert? Das muss er natürlich nicht, auch nicht als Bundespräsident, grüßen reicht.

  • Linksextremismusaktion wie üblich. Wie wäre es mit einer internationalen Ausschreibung, falls man dies überhaupt kann.

    • Gute Idee; vielleicht ein(e) Afrikaner:in oder Muslim:in.

  • Wenn dann wohl lieber Unterschriften für Harald Schmidt.

    • Nein, Schmidt ist ungeeignet. Er laviert in letzter Zeit immer herum, wenn es darauf ankommt.
      Gut wäre Juli Zeh. Wer ihre letzten Bücher gelesen hat, weiß wie sie tickt.

  • Oder Martin Sonneborn ?
    Der verfügt sogar über Erfahrungen als EU-Abgeordneter! Oder wäre er damit überqualifiziert?

  • Ikkimel oder Hape? Ist eigentlich egal…

  • Warum nicht gleich den Imam der mitgliederstärksten Moschee in Deutschland?

  • „An der Spitze“ brauche die Bundesrepublik „keine Parteitaktik, sondern eine Persönlichkeit, die unser Land würdig repräsentiert und gesellschaftlichen Zusammenhalt stiftet“. – und das soll jetzt Kerkeling sein? Oh je, dann doch bitte lieber Dieter Nuhr.

  • Michael Klonovsky ist mein Kandidat.

  • Ach du meine Nase.

  • Was zum Henker ist bloß aus Prinzessin Beatrix geworden?

  • Nun, Idi Amin steht ja nicht mehr zur Verfügung.

    • Jetzt isst Mann keine Männer ,sondern Mann liebt Sie ✌️😊🤑🧐😡😏

  • Ja geht’s noch!?

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