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DGB-Bundeskongress

„Sozialabbau wird es mit uns nicht geben“: Gewerkschaften kündigen Widerstand gegen Reformen an

Auf dem anstehenden DGB-Kongress wird die Wiederwahl der derzeitigen Vorsitzenden Yasmin Fahimi erwartet. Sie hatte sich bereits in der Vergangenheit gegen Sozialreformen ausgesprochen. Auch Verdi-Chef Werneke kündigt heftigen Widerstand an.

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DGB-Chefin Yasmin Fahimi bei einer Veranstaltung in Marburg im April (IMAGO/Hartenfelser)

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Ver.di-Chef Frank Werneke wird auf dem anstehenden Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) den derzeit diskutierten Sozialstaatsreformen eine Absage erteilen. „Das Signal des DGB-Kongresses wird sein: Einen Kurs des Sozialabbaus, auch wenn er unter einer blümeranten Reformdebatte versteckt ist, wird es mit uns nicht geben“, sagte Werneke gegenüber dem Handelsblatt.

Der Verdi-Chef kritisiert dabei insbesondere die SPD und warnt: „Die Arbeitgeberverbände und weite Teile der Union überbieten sich jeden Tag mit immer neuen Forderungen zum Sozialabbau und der Verschlechterung von Arbeitnehmerrechten – ich erwarte von der SPD, dass sie hier dagegenhält.“ Der Gewerkschafter prognostiziert: „Lässt sie sich mitreißen, würde sie sich auf den Kurs der Selbstzerstörung begeben.“

Auch beim Thema Rente teilt Werneke gegen die Partei aus: „Wenn die SPD sich auf eine Deckelung des Rentenniveaus einlässt oder auf eine Erhöhung des Renteneintrittsalters, dann wird es richtig brenzlig.“ Mit seiner Kritik steht Werneke nicht allein da. Diese wird auch von der derzeitigen DGB-Chefin Yasmin Fahimi unterstützt, die auf dem Kongress voraussichtlich wiedergewählt wird.

Fahimi hatte sich bereits in der Vergangenheit kritisch über mögliche Reformideen geäußert. So bezeichnete sie die diskutierten Pläne bereits im Dezember 2025 als „Wahnsinn“. Zuletzt verkündete Fahimi auf einer Kundgebung zum 1. Mai in Nürnberg: „Wenn man uns angreift, dann wehren wir uns“. Sie drohte, dass man weiterhin das „Bollwerk“ bleiben werde, „gegen Rückfälle in die Anfangszeiten des Kapitalismus“, wird Fahimi von der Zeitung zitiert.

Auch in der Debatte über eine mögliche Kürzung des Bürgergeldes zeigte sich Fahimi im Oktober 2025 kämpferisch und kündigte Massenproteste an. Die DGB-Chefin kritisierte: „Wenn der Fokus sozialer Reformen immer wieder nur auf angeblich massenhaften Leistungsmissbrauch erfolgt, dann bedient man die Diskurse der extremen Rechten.“

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Ihr zufolge verfehlte die damalige Diskussion das eigentliche Problem: „Wir sind mitten in einer der größten wirtschaftlichen Stagnationsphasen seit Dekaden, aber wir diskutieren vor allem über Bürgergeld und Kürzungen im Sozialsystem“.

sf

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59 Kommentare

  • Gewerkschaften sollten für Arbeitnehmer da sein, nicht für die Bezieher von Bürgergeld.

    • Gewerkschaften sind für sich selbst und den Staat da! Im Osten war das der FDGB=Partei der Parteilosen!

    • Das war früher auch so.

      Aber seit die SPD nur die Partei der Arbeitsscheuen und der Arbeitsverweigerer ist, die die Fleißigen im Stich gelassen hat und verhöhnt, sind ihre Vorfeld-Brigaden auch völlig verkommen.

    • Soziale Gerechtigkeit endet nicht bei den sozial Schwächsten – überleg mal, was du da schreibst!

      • Arbeitslose sind nicht sozial schwach, die sind kapitalschwach.
        Wenn Sie sozial Schwache sehen wollen, dann müssen Sie sich die Vorstandsvorsitzenden, Aufsichtsräte und andere Bonzen ankucken!

  • Liebste Gewerkschaften, ihr seid raus wenn ein Betrieb pleite geht, wie schon bei 200000 Unternehmen in den letzten Jahren in der EU, da könnt ihr noch so lauthals schreien ….

    • Genauso ist das. Jeder Trottel begreift das, nur nicht die Linksgrünen aller Parteien.

  • Der DGB sollte noch einmal Nachschau betreiben und sich das Papier aus dem Jahr 2002 ansehen:

    „Chef BK, Arbeitsbereich Planung (Dr. Geue), Auf dem Weg zu mehr Wachstum, Beschäftigung und Gerechtigkeit. Thesenpapier für die Planungsklausur, Berlin, Dezember 2002 (hektografiert).

    Es begründete die Agenda 2010, die das Sozialstaatspinzip aushebelte, und die deutsche Arbeitsgesellschaft in zwei Gruppen spaltete: Arme, Arbeitslose und Geringverdiener und prekär Beschäftigte – und gesicherte Arbeitnehmer und Tarifbeschäftigte.
    Dieser Teil der Agenda 2010 sollte die Lohnkosten direkt senken – doch es kamen fatale Verteilungswirkungen in Gang. Die Deregulierung des Arbeitsmarktes kommt heute als Welle der Minirenten und Altersarmut auf die ganze Gesellschaft zu. Es kommen aber noch andere fatale Entwicklungen und Systemwirkungen dazu.

    Denn 25,5 Mio. Menschen sind seit 1990 ausgewandert! Ihre Leistungen & Sozialbeträge fehlen heute auch im System.

    • Die Lohnsenkungspolitik in den unteren Einkommensgruppen und die Finanzialisierung des Wohnungs- und Immobilienmarktes haben volkswirtschaftliche Disparitäten geschaffen, die heute das Herz von Frau Bas & das Sozialsystem sowie die Staatskasse zerreissen!

      Es einfach bekloppt, in einem beitragsfinanzierten Sozialsystem Lohnsenkungspolitik und Anlegerabsicherung in Immo-Fonds gleichzeitig ohne Lastenausgleich als AGENDA 2010 zu verfolgen!

      @Disliker: Ohne VWL-Kenntnisse disliken und ohne Begründung ist Euer Problem!

      • @Frau Fahimi: wir sind in einem Zusammenbruch-Szenario, das als Folge der „Digitalisierung“ auch China, Japan, Korea, Indien, EU und USA betrifft. Kernindiatoren: Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit und Deflation. In der Summe läuft sogar eine INVOLUTION, bei der Niedrigpreiswettbewerb und AI-Automation sich gegenseitig betriebswirtschaftlich zerstören!

        Digitalisierung sorgt auch für UNSICHTBARKEIT, UNEINSEHBARKEIT und für Giga-Korruption in allen Systemen. Die Tofu-Dreg-Krise in China und die russische Korruption sind alle Seiten einer Plattform-Digitalisierung, die auch bei uns die Stadtzentren entleert. Nun kommt die KI-Blasenwirtschaft dazu – und die Kunden & Nutzer gehen aus!

        ZIVILISATIONSVERFALL ist im Gange, und das ist mehr als ein Tarif- und Sozialpolitik-Thema! – Wobei „Brainrot & Hirnverfall“ mit im Spiel sind!

  • ……. wird es mit den Gewerkschaften nicht geben, davon bin ich überzeugt!
    Aber Kürzungen wird es geben, dann halt ohne die Gewerkschaften, es merken immer mehr Gewerkschaftsmitglieder dass ausser Mitgliedsbeiträgen und weltfremden Forderungen nicht viel bei rum kommt. Kredit finanzierte Solidarität ist nicht unbegrenzt machbar.

  • Diese Dame und ihre Gewerkschaft haben die Politik die Schuld am Untergang ist, stets unterstützt. Jetzt kommt das Karma, aber die Dame verdient ja gut.

    • Hier in Bremen haben die Gewerkschaften mit der SPD zweimal die GEWOBA, Baugesellschaft in die Grütze gefahren. Und jedes Mal musste wieder Steuergeld an!
      Es sind die größten Vernichter von Volksvermögen und müssten eigentlich hinter Gitter!

  • In Abwandlung einer Forderung der PDS von damals ist mein Vorschlag: Gewerkschafter in die Produktion!!! Arbeiten Bitte!

    • Dazu müsste man der erst einmal erklären, was Arbeit überhaupt ist.

      Lies mal … die hat in ihrem Leben noch NIE gearbeitet: https://de.wikipedia.org/wiki/Yasmin_Fahimi

      Es ist geradezu grotesk, dass die Vorsitzende einer Gewerkschaft ist.

  • Wie Willi Bleicher bereits früh im Jahr 1949 als späterer Bezirksleiter der IG Metall in Baden-Württemberg kommenden Generationen als Vermächtnis hinterlassen hat, sollte man die historisch einzigartige Errungenschaft der Einheitsgewerkschaft hüten „wie unseren Augapfel“ (Benz et al. (Hrsg.), 1984: 137, 2. durchges. Aufl.). Angesichts dessen mutet es überaus geschichtsvergessen an, wenn heutzutage eine Gewerkschaft geführt wird, als ob sie als Vorfeldorganisation einer politischen Partei wie vor allem der SPD zu agieren hätte. Welch seltsame Blüten die dadurch mit Geist gekoppelte Blindheit aktuell treibt, ist schon daran erkennbar, wenn der 1. Bevollmächtigte der Esslinger IG Metall erst jüngst behauptet, dass es angeblich die Industrie schädigt, wenn Unternehmen nicht um jeden Preis den Betrieb aufrechthalten.

    • Nur zur Erinnerung: Obwohl zu dem Zeitpunkt bereits mit mindestens 500 Mrd. Euro die öffentliche Hand exemplarisch im Zuge der sogenannten Energiewende das schiere Nichts finanziert hatte, forderte Christiane Benner als Erste Vorsitzende der IG Metall am 13. Januar 2024 eine weitere Verschuldung für die von ihr so bezeichnete „Transformation“ im Umfang von wenigstens desselben Betrags. Angesichts dessen sollte es erlaubt sein, danach zu fragen, ob die Funktionärin dadurch noch würdig ist, den akademischen Grad einer Diplom-Soziologin zu führen. Zwar strebt allen voran die SPD an, den bisher geltenden Begriff dazu, was einen Menschen würdig macht, abzulösen und an seine Stelle etwas zu setzen, das ihrer parteipolitischen Ideologie entspricht. Aber die Goethe-Universität in Frankfurt am Main täte sich selbst keinen Gefallen, sich darauf einzulassen.

  • aber nur für nichtdeutsche.

    • Keine Angst, die „Nichtdeutschen“ werden eingebürgert!
      Da wolltest du doch?

  • Bei Fahimi wie Werneke handelt es sich um langjährig stramme Genossen der SPD die offenbar fest zu deren Geschäftsmodell, der Umverteilung stehen. Tatsächlich verlangen die nichts weiter, als das ihre Gewerkschaftsmitglieder weiterhin die uferlos gewachsenen Sozialabgaben für Bürger der Welt finanzieren. Ich frage mich, wann die Mitglieder der Gewerkschaften sich endlich aus der Bevormundung der Sozialisten befreien und von ihren Kadern verlangen, primär ihre originären Ansprüche zu verfolgen, im Bewusstsein, mit ihren Arbeitgebern in einem Boot zu sitzen. Wenn die Konkurrenzfähigkeit des Betriebs gefährdet ist, sind letztendlich beide Seiten vom Verlust des Unternehmens betroffen.

  • Linke stehen für alles, was dieses Land lähmt und blockiert.

  • Mittlerweile nur noch ein Scheinriese wie die SPD…

  • Diese sogenannten „Gewerkschaften“ haben rein gar nichts mehr mit „Werken, Arbeiten“ zu tun. Sie haben die „Arbeitenden“ verraten. Sie sollten sich umbenennen: „Bürgergeldschaften“ oder so; oder auch „Beamtenschaften“.

  • Wenn ein SPDler die Sahara übernimmt wird nach 6 Monaten der Sand knapp.

  • Gewerkschaft für Arbeitsunwillige.

    • Gewerkschaft für die Regierung; damit nichts aus dem Ruder läuft. Keine Demos gegen die Regierung, aber Demos gegen die Opposition. Gibt es nur in Deutschland.

  • Verzeihung, versteh ich das richtig? Die Gewerkschaften wollen die Arbeiter (ich bin einer) mobilisieren, damit das Bürgergeld weiter für Faulenzer und überflüssige Ausländer gezahlt wird, welche den Arbeitern (also auch mir) auf der Tasche liegen? Was hat die Alte konsumiert?

    Das kannst du dir nicht ausdenken.

    • In Norwegen ist es noch SCHLIMMER! Der Gewerkschaftsbund spendet jährlich Millionen an die Arbeiterpartei, ohne auch nur EINEN zu fragen! Als Lockmittel dient dabei die Hausratsversicherung die im Beitrag enthalten ist. Wer nicht in der Gewerkschaft ist zahlt das Doppelte an Prämie…

      KORRUPTION AUF HÖCHSTEM STAATLICHEN NIVEAU!

    • Warte mal nächstes Jahr ab. Wenn du krank wirst, dann geht es richtig in die Tasche.
      Hier kapiert der Michel nicht, das wir mittlerweile Zugereiste mit 4 Frauen und 25 Kinder kostenlos durch füttern müssen! Der Vater ist ca. 46 Jahre alt, kann aber wegen Rückenbeschwerden nicht arbeiten. Aber fixx bis zum umfallen!
      Und diesen groben Mist hat auch noch das VG abgesegnet, als ob das GG es erlaubt!

    • Frechheit! Wie kannst du wissen, was ich mir ausdenken kann??
      Ich bin sehr kreativ, ich erwarte eine Entschuldigung von dir.

  • Na, mal Blick in den Spiegel, wenn Mitschuldige gesucht werden. Schön links – rot – grün und dann wundern, wenn Alles den Fluß runter geht. Habt doch Lobgesänge auf diese Politik angestimmt. Gibts ein Video für Euch: https://www.youtube.com/watch?v=zAPHQZgfoT0

  • Stimmt, Sozialabbau für die Millionen Nichtstuer und Einwanderer in das Sozialsystem wird es mit dem sozialistischen DGB nicht geben.

    Dafür dann halt Arbeitsplatzabbau für die fleißigen.

    Naja, die Genossen im DGB Vorstand sind ja zum Glück nicht betroffen

    • Frechheit! Wie kannst du wissen, was ich mir ausdenken kann??
      Ich bin sehr kreativ, ich erwarte eine Entschuldigung von dir.

      -18
  • Es sind immer Linke oder der Islam die Länder zerstören.

    • Sei froh, dass du niemals die AfD in der Regierung erleben musst – dann würdest du anders reden!

      -37
      • Wie denn? Erzähl mal!

        • Sibirien lässt grüßen!

          -12
  • Und genau deshalb werden die Gewerkschaften auch untergehen, zusammen mit der SPD.

    Die Gewerkschaften waren mal die Vertretung der Arbeiter, der Beschäftigten.
    Das ist lange her.
    Heute sind die die Vertretung der Nicht-Arbeitenden. Und die leben vom Geld der Arbeitenden die die Gewerkschaften eigentlich vorgeben zu vertreten.

  • Zuschüsse und Fördermittel höhlen die Gewerkschaften aus. Mitgliedsbeiträge sind nur noch Spesen für üppige Gehälter und einer gewerkschaftlichen Machtfassade der SPD.

  • Abbau von Arbeitsstellen ist was? Der DGB ist verpflichtet Gesetze, Auflagen, die Arbeitsplätze unweigerlich abbauen, zu bekämpfen. Unabhängig einer politischen, oder ideologischen Ausrichtung. Rosinenpolitik nach eigenem Gutdünken ist nicht!

    • Kennen Sie den Unterschied zwischen Theorie und Praxis?

  • Die Gewerkschafts-Bonzen haben schon wieder Angst um ihre Diäten 🫣

  • Der Sozialstaat ist ausgeufert.

    Und das auch, weil Millionen Fremde durchgefüttert werden.

    Wir haben ein Ausgabenproblem!

    Denn die Einnahmen sind preisbereinigt über die Dekaden ja nicht weniger geworden. Sondern der Staat holt sich immer mehr Geld bei den Leistungsträgern. Die Mittelschicht rutscht ab…

    Jeder private Haushalt, der von Arbeit lebt, würde doch bei dergleichen Bilanz sofort begreifen, dass er erheblich weniger ausgeben muss, um nicht in eine Schuldenspirale zu kommen.

    Aber bei vielen heutigen Politikern sucht man wirtschaftliche und verantwortungsbewusste Vernunft vergeblich.

    Bei den heutigen Gewerkschaften habe ich den Eindruck, dass sie nicht mehr die arbeitetende Bevölkerung vertreten, sondern diese nur noch als Alibikulisse benötigt, um eine linksgrüne ideogische Agenda zu bedienen. Angelehnt an eine Spielwiese von Grünen, Linken und SPD, die von Multikultistan und Sozialismus träumt.

  • Kein Sozialabbau, egal was es kostet. Das ist sozialistisches Finanzmanagement. Solche Irren gab es immer, vor allem in der SPD.

  • Gratisschweinefleisch für Muslime:
    Kommt gerne vorbei.

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