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Kerosin-Mangel: „Wir stehen nicht unvorbereitet da“, behauptet Katherina Reiche

„Wir stehen nicht unvorbereitet da“, sagt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mit Blick auf mögliche Engpässe bei Flugtreibstoff. Die Versorgung in Deutschland sei aktuell gesichert. Dennoch soll der neue Nationale Sicherheitsrat tagen.

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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gibt vorerst Entwarnung: Trotz angespannter Lage sei die Kerosin-Versorgung gesichert. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Die Versorgung mit Kerosin in Deutschland ist nach Angaben der Bundesregierung derzeit gesichert. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) behauptete nach einem Treffen mit Vertretern von Mineralölwirtschaft, Flughäfen, Airlines und Verbänden, es gebe aktuell keine Versorgungsengpässe.

„Wir beobachten die Entwicklung engmaschig und behalten neben Treibstoffpreisen auch die Versorgungsstrukturen und die verfügbaren Raffineriekapazitäten im Blick“, sagte sie. Deutschland sei durch seine Raffineriestruktur besser aufgestellt als Länder, die Kerosin vollständig importieren. „Wir stehen nicht unvorbereitet da“, sagte Reiche dem Deutschlandfunk. „Wir lassen uns aber nicht treiben. Wir handeln gezielt, wir handeln abgestimmt mit kühlem Kopf.“

Durch die massiv gestörten Lieferketten im Nahen Oste ist besonders der Flugtreibstoffmarkt in Europa betroffen, der zu großen Teilen von Importen abhängt. Internationale Energie- und Branchenvertreter warnen deshalb vor möglichen Engpässen, sollte die Lage weiter anhalten. IEA-Chef Birol warte, Europa habe womöglich nur noch sechs Wochen Treibstoff. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, Kerosin werde für den Rest das Jahres knapp und damit teurer bleiben. Zwar habe man bislang keine Flugzeuge wegen Treibstoffmangels am Boden lassen müssen, dies könne jedoch unvermeidbar werden.

Deutschland beteiligt sich zudem an der koordinierten Freigabe strategischer Ölreserven über die Internationale Energieagentur. Nach Angaben der Bundesregierung werden rund 2,6 Millionen Tonnen Öl schrittweise in den Markt gegeben. Zudem liegen die gemeinsam mit anderen IEA-Staaten vorgehaltenen Reserven nach Angaben des Wirtschaftsministeriums bei rund einer Million Tonnen Kerosin; ein Teil davon wurde bereits freigegeben.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte an, sich zeitnah im Nationalen Sicherheitsrat mit der Entwicklung zu befassen. „Unser Ziel ist dabei klar: Die deutsche Wirtschaft und die Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass die Versorgung mit zentralen Produkten wie etwa Diesel, Benzin, Flugbenzin gesichert bleibt“, sagte Merz. Für den Fall einer weiteren Verschärfung sei die Bundesregierung auf Maßnahmen vorbereitet.

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33 Kommentare

  • Dann lassen wir uns mal überraschen.

  • Super Frau Reiche! Da freut sich Frau Neubauer, die kann dann zum Eis essen wieder nach Los Angeles jetten. Oder Herr Özdemir von Stuttgart nach Memmingen mit dem Privatjet der Windkraft-Industrie. Wobei ich mich immer gefragt habe, wieso gerade dieser Industriezweig nicht mit dem Segelflieger unterwegs ist….

  • Eigentlich sollte ich bestürzt sein, schätze ich. Aber angesichts dieses Dauerkrisenmodus‘, in dem wir uns seit Jahresbeginn 2020 befinden, kann ich ehrlich gesagt nur noch mit den Schultern zucken.

    Klar, ich brauche Diesel (der ja raffinadetechnisch der engste Verwandte des Kerosins ist) allein schon, damit ich meine Gaststätte betreiben kann. Leider hoppeln die Schweineschnitzel ebenso wenig von selbst zu mir wie die Kartoffeln und das Bier.

    Aber ich hab mir seit Corona angewöhnt, ständig einen brauchbaren Vorrat zu halten. Legal darf man in Deutschland 200 Liter in Kleingaragen bevorraten. Bei mir sinds zehn 20-Liter-NATO-Kanister. Darin Aral Ultimate, das hat das ganze Jahr über Winterdiesel-Güte und hält mangels Biodiesel-Anteil wesentlich länger. Trotzdem ergänze ich immer eine entsprechende Menge Anti-Dieselpest-Additiv von Liqui Moly.

    Wie gesagt: Gefühlt seit sechs Jahren Dauerkrise. Ich habs wohl verlernt, mich deswegen dauernd aufzuregen. Vorbereiten, gut is!

    • Und ja, ich weiß natürlich, dass meine Kneipe ein Staubkorn ist im Vergleich zu den großmaßstäblichen Problemen, die eine Kerosinknappheit für Deutschland bedeuten würde.

      • Kneipen sind oft „Heimat“ und wichtiger Anlaufpunkt für ansonsten einsame Menschen……also nicht unwichtig…(wissen Sie ja selber, wollte es trotzdem schreiben)…..

        • Dankeschön für Ihre Worte – ehrlich! Und ja, das ist für meine Schänke in der Tat die wichtigste Rolle. Ich habs ja schon geschrieben: In der nächsten Kleinstadt gibts keine deutschen Gaststätten mehr; hier im einige Kilometer entfernen Dorf bin ich die einzige Kneipe; gilt so auch für einige Dörfer im Umkreis.

          Das hat für mich den Vorteil, dass der Laden sich relativ sicher trägt und hat für viele Menschen hier den Vorteil, dass sie hier noch eine Anlaufstelle im klassischen Sinn haben – Gaststätte als Gemeinschaftswohnzimmer des Dorfs.

          Ich bin auch keiner, der hier was verändert, wenns nicht irreparabel kaputt ist. Die Einrichtung ist seit den 50ern/60ern weitgehend gleich. Gemütlich, rustikal, kein neuer Unfug. Das mag ich, das mögen die Leute, weil das ist Kontinuität. Dazu gutbürgerliche Küche, im Sommer manchmal US-Style Barbecue, wenn’s mich packt. Ein vernünftiges Bier, deutsche Weine – passt!

          7
  • In Deutschland mangelt es vor allem an Regierungspolitikern, die wirklich zum Wohle des Deutschen Volkes regieren und nicht für die eigenen Interessen und Diätenerhöhungen und Zulagen.

    • In welcher Welt, sei es in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft, sind Politiker tatsächlich für das Wohl jedes Einzelnen verantwortlich? Diese Vorstellung wirkt kaum realistisch.

      Ein mündiger Mensch trägt selbst Verantwortung für sein Leben. Wer mit politischen oder rechtlichen Rahmenbedingungen unzufrieden ist, kann sie akzeptieren, sich engagieren und Veränderungen anstoßen oder, sofern möglich, auswandern und eine bessere Alternative suchen.

      Die Annahme, scheindemokratisch gewählte Vertreter würden automatisch im individuellen Interesse jedes Bürgers handeln, entfernt sich von der Realität. Häufig entspringt sie weniger Naivität als Bequemlichkeit und dem fehlenden Willen, das eigene Leben konsequent selbst zu gestalten.

      Kurz gesagt: Es gibt Gewinner und Verlierer.
      Auf welcher Seite man steht, hängt letztlich vom eigenen Handeln ab.

      • Politiker sind nicht für das „Wohl jedes Einzelnen“ verantwortlich – aber sehr wohl für die Schaffung der Rahmenbedingungen, die es jedem Einzelnen ermöglichen, nach seinen eigenen Interessen und Voraussetzungen das beste aus seinem Leben zu machen.

        Kurz gesagt: Regierungen haben für das zu sorgen, was Aristoteles meinte, als er sagte: Gerechtigkeit ist die Harmonie des öffentlichen Ganzen.

      • „In welcher Welt, sei es in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft, sind Politiker tatsächlich für das Wohl jedes Einzelnen verantwortlich? Diese Vorstellung wirkt kaum realistisch.“

        Wenn Sie jetzt noch geschrieben hätten „Der Staat, das sind wir alle“, hätten Sie das Bullshit-Bingo schon gefüllt.

        – EinMann
        – UnsereDemokratie
        – DerStaatDasSindWirAlle

        um Ihnen mal ein paar Ideen zu geben.

  • Die Deutschen können es noch! Sie bereiten sich auf die Herausforderungen, die ihnen düstere Machte der Weltpolitik abverlangen stets gewissenhaft vor. So wurde unlängst sogar bei einem Einsatz einer deutschen Fregatte viele tausend Kilometer von der Heimat entfernt mit planerischer Weitsicht Munition für drei Schuss mitgeführt.

    Es ist schön, dass man sich auf die Aussagen einer derart kompetenten Regierung verlassen kann.

  • Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte an, sich zeitnah im Nationalen Sicherheitsrat mit der Entwicklung zu befassen. „Unser Ziel ist dabei klar: Die deutsche Wirtschaft und die Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass die Versorgung mit zentralen Produkten wie etwa Diesel, Benzin, Flugbenzin gesichert bleibt“, sagte Merz. Für den Fall einer weiteren Verschärfung sei die Bundesregierung auf Maßnahmen vorbereitet.“

    Mir schwant nichts Gutes für die Urlaubsflüge, etc., des gemeinen Bürgers.
    Erinnert mich eher an…..
    „Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit / die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen.“
    „…..glauben Sie nur den öffiziellen Quellen…“

    • In diesem Fall ist wohl auch nur gemeint, dass das Kerosin für die Regierungsflieger und Privatjets ausreicht und dort keine Engpässe zu befürchten sind.

  • Gestern in der Schweizer Nachrichten Sendung „10 vor 10“ gab es zum Thema Kerosin keine Probleme für die Schweiz.

    Grund: wir haben keine Kerosin-Raffinerien und unser Kerosin beziehen wir aus Deutschland ergo wird es zu keinen Engpässe kommen.

    WAS NUN, ALLES TRÄUMER VOR DEM HERRN?

    • bitte noch mal lesen 😉
      – AUS Deutschland bedeutet nicht VON Deutschland !!
      Die dafür geeigneten Raffinerien gehören NICHT dem deutschen Staat!

  • Die Kerosinversorgung sei DERZEIT gesichert.
    Es gebe AKTUELL keine Versorgungsengpässe.
    „Derzeit und aktuell“ heißt „JETZT, in diesem Zeitpunkt“ – heißt aber nicht, dass es morgen, übermorgen, in einer Woche oder in einem Monat noch so ist.

    Typischer Politikersprech also, den man nicht auf die Goldwaage legen sollte.

    Die weitere Aussage:
    „Wir handeln gezielt, wir handeln abgestimmt mit kühlem Kopf.“
    kommentiere ich mal lieber nicht.

  • Da wird sich der Malle-Fanclub aber freuen!

  • Diesbezüglich habe ich ein Vorstellungsdefizit–kann mir jemand helfen.

    Szenario:
    Frankfurt Flughafen–Flugzeuge werden betankt.
    Hat da jedes Land seine eigenen Tankfahrzeuge und seine eigenen Kerosinvorräte–oder muss alles Deutschland bereitstellen?

    Würde es in Deutschland knapp werden–könnte Frankfurt Flughafen dann entscheiden, nur noch deutsche Flugzeuge zu betanken?–Oder müsste dann nach Quote betankt werden?

    Jeder bekommt xy% Liter–wenns für die Rückreise nicht reicht–muss das Flugzeug am Boden bleiben.

    Und–könnten Flugzeuge die Route ändern, nur um noch einmal in Deutschland oder in Ländern mir Vorräten „zwischen zu tanken“

    Wie ist das geregelt?

    Ähnlich doch dann auch bei Schiffen…

    Habe mal gelesen, dass viele Flugzeuge Deutschland beim Tanken meiden, weil die Kosten für Kerosin auch wegen der Steuern so hoch sind.–Könnte das bezüglich Vorräten jetzt von Vorteil sein?

  • Das ist nicht unser Krieg–das ist nicht unser Problem….

    Könnte es aber werden, wenn Flugzeuge, die Deutschland verlassen, in anderen Flughäfen nicht mehr aufgetankt werden könnten.

    Gibt es eine Strategie, wie deutsche Flugreisende dann wieder zurück geholt werden könnten?

    Müssten dann doch Flugzeuge in Deutschland stehen bleiben, weil vielleicht Frachtflugzeugen Vorrang gegeben werden müsste?

    Welche Strategie verfolgen Staaten außerhalb Deutschlands–außerhalb Europas?
    Wie sieht es mit deren Vorräten aus?

    Würde es dort eine Triage-Strategie geben müssen?

    Und was wäre mit „Ölhaltigen“ Produkten, die wir exportieren?
    Wäre für Flugzeuge oder Frachtschiffe , die das Ausland beliefern genug Sprit da?

    Und was wäre mir Importen aus Ländern, die keine Öl-Kerosin-Vorräte mehr haben?–Könnten wir in Deutschland auf Lieferungen von Lebensmitteln und Rohstoffen verzichten?

    Es geht ja nicht nur um um Urlaubs-und Freizeitgestaltung–es geht um das pure Leben.

  • Das Unvorbereitete kenne ich noch aus der Pandemiezeit.
    Wir wissen ja alle was das alles für Folgen hatte.
    Diese Regierung ist seit dieser Zeit für mich abslizt

    • EILMELDUNG: Reservistenverband fordert Anhebung der Altersgrenze von 65 auf 70 Jahre

      Passt doch. So können sich die deutschen Rentner bei der Bundeswehr was dazu verdienen. Im Kriegsfall dürfen sie dann für die jungen, kräftigen, männlichen Ukrainer, Syrer, Afghanen, Iraker und wen sonst noch alles in den Krieg ziehen, damit die weiter daheim auf dem Sofa rumlungern und sich im Internet anschauen können, wie die deutschen Kartoffel-Rentner abgeschlachtet werden.

  • Reiche sollte am Preismangel an der Tanke arbeiten und sich nicht an Fakenews wie Kerosinmangel beteiligen.

  • Wir Stehen was..:-)

    „Wir stehen nicht unvorbereitet da“

    Nur was mit lerren Taschen da..:-)

  • Ja für die Bundeswehr Flugbereitschaft, um unsere armen geschundenen Politikerseelen von Frankfurt nach Luxemburg zu fliegen oder falls Pistorius seinen Kulturbeutel in Australien hat liegeblassen, ist bestimmt noch Kerosin da!
    Vielleicht möchte auch von der Leyen von Brüssel nach Straßburg fliegen?
    Ist alles möglich im Politiker-Schlaraffenland!

  • Lügen macht unglücklich und häßlich, das läßt sich immer wieder feststellen.

  • Aber natürlich, natürlich: Alles im Lot auf’m Riverboat…
    Hat euch der Second-hand chancellor nicht immer die Wahrheit gesagt? Na?

  • Übergewinnsteuer wäre die einzig richtige Schere den Heuschreckenübergewinn wegzuschneiden. Wieso lehnt Frau Wirtschaftsminister genau das ab? Womöglich fließt der Übergewinn oder ein Teil davon in ihre eigene Tasche.

  • „Wir stehen nicht unvorbereitet da“

    Glaube ich sofort! Die haben ja noch die Maßnahmen aus der China-Virus-Diktatur in den Schubladen! Einfach ein anderes Etikett drauf, eine Ministerpräsidenten-Runde nach der anderen anstelle von Demokratie und Dr. Maggus als obersten Einpeitscher nach vorne!
    Schon kann es weitergehen mit Ein- und Wegsperren. Und 15 Kilometerzonen, wie schon während der Plandemie, werden Wunder wirken!
    Dann kann gar keiner mehr Fliegen – außer natürlich diejenigen, welche auch vom Paragraphen § 188 des Strafgesetzbuchs profitieren – für die gilt dann eine Ausnahme. Und für Mitglieder mit Nachweis, zu „Unsere Demokratie“ zu gehören, natürlich auch.
    Und schon ist kein Kerosinmangel, kein Benzinmangel und kein Mangel an Diesel mehr zu spüren.
    Sollten dann noch Lebensmittel knapp werden, muss nur noch eine Triage nach obigem Muster durchgeführt werden….

  • Wir stehen nicht unvorbereitet da, sondern wiederholen -wie Üblich unsere aller dümmsten Fehler. Merzel-Reicht es und die anderen Kabinetts-Damen.

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