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Rücktrittsforderung

Wegen kritischer Rezensionen ihrer Werke: Autorinnen werfen ÖRR-Literaturkritiker „Sexismus“ vor

Nachdem sich der ÖRR-Literaturkritiker Denis Scheck negativ über die Bücher zweier Autorinnen geäußert hat, werfen diese ihm nun Sexismus vor. Auch Rücktrittsforderungen werden geäußert – obwohl Scheck die meisten Werke von Autorinnen positiv bewertete.

In seiner Sendung kritisierte Denis Scheck zwei Bücher von weiblichen Autoren und erntet jetzt Sexismus-Vorwürfe. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Weil Denis Scheck in der ARD-Sendung Druckfrisch unter anderem das neu erschienene Buch der Autorin Sophie Passmann als „Wasserstandsmeldungen aus den Seichtgebieten eines trüben Bewusstseins“ bewertete, sieht sich der Literaturkritiker jetzt Sexismus-Vorwürfen ausgesetzt.

„Dieser Verriss hat mich sehr beschäftigt, weil der sehr böse war, aber vor allem sehr sexistisch“, beklagte die Autorin Passmann die Besprechung von Scheck in einem Video auf Instagram. Passmann unterstellt Scheck, Bücher, „die von weiblichen Lebensthemen“ handeln, prinzipiell herablassend zu behandeln.

Zudem hat sich auch die Autorin Ildikó von Kürthy über Schecks Rezension ihres Buches in einem Beitrag in der Zeit beschwert. Unter anderem hatte Scheck, der die Sendung seit über 20 Jahren moderiert, erklärt, er sehe in Kürthys Buch „Nachrichten aus der Schnatterzone einer Damentoilette auf einer Hochzeit“. Diese Kritik bezeichnet Kürthy als „eine Verachtung der lesenden und schreibenden Frauen“.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte der Literaturkritiker, dass er sich seit Jahren „auf engstem Raum um eine ebenso pointierte wie nachvollziehbare Bewertung höchst unterschiedlicher Texte“ bemühe. Seine Kritik gelte „den Werken, nicht ihren Urhebern oder Lesern“. Scheck betont, dass er in der Liste der März-Sendung vier Bücher, die von Frauen verfasst wurden, „teilweise enthusiastisch gelobt“ und drei Bücher negativ rezensiert habe.

Auch die ARD verteidigt gegenüber der dpa Schecks Kritik gegen die Sexismus-Vorwürfe: „Rückblickend stellt die Redaktion fest, dass der Moderator bei der Liste der behandelten Bücher mehr Autorinnen gelobt als kritisiert hat. Die ARD steht für Gleichberechtigung und eine vielfältige Darstellung von Perspektiven im Programm.“

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Doch das genügt der Autorin Elke Heidenreich nicht, die bereits zuvor in einem Beitrag in der Zeit harsche Kritik an Scheck geäußert hatte. „Die Reaktion der ARD greift zu kurz“, kritisiert Heidenreich nun gegenüber der Nachrichtenplattform Express.de als Reaktion auf die Stellungnahme des Senders.

„Seine Kriterien sind fragwürdig, er ist aufgebläht, eitel und durch nichts qualifiziert“, wettert Heidenreich. Die Autorin fordert: „Damit muss Schluss sein. Wir brauchen Bücher und Leser, nicht solche kleinen Miesmacher. Wie schon mal durchgesagt: ‚Der kleine Denis möchte endlich aus dem Kritikerparadies abgeholt werden.‘“

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78 Kommentare

  • Nun, Marcel Reich-Ranicki konterte den Vorwurf, er würde Autoren „fertigmachen“ noch mit dem Hinweis, daß er diese ja nicht gezwungen habe, schlechte Literatur zu schreiben – dadurch würden sich diese doch nur selbst „fertigmachen“.

    Und, auf die nachgeschobene Kritik von Autoren, daß er selbst ja noch nie ein Buch geschrieben habe, antwortete er seinerzeit, es komme regelmäßig vor, daß Hühner versuchen würden, faule Eier auszubrüten, weil sie diese selbst gar nicht erkennen könnten; dafür brauche es in der Landwirtschaft den Bauern und in der Kultur eben den Literaturkritiker.

    • Made my day!

      • Nskrowsche dasopro!

    • Ich fand Reich-Ranicki immer arrogant und abstoßend, noch bevor ich von seiner Arbeit für das kommunistische Regime in Polen usw. erfuhr. Dazu kam er mir immer wie ein Torwächter für den Literaturbetrieb vor, etwas wie Campino bei der Musikindustrie.
      In diesem Zitat deklariert ja Reich-Ranicki seine Meinung implizit als objektive Wahrheit, was ihn mir noch unsympathischer macht.
      Das soll nicht heißen, daß Reich-Ranicki per se immer daneben liegt.

      So oder so: wenn man von einer kreativen Tätigkeit leben will, ob Musik, Literatur, Zeichnen usw., muß man sich ein dickes Fell zulegen und sich nicht von irgendwelchen Kritikern zu sehr beeindrucken lassen.

  • Entweder „“rassistisch“ oder “sexistisch“.
    Eines von beidem wird immer rausgeholt, wenn Leute keine Kritik vertragen können

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    • In Ihrer Aufzählung fehlt noch „islamophob“.

    • @Stern
      Wenn man keine Argumente hat ist es halt ein beliebtes Mittel die Punkte des Gegners einfach zu negieren, so kann man auch komplett ohne eigene Punkte den Diskurs gewinnen.

      Ist wie bei einem Wettkampf, ist man am Verlieren, denunziert man dem Kontrahenten einfach bis dieser entweder aufgibt oder vom Wettkampf disqualifiziert ist, danach brauch man auch keine Eigenleistung mehr erbringen.

    • Kritisiere eine inkompetente Politikerin, eine ideologisierte Professorin mit abseitigen Auffassungen oder ein misslungenes Buch einer Schriftstellerin… Zulässige Kritik in der Sache wird damit bekämpft, indem frau sich hinter dem intersektionellen Merkmal „Frau“ verschanzt und die Kritik als „frauenfeindlich“ framed. So versucht frau sich gegen Kritik zu immunisieren und einer Sachdiskussion aus dem Weg zu gehen…

    • Wenn der kleine Kasper nicht sagen darf, daß ihm die Suppe nicht schmeckt, dann hat wohl Frau Heidenreich gekocht.

  • „Die Kritik ist mir völlig egal, Hauptsache die Zeitung schreibt meinen Namen richtig“, Oscar Wilde.

  • Denis Schreck auch nicht gerade ein Highlight und immer mal wieder mit seltsamen Ansichten auffällig. Ich kann mir aber aufgrund seiner Einstellungen nicht vorstellen, dass er etwas aus Sexismus heraus zerreißt. Es ist wohl eher wie immer, die einen finden es beschissen, während es auch immer einige weniger gibt, welche es gut finden. Verkaufsfördernd ist eine solche öffentliche Kritik nicht, aber das ist auch ein Risiko im harten Markt des Buchgeschäfts.

  • Was die Frauen machen ist nämlich Sexismus gegenüber einem Mann. Den Mann als Sexist zu betiteln, nur weil er ihre Bücher kritisiert, ist eine Form von Sexismus, nämlich die Meinung, dass ein Mann sowieso sexistisch ist und sexistisch urteilt. In diesen ganzen Kampagnen werden Männer immer mehr Opfer von böswilligem Sexismus ausgehend von Frauen.

  • Ich kenne den Literaturkritiker zwar nicht (im Gegensatz zu Herrn Reich-Ranicki) und habe noch nie von ihm was gehört, aber Humor hat er, dass muss ich sagen.

  • Wirtschaftsweise können immer ganz genau erklären warum es nicht so gekommen ist wie sie es vorhergesagt haben.

  • Der Heidenreich darf man wohl jetzt auch keine Altersweisheit mehr unterstellen. Empörungsdeutschland mal wieder.

    • Es geht um Manipulation und Macht…

  • Was hat ein schlechtes Buch mit Sexismus zu tun. Eben nix.

  • „Sexismus“ hat inzwischen den gleichen Stellenwert wie „Nazi“. Meist ein reiner Bullshit-Begriff, der nur zur Denunziation anderer Meinungen / Personen oder zur Hervorhebung der eigenen, vermeintlichen Opferrolle genutzt wird. Hat sich in in Windeseile abgenutzt (wie eigentlich alle Begriffe aus der Empörungsschublade), kann man vergessen, muss man eigentlich gar nicht mehr drauf eingehen.

    • Völlige Zustimmung, danke!

    • @Anonymous
      Korrekte Analyse, allerdings geht der Begriff, wie auch der Nazi Begriff, noch weiter es ist eine klare Abwertung, eine klare Darstellung von der Minderwertigkeit des anderen und der eigenen Höherwertigkeit. Für die Antifa sind „Nazis“ (also alle Menschen die sie als solche sehen) keine Menschen, diesen zu schaden oder gar zu töten ist legitim für diese, wie man von der Antifa ja auch immer gern verbal zu hören bekommt. Gleiches ist beim „Sexismus“, welches es ja nur in der Form Mann => Frau gibt, umgekehrt nach deren Ideologie nicht existent. Es reduziert den man auf ein triebgesteuertes Wesen dem Frau überlegen ist (da Frauen sowas ja angäblich nicht hätten). Für Vollblutfeministinnen ist ein Mann kein Mensch auf gleicher Wertebasis sondern aufgrund seines Geschlechtes minderwertig, übrigens genau wie im bipolaren Konterpart des Feminismus, dem Maskulinsmus, wo Frauen pauschal minderwertig sind.

  • Oh Gott die Elke, die wird doch nicht noch woke auf ihre alten Tage

    • Die wird nicht, die ist. Es kommt drauf‘ an, gegen wen es geht…

    • Die war schon immer linksextrem bis zum Anschlag. Einfach übel.

  • Gleichberechtiging fordern, aber nicht kritisiert werden wollen…toxischer Feminismus

  • Absolut lachhaft: In der gleichen Sendung, in der Scheck die zwei Mimimi-Autorinnen kritisierte, warf er auch Peter Hahnes aktuelles Erfolsbuch in die Tonne. Würde sich Hahne beschweren? Nein, er würde sich „geadelt“ fühlen. Und die dumme ARD führt sogar eine Statistik, wieviele Autorinnen Scheck lobt und welche er tadelt. Und dann noch Elke Heidenreich: Da weiss jeder Literaturfan, dass die zwei NICHTS voneinander halten 😂.

  • Denis Scheck ist ja selber ein linksgrüner Populist, der Bücher von Maaßen u.ä. öffentlichkeitswirksam in die Mülltonne rollen lässt. Nun ist er selber auf der Rampe….

  • Wer sonst nicht weiter weiß, zieht die sexismus Karte!

  • Er hat vollkommen recht, diese Frauenthemen-Nabelschau-Bücher braucht kein Mensch.

  • Wow, das Matriarchat schlägt zurück, da braucht es scheinbar wieder ein bisschen weibliche Toxizität. Fast wie im ‚Königlich Bayerischen Amtsgericht.

  • Toxischer Feminismus breitet sich aus wie eine Pest. Wie bestellt so geliefert.

    • „Toxischer Feminismus “
      Das ist ein Pleonasmus

      • ich ahne was Sie meinen .)

    • @Peter W.
      Toxischer Feminismus gibt es nicht, der Feminismus ist pauschal toxisch, auf Sexismus und Minder-/Höherwertigkeitsmechaniken ausgelegt.

      Eins muss man allerdings den Linken lassen, sie haben es geschafft das Feminismus von der Mehrheit als etwas Positives gesehen wird und die Frauenrechtsbewegung fast vollständig konsumiert hat, sowie deren bürgerrechtlichen Erfolge aus dem 20then Jahrhundert als Eigenleistung verkauft. Goebbels wäre neidisch bei dem Maß mit dem man seit ~60 Jahren die Massen umpolt.

      • Feminismus bedeutet ja ursprünglich gleiche Rechte für Männer und Frauen. Zwischenzeitlich ist das in vielen Bereichen der Gesellschaft ins krasse Gegenteil verkehrt. In diesem Sinne sind die Beiträge dieser privilegierten und fürstlich bezahlten Frauen toxisch…. 😎

        • @Peter W. / Oxyotl
          Ich muss Oxyotl da Recht geben: Feminismus hatte nie etwas mit Gleichberechtigung zu tun gehabt.

          Und es ist leider nicht aus den Köpfen der Meisten herauszulösen, dass angeblich „Feminismus mal was Gutes/nötig war, nur in letzter Zeit übertrieben“ hätte.
          Es ist einfach falsch. Feministen verkaufen Erfolge als die ihre, obwohl sie keinen positiven Einfluss für den Erfolg hatten.

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        • @Peter W.
          Falsch, das war und ist niemals die Defintion von Feminsmus gewesen. Gleiche Rechte war das Anliegen der Frauenrechtsbewegung des späten 19then und 20then Jahrhunderts. Der Feminsmus hat diese Leistungen okkupiert und als Eigenleistungen ausgegeben. Der Feminismus existiert schon seit Ende der französischen Revolution (also deutlich länger), war aufgrund seinem Männerhass aber nie populär, auch die Frauenrechtlerinnen in der Geschichte, wie die Mütter unseres Grundgesetztes, haben sich zu dieser Zeit nie als Feministinnen bezeichnet, sondern stehts als Bürger-/Frauenrechtlerinnen. Schaut man in eine Defintion von dieser Zeit wird das auch klar, denn damals hatte der Feminismus noch eine ähnliche Definiton, nur mit getauschten Geschlechtern, wie der Maskulinismus noch heute hat.

          https://de.wikipedia.org/wiki/Maskulinismus

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        • @Mathematiker – 12.04.2026 um 16:25 Uhr
          Kann ich Ihnen nur zustimmen. Das Narrativ „Feminismus == Gut/Wichtig“ ist in den Köpfen von Menschen in der westlichen Welt inzwischen so hardgecodet dass man es wohl nie mehr herausbekommt. Selten wurde ein Begriff in der Geschichte so oft umdefiniert wie der „Feminismus“ sowie nachträglich so viele Leistungen, besonders von Bürgerrechtlern, nachträglich als feministische Errungenschaften gelabelt. Dabei wissen wir doch heute nur zu gut, eines der Grundprinzipien von Propaganda ist: wiederhole ein Narrativ nur oft genug und es wird ein Fakt. Genau das haben wir hier. Ähnlich wie beim Pariachat. Vor 10 Jahren kannte der Durchschnittsbürger das Wort noch garnicht und heute wird von vielen Menschen in diesem Land angenommen wir leben in einem, dabei ist nicht einmal die strengste Definition des Wortes annähernd erfüllt (ja es gibt mehrere, wissenschaftlich extrem umstrittenes Wort).

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        • Das ist Blödsinn. Feminismus war immer die Idee Frauen vor Gleichberechtigung zu schützen. Insbesondere Wahlrecht ohne Dienstpflicht. Feministinnen wehren sich bis heute gegen die Einführung der weiblichen Sexpflicht analog der männlichen Wehrpflicht/Sicherheitspflicht…

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  • Männer, lasst die weibl. Prosa doch von Frauen bewerten.
    Die machen das schon. Zickenkriege sind garantiert. Das wird lustig.
    Sollen sie sich doch gegenseitig Sexismus vorwerfen.

    • Hm… das kann man machen.
      Aber das würde für eine Segregation von Frauen und Männern bedeuten, und das liesse sich dann auf viel mehr Bereiche erweitern.

  • Weil er fachlich recht hat ist es nun Sexismus? Junge junge ist das linke Spektrum geistesgestört.. Früher ging man mit Kritik einfacher um, heute hat jeder seine fühlis im Spiel, krank..

    • Der Dennis ist selbst massiv links. Wahrscheinlich ließen die zerrissenen Autorinnen konservative Werte in ihren Texten durchblicken. Auf sowas geht der Scheck ab.

  • Ihr wollt doch gleichberechtigt sein! Dann lebt auch mit Kritik. Albern u mimimiVerhalten von den beleidigten Damen

  • Erfreulicherweise trifft es den Richtigen! Hoffentlich auf nimmer Wiedersehen, er war unerträglich

  • Ich kann Herrn Scheck nicht ausstehen, und gönne es ihm. Obwohl, die beiden Damen haben auch eine Meise.

  • Ich hasse den ÖRR und ich hasse dieses „Sexismus“-Geschrei. Worüber soll ich mich denn jetzt aufregen? Ich bin ratlos.

  • Literaturkritiker sind Zensoren die in ihrer Überheblichkeit bestimmen wollen was Literatur ist und was nicht.

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