Reisebericht
Lebensfreude durch Auflehnung – was Deutsche von Israelis lernen können
Auf einer fernen Insel in Thailand hat sich eine Art israelische Exklave gebildet. Inmitten von Strand und Sonne hat unsere Autorin mit jungen Israelis über den 7. Oktober und den Irankrieg gesprochen – und dabei einiges über Deutschland gelernt.
Eine Begegnung beschäftigt mich seit Tagen. Ich befinde mich gerade auf einer Insel in Thailand, und unverhoffterweise ist es hier wie in einer israelischen Exklave. Wo man auch hinkommt und hinsieht, ist alles voller junger Israelis. Sie quatschen, spielen Ball, bandeln an. Immer in Gruppen und immer mit einer Energie, die gerade für ja gern mal etwas verkopfte Deutsche ansteckend ist. Abends treffen sie sich auf einem Marktplatz, der schon von einigen ironisch als „Little Tel Aviv“ bezeichnet wird. Ganz selbstverständlich wurden meine Freundin und ich dort auf Hebräisch angesprochen. Als ich lächelnd auf Englisch antwortete, dass ich leider nichts verstehe, blickte ich in ein ziemlich verwundertes Gesicht. Später kam ich mit zwei Israelis Anfang 20 ins Gespräch.
Sie sind hier gestrandet, wie alle anderen Israelis, erzählt sie. Flüge zurück nach Israel gibt es wegen des Irankriegs seit Wochen nicht. Keiner weiß, wann es möglich ist, wieder nach Hause zur Familie zu kommen. Die junge Frau, mit der ich mich unterhalte, lächelt mich immerzu an. Es ist ein sehr herzliches Lächeln, etwas nervös ist sie auch. Sie erzählt mir, dass sie täglich mit ihrer Familie facetimed. Sie sind ständig im Bunker, das ist für alle inzwischen ganz normal. Sie spricht nicht aus, dass sie gern bei ihnen wäre, aber ich sehe es ihr an.
Werbung
Eigentlich wollte sie nur ein paar Monate durch Thailand reisen, wie es viele junge Israelis nach ihrer Militärzeit mit Anfang 20 machen. Jetzt kann sie nicht mehr zurück. Sie erzählt mir von ihrem Bruder, der eine leitende Position im Militär hat. Nervös blickt sie zu dem jungen Mann, der neben ihr sitzt und mit dem sie offenbar den Abend verbringt. Sie tauschen ein paar Worte auf Hebräisch aus. Dann blickt sie mich wieder an. Sie macht sich Vorwürfe, sagt sie. Dass sie nicht versucht hat, ihn zu überreden, nicht im Krieg zu kämpfen, sich rauszuhalten. Sie lächelt wieder; sie wirkt, als wisse sie, dass sie ihren Bruder nicht hätte überzeugen können. Dennoch grämt es sie. Dass sie Angst hat, wird an diesem Tisch nicht ausgesprochen. Die Angst sitzt hinter ihrem Lächeln.
Ihre beste Freundin ist am 7. Oktober ermordet worden, erzählt sie mir. Sie war gerade in ihrer militärischen Grundausbildung. Nicht älter als 20. Die Terroristen ermordeten sie, als sie noch im Schlafanzug war. Sie erzählt das ohne Härte, ohne Betroffenheit, ohne Tränen in den Augen. Stattdessen fragt sie mich freundlich, warum ich so traurig schaue. Es ist für mich sehr traurig, was sie erzählt, sage ich ihr. Ich sage nicht, dass allein die Vorstellung, dass eine enge Freundin von mir getötet werden würde, so schmerzhaft ist, dass ich den Gedanken schnell wieder verwerfe.
Werbung
Ich brauche nicht traurig zu sein, entgegnet sie mir. So leben wir in Israel. Ihre Mutter habe schon im Krieg gelebt, ihre Großeltern ebenso. Jetzt lebe sie im Krieg. So sei das eben. Jeder Israeli kennt jemanden, der am 7. Oktober oder im Krieg danach ermordet wurde. Jeder Israeli hat jemanden verloren, den er liebt.
Lesen Sie auch:
Oft Iran-Fahnen
Kriege im Iran und in der Ukraine: Bundesweit Tausende Teilnehmer bei Ostermärschen
Bundesweit gab es am Karsamstag Tausende Teilnehmer an traditionellen Ostermärschen. Dominiert wurden die Demos von antiisraelischen und antiamerikanischen Gruppen – in der Menge wurden immer wieder Flaggen des Mullah-Regimes und der Palästinenser gesehen.SPD-Podcast
Klingbeil reklamiert Wording zum Irankrieg: „Mir war wichtig, die Botschaft zu setzen: ‚Das ist nicht unser Krieg‘“
Ungewohnte Töne von Klingbeil im SPD-Podcast: Im Falle Israels habe man „vieles akzeptiert, was nicht akzeptiert werden durfte“. Er warf den USA vor, sie würden die AfD unterstützen – der Vorwurf von US-Seite, man würde die AfD unterdrücken, sei hingegen „totaler Quatsch“.Der junge Mann neben ihr schaltet sich ein. Wir versuchen, das Leben zu feiern, sagt er. Die Sonne, das Meer, die Gemeinschaft – wir alle versuchen, bewusster zu leben, das Leben zu genießen. Und es stimmt: Der Marktplatz brummt vor Energie und Lebensfreude. Schaut man sich die jungen Leute an, kann man sich nicht vorstellen, dass all diese jungen Menschen gerade um das Überleben ihrer Familie bangen, dass sie nachts vielleicht an jemanden denken, der getötet wurde und ihnen etwas bedeutet hat.
Sie kiffen alle sehr viel. Das ist auffällig. Auch der junge Mann, mit dem wir sprechen, zerbröselt wie selbstverständlich Marihuana-Klumpen und zündet sich einen Joint an. In Berlin hätte ich mich weggesetzt. Hier versuche ich, darüber hinwegzusehen. Seine Armeezeit sei sehr hart für ihn gewesen, sagt der junge Mann, der anders als das Mädchen neben ihm sehr leere Augen hat. Er war bei der Marine auf den Patrouillenschiffen. Immer wieder habe es Grenzkonflikte gegeben, sein Vorgesetzter auf dem Boot sei selbst erst Anfang 20 gewesen, sagt er. Das ist das Seltsame an diesem Militär, meint er etwas geistesabwesend: dass dort Anfang-20-Jährige Befehle geben, die dann 18-Jährige ausführen. Wenn man das Militär dann erst mal hinter sich hat, wisse man, dass der Rest des Lebens nur schön werden könne, meint er. Er sei dann erst mal nach Australien gegangen und habe zusammen mit einem Iraker allen möglichen Unsinn gemacht; das fand er sehr schön. Jetzt würde er schon gern seine Familie besuchen. Über ein Jahr hat er sie nun nicht mehr gesehen. Jetzt wartet er darauf, endlich Flüge nach Hause buchen zu können.
Werbung
Plötzlich scheint sein Blick weit durch uns hindurch zu gehen. Israel sei nur ein Spielball der Großmächte, erklärt er. Es gehe nur ums Öl und um strategischen Einfluss in der Region. Das Mädchen neben ihm nickt ihm unsicher zu. Ich frage sie, wie sie zu Netanjahu steht. Ihre Eltern seien große Netanjahu-Unterstützer, sagt sie. Ihr Großvater aber hasse ihn. Bei jedem Familienfest würde heftig darüber gestritten werden. Da sie das ganz schlimm fände, versuche sie, sich rauszuhalten. Grundsätzlich streite sich ganz Israel den ganzen Tag hart und heftig über Politik. Aber trotzdem sitzt man am Ende des Tages wieder zusammen und zelebriert die jüdischen Traditionen. Sie liebe dieses Gemeinschaftsgefühl, sagt sie. Alle Israelis, mit denen ich in diesem Urlaub rede, erzählen mir das.
Und tatsächlich habe ich so etwas noch nie gesehen. Am Strand finden sich die Israelis wie selbstverständlich. Da quatschen Männer Frauen und Frauen Männer einfach so von Handtuch zu Handtuch aus zehn Meter Abstand an. Auch Israelis Anfang 20 unterhalten sich ausführlich mit Familien, die sie gerade erst getroffen haben. Alle sind munter, freundlich, aufgeschlossen. Für einen Deutschen ist es mitunter wie ein anderer Planet. Auch uns begegnen viele Israelis aufgeschlossen; auf dem Marktplatz quatscht man sich am Tisch einfach mal an. Innerhalb kürzester Zeit habe ich mit verschiedenen Israelis Diskussionen über israelische und europäische Politik führen können, die ich rein äußerlich den jungen Leuten mit Hanf-Klamotten und wilden Frisuren und Tattoos niemals zugetraut hätte. Ein Israeli, den ich zunächst etwas peinlich berührt ignorierte, weil er sich beduinenartig ein Tuch um den Kopf gewickelt hatte und aussah wie ein Wüstenhippie, entpuppte sich als bestens informiert über die deutschen Migrationsprobleme und unsere geringe Geburtenrate.
Es gibt aber auch andere Momente. Immer wieder wenden sich vor allem israelische Männer ab, wenn sie von mir erfahren, dass ich deutsch bin. Das freundliche Mädchen, mit dem ich mich unterhalten habe, erklärt mir, dass das ihrer Meinung nach daran liege, dass sie schlechte Erfahrungen mit Deutschen machen. Sie haben keine Lust, sich Vorträge anzuhören, und die meisten Deutschen, Spanier und Italiener würden Israelis ablehnen – das wiederum führe bei vielen Israelis dazu, dass sie sich lieber gleich von ihnen zurückziehen.
Werbung
Ich kann das verstehen und bin trotzdem bedrückt. Das letzte Mal, dass die Juden so gehasst wurden wie heute, war vor etwa 100 Jahren und hatte mit euch Deutschen zu tun, sagt der junge Mann neben ihr und blickt etwas verschmitzt zu mir rüber. Ich nicke nur und sage ihm, dass ich es schrecklich finde, wie sehr viele Deutsche die Israelis hassen, und dass ich mich immer wieder mit ihnen anlege. Als ich ihnen erzähle, wie schwer es ist, Diskussionen über Israel zu führen, weil viele Israel-Kritiker Netanjahu, die israelische Regierung und mitunter auch die Israelis schlichtweg für das personifizierte Böse halten, lächeln sie beide nur wissend.
Dieses Lächeln begleitet mich noch, als ich mich später verabschiede und mich in mein Apartment begebe. Später liege ich im Bett und empfinde eine tiefe Demut. Alle Probleme in Deutschland kommen mir im Vergleich ziemlich klein vor; persönliches Gejammer und Weltschmerz über die kleinen Ärgerlichkeiten des Alltags erscheinen mir plötzlich unfassbar banal. Alle großen Probleme, die Deutschland hat – Deindustrialisierung, Massenmigration –, sind selbst gemacht, denke ich. Wir könnten ein wunderschönes Leben haben, niemand bedroht uns. Wir haben alle Möglichkeiten, und anstatt diese auszukosten, sabotieren wir uns selbst und hassen uns dabei.
Ich denke lange darüber nach, dass die Deutschen von den Israelis lernen könnten, dass persönliche Zufriedenheit nicht die Abwesenheit von Problemen und Herausforderungen ist. Vielmehr kann man das größte Leid erfahren und trotzdem ein glückliches Leben führen, wenn man eben die Entscheidung trifft, sich aufzulehnen, das Beste daraus zu machen, nicht alleine zu kämpfen, sondern die Gemeinschaft mit anderen zu suchen und gemeinsam das Leben lebenswert zu gestalten – jeden Tag aufs Neue.
Werbung
Ich glaube nicht, dass die Israelis nicht traurig sind. Der Verlust ihrer Liebsten muss einen Schmerz hinterlassen, der kaum heilen kann, und trotzdem haben sie eine Entscheidung getroffen: Diese Trauer darf parallel zum Glück existieren, sie geben nicht auf. Das Volk Israel lebt, rufen sie sich zu, und es lebt in jedem Einzelnen von ihnen. Wir Deutschen sollten das nicht bekämpfen. Es könnte uns ein Vorbild sein.
Freund werden
Freund von Apollo News werden
Liebe Larissa, vielen Dank für diese Einblicke, das ist sehr interessant und berührend. Mich hat in Israel auch die Kombination von hoher Bildung, Leben mit dem Terror und mediterraner Lebensfreude fasziniert – bei allen Unterschieden sind uns die Israelis doch so viel näher als und ähnlicher alle anderen Bewohner des nahen Ostens – warum nur stößt das hierzulande so oft auf Ablehnung? Ich kann nur auf die nie versiegende Quelle des Neides und der Minderwertigkeitsgefühle tippen, es ist aber so traurig… Wir könnten wahrlich von ihnen lernen – und müssen es vielleicht noch. Alles Gute Ihnen und noch einen schönen Urlaub! Ihre E. Moneypenny
Grundsätzlich haben Sie mit Ihrem Kommentar recht. Aber man sollte auch berücksichtigen, dass bei Krieg nicht nur eine Seite die Schuld trägt. Warum gibt es keinen palästinensischen Staat? Warum besetzt Israel nichtisraelisches Gebiet zur eigenen Landnahme? Warum besetzt Israel palestinensisches Gebiet und vertreibt Palästinenser?
Es gibt keinen palästinensichen Staat, weil die Palästiner die Zweistaatenlösung selber immer wieder abgelehnt haben.
Amir berief sich auf radikale Interpretationen jüdischer Konzepte wie Din Rodef (das Gesetz des Verfolgers) und Din Moser. Er war der festen Überzeugung, dass Rabin durch die Abgabe von „jüdischem Land“ das Leben der jüdischen Siedler gefährde und somit den Tod verdient habe.
Die Tat geschah in einer Zeit extremer gesellschaftlicher Spaltung in Israel. Rechte Kreise hatten Rabin zuvor als „Verräter“ oder „Nazi“ beschimpft, was nach Ansicht vieler Beobachter ein Klima schuf, das die Tat begünstigte.
Der Mord erschütterte Israel und die Weltgemeinschaft zutiefst. Er gilt als einer der entscheidenden Wendepunkte im Nahostkonflikt:
Lähmung des Friedensprozesses: Obwohl Schimon Peres die Amtsgeschäfte übernahm, verlor das Lager der Friedensbefürworter an Schwung.
Politischer Rechtsruck: Bei den darauffolgenden Wahlen 1996 siegte Benjamin Netanjahu, der dem Oslo-Prozess skeptisch gegenüberstand.
Frage an Gemini:
Wer hat Jitzchak Rabin ermordet und warum?
Antwort:
Jitzchak Rabin, der damalige israelische Ministerpräsident, wurde am 4. November 1995 am Rande einer Friedenskundgebung in Tel Aviv ermordet.
Der Mörder war Yigal Amir, ein damals 25-jähriger jüdisch-extremistischer Rechtsextremist und Jurastudent. Er feuerte aus nächster Nähe drei Schüsse auf Rabin ab, wovon zwei den Ministerpräsidenten tödlich verletzten. Amir wurde noch am Tatort festgenommen und später zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, die er bis heute verbüßt.
Das Motiv war rein politisch und religiös motiviert. Amir wollte den Friedensprozess mit den Palästinensern stoppen.
Amir war ein entschiedener Gegner des Oslo-Abkommens, das Rabin gemeinsam mit Schimon Peres und Jassir Arafat ausgehandelt hatte. Dieses Abkommen sah vor, Gebiete im Westjordanland und im Gazastreifen unter palästinensische Selbstverwaltung zu stellen.
Es gibt auch keine Palästinenser. Das ist eine Propagandaerfindung des PLO-Terroristen Arafat !
Bernd M: Ah – da ist sie wieder, die sorgfältig ausgebreitete Äquidistanz deutscher Foristen, Ein braves Dogma eben. unbeschadet aller historischer Realitäten und Kenntnisse. Als 1948 der Israel gegründet wurde, griffen sechs arabische Staaten mit überlegener Militärmacht die gerade mal 600.000 Bewohner Israels an, Sie hatten kaum Waffen, kämpften um leben und konnten sich erfolgreich wehren. Welche Schuld sehen Sie?
Hm…..und wie genau kam es zur Israel-Gründung ?
Dank Arafat und Co. gibt es keinen palästinensischen Staat. Wollte nie einer des Muslimbrudergefolges. Gäb es keine Opfer mehr der Israelis und dann auch keine Opfergelder. Die Israelis wollten immer nur in Frieden leben. Rate zur Lektüre von Golda Meir.
Ach, wo soll man da anfangen? Israel hat leider keine Wahl. Mit Staatsgründung wurde ihm von allen Seiten der Krieg erklärt. Eine friedliche Lösung mit den Palästinensern wurde immer wieder von Israel vorgeschlagen, von den Palästinensern immer wieder abgelehnt. Als Israel den Gaza-Streifen räumte, wurde dort ein Terrornetzwerk ausgebaut, Tunnel gegraben, etc., eine ewige Quelle von Anschlägen bis hin zum schrecklichen 7. Oktober… Wer auch immer es gesagt hat, hat recht: „Hören die Palästinenser auf, zu kämpfen, gibt es keinen Krieg mehr, hört Israel auf, gibt es kein Israel mehr.“ Die Aggression richtet sich gegen Israel, und es ist schrecklich, dass sich hierzulande die Identifikation mit dem Aggressor breitmacht inklusive dessen Opfer-Erzählungen. Aber wenn man es überall hört und liest, glaubt man es am Ende. Furchtbar, gerade in Deutschland, es ist einfach nur furchtbar, und ich schäme mich dafür.
Wo ich Israelis sehe, ist es laut und lebendig. Das israelische Essen ist wirklich lecker und überall flitzen fröhliche und wohlerzogene Kinder herum. Es ist unglaublich, dass diese Menschen in unseren Breitengraden derart gehasst werden. Niemals sollten wir vergessen: zwischen uns und dem Kalifat stehen Benjamin Netanyahu, Donald Trump und Millionen mutiger Soldaten aus Israel und den USA.
Liebe Larissa, ein sehr guter Beitrag!
Gut beobachtet, mutig aufgeschrieben und gefühlvoll auf die Situation der Israelis und auch der Deutschen eingegangen.
Mein Liebster war immer wieder in Israel, hat viele Freunde dort, hat die Sprache gelernt und noch tiefere Erfahrungen gemacht.
Wenn es wieder möglich ist fliegen wir und hoffentlich auch Sie nach Israel.
Vielen Dank für diese berührende Schilderung israelischer Mentalität. Statt Israel, das um sein Überleben und für unsere westlichen Werte kämpft, zu unterstützen, wird es von Deutschland und der Mehrheit der Deutschen kritisiert und im Stich gelassen! Es ist eine Schande, wieder mal eine deutsche Schande.
Danke liebe Larissa für diesen Bericht und die Eindrücke, die das Video wunderbar ergänzt. Ja- Israel lebt- und dafür bin ich sehr dankbar und auch demütig
Guter Artikel, der sehr berührt.
Interessante und informative Urlaubsgeschichte.
Was man aber nicht versteht WARUM heißt es immer man solle bei Land A schauen und wie es bei denen so gut, besser läuft, man motivierter etc. ist???
D. und sein Volk hat doch MEHRFACH bewiesen, es kann mit Krisen umgehen, alles aufbauen, sich an die Spitze kämpfen.
Was es eben NICHT kann, IMMER wieder das eigene Land, Traditionen, Werte hassende Personalien und deren destruktiven Ideologien verhindern, eindämmen etc..
Man soll eben aus der (eigenen) Geschichte lernen und nicht Leute agieren lassen, die Geschichte umschreiben und per Zwang dem Rest aufbürden.
Wer kein Stolz, keine Werte, keine Identifikation mit der Heimat hat, soll nicht beim Nachbarn oder in der Ferne sein Wohlbefinden, Lösungen suchen.
Was aber NICHT heißt, immer den politisierten „dt. Sonderweg“ zu beschreiten.
Man hatte die Gründerjahre, 2x WK, 45+ jahre Besatzung usw. ABER den MARSCH durch die Institutionen brach das Genick erneut, daher wieder reset.
🙏❤️❤️❤️
Liebe Larissa, vielen Dank für den berührenden Kommentar. Für uns Deutsche bedeutet Urlaub in Thailand Sommer, Sonne, Meer und Freiheit von Arbeit und Sorgen um steigende Spritpreise. Für israelische Touristen ist Thailand wohl vor allem Abstand von Schutzräumen und täglichen Raketenangriffen – etwas, das wir nur noch von Erzählungen unserer Großeltern kennen. Sie kämpfen unseren Krieg und wir haben nichts besseres zu tun, als zu erklären, es wäre nicht unser Krieg und vor Islamophobie zu warnen. Kein Wunder, dass israelische Touristen keine Lust haben mit Deutschen zu reden.
Ich bin Teil einer aschkenasisch jüdischen Familie. Unser jüngstes Familienmitglied ist erst 4 Wochen alt. Und seine gesamte bisherige Lebenszeit stand dieses Baby unter Raketenbeschuss vom Iran + seinen Proxi’s. Und dennoch versuchen alle die wenige Zeit mit dem Baby ausserhalb des bomb shelter (Schutzraums) zu genießen. Es macht uns stark – wenn wir wieder einen Raketenangriff gesund überstanden haben. Es fördert die Gemeinschaft und das gegenseitige Helfen. Die kleine Nachbarstochter lernte im Schutzraum laufen. Ihre ersten Schritte haben wir gefeiert + beklatscht – während oben die Raketen einschlugen. Ein Hund freut sich so sehr über Raketenalarm – weil er denkt endlich ist Streichel + Spielzeit. Mit allen Nachbarn zusammen im Schutzraum. Das Leben läuft weiter – während der Iran und die Hamas uns töten wollen. Wir haben Deutschland vor der Massenmigration gewarnt. Lasst Euch nicht den Zusammenhalt + Freude wegnehmen. Seid stark + zeigt das auch. Die Feinde müssen das merken!
Tja, die Probleme sind wohl im Urlaub nicht so präsent, wie als wäre man zu Hause. Das gilt wohl für Deutsche und Israelis gleichermaßen.
Aber es gibt sicher üblere Orte um festzusitzen.
Und es gibt bestimmt Mentalitätsunterschiede zwischen Israelis und Deutschen.
Das man dort durchaus ungezwungen feiern kann, sieht man zum Beispiel an dem Nova Festival, wo offenbar zu elektronischer Musik gefeiert wurde, bis die Terroristen kamen.
Ich hoffe sehr, die Israelis können den Krieg mit möglichst wenig eigenen Verlusten gewinnen.
Nur leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass dort auf Frieden immer wieder der Krieg folgt. Es ist immer nur eine Frage der Zeit, bis es wieder los geht.
Ich lese diesen Artikel weniger als einen über Israel als einen über Deutschland: Warum machen wir hier uns selbst und alles andere in der Welt so mies?
Ich habe länger in den USA gelebt, in einer Zeit, in der die Amerikaner sich selbst noch bejaht haben (wie es inzwischen ist, weiß ich nicht). Und auch mich haben sie mit Freundlichkeit, Wohlwollen, Respekt und Freude über meine Existenz behandelt. Da lebt man gern! Jetzt bin ich aus verschiedenen Gründen zurück in Deutschland und werde unentwegt aufgefordert, mich für meine Existenz zu schämen: Als Mann, als Weißer, als Umweltschädling, als Frauenbelästiger, als Wohlhabender, wegen meiner Intelligenz usw. usf. Persönlich sind viele Deutsche sehr nett. Aber als Kollektiv verstehen sie es, einander das Leben zur Hölle zu machen.
In Israel tobt der Krieg gegen fremde Völker
in Deutschland der gegen das eigene.
In Israel tobt auch der Krieg gegen das eigene Volk, aber von außen hineingetragen. In Dtld., es stimmt, besorgen wir das selbst, Linke vor allem. Z.T. tragen aber die selben Leute Unfrieden hier herein wie in Israel, wiederum Linke bezeichnen die als Opfer, z.T als Freunde. Es sind Täter, hier wie dort.
Der Deutsche hält die Füße still und lässt sie sich mit Lebensfreude platttreten. Deutsche gehen nur auf die Straße gegen die AfD und für Hamas- Palästina.
PS: Wenn du zurück nach Deutschland kommst, kommst die auch zurück nach Israel…Hast du das bedacht?
3/3
„• Öffentliches Ärgernis: Ein Paar wurde wegen Geschlechtsverkehrs in der Öffentlichkeit (unter einem Wasserfall) festgenommen.
• Reaktion der Behörden: Die thailändische Tourismusbehörde setzt auf KI-Chatbots und Flyer, um über lokales Benehmen aufzuklären. Die Einwanderungsbehörde führt Razzien durch, um illegale Arbeitsverhältnisse zu unterbinden.
Die hohe Zahl an Israelis, die nach dem 7. Oktober 2023 zur Erholung nach Thailand reisen, hat die Situation in bestimmten Regionen verschärft. Trotz der Spannungen betonen die Behörden beider Länder, dass die Mehrheit der Touristen sich korrekt verhält.“
… wobei „Mehrheit“ ja alles ab 51% heissen kann…
2/3
„• Respektloses Verhalten & kulturelle Konflikte: Berichte über Touristen, die Schuhe in Restaurants nicht ausziehen, respektloses Verhalten gegenüber Personal und lautes Auftreten.
• Wirtschaftliche Spannungen: Vorwürfe von „Zechprellerei“ (Essen konsumieren und nicht bezahlen) und dem Betreiben illegaler Unternehmen durch israelische Staatsbürger.
• Vorfall im Krankenhaus: Im Februar 2025 wurden israelische Touristen deportiert, nachdem sie nach einem Motorradunfall eine Notaufnahme gestürmt und Sachschaden verursacht hatten.“
Würde man das ganze auch so romantisch finden wenn es Libanesen wären und man auf arabisch begrüß wird…Ich denke nicht…Warum ist das bei Israelis was anderes…Und wie finden die Einheimischen das überhaubt?
1/3
Leider hat die Autorin den Namen der Insel nicht angegeben.
Liest sich in Teilen wie Deutsche auf Malle oder eben auch in Thailand…
Google-KI (die einzelnen Artikel finden sich via Google):
„Es gibt Berichte über Spannungen zwischen Einheimischen und einigen israelischen Touristen in Thailand, insbesondere in touristischen Hotspots wie Pai und Koh Phangan. Probleme umfassen respektloses Verhalten, Missachtung lokaler Bräuche, illegale Geschäfte und vereinzelte Vorfälle von Gewalt. Die thailändischen Behörden reagieren mit verstärkten Kontrollen und Aufklärung.
Hier sind die Hauptaspekte der Problematik:“
Sorry, da ist 1/3 bis 3/3 unter verschiedenen Kommentaren gelandet – muessig diese Laengenbeschraenkung der Kommentare… 2/3 und 3/3 finden sich weiter oben…
Weil es mit Israel IMMER etwas anderes ist. Da verfallen sogar sonst ziemlich unterkuehlte Wirtschaftlichkeitsrechner in kopfgeneigte Demut…