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Öffentlicher Dienst

Migranten statt Bestenauslese: SPD will an Quote festhalten – es gehe um „gleiche Chancen für alle“

Justizsenatorin Felor Badenberg will eine Migrantenquote bei Einstellungen im öffentlichen Dienst nicht mehr anwenden. Verabschiedet wurde sie 2021 von SPD, Grünen und Linken – nun gehen Vertreter dieser Parteien auf Justizsenatorin Felor Badenberg los.

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Elif Eralp (Linke) geht auf Konfrontationskurs zu Badenberg und spricht von einem „Skandal“. (IMAGO/KreativMedia Press)

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Scharfe Kritik an Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU): Vertreter von Grünen, Linken und des Koalitionspartners SPD greifen die Senatorin wegen ihres Vorgehens gegen das Berliner Partizipationsgesetz an. Ein von der Justizverwaltung beauftragtes Gutachten hatte zentrale Regelungen als verfassungsrechtlich problematisch eingestuft.

SPD-Integrationssenatorin Cansel Kiziltepe sagte der taz: „Ich habe mich gefragt, warum sich die Justizsenatorin nicht bei mir gemeldet hat, wenn sie Fragen hat. Normalerweise klären wir solche Fragen im Senat.“ Es gehe bei dem Gesetz um „gleiche Chancen für alle“, daher könne man nicht von einer „Quotenregelung“ sprechen.

Ein Sprecher ihrer Verwaltung räumte gegenüber der taz allerdings ein, dass konkrete Auswahlverfahren rechtlich angreifbar sein könnten. Ein Vorgehen mit getrennten Listen für Bewerber mit und ohne Migrationshintergrund wäre demnach nicht vom Partizipationsgesetz und dem Grundsatz der Bestenauslese gedeckt, wenn dadurch besser qualifizierte Bewerber nicht berücksichtigt werden.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Elif Eralp, erklärte in einer Mitteilung der Linksfraktion: „Es ist ein Skandal, dass die Justizsenatorin geltendes Gesetz aushebelt.“ Das Vorgehen sei ein „Schlag ins Gesicht“ für die Berliner mit Migrationshintergrund. Das Gesetz sei geltendes Recht und müsse angewendet werden.

Der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Sebastian Walter, sprach in einer Mitteilung seiner Fraktion von einem „Alleingang“ Badenbergs. „Darüber, ob ein Landesgesetz verfassungskonform ist oder nicht, entscheiden in unserem Rechtsstaat Verfassungsgerichte und nicht eine einzelne Senatorin“, erklärte er. Walter warf Badenberg vor, mit ihrem Vorgehen „maximale Rechtsunsicherheit“ bei Auswahl- und Einstellungsverfahren des Landes zu verursachen.

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Das Partizipationsgesetz war im Jahr 2021 unter dem rot-rot-grünen Senat von Michael Müller (SPD) verabschiedet worden. Es verpflichtet Behörden dazu, bei der Besetzung öffentlicher Stellen „mindestens so viele Personen mit Migrationshintergrund zu Auswahlgesprächen einzuladen, wie es ihrem Anteil an der Berliner Bevölkerung entspricht“. Derzeit betrifft das etwas mehr als 40 Prozent der Einwohner der Hauptstadt.

Außerdem schreibt das Gesetz vor, dass Bewerber mit Migrationshintergrund bei gleicher Qualifikation gezielt angesprochen und „bei Einstellungen in besonderem Maße“ berücksichtigt werden sollen. Das Gutachten kommt laut Spiegel zu dem Schluss, dass diese Regelungen in ihrer jetzigen Form mit dem Grundgesetz kollidieren könnten. Die Verfassung garantiere sowohl die sogenannte Bestenauslese – die Auswahl nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung – als auch das Verbot, Menschen wegen Merkmalen wie Herkunft, Ethnie oder Geschlecht zu bevorzugen oder zu benachteiligen.

Nach Informationen des Spiegel ließ Badenberg die rechtliche Prüfung durch eine externe Kanzlei durchführen. Die Überprüfung wurde nach Angaben der Justizverwaltung bereits im Oktober 2025 eingeleitet, nachdem Ungereimtheiten bei der Einstellungspraxis bekannt geworden waren; nach dpa-Informationen soll sich ein Bewerber beschwert haben.

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82 Kommentare

  • Die haben nur Angst, dass die Frauenquotenregelung als nächstes fällt.
    Und das wäre richtig und längst überfällig.

    • Wie lange lassen wir uns solche Unverschämtheiten von Quotenfrauen noch gefallen?

      • Wie konnten verfassungswidrige Frauenquoten denn erst entstehen?
        => Weil die Gesellschaft hoffnungslos gynozentrisch ist.

  • Vielleicht können wir mal mit der Türkei reden, ob wir dort eine Christen-Quote einführen können

    • Au ja oder Saudi Arabien, Syrien, Afganistan, Maroco usw.
      Die Altparteien ruinieren unsere Heimat und wir Einheimische können dann Asyl im Ausland suchen.

    • Sie gestatten, dass ich zynisch lache?

    • Ja, versuchen sie mal dort eine christliche Kirche zu errichten. Und hier werden Moscheen gefördert.

    • Der war gut! 🤣🤣🤣

    • Viel Glück – Übrigens gilt dies nicht nur für die Türkei!

    • Asyl für Deutsche im Ausland: Theoretisch können deutsche Staatsangehörige in jedem Land der Welt einen Asylantrag stellen, wenn sie dort Verfolgung geltend machen können. Da Deutschland jedoch international als sicherer Herkunftsstaat und stabile Demokratie gilt, sind die Erfolgsaussichten für solche Anträge in der Regel extrem gering.

      Uns nimmt keiner. Wir sind „reich und sicher“.

      • klar nimmt dich keiner

        • Trolli, troll dich!

          -4
  • Bei einer Quotenregelung geht es eben genau nicht um gleiche Chancen

    • Felor Badenberg ist doch selbst Quotenmigrantin.

      • Immerhin ein abgeschlossenes Studium und eine Laufbahn im Verfassungsschutz
        und jetzt Justizsenatorin.

  • Im Grunde geht es bei der heutigen SPD um Politik, die aus dem Land der Deutschen ein Multikultistan machen will. Wie auch Grüne und Linken.

    Die CDU muss das endlich kapieren!

    • Am Liebsten ohne Deutsche! Hört,hört!

  • Also, wenn ich es richtig verstehe, müssen demnach 25% der Angestellten AFD- Wähler sein. Warum auch nicht?

  • Warum nicht eine Quote für Steine?
    Sie sind im höchsten Grad benachteiligt und verdienen eine Chance.

  • Es waren Beamte, die das Gesetz ausgearbeitet haben. Im Grundgesetz und Landesverfassung steht klipp und klar drin, dass nur Eignung, Leistung und Befähigung maßgebliche Einstellungskriterien sind. Da braucht es kein Gutachten einer Kanzlei, es sei denn, der innerministerielle Filz besteht noch. Es wird Zeit, dass es Disziplinarverfahren gibt. Das Berliner Gesetz trägt den Stempel der Nichtigkeit auf der Stirn!

  • Und so rammt die SPD den nächsten Sargnagel rein. Sehr gut. SPD kann weg.

    • Muß weg! CDU gleich mit!

  • Stark bleiben, Frau Badenberg!!
    Noch haben SED-Eralp & Co. Tennisspieler Wegner das Ruder nicht entrissen!

  • „Das Gesetz sei geltendes Recht und müsse angewendet werden“
    „Es ist ein Skandal, dass die Justizsenatorin geltendes Gesetz aushebelt.“

    links übernimmt rechte Argumentation 😂

    • Das nennt man selektive Argumentation.
      So ähnlich wie bei my body, my choice bei Abtreibung und Zwangsimpfung.

      • …and the winner is the Bratwurt.

      • Sehr richtig. Die Linken sind heute zu dumm um schlüssig zu argumentieren. Das kommt daher, weil die Bevölkerung schon so gehirngewaschen ist, dass sie jeden Unfug durchgehen läßt.
        Noch in den 70er Jahren hätte man viele der heutigen Politiker mit einem Tritt aus dem Amt befördert.

        Ich habe vorhin Carsten Schanz bei NIUS am Abend gehört: er hat völlig Recht, Hört es euch selbst an.

  • Versuche der SPD seit 2022

    Lawblog Die Migrantenquote und das Grundgesetz-1.10. 2024
    mein Kommentar dazu:

    —Erschwerend kommt hinzu, dass Art. 3 Abs. 3 Grundgesetz es nicht nur verbietet, jemanden wegen seiner Abstammung oder Herkunft zu benachteiligen. Nein, bitte genau lesen. Da steht auch ausdrücklich drin, dass niemand wegen seiner Abstammung oder Herkunft bevorzugt werden darf—-

    Es scheint aber schon die Hoffnung zu bestehen, Migranten wegen ihrer Sprachenvielfalt und Diversitätskompetenz bevorzugt als Mitarbeitende im öffentlichen Dienst zu sehen.

    Wer Syrisch, Afghanisch….spricht, könnte durchaus Vorteile gegenüber denen haben, die „nur“ englisch oder französisch als Fremdsprache sprechen–weil diese Sprachen eben nicht in allgemeinbildenden Schulen Deutschlands angeboten werden. (Hatte jemand bisher Vorteile, der chinesisch spricht, in öffentlichen Verwaltungen eingestellt zu werden?–Befinden wir uns in einer Zeitenwende?)

    Ich zitiere aus:“Interkulturelle Öffnung…

  • Neuheit: Die AN-Umfrage.

    Mach mit und antworte mit A, B oder C.

    Wer sollte im öffentlichen Dienst in Deutschland überrepräsentiert sein?

    A: Der Migrant durch Quote
    B: Der autochthone Deutsche durch Quote
    C: Der Beste der besten der besten, Sir!

    • C: (die Eingabe war zu kurz)

    • Natürlich B+C!

  • Wer wählt diese SPD noch?

  • Quoten sind verfassungswidrig. Punkt. Wer das macht, erhebt sich tyrannisch über das gesamte Land.
    Daran ändert es auch nichts, wenn die SPD vorgeblich etwas Gutes tun will. Und gut ist es auch nicht. Quoten sind aus guten Gründen verfassungswidrig.
    Außerdem hat bei uns jeder gute Chancen, noch mehr Gleichmacherei schadet allen nur.

  • Sitze ich jetzt als Bürger einer kompetenten Person gegenüber, bei der einzig und alleine die Qualifikation eine Rolle bei der Einstellung gespielt hat. Bezahle ich als Steuerzahler also die am besten qualifizierte Person oder jemand mit Migrationsbonus. Oder ist die beste Person, weil sie Migrationshintergrund hat, dann nicht immer dem Verdacht ausgesetzt, dass sie nur wegen des Migrationshintergrund hier arbeitet. Auf die Idee zu einem solchen Gesetz kommt man nur, wenn man wegen seiner „Haltung“ an der Macht ist nicht wegen seiner Kompetenz.

  • „Migranten statt Bestenauslese: SPD will an Quote festhalten – es gehe um „gleiche Chancen für alle“. Das ist genau falsch, da hierbei eine Person (hier Migranten) bevorzugt wird. Die Bestenauslese ist eine Chance für alle, da es jeder selbst in der Hand hat, sich weiterzuqualifizieren und der Beste für den Job zu sein.

  • Jede Firma geht geht mit so einer Politik Pleite !
    Und einem Land droht noch schmimmeres.

    • – 10 / IQ Land droht.

      • Ihr Forum ist bei der Antifa

      • Ja, bei dir und deinesgleichen!

  • „Das Gesetz sei geltendes Recht und müsse angewendet werden“
    „Es ist ein Skandal, dass die Justizsenatorin geltendes Gesetz aushebelt.“
    Wenn das Gesetz durch unsere Altparteien seit 2015 nicht ausgehebelt worden wäre, gäbe es die Millionen Migranten welche heute per Quote in den Öffentlichen Dienst zur Benachteiligung anderer Bewerber eingestellt werden überhaupt nicht in Deutschland.

  • Kann man Berlin nicht mal eine Woche ausgrenzen?

    • kann man deine Kommentare nicht mal eine Woche
      aussetzen?

      • Trolli, troll dich.

        • wohin

          8
  • An der Partei selbst kann man erkennen, was eine Quote statt einer Bestenauslese verursacht. Bedauerlicherweise muss das ganze Land darunter leiden. Die SPD sollte so schnell wie möglich von der Bildfläche verschwinden.

    • Aber bitte Linke und Grüne mitnehmen!

  • Ich weiss, mein Kommentar ist grenzwertig und könnte auch als Gewaltaufruf missverstanden werden (ist er aber definitiv nicht). Aber manchmal finde ich man sollte die öffentliche „Prügelstrafe“ in abgeschwächter Form wieder einführen. Jedes Mal wenn ein Politiker so was dummes (wie oben eben geschildert) äussert, sollte es eine gerichtliche Instanz geben, die einfach eine einzige Ohrfeige vergibt. Sie muss nicht schmerzhaft sein, einfach nur als Zeichen bzw. Eigenerkenntnis für Politiker. So quasi „Okay, das war das dümmste, was ich jemals gesagt habe und diese Ohrfeige habe ich wohl verdient.“ Früher sagte man auch, leichte Schläge auf den Hinterkopf fördern das Denkvermögen. 🙂

    • Nee, diese Figuren würden selbst das nicht begreifen…

    • Bitte dann aber in schalldichten Räumen.
      Das vierundzwanzig Stunden Dauergeschrei, verteilt über die gesamte Republik, wäre sonst nicht zum Aushalten.

  • Quote ist immer Förderung der Schlechten.

    Chancengleichheit setzt gleiches Level der Kandidaten voraus.

    Wer nichts kann, kann auch nichts werden.
    Außer er wird protegiert via Quote.

    Erfolg setzt das Leistungsprinzip voraus!

    Aber von Leistung versteht die heutige SPD sowieso nichts….

  • Ach so ist das
    nach Quote der Bevölkerung
    das ist ja originell
    Angestellte des öffentlich Dienst werden nach Ethnien eingestellt
    das soll ein Gesetz sein das sich mit den Grundgesetz vereinbaren lässt.
    Allein das implantieren solcher Gedanken
    sind krank und stößt ab.

  • Elif Eralp – klingt, als ob etwas rückwärts abgespielt wird. Etwa eine geheime Parole?

    • Eher essen, rückwärts essen.

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