Werbung:

Werbung:

Österreich

Pflichtbeiträge um Abtreibungen zu unterstützen: 10.000 Studenten unterzeichnen Petition gegen Hochschulvertretung

Die Studentenvertretung ÖH finanziert aus ihrem Budget einen Fördertopf für Schwangerschaftsabbrüche. Weil dieses Budget aus verpflichtenden Beiträgen aller Studenten gespeist wird, wächst nun der Widerstand gegen den Haushalt massiv.

Von

Der Fördertopf der Studentenvertretung ÖH für Schwangerschaftsabbrüche stößt auf Widerstand. (IMAGO/Eibner Europa)

Werbung

Mehr als 10.000 Studenten in Österreich haben nach Angaben der Organisation ProLife Europe eine Petition gegen einen Fördertopf der Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) unterzeichnet, aus dem unter anderem Schwangerschaftsabbrüche finanziell unterstützt werden. Die Initiative wurde gemeinsam mit der Kampagnenplattform CitizensGo organisiert.

Der Kern der Kritik: Der Fördertopf wird aus Mitteln der bundesweiten Studentenvertretung finanziert – und diese stammen aus Pflichtbeiträgen, die jeder Student in Österreich bei der Einschreibung bezahlen muss. Ohne Zahlung dieses Beitrags kann ein Studium nicht fortgesetzt werden. Damit fließen die Beiträge aller Studenten in das Budget der ÖH, aus dem auch der sogenannte „Repro-Fördertopf“ gespeist wird.

Wie die katholische Nachrichtenagentur Catholic News Agency (CNA) unter Berufung auf die Initiatoren berichtet, wurde die Petition am 11. März 2026 bei zuständigen Stellen eingereicht. Die Initiatoren kritisieren, dass Studenten über ihre verpflichtenden Beiträge Programme mitfinanzieren müssen, die sie aus moralischen oder religiösen Gründen ablehnen. In der Petition heißt es: „Die gezielte Finanzierung von Abtreibungen ist mit der Gewissensfreiheit vieler Studenten unvereinbar und stellt eine ethisch absolut unvertretbare Entscheidung dar.“

Die ÖH hatte den Fördertopf Ende 2024 vorgestellt. Nach Angaben der Studentenvertretung soll er Studenten in finanziellen Notlagen Unterstützung bei Kosten im Zusammenhang mit reproduktiver Gesundheitsversorgung ermöglichen. Dazu zählen auch Schwangerschaftsabbrüche. Anträge können anonym gestellt werden; die Zahlungen erfolgen laut ÖH direkt an medizinische Einrichtungen.

Im Budget der ÖH für das Studienjahr 2025/26 ist ein Posten „Förderung reproduktiver Gesundheit“ in Höhe von rund 18.000 Euro vorgesehen. In früheren Berichten der Studentenvertretung wurde ein Budget von etwa 25.000 Euro pro Wirtschaftsjahr genannt. Interne Dokumente der ÖH sehen zudem vor, das Programm künftig auszubauen. Nach einem Referatsbericht der ÖH wurden seit Einführung des Fördertopfs bereits mehrere Studenten unterstützt; knapp 20.000 Euro seien ausgezahlt worden.

Lesen Sie auch:

In Österreich gilt beim Schwangerschaftsabbruch die sogenannte Fristenlösung. Ein Abbruch ist innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft möglich. Die Kosten werden in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Die Initiatoren der Petition fordern deshalb die vollständige Abschaffung des Fördertopfs. Studenten dürften nicht gezwungen werden, über ihre Pflichtbeiträge Programme zu finanzieren, die Zuschüsse zu Schwangerschaftsabbrüchen vorsehen.

cm

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

32 Kommentare

  • Ich frage mich ernsthaft was das mit universitärer Bildung zu tun hat?
    Gibt es keine Satzung die solch eine Zweckentfremdung verbietet?

    • In der kruden Argumentationskette der Linken geht das so: Frauen …äh…. Menschen mit Uterus können nicht studieren, wenn sie schwanger sind (was ja auch schon Quatsch ist), also ist es ihr Menschenrecht diesen Zustand zu beenden. Die Allgemeinheit ist dafür aus Gründen der ausgleichenden Gerechtigkeit zuständig, weil die Gesellschaft durch und durch patriachal ist. Wer das anders sieht, ist rechtsextrem, misogyn, queerfeindlich, christlicher Faschist, Trumpist, Zionist und Klimawandelleugner.

      Das ergibt zwar keinen Sinn, aber das zeichnet linke „Argumente“ ja auch aus.

      • Feminismus ist nicht der Kampf für Frauenrechte, sondern eine Manifestation weiblichen Sexualverhaltens, um KONKURIERENDE Schwangerschaften zu verhindern.

        https://www.youtube.com/watch?v=sRY_1JRRcNU

        Das Effektivste, was man (in einer freien Gesellschaft) tun kann, um Frauen von einer Mutterschaft abzubringen, ist kleinen Mädchen einzureden, sie müssten studieren (Fach und Eignung egal, Hauptsache an die Uni und Widerstand gegen das Patriarchat leisten).

        Wenn man soviel Vorarbeit geleistet hat, um junge Frauen von einer Schwangerschaft abzuhalten, dann kann man nicht auf halben Weg aufgeben, wenn doch mal eine schwanger wird.

        • Feminismus heisst Herrschaft der Frau.

          0
  • Was har das genau mit einem Bildungsauftrag zu tun.

    • Das liegt doch auf der Hand: weniger Kinder = weniger Bildungsbegehrende = mehr Platz für Nichtbildungsbegehrende = Umvolkungsbildungsauftrag.
      … man muss nur richtig rum im Kreis denken.

    • direkt mal gar nichts.

      aber nur die allergefestigten studentinnen schaffen einen anspruchsvollen abschluss trotz schwangerschaft.

      indirekt ist also allenfalls der zusammenhang, dass man schwangere studentinnen und ihre ungeplanten kinder, aufgrund derer sie ihre examina nicht schaffen, nicht jahrelang als arbeitslose alleinerziehende durchfuettern will.
      totz *ausrutschers* solle jede die moeglichkeit zum abschluss bekommen.

      ausserdem ist diese organisation traditionell links, dh. grundsaetzlich eher gegen familie und kinder eingestellt.

      • —aber nur die allergefestigten studentinnen schaffen einen anspruchsvollen abschluss trotz schwangerschaft.—

        Dann sollte man sich doch eher finanziell darum kümmern, dass diesen Frauen geholfen wird, dass sie ihre Kinder austragen können.

        Und wenn man nicht „all zu gefestigt ist“, dann sollte man vielleicht ohnehin auf ein Studium verzichten und einer Arbeit nachgehen, die einem eine feste Struktur für den Alltag gibt.

        Ungeborenen das Leben zu nehmen, kann es nun wirklich nicht sein.

        Es wundert mich seit Jahren, wie immens stark diese ganze Abtreibungslobby mittlerweile unsere Gesellschaft prägt. Und dem wird kaum etwas entgegengesetzt – abgesehen von wenigen Engagierten, die sich wirklich bemühen.

        Gerade auch in gebildeten Kreisen möchte man doch meinen, dass man sich auch stärker mit dem Sinn und dem Geschenk des Lebens auseinandersetzt.

        Rinks, Lechts ist mir egal: Hauptsache dieses sinnlose töten hört auf.

      • Wäre es nicht klüger, ungewollte Schwangerschaften von vornherein zu verhindern?
        Da sind alle soooo gescheit, aber für dieses Thema anscheinend doch zu doof.
        Man “ kann es ja wegmachen lassen“ – allein schon diese Formulierung macht mich grausen….wo ist da die Selbstverantwortung ( und die für ein ungeborenes Leben im Fall) ?

        Ps….es wir immer Ausnahmen geben müssen ( um dem Beispiel einer ungewollten Schwangerschaft nach Vergewaltigung etc zuvorzukommen )

  • Da hier schon die ersten Fragen kommen, was das mit dem Bildungsauftrag zu tun hat, die Studentenvertretung hat keinen Bildungsauftrag sondern setzt sich für die Belange der Studenten ein. Das Problem ist allerdings, daß (wie fast überall) nicht der breiten Masse geholfen wird, sondern gewissen Interessensgruppen. Im Prinzip der, der am lautesten schreit. Ich selbst bin noch Mitglied in so einer Vereinigung (aus Mitleid ist man geblieben). Solche Anfragen kommen von den üblichen Verdächtigen oft rein. Problematisch wirds, wenn die dann auch noch in den eigenen Reihen hocken und solche Dinge durchziehen. Grad von den Grünen wird viel Einflussnahme probiert.

    Hier mal paar Beispiele die ich noch in der Erinnerung habe:
    – Gebetsräume für Muslime
    – Spender für Hygieneprodukte auf Toiletten (natürlich alle)
    – Unisex Toiletten
    – Frauen exklusiv Veranstaltungen (gern auch externe durch NGOs finanziert)

    Einige der Aufzählungen wurden leider auch umgesetzt.

    • Fortschrittliche Gesellschaften leben davon, dass sie bestehende Rollenbilder hinterfragen. Doch wenn traditionelle Vorstellungen von Mann und Frau zunehmend verschwimmen, verlieren viele Menschen vertraute Orientierungspunkte. Diese Unsicherheit kann einerseits Raum für neue Freiheit schaffen, andererseits aber auch ein Vakuum erzeugen, das einfache oder sogar archaische Denkmuster wieder attraktiv macht.

      So entsteht ein paradoxes Wechselspiel: Während alte Strukturen aufgelöst werden, gewinnen gleichzeitig starre Gegenentwürfe an Kraft. Gesellschaftlicher Wandel verläuft daher oft nicht linear, sondern in Zyklen von Aufbruch, Verunsicherung und Neuordnung.

      Eine zentrale Frage bleibt, wie viel Toleranz eine Gesellschaft tragen kann, ohne sich selbst zu gefährden. Denn toleriert man auch Intoleranz grenzenlos, droht die Grundlage der Offenheit selbst zu erodieren. Fortschritt braucht daher nicht nur Freiheit, sondern auch Verantwortung und klare Grenzen.

      • Immer wenn ich ihre „ Beiträge“ lese, denke ich, sie sind ein positives Beispiel für die Abtreibung

        • Und Sie wollen kein Nazi sein?

          1
        • Ihr Kommentar ist völlig daneben!

          0
  • Wenn ich diese Zwangsgebühren nicht entrichte, darf ich nicht studieren?
    Bereits da wächst in mir die Feder des Widerstandes.

    Hat was von ÖRR.
    Inkl. „Haltung“ und „UNSERE Demokratie“ etc.

  • Komisch: Hunderte Fördertöpfe – nur für mich ist keiner dabei.
    Irgendwas scheint mit mir nicht zu stimmen.

    • Erklären Sie sich zur als schwanger gelesenen Studierend_In mit Uterus, dann klappt’s auch mit dem Topf…

  • Dieser Fördertopf soll sich um die gesundheitlichen Belange kümmern. Darunter verstehe ich Erkrankungen körperlicher wie psychischer Natur (Burnout z.B.). Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Wird ergo auch nicht finanziert! Unter anderem Menschen, die gegen Abtreibung sind, zu nötigen und zu erpressen: wer nicht dafür zahlt verliert sein Studium und die angestrebte Zukunft, sollte strafbar sein. Moment, Nötigung und Erpressung IST doch strafbar!

  • Wer zu dämlich zum verhüten ist, darf nicht noch auf Kosten der Allgemeinheit abtreiben. Was ist das nur für eine Welt geworden, wo niemand mehr Verantwortung zeigt und alles der Allgemeinheit überlässt…

    • Nun, keine Verhütungsmethode ist zu 100 % sicher. Das hat in erster Linie also nichts mit Dummheit zu tun, sondern mit Anstand und Selbstkontrolle. Aber Sie haben recht: Es ist Privatsache und nicht das Problem der Allgemeinheit.

      Verantwortung bedeutet in dieser Hinsicht nicht nur, verantwortungsvoll zu verhüten, sondern auch, das Geschenk Gottes anzunehmen, selbst dann, wenn man verhütet hat. Und wenn man sich in einer Lebensphase befindet, in der man partout kein Kind großziehen will, sollte man entsprechend handeln: also die Beine zusammenhalten bzw. den kleinen Peter in der Hose lassen.

      • Und dieses verantwortungsbewusste Denken und Handeln wird damit untergraben.
        Tatsächlich passieren Unfälle und die Verhütung kann schief gehen. Aber in diesem Land gibt es Unterstützung. Man muss keine Babys abtreiben.

      • Die Pille ist bei richtiger Einnahme zu 100% sicher. Wer vögeln will, muss die Konsequenzen tragen, somit haben Sie recht.

    • Zu dämlich? Schlimmer. Man muss sich doch keine Gedanken mehr machen und kann einfach Spaß haben. Man kann ja schließlich kostenlos abrteiben. Was solls. Und schon geht es weiter so.
      Um es mal krass darzustellen. Diese Mädels gab es früher schon und wird es weiter geben. Es denen so einfach zu machen, und ihr unverantwortliches Denken und Handeln auszuradieren als wenn nichts geschehen wäre (Hallo? Es geht dabei um Menschenleben), geht gar nicht!

  • Rechte Netzwerke….?–An Universitäten….?…Unterstützt von katholischen Kirchen….?

    In Deutschland undenkbar.

  • Es ist unglaublich, welche Wege man in Europa nutzt um den „Kindermord“ durchzusetzen.

    Warum soll man dieses schändliche Treiben finanziell unterstützen?

    Große Hoffnung habe ich in die Studenten, die jetzt das ganze Thema groß aufgemacht ins Rollen gebracht haben.

  • Was haben die Pro-Choice-Aktivisten mit der Hamas und den Mullahs auf der einen Seite gemeinsam und was haben wir (Katholiken) auf der anderen Seite mit den Juden gemeinsam? – Sie lieben den Tod, wir feiern das Leben.

  • Das sind doch vorwiegend Linksgrünversiffte, die diesen Fördertopf in Anspruch nehmen !
    Motto: My body my choice.

  • Hochschüler_Innenschaft??? Ernsthaft? Dieser linke Dreck schmerzt schon beim lesen

  • Die Zensur von AN ist nur noch peinlich.

    • Versuchen Sie doch, Ihre Position in einem sachlichen und zivilisierten Ton zu formulieren. Etwa in dieser Form:

      Über 10.000 Studenten sprechen sich gegen verpflichtende Beiträge für politische Zwecke aus. Und das völlig zu Recht! Es ist nicht Aufgabe einer Hochschulvertretung, ideologische Projekte auf Kosten aller durchzusetzen. Besonders problematisch wird es, wenn dabei ein so sensibles Thema wie Abtreibung behandelt wird, als wäre es ein normaler Bestandteil der Gesundheitsversorgung ohne jede ethische Dimension. Wer Schwangerschaftsabbrüche indirekt wie ein Verhütungsmittel darstellt oder verharmlost, hat den Bezug zur Verantwortung verloren. Das hat nichts mit Fortschritt zu tun, sondern wirkt eher wie ein Ausdruck geistigen und moralischen Verfalls.

      • „Versuchen Sie doch …….“
        hahahahaha, der war Spitzenmäßig!!

      • Ich nehme ihre exquisiten Ausführungen immer als Vorbild.

Werbung