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Rassemblement National

Kommunalwahl in Frankreich: Le-Pen-Partei erreicht Rekordergebnis und feiert „großen Sieg“

Der Rassemblement National (RN) liegt bei den Kommunalwahlen nach dem ersten Wahlgang in 58 Kommunen vorn. Bei der vorherigen Wahl 2020 waren es lediglich elf. Marine Le Pen spricht von einem „großen Sieg“.

Parteichef Jordan Bardella mit Marine Le Pen. (IMAGO/NurPhoto)

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Bei den französischen Kommunalwahlen hat der Rassemblement National (RN) im ersten Wahlgang am Sonntag gegenüber der letzten Wahl stark hinzugewonnen. Nach den bisherigen Ergebnissen liegt die Partei in mindestens 58 Kommunen vorn. Beim ersten Wahlgang 2020 waren es lediglich elf.

Zwar gibt es starke lokale Schwankungen. Das Ergebnis zeigt allerdings, dass sich der RN mittlerweile auch in Städten behaupten kann, in denen er zuvor lange Zeit chancenlos war. So liegt der RN-Kandidat Franck Allisio nach den ersten Auszählungen in der traditionell eher linksorientierten Einwandererstadt Marseille praktisch gleichauf mit dem linken Amtsinhaber Benoît Payan.

Die langjährige Parteivorsitzende Marine Le Pen bezeichnet die Ergebnisse des ersten Wahlgangs daher als „großen Sieg“. Parteichef Jordan Bardella sieht für viele der Kandidaten „gute Aussichten auf einen Sieg“ bei der anstehenden Stichwahl am kommenden Sonntag.

Allerdings könnte ein beträchtlicher Teil der RN-Kandidaten, die im ersten Wahlgang noch vorn lagen, am Ende leer ausgehen. Grund dafür ist der sogenannte „front républicain“, also ein Bündnis der übrigen Parteien gegen den RN, das in seiner Logik stark an die deutsche Brandmauer erinnert. Dabei unterstützen konkurrierende Parteien im zweiten Wahlgang häufig einen gemeinsamen oder abgesprochenen Kandidaten, um einen Sieg des RN zu verhindern.

In den Metropolen zeigt sich insgesamt ein differenziertes Gesamtbild. In Paris führt der Sozialist Emmanuel Grégoire mit knapp 38 Prozent klar. In Lyon liegt der grüne Amtsinhaber Grégory Doucet knapp vorn. In Nizza wiederum hat mit Éric Ciotti ein Kandidat die Nase vorn, der mit Unterstützung des RN antritt. Ciotti lag am Sonntag deutlich vor dem bisherigen Bürgermeister Christian Estrosi.

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Anders als in Deutschland finden in Frankreich die Kommunalwahlen landesweit alle sechs Jahre am selben Termin statt. Gewählt werden dabei Gemeinderäte, die anschließend die Bürgermeister bestimmen. Mit rund 57 Prozent war die Wahlbeteiligung historisch niedrig. Lediglich 2020, während der Corona-Pandemie, fiel sie noch niedriger aus.

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34 Kommentare

  • Wenn Westeuropa nicht bald die Kurve kriegt, sehe ich schwarz. Wenn es nicht ohnehin schon 5 nach 12 ist.

    • Es ist längst schon zu spät. Der Bildungsverfall – nur EIN Beispiel – setzte bereits vor 20 Jahren ein. Die damaligen Schüler sind längst selbst Lehrer. Bildung ist aber der Schlüssel. „Politiker“ wie aktuell Hagel, aber auch unzählige andere, sind der Auswuchs dessen. Irreversibel.

      • Irreversibel ist es nie. Es dauert nur mit jedem verlorenem Jahr erheblich länger, in die Erfolgsspur zurückzufinden.

      • Schon vor 30 Jahren.VTler würden sagen das D. ab 1990 nicht mehr als Bollwerk gegen den Osten gebraucht wurde…

    • Ein Großteil der Westeuropäer ist heute vom Glauben abgefallen und hat sich von den traditionellen christlichen Werten entfernt, die einst Orientierung boten. Viele leben vor allem für Konsum und materielle Befriedigung, was Umweltbelastung, soziale Ungleichheit und innere Leere nach sich zieht. Diese Entwicklung hat kaum etwas mit politischen Parteien zu tun, und politische Maßnahmen können diese tieferliegenden Probleme schon dreimal nicht lösen. Es geht um einen grundlegenden Werte- und Lebensstilwandel, der Orientierung, Verantwortung und ethische Maßstäbe vermissen lässt. Frauen, die ihren Platz in der Gesellschaft nicht mehr finden, Männer, die keine Verantwortung mehr übernehmen und sich im Verhalten kaum noch von Frauen unterscheiden, und Kinder, die von orientierungslosen, konsumabhängigen Menschen in einer sinnentleerten Welt großgezogen werden: Was soll dabei schon rumkommen?

      • wie konnte china so erfolgreich werden?

        ohne christentum als hauptreligion, doch mit starker konsumfreudigkeit?

        umfragen zeigen immer wieder, dass chinesen unter ihrem system keineswegs leiden.
        der wirtschaft geht es recht gut, die staedte sind sicher, und die leute sind mehrheitlich zufrieden.

        • Man sollte zwei Dinge unterscheiden. Erstens basiert Chinas wirtschaftlicher Erfolg nicht nur auf eigenem Konsum. China hat zwar einen riesigen Binnenmarkt, aber das Wachstum wurde lange stark durch Exportindustrie und große Handelsüberschüsse getragen.

          Zweitens sind Zufriedenheitsumfragen in einem autoritären Staat schwer zu bewerten. Ein Teil der Zufriedenheit kann sicher real sein, etwa wegen wirtschaftlicher Entwicklung, Infrastruktur oder Sicherheit. Gleichzeitig weiß man aber nie genau, wie frei Menschen in politischen Fragen antworten, wenn sie in einem Einparteiensystem leben.

          Und unabhängig davon war mein eigentlicher Punkt ein anderer: Der Sinn des Lebens und die Frage, wie zufrieden Menschen wirklich sind, lassen sich gar nicht am wirtschaftlichen Erfolg festmachen. Materieller Wohlstand kann vieles erleichtern, ersetzt aber keine Werte, Orientierung oder Sinn.

          5
      • Ja, es gibt in Deutschland keine heimischen Männer mehr. Und die Werbung weiss das auch. Schaut doch mal, wer die Toiletten putzt, Kinder wickelt und herum trägt, Wäsche macht, kocht etc. Es ist ja nicht mal mehr ausgewogen, die Männer werden als Softies dargestellt und sind es im Großteil auch. Das Männerbild haben die arabischen Migranten eingenommen.

  • Langsam aber sicher haben die Menschen in Europa die Nase voll von Sozialismus, Niedergang und Islamisierung. Besser spät als nie, auch wenn der Schaden mit jedem Tag unter der linksgrünwoken Agenda größer wird.

    • nicht langsam, sondern fast gar nicht. um das ganze mal in relation zu setzen:

      35.000 gemeinden hatten wahl.

      58 konnte RN fuer sich gewinnen.

      das ist ja gewaltig !
      kommt fast einem umsturz gleich. !
      ja, die menschen wollen tatsaechlich veraenderung….🤣

      • Besser als nix 😉 Es ist wie in Baden Württemberg – das muß erst noch schlimmer werden, bevor genug Menschen aufwachen und sich verwundert die Augen reiben. Leider.

        • Die werden (leider) nicht aufwachen … 🙁 🙁 🙁

          1
      • In der Stichwahl: 58
        Davon am Ende gewählt: 0
        Ihr Boooooooooooooooomer kappiert es einfach nicht. Keiner will eure Schlumpfland-den-Schlümpfen-Parolen.

  • Auch Frankreich hat eine Brandmauer.

    • einige laender haben eine. zb.: NL, S, A, und es koennen noch mehr werden, nachdem andere sehen, wie gut das funktioniert.

  • Allerherzlichsten Glückwunsch Marine Le Pen.

  • Vive la France !!!!!

  • Wenn der front républicain zusammenhält, ist das eben so. In Baden-Württemberg haben fast 30% CDU gewählt, in dem vollen Wissen, dass die Koalition mit den Grünen und nicht mit der AfD gebaut werden wird.
    Man kann es nicht ändern.
    Schon mehr Aussicht auf ein Vorankommen „unserer“ gesamten Demokratie bieten einzelne Kooperationen, die bei inhaltlicher Überschneidung zustande kommen, wie jüngst im EU-Parlament.
    Die Weigerung, inhaltlich einzelne Anträge, hinter denen eine Partei steht, einfach nur deshalb nicht umzusetzen, weil die AfD in diesem einzelnen Punkt mitstimmen würde, ist demokratisch und politisch dermaßen verantwortungslos, dass es einen vor unseren heutigen Zeiten nur gruseln kann.
    Einen Shitstorm auszuhalten, gehört in der Politik und für Politiker einfach dazu!

    • Politik und Verantwortung sind ein Widerspruch in sich …

  • Ist Bardella schon verhafte und für künftige Wahlen ausgeschlossen worden ?

  • Das sind wundervolle Nachrichten. Le Pen sollte sich den Sozialkonservativen annähern. Es gibt schädliche Elemente des Kapitalismus, des Sozialismus und des Liberalismus. Es gibt aber auch nützliche Elemente.
    https://jlt343.wordpress.com

  • Der RN liegt in 58 Kommunen vorn?

    Großer Sieg?
    KI sagt: In Frankreich finden die Kommunalwahlen in rund 35.000 Kommunen statt.

    Deutsch französisches Institut(dfi): Am 15. und 22. März werden die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der über 34.000 Gemeinden Frankreichs gewählt.

    FRANKREISCH

  • Als Deutscher sehe ich Frankreich zwiegespalten.
    Ein rechter Aufschwung in Frankreich würde uns genauso wenig von der finanziellen EU-Angel lassen, wie der linke. Frankreich braucht uns, und der erfolgversprechendste Weg ist der über die EU. Die Franzosen haben sich derart in die Gülle geritten … egal wer: ohne Deutschland geht es nicht.
    Erst wenn unsere Töpfe leer und unsere Schuldentöpfe voll sind, werden sie von uns ablassen.

  • Der französische RN ist – anders, als weltweit alle anderen rechten Bestrebungen, die mir bekannt sind – hochgradig nationalistisch, aber auf die alte, verstaubte, gefährliche Weise. Niemand soll glauben, dass es für Deutschland gut wäre oder auch nur ein gutes Signal, wenn in Frankreich der RN die Macht übernimmt.

    Beispiel gefällig? Um sich als gemäßigt darzustellen, hatte der RN im Europaparlament seinerzeit die „böse, böse“ AfD politisch vor den Zug gestoßen. Diesen ehrlosen Gesellen geht es nicht um Werte oder den Westen – die schlagen alles kaputt, wenn es nur ihnen hilft.

    • Das ist französisches Vorgehen gegen Deutschland. Macron ist genauso. Deutschland wird lediglich zum Zahlen benötigt.

  • Die eigenen Völker haben eben die Schnauze gestrichen voll!

    • keineswegs.
      58 von 35.000 gemeinden fuer RN sind ein fliegensch…
      und die wichtigen staedte bleiben eh in linker hand .

      auch in DK wird demnaechst die rote mette allen umfragen gemaess besser denn je abschneiden.

      solange eine brandmauer nur irgend moeglich ist, wird links in naehzu allen laendern obsiegen..

      • Ja, 58/35000 ist nicht viel. Zuvor waren es aber nur 11/35000, und 58/11 ist somit viel, auch wenn es immer noch wenig ist.

  • Die Franzosen sind gefühlt intelligenter oder/und wacher als die deutschen Schlafschafe!

    • Nein, sind sie nicht. Die Franzosen sind einfach nur zwei Schritte voraus in Sachen Islamisierung.

  • Na, da kommt bei mir Freude auf. Ich wünsche mir Europa ohne EU zurück. Mit nationalen Währungen und ganz viel Föderalismus. Die Vielfalt gleichzeitig laufender Politikstrategien und konkurrierenden Lösungsansätze ist die beste Versicherung dagegen, das es scheiße läuft. Falls doch, gibt es noch mehrere Unterschiede. Wie wollen wir noch Respekt untereinander entwickeln, wenn niemand mehr im Stande ist, etwas brillantes gar beneidenswertes zu entwickeln? Ich empfand es immer als recht feierlichen Akt die Grenzen zu überqueren. Ein gutes Gefühl, daß mich früher vor jeder Form von offiziellen Anlässen mit einer Vorfreude erfüllen konnte. Wie beim Vorbereiten meiner Surfausrüstung mit angepaßten unterschiedlich bunten Segeln und Brettern. Wo sind all diese kleinen meditaven, privaten miniheiligen Momente geblieben? Alle überdeckt mit einer blauen Fahne der persönlichen Entrechtung?

  • Die Westdeutschen werden die letzten sein, die aufwachen. Wahrscheinlich sind es aber die Westdeutschen, die als Einzige die Islamisierung Europas auch in Zukunft vorantreiben werden.

  • Auch den Bio Franzosen geht das linksextreme verhalten der Regierung und seiner ngo auf den💰!

  • Na dann feiert mal schön…….die nächste Präsidentenwahl kommt BESTIMMT…..nach der Wahl ist vor der Wahl…und vielleicht sind die Franzosen ja tatsächlich schlauer als die komatösen Almans, die sehenden Auges an dem Ast sägen auf dem sie hocken und selbst dann noch „grün“ wählen, wenn ihnen das Wasser schon an der Oberkante Unterlippe steht…. ?

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